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Erstmalig nicht mehr ganz so toll,
7. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Vampirherz: Black Dagger 8 (Taschenbuch)
Ich habe wie die meisten hier alle Teile von J.R. Wards Black-Dagger-Reihe verschlungen und deswegen war ich um so glücklicher, als ich den neusten Streich endlich in der Hand hielt und dann noch früher, als erwartet! Endlich ging es weiter mit Butch und Marissa. Die erste Geschichte zwischen einem Normalo und einer Vampirdame. Und nun das...
Meine Wertung ist deutlich unter dem allgemeinen Durchschnitt der Bewertungen hier einzuordnen- also unter fünf Sternen. "Vampirherz" ist keinesfalls ein schlechtes Buch. Aber so überragend gut wie die anderen Teile war es nicht. Was mir hier erheblich missfällt, ist die Entwicklung von Butch. Der Bulle war bisher der einzige unter den Black Daggers, der noch den Hauch von was Normalen hatte. Er war ein Mensch und bis auf er selbst und sein Minderwertigkeitskomplex konnte jeder gut damit leben. Und plötzlich stellt sich raus, dass Butch doch irgendwie einen Vampir in sich trägt und kurze Zeit später auch zu solch einem mutiert. Da hat es sich die Autorin meines Erachtens viel zu einfach gemacht. Warum muss jegliche Individualität einem 2-Meter Muskelberg mit dem Kreuz eines Kleiderschrankes weichen? Und wie eine andere Rezensentin schon ganz richtig angemerkt hat: Alles, was vorher schon riesig war, wird noch riesiger... und Frau findet es natürlich ganz toll!?! Ich war wirklich enttäuscht. Man hat hier versucht, es allen recht zu machen. Der Buhmann und Scherzkeks O'Neal darf nun auch mit den großen Männern mitkämpfen und außerdem ist er ja noch der "Zerstörer". Und das Butch dann auch noch von Wrath abstammt, hat dann irgendwie noch zu dem ganzen Elend dazu gepasst und mich nicht weiter überrascht.
Aber es gibt natürlich auch positive Entwicklungen. Marissa und Butch finden endlich zueinander und auch die Erotik wird weitergestrickt. Zwar wird mir Marissa viel zu schnell viel zu routiniert, aber ich habe die ganz "speziellen" Szenen trotzdem gerne gelesen.
Neben der Hauptgeschichte erfährt der Leser aber auch neues über Vishous, Rehvenge und John. Besonders Letzter entwickelt sich ja stetig fort und ich bin schon riesig gespannt auf seine Transition. Zukünftig wäre vielleicht eine etwas geordnete und ernstzunehmende Gegenwehr wünschenswert, denn mal ehrlich, bei dem Haufen von Lessern wundert es mich stellenweise wirklich, wie die überhaupt so lange bestehen können.
Schlussendlich, ist das Buch für jeden J.R.Ward Fan natürlich wieder ein Pflichtkauf, aber man muss ja trotzdem nicht alles so hinnehmen als Konsument, deswegen gibt es von mir dieses Mal nur drei Sterne. Viele Rezensenten werden das sicherlich ganz anders sehen, aber Geschmäcker sich verschieden. Die Entwicklung einiger Personen gefällt mir wie gesagt gar nicht, insbesondere Butch, aber auch Marissa. Ansonsten bleibt alles beim Alten. Ich freue mich trotzdem auf den nächsten Teil und hoffe inständig, dass Ward auf dem Teppich bleibt und dort weitermacht, wo es mit Zsadist aufhörte.
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