Kundenrezension

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zum Verzweifeln, 15. Oktober 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Afterglow (Ltd.Edition) (Audio CD)
Was ist hier schiefgelaufen? Denn ich verehre sie alle, die Herren Bonamassa, Bonham, Sherinian und auch Hughes. Wobei ich schon zu Deep Purple Zeiten David Coverdale wesentlich spannender fand als Glenn Hughes. Dennoch - in all diese Herren habe ich zu Recht schon ordentlich Geld investiert. So war es eine logische Konsequenz dieses Album zu erwerben und Großartiges zu erwarten. Was soll da schief gehen?

Aber es ist schief gegangen. Zumindest für mich! Nach ungezählten Hördurchläufen bin ich auch auf den Punkt gekommen, der mich stört. Es ist leider Glenn Hughes. Ich mag seine Stimme! Und wenn er richtig Gas gibt ist dies im Normalfall bzw. vordergründig der Inbegriff von Kraft, Leidenschaft und Leistungsfähigkeit. Schließlich ist der Herr Baujahr '51 und somit per se schon ein wenig abgegriffen. Dass er noch einmal eine Energie entwickelt, wie hier bei BCC, muss man einfach respektieren. Leider relativiert sich dies bei genauem Hinhören. Genau genommen bzw. pingelig betrachtet bemüht sich Mr. Hughes schon sehr seinen Gesang kräftig erscheinen zu lassen. Bisweilen wirkt es gar gequält. Leider bin ich kein Toningenieur, sonst würde ich behaupten, dass bei den derben Gesangspassagen die Studiotechnik kräftig unterstützend beteiligt war. Wie auch immer. All das ist keine Besonderheit. Leider raubt mir dieser gequälte Eindruck die Glaubwürdigkeit der Musik. Die Eigendynamik der Rockmusik geht zu Gunsten der Rohheit Hughes' Stimme verloren. Die wilde Ehrlichkeit dieser Musik wird einer "scheinbar erzwungenen" Energie geopfert.
Und um noch weiter zu graben, bin auch ich der Auffassung, dass Derek Sherinian als Ausnahme Pianist / Keyboarder hier vollkommen unterfordert und somit deplatziert ist. Was für eine Verschwendung von Talent!!!
Sicherlich ist all dies nur meine individuelle Auffassung, die grundsätzlich verkehrt sein mag. Leider geht mir durch das Beschriebene die mögliche Faszination für diese Scheibe ab.

By the way... Rosenkohl, Honig, Waldpilze und Ingwer mögen wertvolle Nahrungsmittel sein. Doch ob deren Zusammentun zwangsläufig für Harmonie sorgt ist zunächst in Frage zu stellen. Die Harmonie einer Zusammenstellung und somit auch einer Band entsteht durch mehr als durch die Summe der Einzelteile!
Zusätzlich empfinde ich die Bezeichnung "Supergroup" mittlerweile als so breitgetreten und abgenutzt, dass es einem anerkannten Musiker quasi peinlich sein sollte einer solchen beizutreten. Sicherlich handelt es sich in der Regel zu Recht um mehr als etablierte Musiker, die in solchen Supergroups anzutreffen sind, sonst würde eine solche Bezeichnung auch erst gar nicht entstehen. Doch ob diese Etabliertheit zwangsläufig zum Wunsch der Zusammenarbeit mit anderen geschätzten, verehrten oder gar als Vorbild dienender Kollegen führt, möchte ich anzweifeln.
Sicherlich mag es Bedürfnisse oder auch spontane Ideen geben, wie zum Beispiel die Entstehung von Chickenfoot während einer Bierlaune der Herren Hagar, Smith und Anthony (Satriani wurde später rekrutiert...), die zu dieser Combo führte. Und um bei diesem Beispiel zu bleiben und zum Zorn der jeweiligen Anhängerschaft - Chickenfoot ist der Art spaßlastig, dass ich denen ihren Antrieb abkaufe. Dennoch sehe ich bei all diesen Musikerformationen häufiger den Trieb nach wirtschaftlichem Erfolg oder nach noch mehr Anerkennung denn nach künstlerischer Verwirklichung oder ganz simpel: Spaß!

