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Kundenrezension

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Willkommen zur "Hexenstunde", 17. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Witching Hour (Audio CD)
Zu einer recht rasanten Hexenstunde lädt das Düster-Duo Ulf Theodor Schwadorf und Allen B. Konstanz, a.k.a. The Vision Bleak im Herbst 2013. Moment, "rasant"? The Vision Bleak? Ja, tatsächlich, "Witching Hour" ist insgesamt ein verhältnismäßig flottes Werk geworden. Das merkt man gleich, wenn das ausgezeichnet auf die Platte einstimmende Intro verklungen ist. So vehement wie bei "A Witch Is Born" sind The Vision Bleak bisher nicht oft in ein Album eingestiegen. Das heißt aber nicht, dass die beiden Protagonisten ihre Trademarks vernachlässigen - vor allem am Klang der Gitarren und diversen Sound-Spielereien ist zu bemerken, wem man hier lauscht. Der Gesang wurde hingegen für dieses Stück leicht geändert - zwar tönt Allen B. Konstanz immer noch in seiner unvergleichlich düster-charismatischen Art, gibt seiner Stimme in diesem (und auch in anderen) Song etwas mehr Raum.

Im darauf folgenden "The Blocksberg Rite" singt er hingegen wieder "normal". Generell erinnert dieses Stück ein wenig an den Gassenhauer "Carpathia", wobei dessen Hitpotential nicht ganz erreicht wird. Aber auch hier kann festgehalten werden: Das Riffing ist so vehement und hart, dass es nur so eine Art hat. Fast schade, dass dadurch die feine Hintergrundmelodie stellenweise ein bisschen überdeckt wird. Mit "Cannibal Witch" folgt darauf ein im Midtempo angesiedeltes Lied, beginnend mit unheilvollem Sprechgesang. Das Riffing kann in diesem Stück nur als "hypnotisch" bezeichnet werden und zieht den Hörer förmlich in die unheimliche, alptraumhafte Welt der aus der slawischen Mythologie stammenden Baba Jaga. Ein "Hit" im eigentlichen Sinn ist dieser Song nicht, aber er kann dafür durch eine unvergleichlich düstere Atmosphäre punkten. Im Prinzip hat das schon fast doomige Black Metal-Dimensionen, auch wenn weder Musik noch Vocals derart extrem angelegt sind. Außer ganz zum Schluss, wo es nochmal "Vollgas" heißt und als zusätzliches Schmankerl eine Maultrommel (!) zum Einsatz kommt.

Ebenfalls sehr gut: "The Wood Hag", bereits vorher bekannt und für einen Vorab-Track sicher die beste Wahl. Das eingängigste Stück auf "Witching Hour" beginnt mit einem catchy Intro á lá "Wolfmoon" - damit kann man schon mal nichts verkehrt machen. A pro pos "Wolfmoon": Seit diesem Klassiker gab es von The Vision Bleak ja kein offizielles Video mehr zu sehen - das ändert sich mit "The Wood Hag", zu dem ein (ausgezeichnetes) Stop-Motion-Video mit "Hänsel & Gretel"-Anleihen produziert wurde. "The Wood Hag" ist genau eines jener ganz speziellen Stücke, mit denen man alle Zweifler von The Vision Bleak überzeugen kann. Sehr eingängig, dennoch düster und perfekt zum Erzeugen klassischer Horror-Stimmung geeignet. Hier zeigt sich, wie böse ein Märchen wirklich sein kann. Außerdem auf der Haben-Seite von "Witching Hour" zu verbuchen sind "Hexenmeister" (vermutlich eines der schnellsten Stücke, die das kongeniale Duo bisher fabriziert hat), "Pesta Aproaches" (bei dem schleppende und schnelle Parts sehr gut kombiniert wurden, man beachte auch den doomig-leiernden Gesang) und das nur auf der Limited Edition und bei mir auch im Download der Normalversion (!) enthaltene "The Call Of The Banshee" (das herrlich stoische Dahingeriffe und das schöne akustische Zwischenspiel trösten über den nicht so zwingenden Refrain hinweg).

Bleibt noch der Rausschmeißer. "The Valkyrie" klingt schon vom Titel her wie ein mehr oder weniger zwanghaft ins Hexen-Konzept gepresster Song. Musikalisch ist der Track meiner Meinung nach einfach langweilig, da gibt es nicht viel zu beschönigen. Auch nach zig Durchläufen bleibt bei mir (abgesehen vom schnellen Drumming) so gut wie nichts hängen - als Totalausfall würde ich das Stück nicht bezeichnen, aber ein guter Abschluss für eine Platte sieht anders aus.

Fazit: Vier Sterne. Alles in allem ist "Witching Hour" einmal mehr ein gelungenes Album von The Vision Bleak, auch wenn das Duo es noch besser kann. Wie beschrieben bieten die Songs selbst aber kaum Grund zur Kritik. Die Art des Songwritings setzt allerdings längere Beschäftigung mit dem Werk voraus - einerseits gibt es recht viele Details zu entdecken, andererseits ist der ganz große Hit nicht vorhanden, wenn man "The Wood Hag" mal ausklammert. Allerdings ist die reguläre Version mit nur acht Stücken, von denen keines Überlänge hat, leider ziemlich kurz ausgefallen. Von einer "Witchin HOUR" kann eigentlich nicht die Rede sein, eher von einer "Witching dreiviertel Hour". Was mich persönlich außerdem ein bisschen stört: The Vision Bleak haben mit Allen B. Konstanz einen unglaublich charismatischen, einzigartigen und perfekt zu ihren Horrorgeschichten passenden Sänger. Den hätte man produktionstechnisch ruhig etwas mehr in den Vordergrund stellen können, er geht meiner Meinung nach neben den heftigen Gitarren zwar nicht unter, könnte aber ein wenig lauter sein.
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