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Kundenrezension

131 von 171 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Persönlich und auch kritisch, Religion und Atheismus auf dem Prüfstand, 29. Dezember 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Gott: Eine kleine Geschichte des Größten (Gebundene Ausgabe)
Religion und Glaube sind heute wieder in aller Munde. In zahlreichen Talkshows und Büchern schmeißen sich Gegner und Befürworter der Religion die Argument für und gegen diese um die Ohren. Ein wenig spiegelt sich diese "ewige Auseinandersetzung" auch in dem vorliegenden Buch von Manfred Lütz wieder, der nicht verschweigt auf welche Seite er sich schlägt: pro Religion und mehr: pro Gott! Allein diese Tatsache wird im Zeitalter von Richard Dawkins "Gotteswahn" so manchen davon abhalten dem vorliegenden Buch etwas Konstruktives abgewinnen zu können, denn wer so klar und deutlich Stellung bezieht - so ein all zu oft anklingendes Argument - wird wohl kaum eine faire und reflexive Aufarbeitung des Themas erwarten lassen. So gesteht auch Lütz in diesem Buch ein, dass es sich um eine klar persönlich bestimmte Herangehesweise an das Thema "Gott" handelt, eine andere - so lautet eine Botschaft des Buches - ist gar nicht möglich. Lütz demonstriert, dass weder die Psychologie, noch die Philosophie mit ihren starren Götterbildern wirklich etwas über Gott aussagen können, Gott zu erfassen - was vollends nie gelingen kann -ist immer ein "Mehr" und hat im Wesentlichen mit persönlichen Erfahrungen zu tun. Einen wesentlichen Teil des Buches nimmt die Auseinandersetzung mit dem Atheismus und der "Wissenschaft" ein, welche Lütz als die Hauptgegner der Religion in den vergangenen Jahrhunderten ausmacht. Kurz und knapp schildert er dabei die wesentlichen Formen des Atheismus von der Antike bis zur Gegenwart, zeigt aber auch an gegebenen Stellen dessen Schwächen auf. Nach Lütz ist der Atheismus heute eigentlich überwunden, da seine wesentlichen Argumente hinfällig geworden sind, was nach Lütz auch an der wissenschaftlichen Erkenntnis liegt, dass eigentlich keine streng allgemeingültigen Aussagen mehr gemacht werden können. Wer die Aussage "Gott gibt es nicht" propagiert, muss gleichfalls auch die Aussage "Gott gibt es" auf eine gleiche Stufe stellen und damit anerkennen.
Die Sprache von Lütz in diesem Buch ist sehr eingängig, d. h. vor allem locker und all zu oft (polemisch) flapsig. Die philosophischen/ psychologischen (atheistischen) Konzeptionen auf die eingegangen wird in diesem Buch, werden in wenigen Sätzen zusammengefasst, wobei man als Leser schonmal schlucken muss, wenn Freud, Platon, Aristoteles, Kant, Hegel, Augustin, Rahner u. a. sprachlich so frei und verkürzt abgehandelt werden. Hier zeigt sich aber zum Einen die Stärke von Lütz, nämlich jedermann/frau (!!!) die großen Denker der Weltgeschichte vereinfacht - aber korrekt - zu vermitteln, zum anderen verbirgt sich hier aber auch eine Schwäche des Buches, es fehlt manchmal etwas an Tiefe. Kenner der genannten Denker werden sich nicht immer zufrieden geben. Nach Lütz Eigenaussage (Nachwort) ist sein Werk aber von zahlreichen Experten gegengelesen, daher sind inhaltliche Fehler in der Darstellung ausgeschlossen, was m. E. auch zutrifft. Da das Buch für eine breite Öffentlichkeit verfasst ist, fehlen Literaturangaben und Register, was zumindest bei den zahlreichen Zitaten schmerzt, hier hätte man auch als wissenschaftlicher Laie gern das ein oder andere Mal gewusst, aus welchem Werk der großen Denker es stammt, bzw. in welchem Zusammenhang das Zitat im Originalwerk steht. Insgesamt eignet sich die Lektüre des Buches aber als ein guter Einstieg in die Auseinandersetzung zwische Religion, Wissenschaft und Atheismus und deren gegenseitigen Verquickungen, es ist aber auch persönlich, weshlab Lütz - zu Recht - keine Allgemeingültigkeit beansprucht, es bietet aber Argumente und Gedankengänge, die jeden einladen können, mit- und weiterzudenken, was auch selbsternannte Atheisten und Agnostiker ansprechen sollte.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-7 von 7 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 27.02.2008 17:48:27 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 27.02.2008 17:50:42 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 27.02.2008 17:49:47 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 03.03.2008 14:24:35 GMT+01:00
Norbert Rohde meint:
"pl" schreibt: "Hier zeigt sich aber zum Einen die Stärke von Lütz, nämlich jedermann/frau (!!!) die großen Denker der Weltgeschichte vereinfacht - aber korrekt - zu vermitteln, zum anderen verbirgt sich hier aber auch eine Schwäche des Buches, es fehlt manchmal etwas an Tiefe. Kenner der genannten Denker werden sich nicht immer zufrieden geben."
Von "Korrektheit" kann ja wohl nicht die Rede sein. Die meidet Lütz absichtlich, weil er sonst ins Trudeln käme. Er äussert sich in "GOTT" als Werbefachmann des Papstes, der es mit der WAHRHEIT nicht so genau nimmt. Jede Werbung lebt (unter anderem) von einem geschickten Täuschen. Die Vatican-Werbung zeichnete sich schon immer durch ein miserables Täuschen aus. Doch was solls?
Es fallen doch genügend Gläubige darauf rein. Jahwe sei Dank!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.03.2008 13:02:17 GMT+01:00
"Es fallen doch genügend Gläubige darauf rein. Jahwe sei Dank!"

