Spektakel, 31. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Schwert und Revolver (Broschiert)
Wie der Autor, David Michel Rohlmann, selbst meinte, ist »Schwert & Revolver« eine bunte Mischung aus allem. Mich begeisterten die Charaktere, deren Sprüche und auch die Zwischenmenschlichen Beziehungen. Garis, der Hauptcharakter, hatte es von der ersten Seite an nicht leicht, sich zurecht zu finden. Aufgrund seinen Gedächtnisverlusts weiß er weder wo, noch wer er ist und zudem kennt er auch keinen, der ihm weiterhelfen könnte. Der Leser teilt somit Garis' Unwissenheit und wird mit ihm in die fremde Welt Dakeon geworfen. Das Auf und Ab beginnt. Nach einer Nahtod-Erfahrung, ausgelöst durch eine Riesenechse, der Verachtung einer ganzen Stadt und einer Vereinigung, nach welcher die Verbannung folgt, begegnet Garis endlich den Menschen, die später zu seinen Freunden werden. Doch wer denkt, dass damit alles vorbei ist, der irrt. Mit der Besetzung der Sóphìa geht das Abenteuer erst richtig los. Der Roman bietet Spannung, Action, Kämpfe, Echsen, coole Sprüche, Cowboys und Schwertkünstler, Magie, Roboter, Humor und Freundschaften. Die Charaktere, vor allem die Sóphisten, sind sehr lebendig ausgearbeitet und hauchen dem Buch sein Leben ein. Sie sind echt und aus dem Alltag gegriffen, jeder mit seinen Macken und seinem ganz eigenen Charme. Manchmal fällt es schwer zu entscheiden, ob man über sie eher den Kopf schütteln oder doch lachen soll. Mit ihnen wird es nie langweilig und sie sind auch die treibende Kraft des Schriftstücks. Die Abenteuer, die Garis erlebt, sind sehr vielfältig. Gefallen haben mir die unterschiedlichen Planeten und unterschiedlichen Weltanschauung. Etwas zu schnell erfolgte für mich der Wechsel, als Garis nach der Vereinigung die Stadt verlassen musste. Nur kurz war er bei den Echsenreitern und im nächsten Moment schon auf der Sóphìa. Allgemein wirkte die Vereinigung und der Ortswechsel sehr gestrafft. Für den weiteren Verlauf kein Problem, an der Stelle beim Lesen aber recht flott. Dafür erwartete einen danach so viel Charme und Witz, dass es sich verschmerzen ließ. Bei den Sóphisten ließ sich der Gedanke an Chaoten nicht verwehren. Sie prügeln sich, liefern sich mit Fremden Duelle und rennen einfach in eine Festung, ohne einen wirklichen Plan zu haben. Brauchen sie ihn? Eigentlich nicht, denn Taten zählten mehr, als irgendwelche Pläne zu haben. Ich fand sehr gut, dass man mitten im Gefecht und nicht bei irgendeiner Person war, die das am Rande beobachtet, wie in so einigen Büchern. Die Kämpfe waren gelungen und auch die Wechsel zwischen den einzelnen Schauplätzen im Kampf. Bis auf eine Wiederholung war es sehr gut. Kurz vor Schluss wurde mir etwas unbehaglich. Mit einer Wendung, die den Leser beinahe zum Weiterlesen zwingt, wird der Happy-End Gedanke durchkreuzt. Zuletzt ging es sehr schnell, da hätte ich mir etwas mehr Tiefe und Zeit gewünscht. Das Ende bietet Spielraum für allerlei Szenarien im Kopf und lässt einen, mit Zuklappen des Buches, auch nicht in Ruhe. Ich brenne auf eine Fortsetzung! ;) Sprachlich und auch inhaltlich steckt eine sehr gute Leistung dahinter. Der Autor lässt den Leser sogar in ernsten Situationen noch schmunzeln. Es geht flott voran und bietet keine Zeit für Langeweile. Bis auf den angesprochenen Raffer und das schnelle Ende, ein gelungenes Buch. Mit viel Liebe zum Detail ist ein toller Roman entstanden, den ich gern wieder lesen werde und jedem empfehlen kann. Mit Luft nach oben, vergebe ich 4 Sterne! Ein sehr guter Debütroman und ich bin gespannt, was der Autor in Zukunft veröffentlicht.