Es verbleiben respektvolle 3 Sterne. Einen für die Musiker. Einen für das Konzept. Und einen für deren Mut. Dieses Album werde ich mir nur gelegentlich anhören um zu prüfen, ob ich mich dann doch geirrt habe.
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1-8 von 8 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 15.10.2013 17:39:17 GMT+02:00
Rocker meint:
also diese hier kenne ich nicht, aber die ersten 2 fand ich super. 2 sogar noch etwas mehr als bcc, denn auf 2 lässt man nämlich speziell sherinian wesentlich mehr freiheiten. hab sie auch live gesehen (open air auf einer kleinen bühne) und da waren sie großartig, gut gelaunt und sehr volksnah. gut, hughes und sein verständnis von bühnenperformance sind sicher nicht jedermanns sache, aber das wäre so, als würde man die scorpions ausschließlich wegen ihrer menschlichen pyramide nicht mögen....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.10.2013 10:05:36 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 16.10.2013 10:06:35 GMT+02:00
Leicar7 meint:
jo. ich bin leider direkt mit dieser scheibe eingestiegen. die ersten scheiben genossen auch unterschiedliche meinungen. da wurde ich vorsichtig. hier die dritte scheibe kam bei der kritik am besten davon. also meinte ich jetzt passt es. aber es zündet bei mir nicht. argumentativ habe ich mich hier im wesentlichen auf hughes eingeschossen. aber da ist klar noch mehr zu finden...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.10.2013 12:02:14 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.10.2013 12:49:28 GMT+02:00
Andreas S. meint:
Klingt sehr nachvollziehbar. Mir hat auch oft schon eine schwache Stimme die Suppe versalzen.
Um nicht zu sehr abzuschweifen nur die prominentesten Beispiele: Elvis Costello, Neil Young, Joe Jackson
Kann ich allen nichts abgewinnen, bzw. stört mich sogar regelrecht. Mag schade sein, aber irgendwie auch wieder nicht, weil muss ja nicht.
Ach und alternativ den Bonamassa singen lassen, ist ja auch keine Lösung, gell.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.10.2013 12:08:56 GMT+02:00
Leicar7 meint:
Nee wirklich net :-) Joe an der Gitarre ist für mich schon ein Weihnachtsfest. Doch sein Gesang und schlimmer noch sein Pathos auf der Bühne sind schon recht Toleranz lastig.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.10.2013 12:52:38 GMT+02:00
Andreas S. meint:
Puhh, da bin ich aber beruhigt, nachdem der gade fast überall auftaucht, dachte ich schon ich bin der eigzige, der mit seiner schalen Stimme nichts anfangen kann. Ja, und der aalt sich auch ein bisschen zu sehr im Erfolg, macht mir auch den Anschein.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.10.2013 15:03:08 GMT+02:00
Rocker meint:
dann hast du aber bcc wirklich noch nicht live gesehen. ich weiß nicht, welches pathos du meinst, denn ich habe bonamassa alleine noch nicht erlebt. aber neben hughes wirkt er auf der bühne eher wie ein sparkassenfilialleiter....

dass die beiden sich beim gesang abwechseln, fand ich auf den ersten beiden alben von bcc eigentlich ganz angenehm. da stören beide weniger ;-))

und zu andreas: dass costellos und joe jacksons stimme viele nicht mögen, ist sicher -wie alles- individuell. teilweise geht es mir auch so. oder bei sting. aber neil young wäre nicht neil young, wenn er diese stimme nicht hätte...alle anderen muss ich auch schon mal abschalten, aber den will ich auf keinen fall anders haben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.10.2013 11:23:06 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.10.2013 11:24:10 GMT+02:00
Leicar7 meint:
damit's keine missverständnisse gibt. ich höre bonamassa an der gitarre sehr gerne. sein gesang ist akzeptabel, aber kein burner. doch wenn er seine solos spielt, dann zeigt er eine körpersprache, die nicht nur ans groteske grenzt sondern teils darüber hinaus geht. oder um es böse auszudrücken - in verbindung mit seinem übrigen erscheinungsbild als "sparkassenfilialleiter" ist er die verschärfte form eines fraggles. OK, die musikalischen empfindungen auch mit der körpersprache auszudrücken ist ja kein thema. und das beim performen klappern zum handwerk gehört ist auch passend. doch wirken seine grimassen peinlich aufgesetzt und somit nicht glaubwürdig.

bei neil young stimme ich zu. seine stimme gehört unbedingt dazu. doch kann ich ihn auch nicht immer und bei jeder gelegenheit hören. am ehesten passt es noch, wenn seine alten akustischen klassiker laufen. doch ist seine stimme neben seinem gitarrenspiel sein merkmal. lieben oder hassen. dazwischen wird es wohl kaum was geben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.10.2013 16:29:12 GMT+02:00
Rocker meint:
wie gesagt: bei black country communion ist mir das nicht so aufgefallen. aber viele gitarristen haben leider beim spielen eine mimik drauf, die eher an eine wurzelbehandlung ohne narkose denken lässt, als an virtuoses gitarrenspiel...oder wie danny der w(e)ilde es ausdrücken würde: der sieht aus wie ein frosch nach der wurmkur ;-))

mir ist neil young am liebsten, wenn er mit crazy horse das brett raus holt. der hat übrigens auch krasse verrenkungen drauf, wenn er so richtig in fahrt ist....
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