Na gottseidank gibt es noch die Hyperaufklärer vom Schlage eines Norbert Rhode, die uns Dummbatze dann aber blöderweise doch nicht auf den richtigen Weg bringen.
Seit wann interessieren sich Werbefachmänner eigentlich für Religion?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.05.2008 16:55:04 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.05.2008 16:56:00 GMT+02:00
zu: Norbert Rohde:
Irgend ein Beleg dieser Aussage wäre wohl zu viel verlangt?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.09.2008 19:49:41 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 14.09.2008 20:25:15 GMT+02:00
Norbert Rohde meint:
Josef Christian: "Seit wann interessieren sich Werbefachmänner eigentlich für Religion? "

Religionen leben doch von Ihrer Eigenwerbung im Sinne einer jahrtausendealten "Vorspiegelung falscher Tatsachen". Ist das keine Werbung ? .... allerdings eine ausgesprochen "unlautere" Werbung!

Veröffentlicht am 08.04.2009 16:12:19 GMT+02:00
mjchael meint:
Das Buch mag ja etwas einseitig, teilweise sogar polemisch sein, es ist zumindest eine hervorragende Ergänzung zum Buch "WER BIN ICH, und wenn ja, wie viele?" (Richard David Precht). Wenn man ein ebenso interessantes, jedoch unzureichend recherchiertes, polemisches und zum Teil demagogisches Buch gelesen hat, ist man froh, einen Gegenpol dazu zu finden, welcher mal die andere Seite beleuchtet.

Gruß Mjchael

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.08.2013 03:17:14 GMT+02:00
Jayanti meint:
Tatsächlich können wir Gott die Mutter schon in den Höhlen und in den roten Ockerbestattungen in embryonaler Hockstellung des Paläolithikums finden, und hier liegen die eigentlichen Wurzeln von Religion und auch die Wurzeln Europas.

Da Menschen nabelgeborene sind, und dies in ihrem Bewusstsein natürlich seit ewigen Zeiten verankert ist, ist sie Gott die Mutter. Da ein Vater naturgemäß nicht nabelgebären kann, kann er soziologisch und religionshistorisch niemals am Anfang der Schöpfung stehen. Menschheitsgeschichtlich ist er eine Kurzerfahrung und deshalb konnte er, aller Machtanstrengungen zum Trotz, die Ewige große Mutter nie verdrängen.

Vieles, was heute als Religionsgeschichte dargestellt wird, ist in Teil männlicher Macht- und Kriegsgeschichte, in der die entsprechenden Götter eine wichtige Rolle spielen. Doch die Vatergestalten der großen monotheistischen Religionen gehören in dieses Bild. Sie sind, wie wir aus dem Alten- und auch Neuen Testament und dem Koran wissen, nicht nur Schöpfer, sondern auch Zerstörer, Umwelt- und Tierfeindlich, Frauenverachtend, und weit entfernt vom Geist und den Funktionen der Großen Mutter.

Jahwe war ein Außerirdischr
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