Kundenrezension

12 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Auch schon Gott begegnet?, 16. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Hütte: Ein Wochenende mit Gott (Gebundene Ausgabe)
Länge:: 9:03 Minuten

Nicht immer trifft man Gott in einer Hütte. Oft ist er gerade nicht da, er hat ja auch verdammt viel zu tun. Die Frage ist, was tut er? In diesem Buch weist er die Verantwortung für alle Tragödien von sich. Er behauptet, die Tragödien nur zu benutzen, um dann, sozusagen im Anschluss, etwas Gutes zu tun, obwohl er Tragödien auch nicht unbedingt benötigt, um etwas Gutes zu tun. Leider erklärt Gott nicht, warum er die Tragödien nicht einfach verhindert, statt anschließend beim Aufkehren der Scherben zu helfen, insbesondere wo ihm doch so viel an unserem Wohlergehen liegt. In der Bibel ist nirgends von einem gradlinigen Gott die Rede, so gesehen kein Widerspruch. Nur die Frage "Kann er nicht, oder will er nicht?" bleibt wieder mal offen.

Falls Sie Gott gerade nicht in der Hütte antreffen: Seien Sie ihm einfach nahe, indem Sie auf die 10 Fragen im Video die richtigen 10 Antworten geben...
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1-10 von 12 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 31.03.2010 11:59:22 GMT+02:00
Daniel Renz meint:
Dabei veranschaulicht "Die Hütte" doch eindrücklich, warum christlicher Glaube kein logisches System ist, warum es also gar keine "richtigen" Antworten au die Fragen im Video geben kann...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.04.2010 10:14:40 GMT+02:00
Abacus meint:
@ Daniel Renz
Mit Ihrer Aussage, dass christlicher Glaube kein logisches System ist, haben Sie vermutlich recht. Warum es für die Fragen im Video keine richtigen Antworten geben sollte, kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Auf alle 10 Fragen werden jeweils 2 Antworten vorgeschlagen. Die eine Antwort setzt jeweils die Existenz Gottes voraus, während die andere Antwort die Existenz Gottes verneint. Bisher bin ich nicht vielen Menschen begegnet, die der Auffassung waren, Gott existiert und existiert gleichzeitig nicht.
Sie sollten nicht zu leichtfertig auf eine Unterscheidung zwischen wahr und falsch verzichten und auch nicht auf den Versuch, diese Unterscheidung möglichst objektiv zu treffen.
Irrationalismus befreit nicht, er macht ohnmächtig.

Veröffentlicht am 05.04.2010 18:53:00 GMT+02:00
Deshalb ist der Glaube "Glaube" und nicht "Wissen". Christlicher Glauben beruht auf persönlichen Erfahrungen, die Menschen aller Zeiten mit Gott gemacht haben. Erfahrungen sind nicht losgelöst von der Umwelt, von der Zeit, in der ich lebe. Biblische Geschichten berichten von solchen Erfahrungen, immer im Rahmen ihrer damaligen Umwelt. Deshalb kommen im Alten Testament, der Hebräischen Bibel, sehr häufig auch kriegerische Erfahrungen vor. Allerdings muss man dabei den Zusammenhang sehen: Wenn für die Völker damals Menschenopfer gebräuchlich waren, so ist die Geschichte von der Opferung Isaaks, in der Gott das Menschenopfer nicht will, eine "gute" Geschichte - weil das Menschenopfer, das damals allgemein üblich war, vom jüdischen Gott nun gerade nicht gewollt ist.

Die Bibel ist - anders als der Koran - kein von Gott wortwörtlich inspiriertes Buch. In ihren Geschichten kommen menschliche Grunderfahrungen zum Tragen. Häufig sind es Grunderfahrungen, die jeder Mensch macht: Verlassensein, unendliche Trauer, Ungerechtigkeit ... Erzählt werden die Geschichten aber im Rahmen der damaligen Zeit und Lebenssituation. Ich erwarte nicht von jemandem, der vor mehreren Hundert Jahren lebte, dass er das naturwissenschaftliche Weltbild kannte, welches wir heute kennen. Aber wenn mir jemand erzählt, dass er die Erfahrung gemacht hat, dass er nicht alleine war in seinem Leid - dann tröstet mich die Geschichte. Darum lese ich sie. (Das war nur EIN Beispiel).

