Kundenrezension

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Life Is A Long Song, 4. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Jethro Tull - Around the World Live [4 DVDs] (DVD)
Eine weitere Jethro Tull Live DVD ? Mit nichten. Denn in dieser 6,5 Std. umfassenden 4 DVD Box im schicken Media Book kommt man in den Genuß von ganz frühen Live Aufnahmen und so manch selten gespieltem Song.

Die Aufmachung ist richtig schick.Im dicken Booklet beleuchtet Ian Anderson nochmals recht informativ die Stationen der Band anhand des Inhalts der DVD Box.
Da hier auch ganz frühe Aufnahmen der Band zu sehen sind ist das Bild und Ton nicht durchgehend optimal.Das betrifft in erster Linie die Songs vom ISLE OF WIGHT Festival und Tampa 1976.

Ich habe zwar fast 2/3 aller Alben, bin jedoch kein absoluter Insider. Also überlasse ich anderen den eigentlichen Wert der Aufnahmen zu bewerten.
Für mein Empfinden wurde hier doch ganz schön geklotzt.
Sehr interessant die frühe Band Performance aus dem Jahr 1970.Man merkt der Band noch deutlich ihre Blues Roots und fehlende Professionalität an.Allerdings gibt es die Aufnahmen auch schon auf der Live at the Isle of Wight DVD.

Weiter geht es mit dem ersten wirklichen Schmankerl, Tampa 1976. Eine knapp Einstündige Aufnahme,die nicht ganz offiziell mitgeschnitten wurde.Gibt es zwar auch schon als Bootleg in selber Qualität.Aber das sollte nicht weiter stören.Die Kameraführung mutet zwar etwas Amateurhaft an.Aber die Songauswahl hat es in sich.Man spürt der Band den Aufbruch zu den Höhen des Rock Olymp merklich an. Sehr intensiver Gig, bei dem man auch Medleys zu hören und sehen bekommt,die es so danach nicht wieder gab !

Weiter geht es nach Deutschland 1980, wo man das Material der TV Aufnahme der Sendung "Ohne Maulkorb" bewundern kann."Orion" und "Dambusters March" spielte man zu häufig ja nie.Soweit ich mich erinnern kann.
Dortmund 1982,wovon 2 Songs dargeboten werden kennt man schon von anderen Veröffentlichungen.Loreley 1986 wird mit "Black Sunday" bedient.Sehr feine Version.Nur leider vom Bild her nicht so der Hit.

Aber dann folgt ein absolutes Highlight ! Santiago,Chile 1996.Tolle TV Aufnahme mit einer furios aufspielenden Band. Und einem Puplikum welches seinem Ruf wirklich gerecht wird. Die Süd Amerikaner haben einfach Musik in den Genen ! Hierzu gibt es eine Szene, bei der die Kamera einen Fan einfängt, der mit geschlossenen Augen,fast Trance artig die Musik in sich aufnimmt. Traumhaft !!!! Und auch hier wieder eine Songauswahl die ihres gleichen sucht.Das liebe ich an Tull. Nicht nur Hits und Klassiker.Auch Stoff, der jedem echten Fan das Wasser in die Augen treibt.

Disc 3 beinhaltet die unter Kennern längst bekannte Hilversum Session. Sehr intim und minimalistisch.Weiterhin Aufnahmen aus England und 3 Songs aus der allseits bekannten Live in Montreux DVD.
Den Abschluss bietet dann der vollständige Gig in Lugano/Schweiz 2005.Ein ganz besonderes Erlebnis. Nicht zuletzt auch wegen der ungewohnten Spielstätte.
Daneben bietet die Box noch das ein oder Andere Interview mit Anderson.

Warum "nur" 4 Sterne von mir?
Wie schon erwähnt sind auch Aufnahmen dabei, die man schon von vorigen offiziellen DVD's her kennt.Zum anderen hätte man aus den alten Aufnahmen in Bild und Ton mehr rausholen können. Da hat man einfach nur das Original unbearbeitet übernommen.
Weiterhin fehlt mir persönlich auch das ein oder andere Wort von Andersons Mitstreitern in der Band. Besonders von Martin Barre.

Alles in allem jedoch eine runde Sache.Man macht eben auch nicht den Fehler anderer DVD's dieser Art wo sich doch viele Songs überschneiden.Und wenn das hier dann doch der Fall ist bekommt man ganz verschiedene Versionen geboten

Eine wirklich sehr schöne Würdigung an eine der größten,innovativsten und besten Livebands aller Zeiten !
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Kommentare

Von 3 Kunden verfolgt

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1-10 von 15 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 04.06.2013 21:13:59 GMT+02:00
The Wolf meint:
Die Mitarbeit von Martin Barre war wohl nicht erwünscht - und wird es wohl auch zukünftig nicht mehr sein...
Schade!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.06.2013 06:12:12 GMT+02:00
Cornelius V meint:
Ja, vermutlich. Aber ich finde, Martin Barre durfte bei Jethro Tull bzw. bei Ian Anderson sowieso immer viel zu wenig zeigen, was er kann!
Von da her kann man Martin B. nur viel Glück wünschen -und möge er noch mehr Solo-Alben machen.
Ian Anderson wird im Laufe der Jahre nicht gerade symphatischer...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.06.2013 15:03:18 GMT+02:00
joboco meint:
Es entspricht nach meinen Kenntnissen NICHT den Tatsachen,daß M.Barre "draußen" ist;vielmehr hat er dem Vernehmen nach sich dazu entschlossen,an der unter dem Namen Ian Anderson geplanten und durchgeführen "Neuauflage" dh.Fortführung von "Thick as a Brick" auf Tonträger UND "Live" NICHT teilzunehmen.

