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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Rezension bezieht sich auf: Klaviersonaten Vol.4 (Audio CD)
Beethoven stand öfters in der Gefahr, neben sehr tiefsinnigen und aufwühlendem auch Banales zu schreiben. Wenn man die Sonaten op. 10 zu harmlos angeht, dann kann dieses Vor-Urteil Bestätigung finden.Es gehört schon Mut dazu, angesichts der Überfülle von Aufnahmen eine weitere Beethoven-Gesamtaufnahme zu wagen, die natürlich an dem gemessen wird, was bereits existiert. Glenn Gould ist der Banalität der op. 10-Sonaten dadurch ausgewichen, dass er sie ungeheuer energetisch aufgeladen hat. Mit aberwitzigen Tempi, aber dadurch werden sie spannend. Die Aufnahme von Korstick, sicher viel korrekter als diejenige von Gould, ist es nicht. Diese Aufnahme entgeht nicht der Gefahr, diese Musik von Beethoven für banal zu halten. Bei der Sonate op. 13 ist das Gewicht der Einspielungen noch bedeutsamer. Wer hat dies Stück nicht eingespielt ? Auch hier ist Korstick zu milde. Wenn man Slawa Richter hört, wie er über diese Sonate quasi herfällt ( Moskau 1953), dann erschliesst sich die Grösse in der Wildheit. Die Interpretation von Korstick harmlos zu nennen, wäre vermessen, aber dieses notwendige Quäntchen Wildheit fehlt ihr einfach. Beethoven war ein extremer Mensch und er hat aufwühlende Musik geschrieben. Das will ich hören. Und hier höre ich es nicht. So ist es insgesamt eine unter sehr vielen Aufnahmen der Beethoven-Sonaten. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen Kommentare
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag:
22.12.2007 21:44:47 GMT+01:00
Dr. J. Wiegand meint:
Wer kann eine Rezension 4 Wochen vor Veröffentlichung der CD posten?
Veröffentlicht am
06.02.2010 19:17:12 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 06.02.2010 20:37:02 GMT+01:00
2496_Gourmet meint:
Herr Alberts, wenn Sie einmal Beethoven-Sonaten auf den Instrumenten gehört hätten, die dem Meister zur Verfügung standen, nämlich Pianofortes, dann würden sie den furor slavoteutonicus des Herrn Richter auf dem Steinway vielleicht nicht mehr sosehr vermissen. Er ist maniriert, übertrieben und letztendlich dumpf, weil er sich der Möglichkeiten zur Abstufung begibt. Als junger Mann habe ich auch für Richter geschwärmt, jetzt nach einer langen Hörkarriere nicht mehr.
Im übrigen ist man als Pianist nicht gezwungen "banale" Beethoven-Sonaten einzuspielen. Wenn man so denkt, sollte man auch etwas anderes hören! Diese preisgekrönte Einspielung mit 3 Sternen abzustrafen ist absurd.
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