Die Freiheit, die der christliche Gott uns lässt, ist gleichzeitig die größte Herausforderung an den Glauben. Wir glauben, wir wissen nicht. Das ist auch völlig in Ordnung.
Ich persönlich bin der Meinung, entweder man hat die Erfahrung gemacht, dass Gott existiert, weil er zu einem persönlich gesprochen hat - oder man hat es nicht. Ich kann einem Blinden nicht erklären, was ein Regenbogen ist. Ich kann sehen. Ich habe Gott erlebt. MIR reicht das. Warum Gott Leid zulässt, ist eine Frage, die mich beschäftigt. Die ich aber nur diskutieren und unter verschiedenen Facetten betrachten kann, für die ich aber keine endgültige Antwort habe. Ich WEISS NICHT, ich GLAUBE. Deshalb zielen Ihre Fragen in die völlig falsche Richtung. Ich WILL gar nicht BEWEISEN, dass Gott existiert. Ich glaube daran. Und Glaube ist, trotz aller "Hinweise", die ich bekomme, das Gott existiert und ganz persönlich für mich da ist (und die mir ausreichen, um meinen Glauben nicht als Gedankenkonstrukt abzutun), in der letzten Konsequenz eine Vertrauenssache. Und jeder entscheidet für sich, ob er dieses Vertrauen aufbringen möchte oder nicht. Das ist die Freiheit, die ich als Mensch habe. Gott ist "unverfügbar". Dass mir das nicht passt und ich es lieber hätte, wenn Gott sich eindeutig zeigen und erklären würde - das ist für mich kein ausreichender Grund für die Nicht-Existenz Gottes. Im Übrigen, wie gesagt, bin ich durchaus der Meinung, dass Gott sich dem Einzelnen eindeutig zeigt. Aber das ist eine Erfahrung, die jeder nur für sich machen kann, zum Glück. Gott tritt nicht im live im Fernsehen auf und ruft allen zu: "Hallo, hier bin. Und jetzt zum Mitschreiben das, was ich von euch will und wie ihr euch verhalten sollt..."

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.04.2010 19:40:21 GMT+02:00
Abacus meint:
@ Religionslehrerin
Natürlich lässt sich die Existenz Gottes anhand dieser 10 Fragen nicht beweisen oder widerlegen. Die 10 Fragen vermitteln jedoch einen sehr guten Eindruck, ob die Existenz Gottes bei objektiver Betrachtung dessen, was wir im Universum und auf unserem kleinen blauen Planeten beobachten können, eher wahrscheinlich oder eher unwahrscheinlich ist.
Wenn Sie sagen, dass die 10 Fragen in die völlig falsche Richtung gehen, weil Sie Gott gar nicht beweisen wollen, so fürchten Sie sich in Wirklichkeit nur davor, Ihren Glauben einer (selbst)kritischen Überprüfung zu unterziehen. Die Wahrscheinlichkeit Gottes kann sehr wohl ein Jeder mit Hilfe der 10 Fragen abschätzen.

Zur Bibel:
Diese Sammlung obskurer alter Berichte hat immer wieder Unheil über große Teile der Menschheit gebracht. Die Bibel erklärt Unvernunft zur Tugend und Zweifel zur Sünde. Sie stimmt Menschen darauf ein, auch sonstigen, im Brustton der Überzeugung vorgetragenen Unsinn zu glauben: Von heilenden Schwingungen in homöopatischen Wässerchen und unseriösen Renditeversprechungen bis hin zur Notwendigkeit, den Jüngsten Tag durch eine nukleare Vernichtung der "Reiche des Bösen" einzuleiten. Ich bin sicher, man findet bei Amazon geeignetere Bücher zur Aufarbeitung menschlicher Grunderfahrungen als diese grauenvollen Geschichten aus der Eisenzeit oder ihre neuzeitlichen Aufgüsse, wie z.B. "Die Hütte".