Beim nächsten Mal unter der "Tull" Flagge wird er wieder "mitsegeln".

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.06.2013 15:38:20 GMT+02:00
Zepphead meint:
Genau das sind auch meine Infos !

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.06.2013 17:20:15 GMT+02:00
Cornelius V meint:
Also ich weiß nicht... Als ich die letzten paar Mal auf der JT Internetseite nachgeschaut habe, stand sein Name nirgendwo mehr! Ich glaube schon, dass das als Hinweis gewertet werden kann, und nicht nur bedeutet, dass er vorrübergehen ausgeschieden ist. Jedoch hoffen wir alle, dass er wieder zurück kommt.

Veröffentlicht am 26.06.2013 19:05:55 GMT+02:00
Molly meint:
Danke für die informative Rezension - tja und Martin Barre. Das Ganze wirkt irgendwie wie ein langer Abschied auf Raten. Auch andere Musiker sind ja mehr oder weniger sang- und klanglos verschwunden, Giddings, Perry, Noyce ... wenn man bedenkt, dass Martin Barre bei Tull auch schon mal Flöte spielte und die Flöte wohl sein ursprüngliches Instrument war, dann finde ich das schon traurig. M.B. spielt mit seiner neuen Gruppe Martin Barre's New Day bei Fairports Cropredy Convention im August und vielleicht heißt es dann ja: Martin Barre plays the music of Jethro Tull.
Aber ich fürchte, das hat nichts mit der Rezension zu tun. Ich glaube, ich werde mir das Teil im nächsten Monat leisten

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.06.2013 02:57:57 GMT+02:00
Zepphead meint:
Bei Jethro Tull hat sich das Besetzungskarusell ja schon immer gedreht.Was ich persönlich nicht negativ sehe. Dadurch kamen bei den Gigs immer wieder ganz neue und teils großartige Versionen diverser Bandklassiker zustande.Was diese DVD Werkschau auch mitunter so interessant macht.
Aber Martin B. hat musikalisch eben den größten Input hinterlassen. Es gibt andere Bands mit 2 so unterschiedlichen Persönlichkeiten ,bei denen es auch oft gerappelt hat und dem Fan auf DVD dann die verschiedene Sicht der Dinge nicht vorenthalten wurde. Aber ich denke auch Sie kennen die zuweilen sehr eigene Art Andersons.Es wundert einen da eben dann auch nicht.

Ich denke auch das letzte Tull Kapitel nähert sich unaufhaltsam.Alles hat einmal ein Ende und es ist besser mit einem starkem letztem Album wie TAAB 2 abzutreten, als wie diverse andere Bands noch Jahrelang im eigenen Saft zu schmoren.
Aber es gibt inzw. auch Bands, die sich mit ihrer Musik vor Jethro Tull verneigen ohne nur eine Kopie zu sein. Hier kann ich jedem (der es auch etwas härter mag) BLOOD CEREMONY aus Canada empfehlen, die so eben mit "The Eldritch Dark" ihr 3. Album veröffentlicht haben. Eine tolle Mischung aus Black SABBATH,BLACK WIDOW,Folk und Psychedelic Rock

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.07.2013 01:12:50 GMT+02:00
Cornelius V meint:
Das Besetzungskarusell? Ja schon, aber doch nicht bei Martin B?!
Jethro Tull waren immer Ian Anderson und Martin Barre!
Obwohl Martin Barre höchstwahrscheinlich bei Jethro Tull oder besser gesagt bei Ian Anderson nie wirklich zeigen konnte / durfte was er wirklich kann! Und so weit ich weiß ist Anderson ein sehr strenger... General ;( Er allein ist der Chef, die anderen hatten doch nie wirklich viel zu melden -vermutlich auch ein Grund, warum nun schlußendlich auch Martin Barre ging... oder gehen musste.

PS: TAAB 2 ein starkes Album? *räusper*
Geschmäcker sind ja verschieden... Für mich ist TAAB 2 nur ein billiger Versuch, nochmal Erfolg zu haben, indem Anderson versuchte, an einem "mittlerweile" sehr erfolgreichen Album irgendwie anzuknüpfen. Für mich jedoch wirkt das ganze Album ziemlich schwach, und schnell "heruntergekurbelt". Naja, verschiedene Geschmäcker eben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.07.2013 06:20:27 GMT+02:00
joboco meint:
Die letzten Beiträge sind ja schön und gut,aber sie entfernen sich komplett vom Thema,nämlich der Rezension der DVD Box!

Ich möchte es gerne aus meiner Sicht wiederholen:von den 6 Stunden Material taugen Lugano 2005 und Hilversum 1999 etwas,der Rest hat auf einer hochwertigen DVD nichts zu suchen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.07.2013 06:53:38 GMT+02:00
Cornelius V meint:
Das befürchte ich leider auch.
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