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Schwert und Revolver 3942584174
David Michel Rohlmann
Epidu Verlag GmbH
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Spektakel
Wie der Autor, David Michel Rohlmann, selbst meinte, ist »Schwert & Revolver« eine bunte Mischung aus allem. Mich begeisterten die Charaktere, deren Sprüche und auch die Zwischenmenschlichen Beziehungen. Garis, der Hauptcharakter, hatte es von der ersten Seite an nicht leicht, sich zurecht zu finden. Aufgrund seinen Gedächtnisverlusts weiß er weder wo, noch wer er ist und zudem kennt er auch keinen, der ihm weiterhelfen könnte. Der Leser teilt somit Garis' Unwissenheit und wird mit ihm in die fremde Welt Dakeon geworfen. Das Auf und Ab beginnt. Nach einer Nahtod-Erfahrung, ausgelöst durch eine Riesenechse, der Verachtung einer ganzen Stadt und einer Vereinigung, nach welcher die Verbannung folgt, begegnet Garis endlich den Menschen, die später zu seinen Freunden werden. Doch wer denkt, dass damit alles vorbei ist, der irrt. Mit der Besetzung der Sóphìa geht das Abenteuer erst richtig los.
Der Roman bietet Spannung, Action, Kämpfe, Echsen, coole Sprüche, Cowboys und Schwertkünstler, Magie, Roboter, Humor und Freundschaften. Die Charaktere, vor allem die Sóphisten, sind sehr lebendig ausgearbeitet und hauchen dem Buch sein Leben ein. Sie sind echt und aus dem Alltag gegriffen, jeder mit seinen Macken und seinem ganz eigenen Charme. Manchmal fällt es schwer zu entscheiden, ob man über sie eher den Kopf schütteln oder doch lachen soll. Mit ihnen wird es nie langweilig und sie sind auch die treibende Kraft des Schriftstücks.
Die Abenteuer, die Garis erlebt, sind sehr vielfältig. Gefallen haben mir die unterschiedlichen Planeten und unterschiedlichen Weltanschauung. Etwas zu schnell erfolgte für mich der Wechsel, als Garis nach der Vereinigung die Stadt verlassen musste. Nur kurz war er bei den Echsenreitern und im nächsten Moment schon auf der Sóphìa. Allgemein wirkte die Vereinigung und der Ortswechsel sehr gestrafft. Für den weiteren Verlauf kein Problem, an der Stelle beim Lesen aber recht flott. Dafür erwartete einen danach so viel Charme und Witz, dass es sich verschmerzen ließ. Bei den Sóphisten ließ sich der Gedanke an Chaoten nicht verwehren. Sie prügeln sich, liefern sich mit Fremden Duelle und rennen einfach in eine Festung, ohne einen wirklichen Plan zu haben. Brauchen sie ihn? Eigentlich nicht, denn Taten zählten mehr, als irgendwelche Pläne zu haben. Ich fand sehr gut, dass man mitten im Gefecht und nicht bei irgendeiner Person war, die das am Rande beobachtet, wie in so einigen Büchern. Die Kämpfe waren gelungen und auch die Wechsel zwischen den einzelnen Schauplätzen im Kampf. Bis auf eine Wiederholung war es sehr gut. Kurz vor Schluss wurde mir etwas unbehaglich. Mit einer Wendung, die den Leser beinahe zum Weiterlesen zwingt, wird der Happy-End Gedanke durchkreuzt. Zuletzt ging es sehr schnell, da hätte ich mir etwas mehr Tiefe und Zeit gewünscht. Das Ende bietet Spielraum für allerlei Szenarien im Kopf und lässt einen, mit Zuklappen des Buches, auch nicht in Ruhe. Ich brenne auf eine Fortsetzung! ;) Sprachlich und auch inhaltlich steckt eine sehr gute Leistung dahinter. Der Autor lässt den Leser sogar in ernsten Situationen noch schmunzeln. Es geht flott voran und bietet keine Zeit für Langeweile. Bis auf den angesprochenen Raffer und das schnelle Ende, ein gelungenes Buch.
Mit viel Liebe zum Detail ist ein toller Roman entstanden, den ich gern wieder lesen werde und jedem empfehlen kann. Mit Luft nach oben, vergebe ich 4 Sterne! Ein sehr guter Debütroman und ich bin gespannt, was der Autor in Zukunft veröffentlicht.
Maria E.
31. Juli 2012
- Insgesamt:
5

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