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.04.2010 14:29:53 GMT+02:00
Vielleicht interessiert es Sie zu erfahren, dass ich sowohl Religion als auch Naturwissenschaften unterrichte. Für mich schließt sich beides keineswegs aus. Ich kann die naturwissenschaftliche Sichtweise durchaus mit meiner religiösen Sichtweise vereinbaren - Evolutionstheorie (die im Übrigen eine THEORIE ist und kein Naturgesetz) und der Glaube an einen Schöpfergott sind für mich kein Widerspruch. Es gibt religiöse, fundamentalistische Richtungen, die beides nicht vereinbaren können. Für mich trifft das nicht zu, ich finde beides durchaus miteinander vereinbar. Im Übrigen nimmt die Bibel keinesfalls den Menschen das Denken ab - das wäre ja furchtbar. Gerade die Bibel betont die Freiheit jedes einzelnen. Zweifel ist laut Bibel überhaupt keine Sünde - wo haben Sie denn Ihre verquere Sichtweise der Bibel her?
Wenn Sie Toleranz fordern, so müssen Sie diese auch Menschen zugestehen, die an den Gott der Bibel glauben - ohne zu unterstellen, sie hätten ihren Glauben keiner selbstkritischen Untersuchung unterzogen. An Gott zu glauben heißt nicht, den Verstand an der Garderobe abzugeben...ganz im Gegenteil. Man kann sehr kritisch sein und dennoch (oder gerade deshalb?) zu der Überzeugung kommen, dass Gott existiert.
Tolerant bin ich dann, wenn ich persönlich akzeptieren kann, dass es Menschen gibt, die dies anders sehen. Und wenn ich Atheist bin, kann ich trotzdem anderen zugestehen, dass sie an Gott glauben. Tolerant bin ich immer dann, wenn ich jedem seine eigenen Überzeugungen zugestehe - solange keiner aufgrund seiner eigenen Überzeugungen einem anderen Schaden zufügt.
Im Bereich des Glaubens geht es gar nicht darum, Wahrscheinlichkeitsberechnungen für Gottes Existenz aufzustellen - mir zumindest nicht. Natürlich könnte man sich fragen, weshalb Religion in den meisten Kulturen (wenn nicht sogar allen) der Erde eine große Rolle spielt - Religion als Phänomen der Transzendenz. Wo kommt das her, diese Suche des Menschen nach Sinn? Aber für mich ist das gar nicht der ausschlaggebene Punkt. Wenn Sie glauben, erfahren Sie Gott. Wenn Sie davon überzeugt sind, dass diese Erfahrungen nicht auf Gott, sondern auf was auch immer (neurobiologische Effekte ihres Gehirns etc.) zurückzuführen sind, dann glauben Sie nicht, dann suchen sie eine wissenschaftliche Erklärung. Das ist Ihr gutes Recht. Mein Recht ist es, diese Erfahrungen auf ein Selbst außerhalb meines Ichs zurückzuführen - und deshalb glaube ich an Gott.
Neben dem, was naturwissenschaftlich messbar und erfahrbar ist, gibt es eine Welt des Transzendenten. Das ist meine Überzeugung. Ich glaube, man nimmt sich einen entscheidenden Aspekt seines menschlichen Wesens, wenn man nur die naturwissenschaftliche Sichtweise gelten lässt. Das greift auf Dauer zu kurz.
Ich glaube auch, dass man jedem die Entscheidung lassen muss, ob er sich zum Glauben entscheidet oder nicht. Es geht nicht um Richtig oder Falsch. Sondern um persönliche Erfahrungen und Beziehungen. Das ist eine völlig andere Sichtweise als die naturwissenschaftliche - deshalb glaube ich auch nicht daran, dass ich die Wahrscheinlichkeit Gottes "berechnen" muss. Für mich ist es eine Bereicherung, dass ich nicht ausschließlich auf die naturwissenschaftliche Sichtweise angewiesen bin - sowie es eine Bereicherung ist, dass ich in einem Zeitalter lebe, in dem ich nicht ausschließlich auf die religiöse Sichtweise angewiesen bin (wie z.B. die Menschen die zur Zeit des Alten Testaments lebten und wenig Ahnung von der naturwissenschaftlichen Sichtweise hatten).
Letzten Endes entscheidet sich jeder selbst, welche Rolle er dem Phänomen der Transzendenz in seinem Leben zugesteht. Andere für ihre Entscheidung zu kritisieren oder ihnen Fähigkeiten abzusprechen - das greift zu kurz. Toleranz, die man für seine Entscheidung einfordert, sollte man auch dem Gegenüber für dessen Entscheidung zugestehen. Wenn sich jemand von den Inhalten der "Hütte" angesprochen fühlt in seiner Suche nach Transzendenz, dann darf er das. Wenn nicht - auch OK. Meine ganz eigene, persönliche Einstellung zum Thema Gott und Glaube wird davon nicht beeinflusst - jeder muss seinen eigenen Weg finden.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.04.2010 16:56:26 GMT+02:00
Abacus meint:
Nachdem Sie uns mitgeteilt haben, dass Sie als Lehrerin Religion und Naturwissenschaften unterrichten, interessiert uns alle jetzt natürlich brennend:

