Kundenrezension

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Wahnsinn steckt im Detail, ein Grower, 9. November 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Darkly,Darkly,Venus Aversa (Ltd.) (Audio CD)
Verdammte Axt!
Das dürfte das gewesen sein, was ich gedacht habe, als ich das erste mal Lilith Immaculate via Preview gehört habe.
Die Mischung aus treibenden Drums, einfach schreddernden und auch mal thrashenden Riffs und den eher durch Keyboards + Gesang erzeugten Melodien erzeugt wieder diese alte Märchenatmosphäre, die so manch einer schon länger vermisst haben dürfte. Die darauf folgenden Äußerungen, dass Darkly, Darkly, Venus Aversa das härteste und brutalste Album der Cradle-Karriere werden sollte, konnte man noch nicht bestätigen, vor allem, als man noch die (extrem gute und catchy) Single Forgive Me Father (I Have Sinned) als Vorschau auf das Album zu hören bekommen hat.

Umso überraschter war ich letztendlich über das, was ich dann mit dem Album zu hören bekam. (Ich habe übrigens die limiterte Edition im Digipak, das sein Geld mehr als wert ist!)
The Cult Of Venus Aversa, Song Nummer eins, ist das, was man eigentlich nochmal als leicht ausladendes Intro bezeichnen sollte, überrascht aber, als nach 40 Sekunden gleich mal einer der härtesten Songs des Albums startet. Mein lieber Herr Gesangsverein, hier wird einem echt das vorn Latz gehauen, was Dani Filth und Co im Voraus versprochen haben: erbarmungslose Härte und Geschwindigkeit. Dazu etwas, was schon seit spätestens Midian keine Verwendung mehr gefunden hat: diese einerseits kitschigen, andererseits auch surreal und abartig wirkenden Keyboards im Kontrast zu den Gitarren und Schlagzeug, sie sind hier wieder vorhanden und mindestens so effektiv wie bei Cruelty And The Beast und von mir aus auch Midian. Breaks, Halftimes etc sind wie gehabt weiterhin vorhanden.

Die nächsten drei Songs sind ebenfalls kein leichter Tobak und sind sehr räudig und aggressiv. Dieser intensive, ca 20 minuten andauernde Moment in 4 Songs verpackt, kann einem zu Beginn allerdings etwas zu schaffen machen, hier geht's härter zu als bei allen älteren Songs zuvor, sogar das aggressive VEmpire wird meines Erachtens getoppt. Das Problem ist nur, dass die Songs sich eher unterschwellig unterscheiden, durch feine Keyboard Parts und Gesänge, weniger durch Schlagzeug und Gitarren.

Das äündert sich mit The Persecution Song jedoch, und schon ist das Album wieder wesentlich abwechslungsreicher. Es wird etwas auf die Bremse gedrückt und die Gitarren übernehmen wieder Melodien.
Deceiving Eyes hat sogar wieder diesen leichten Dusk And Her Embrace Einschlag, zumindest teilweise. Das macht diesen Song nach einigen Hördurchgängen zu einem kleinen "Hit".

Das Niveau steigert sich aber nochmals durch das sehr durchtriebene Lilith Immaculate mit dem zusätzlichen, nicht nur als kleines Schmankerl versehenen Frauengesang im Refrain und der Bridge, der wieder einmal das erzeugt, was Cradle schon früher ausgemacht hat: dieses "märchenhafte" Wirken der Musik.

Weiterhin beweisen sie mit The Spawn Of Love And Hate, wie gut sie Kontraste mischen können (der Liedtitel spricht quasi für sich), der Nachfolger Harlot On A Pedestal wiederum, dass sie urtypische Keyboards mit knallhartem Riffing mischen können.

Forgive Me Father (I Have Sinned) zielt überraschenderweise ein wenig in die Thornography Richtung (ich fand das Album im Übrigen ziemlich gut), The Foetus Of A New Day Kickin' lässt grüßen, nur ist auf Venus Aversa wie alles andere von Cradle auch nochmal wesentlich härter, dabei aber extrem catchy.

Das Album klingt mit einem wahren Feuerwerk aus, Beyond Eleventh Hour.

Die letzten Cradle Alben (Nymphetamine bis Godspeed On A Devil's Thunder) haben immer eine gewisse Hitdichte gehabt, um es zu behaupten, auch wenn sie nahezu komplett unterschiedlich waren (vor allem im Härtegrad und technischen Bereich). Darkly, Darkly, Venus Aversa ist alles andere als hitdicht, das Album ist ziemlich rauh und lebt vom Gesamtergebnis, lediglich Liltih Immacula und Frgive Me Father (I Have Sinned) sind Songs, die sich sofort festsetzen (vielleicht auch Harlot On A Pedestal mit dem markanten Keyboard).

Zu den Bonussongs: Sie sind den Aufpreis locker wert, der eine oder andere hätte auch gern auf dem regulären Album stehen können.

Den Vergleich von Cradle und Dimmu spar ich mir, da beide Bands schon IMMER musikalisch in anderen Gebieten unterwegs sind und waren. (Aber ich sag's trotzdem einfach mal, da es jeder andere hier wohl auch zu machen scheint: Abrahadabra ist für mich nochmal eine Ganze Schippe besser, aber das bleibt Geschmackssache).

Das Album ist klasse, man muss sich diesmal aber länger Einhören als jemals zuvor, da der Wahnsinn hier wirklich im Detail steckt und vor allem der Anfang erschöpfend wirken kann.
Es wird hier einige Male in Richtung Vergangenheit geschielt, das Ganze aber wuchtiger denn je, was aber auch an der extrem guten Abmischung liegen kann.

8,5/10
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