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Kundenrezension

19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Inhalte zur Finanzkrise sind top, 12. September 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Späte Reue: Josef Ackermann - eine Nahaufnahme (Gebundene Ausgabe)
Spannend zu lesen, ist diese nicht autorisierte Biographie auf jeden Fall, ob sie tatsächlich ein wichtiges Puzzleteil sein wird, um das etwas lädierte Image des prominenten Schweizers zu polieren, muss man abwarten. Das Buch gibt tatsächlich einige Einblicke, zum einen zur Person des Josef Ackermann, zum anderen dient es aber auch als sehr spannend zu lesende Dokumentation der Banken und Finanzkrise der letzten Jahre.

Die Teile, die sich eher um die PERSON Ackermann drehen, die die Nahaufnahme liefert, sind lesenswert, weil sie einen gewissen Einblick in das Leben eines Menschen geben, der eine Elite angehört - was ja an sich nicht zu verurteilen ist. Man erfährt so einiges zu Führungsstil u.ä., was aber nicht wirklich überrascht. Wer hier nur seine Vorurteile bestätigt wissen will, wird gut bedient werden. Allerdings haben diese Teile auch gewisses Geschmäckle. Die skizzierte Läuterung von Saulus zum Paulus, skizziert weil der Leser natürlich selber drauf kommen soll, nimmt man nicht einfach ab. Josef Ackermann wird als sehr intellektuell und intelligent beschrieben, was ihm wahrscheinlich auch jeder sofort zugesteht, seine Leistungen sind absolut unbestreitbar. Allerdings, wer so elitär ist, schlau und überlegen, der sollte eigentlich schon viel viel früher einige Erkenntnisse über sich selber gewonnen haben, und dann – wir haben es hier schließlich mit einem Macher zu tun – auch entsprechend gegensteuern. Wenn schon Paulus, dann bitte einfach den großen lebenden amerikanischen Philanthropen folgen und nicht lange hadern: es gibt ausreichend Stiftungen, den man sein Vermögen gut anvertrauen an.

Die Teile des Buches die sich um den zweiten Aspekt, die FINANZKRISE, kümmern sind sehr lesenswert und spannend wie ein Wirtschaftskrimi. Autor Baron war langjähriger Mitarbeiter der Deutschen Bank und hat wirklich Aufregendes und Neues zu berichten. Die Kapitel zur Banken und Finanzkrise sind dermaßen spannend beschrieben, dass man das Buch mit mehr weglegen möchte. Besonders die Verhandlungen im Herbst 2008 um die Rettung der HRE und auch die Berichte zu den Treffen zu Beginn der Griechenlandkrise mit dem ständigen Geplänkel zwischen den Bänkern und den Politikern. Hier verschwimmen die Grenzen, hier gibt es kein Gut und Böse, hier wird einerseits sehr deutlich, wie stark der Einfluss der Großbanken auf die Politik ist, hier wird aber andererseits auch deutlich, wie wichtige Josef Ackermann in diesen Zeiten war. Ja, er hat natürlich auch die Interessen der Banken und vor allen seines eigenes Instituts vertreten, aber man muss ihm schon etwas mehr zugestehen. Viele Quellen, u.a. die geleakten Protokolle zur HRE der Bafin vom Oktober 2008, hatten seine herausragende Rolle ja bereits deutlich gemacht. Ackermann war der richtige Lenker an der richtigen Stelle. Dafür zollt ihm der tiefste Respekt. Den er aber wahrscheinlich nicht bekommen wird von der Masse, weil sich ja kaum jemand das was-wäre-wenn gewesen hätte ausmalen können.
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Kommentare

Von 3 Kunden verfolgt

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1-10 von 11 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 12.09.2013 19:54:44 GMT+02:00
Frank meint:
Nach meinen Informationen ist diese Biographie authorisiert. Ackermann nahm selbst an der Vorstellung des Buches teil.

Insofern glaube ich Ihnen, dass Sie das Buch spannend finden. Aber wie objektiv kann es sein, wenn es doch den Zweck verfolgt, Ackermann in das "richtige Licht" zu stellen?

Ich akzeptiere auch bis heute nicht, dass es richtig gewesen sein soll, die HRE und die Commerzbank zu retten. Ich schließe auch nicht von der Größe der Kapitalismuskrise auf die Größe ihrer Verursacher. Im Gegenteil.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.09.2013 20:20:46 GMT+02:00
ROTT meint:
Über eine Sache kann man nicht streiten: in der gemeinsamen Pressekonferenz zur Vorstellung sagte Ackermann, dass das Buch "nicht autorisiert" ist, sorry ;-).

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.09.2013 20:36:20 GMT+02:00
Frank meint:
Ah, ok. Aber ernst, oder ein PR-Gag ;-) ?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.09.2013 23:00:23 GMT+02:00
ROTT meint:
Das kann natürlich sein. Hatte mich ehrlich gesagt auch gewundert, so subtil positiv und moralische wie die Darstellung an manchen Stellen ist.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.09.2013 02:51:52 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 13.09.2013 03:08:44 GMT+02:00
Dackel meint:
Was bedeutet autorisiert?
In diesem Falle wäre mit der Autorisierung verbunden das Herr Josef Ackermann das Buch gelesen, notwendige Sachkorrekturen abgesprochen und veranlaßt hätte. Hat er dieses nicht getan dann ist das Buch nicht autorisiert. Das hat eine besondere Bedeutung in Bezug auf Tatsachen, Schweigepflichten und Haftung. Für mich ist es verständlich das Herr Ackermann das Buch, aus Zeit oder anderen Gründen, nicht autorisiert hat. Ich halte bei derartigen Büchern einen literarischen Spielraum, für die Wahrung der Interessen Betroffener, unbedingt für erforderlich.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.09.2013 10:28:11 GMT+02:00
gy meint:
Der Verlag sagt: Das Buch ist nicht von Josef Ackermann autorisiert. Das heißt fuer mich: Ackermann ist nicht gefragt worden, ob er den Inhalt frei gibt. Soweit ich weiß, hat er bei der Buchvorstellung in Berlin selbst gesagt, dass er nicht alles in dem Buch unterschreiben will oder kann. Und der Autor hat gesagt, dass von vornherein Bedingung für das Buch war, dass er von Ackermann freie Hand hat

Veröffentlicht am 17.09.2013 08:22:25 GMT+02:00
T. Kohrs meint:
nur ein kleiner Hinweis. Sie schreiben in Ihrer Rezension "Herbst 2008 Rettung der Coba", könnte es sein, dass Sie meinen Rettung der HRE? und dann könnte man sich drüber streiten, ob es eine Rettung war.....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.09.2013 08:25:20 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 17.09.2013 08:26:01 GMT+02:00
T. Kohrs meint:
bei allem Respekt, es könnte durchaus sein, dass bei einer Nichtrettung der HRE der gesamte Zahlungsverkehr zusammengebrochen wäre. Solche Geschäftsmodelle wie e-bay, amazon und viele andere wären dann mglw. ziemlich schnell am Ende gewesen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.09.2013 08:37:11 GMT+02:00
ROTT meint:
Selbstverständlich, danke für den Hinweis, schon korrigiert.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.09.2013 08:37:50 GMT+02:00
ROTT meint:
Da bin ich 100% derselben Meinung, das hatte ich auch versucht auszudrücken ;-)
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