Wie beantworten Sie die 10 Fragen im Video?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.04.2010 19:55:20 GMT+02:00
@Abacus
Mir scheint, Sie haben weder die Intention des Buches noch die Worte von 'Religionslehrerin' so richtig verstanden - das ist sehr schade.
Das Thema Glaube und Gott in Ihrem Video mit 10 Fragen und je 2 Antworten begrenzen zu wollen inclusive der Forderung nach einer Beantwortung ist wirklich niedlich.
Alleine so einfach ist das Leben nicht und nicht immer gibt es einen Zuschauer-Joker.

Ich empfinde mich nicht wirklich als gläubiger Mensch im Sinne der Bibel (die ich auch nicht besonders gut kenne), aber genausowenig wie mit Ihrem Film kann man dieses Thema mit einem Paradoxon 'erschlagen':
Wenn Gott allmächtig ist, kann er dann auch einen Stein schaffen, der so schwer ist, dass er ihn nicht aufheben kann?

Wenn ich Sie kurz zitieren darf: "(...) die Existenz Gottes bei objektiver Betrachtung (...)".
Was verstehen Sie hier unter 'objektiver Betrachtung' ? Gerade das ist ein Thema in dem Buch und hat mich zu einer ganz neuen Denkweise geführt. Wenn ich Handlungen/Motive anderer für mich als objektiv gut oder schlecht empfinde, ist es doch eigentlich eine subjektive Empfindung. Dies als objektive Wahrheit zu verkünden, würde bedeuten über den Dingen zu stehen, oder ?
Nun kann ich das nicht so schön beschreiben wie das Buch, aber über die Existenz Gottes objektiv urteilen zu können, tja, da müsste ich mich doch tatsächlich über Gott erheben.
... und das bei über 100.000.000.000 Galaxien im Universum, wie Sie im Film so schön schrieben.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie in das erneute Lesen des Buches genauso viel Zeit investieren wie in Ihren Film.
Subjektiv - wirklich nur subjektiv - glaube ich nicht, dass Ihr Film jemals einen Oscar erhält.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.04.2010 23:39:17 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 12.04.2010 23:49:46 GMT+02:00
Abacus meint:
@ Krieger des Lichtes
Noch jemand, der sich, genau wie Religionslehrerin, in einen fragwürdigen Relativismus flüchtet, um sich nicht mit den 10 Fragen auseinandersetzen zu müssen - Schade.
Dazu zitieren Sie mich auf irreführende Weise, indem Sie einen Halbsatz aus dem Zusammenhang reißen, so das eine veränderte Bedeutung suggeriert wird.
Meine Aussage war die folgende:
Die objektive Betrachtung dessen, was wir im Universum und auf unserem keinen blauen Planeten beobachten können, ermöglicht es uns, abzuschätzen, ob die Existenz eines Gottes, in der Form wie die großen Kirchen und Religionen ihn vermitteln, wahrscheinlich oder unwahrscheinlich ist.
Unter einer objektiven Betrachtung der Welt verstehe ich einen Blick auf unsere Welt, der nicht maßgeblich von Wunschdenken (entweder Gott soll oder soll nicht existieren) geleitet ist. Gemeint ist eine skeptische, aufgeklärte Betrachtung der Welt, die sich bei der Analyse von Sachverhalten bevorzugt solcher Methoden bedient, die sich bei der Gewinnung von Erkenntnissen bisher als besonders vorteilhaft (z.B. weil überprüfbar) erwiesen haben.

Das von Ihnen zitierte Paradoxon erschlägt vielleicht nicht das Thema, stützt allerdings auch nicht gerade die Gotteshypothese, denn die Paradoxie besteht nur, solange man die Existenz Gottes annimmt. Viel besser als das von Ihnen zitierte Paradoxon gefällt mir Epikur, der schon einige hundert Jahre vor unserer Zeitrechnung zum Theodizee-Problem schrieb:

Entweder will Gott die Übel beseitigen, kann es aber nicht. (Dann ist er schwach, also kein Gott.)
Oder er kann es und will es nicht. (Dann ist er mißgünstig, also kein Gott.)
Oder er kann es nicht und will es nicht.
Oder er kann es und will es (wie es sich allein für einen Gott gehört)
- woher kommen dann die Übel der Welt?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.04.2010 12:15:11 GMT+02:00
Sie geben sich bei dem Thema löblicherweise so viel Mühe und werden es doch nicht verstehen, befürchte ich - aber ich möchte Ihnen dennoch antworten:

Ich habe mich weder irgendwohin geflüchtet noch versuche ich irgendetwas zu suggerieren, das schaffen Sie schon alleine.
Ich schätze Sie als Menschen ein, der für alles im Leben eine wissenschaftlich schlüssige Erklärung benötigt, um es zu aktzeptieren.
Es soll keine Beleidigung sein, aber würden Sie z.B. vor nur 500 Jahren gelebt haben, wäre für Sie die Erde eine Scheibe gewesen - die Wissenschaft sagte es damals so.
Aber Sie leben heute und glauben nur an das, was Sie fühlen, riechen schmecken können bzw. an das was unsere ‚heutige Wissenschaft' sagt.
Aber mal ehrlich, was wissen wir kleinen Menschen in diesem riesigen Kosmos mit seiner nahezu unendlichen Größe ? Wir sind ein Staubkorn in der Unendlichkeit.
Ok, werden Sie sagen - in der Bibel steht, wir sind die Krone der Schöpfung. Dann hat Gott (so es ihn gibt) doch gelogen.
In der Bibel stehen viele Dinge und alles wurde von Menschen niedergeschrieben, m.E. vieles erdacht oder abgewandelt und manches mag einen historischen Kern haben - aber Gott hat hier selber nie Hand angelegt (das mag nebenbei auch als Antwort auf viele Ihrer Filmfragen genügen und widerlegt dabei keineswegs die Existenz oder Nichtexistenz).

Es mag Ihrem gewonnen Weltbild widersprechen, aber ich muss Ihnen sagen, dass ich an
einen Gott (oder an eine höhere Wesenheit, die sich um uns Menschen ‚kümmert') gar nicht glaube. Das ist für mich aber auch nicht wichtig. Mir ist es wichtig, wenn ich mein tägliches Leben in der Art und Weise gestalte, dass ich und mein Umfeld damit zufrieden sind und sowohl die Lehre Jesus (so wie ich sie verstehe) als auch die im Buch getätigte Intention kann mir dabei helfen - nicht immer, aber hoffentlich immer öfter.
Mir ist nicht die Bibel oder die Kirche wichtig oder ob es einen Gott gibt oder wie ich die Existenz Gottes zu wiederlegen versuche - mir ist das Leben und was man draus macht wichtig.

Abschließend möchte ich betonen, daß ich Sie um Gottes Willen ;-) nicht missionieren möchte,
leben Sie so, wie Sie sich glücklich fühlen. In diesem Sinne...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.06.2010 15:36:03 GMT+02:00
Ich frage mich, wie lange der Unsinn noch verbreitet wird, dass die Wissenschaft vor 500 Jahren gesagt habe, dass die Erde eine Scheibe sei.
Erstens gab es "die Wissenschaft" im heutigen Sinn vor 500 Jahren noch gar nicht (diese begann erst ca. mit Galileo und Newton im Laufe des 17. Jhdt.). Zweitens wurde die Erde seit gut 2000 Jahren von gebildeten Menschen nicht mehr als Scheibe angesehen.

Abgesehen davon sitzt "Krieger des Lichts" (ein etwas kindliches Pseudonym) einer anderen weit verbreiteten Fehlmeinung auf: Da die Wissenschaft ja nichts endgültig beweisen könne und auch schon öfters falsch lag, kann man sich nicht auf sie verlassen. Er übersieht dabei allerdings, dass die Wissenschaft sehr wohl Dinge falisifizieren kann! Und was einmal von der Wissenschaft als falsch erkannt wurde, wurde (meines Wissens) noch niemals später als dann doch als richtig erkannt - zumindest, was große Theoriegebäude angeht.
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