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5 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Tiefsitzende Hass-Liebe, 5. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Antichrist: Versuch einer Kritik des Christentums (Gebundene Ausgabe)
Zunächst erhebt Nietzsche Einzelvorwürfe. Das Christentum habe den Gottesbegriff erfunden als Gegenbegriff gegen das Leben, um seine Instinkte, seine Freuden, seine Fülle zu unterdrücken; das Jenseits, um das Diesseits zu entwerten; die Seele, um den Leib und alles Leibliche zu verleumden; die Sünde, das Gewissen, die Willensfreiheit, um den Starken und Stolzen ihre Kraft zu nehmen; eigentlich seien Sünde und Gewissen zwar eine jüdische Erfindung, aber das Christentum und besonders Rom hätten sie übernommen, um damit die ganze Welt zu verjüdeln. Die Grundbegriffe des Christentums: Liebe, Mitleid, Demut, Selbstlosigkeit, Opfergeist seien Sklavenmoral und Feindschaft gegen das Leben. "Der Gott am Kreuz ist ein Fluch auf das Leben - ein Fingerzeig, sich von ihm zu erlösen!"
Der Gegenbegriff ist Dionysos. "Dionysos gegen den Gekreuzigten" ist ein Schlagwort Nietzsches. Und dann haben wir wieder die allgemein gehaltenen maß- und sinnlosen Verurteilungen: "Ich erhebe gegen die christliche Kirche die furchtbarste aller Anklagen... Sie ist mir die höchste aller denkbaren Korruptionen, sie hat den Willen zur letzten, auch nur möglichen Korruption gehabt. Die christliche Kirche ließ nichts mit ihrer Verderbnis unberührt, sie hat aus jedem Wert einen Unwert, aus jeder Wahrheit eine Lüge, aus jeder Rechtschaffenheit eine Seelenniedertracht gemacht".
Aber wie hinter dem Zorn auf die Deutschen die versteckte Liebe stand, so haben wir auch hier die positiven Äußerungen zum Christentum. "Ironie gegen die, welche das Christentum durch die modernen Naturwissenschaften überwunden glauben. Die christlichen Werturteile sind damit absolut nicht überwunden. 'Christus am Kreuze' ist das erhabenste Symbol - immer noch« Auch eine Reihe von wesentlichen Einrichtungen der katholischen Kirche finden Nietzsches Beifall: die guten Werke statt des bloßen Glaubens, die Zeremonien des kirchlichen Kultus, die besondere Stellung des Priesters mit seinen Vollmachten; sogar das Rosenkranzgebet, die Beichte, der Zölibat und die Jesuiten werden gelegentlich gegen die landläufige Kritik in Schutz genommen. Besonders billigt er, daß es in der katholischen Kirche einen echten Mythos, einen unbezweifelten Glauben gebe, während im Protestantismus der Professorengeist herrsche, lauter Rationalismus und Menschlichkeit.
Und vor allem gefällt ihm die Hierarchie der Kirche. Das sei Rangordnung, Wille zur Macht, ein letztes Stück Imperium Romanum. Nietzsche donnert gegen Luther, der durch sein allgemeines Priestertum diese Hierarchie beseitigte, die demokratische Gleichheit eingeführt und so den höheren Menschen abgeschafft habe. Die Reformation sei der Bauernaufstand des Nordens gegen den feineren Geist des Südens, Luther selbst der beredteste und unbescheidenste Bauer, den Deutschland je gehabt habe, ein Schimpfteufel, Plebejer und Rüpel, der "direkt" und "ungeniert" mit seinem Herrgott reden wollte, weil er keinen Sinn hatte für Ehrfurchtsetikette und hieratischen Geschmack. Nietzsche begeisterte sich geradezu für die Aristokratie der römischen Kirche, für die Anmut der Gebärden, die herrschenden Augen, das durchgeistete Antlitz, wie man das bei der höchsten Geistlichkeit sehen könne, besonders wenn sie aus vornehmen Geschlechtern komme. Und da er nun gerade auf dieser Tour "philosophiert", erhält der Priester, der ihm sonst eine Ausgeburt ist von Niedrigkeit, Ohnmacht, Lebensneid und giftigster Verleumdungssucht, den Ehrentitel »delikateres Raubtier«, und die Kirchenfürsten erscheinen als Brücke zum Übermenschen .
Man hat Nietzsches Kritik am Christentum als eine heimliche Sehnsucht nach einem wahren und echten Christentum interpretieren wollen. So wie er nur die Deutschen seiner Zeit gehasst habe, hätte er auch nur die Christen seiner Zeit gehasst, weil er die Mittelmäßigkeit und Unechtheit hier und dort durchschaut habe. Es ist aber sehr fraglich, ob Nietzsche das Christentum in irgendeiner Form, auch der idealsten, bejaht hätte. Bei diesen Deutungen wird gewöhnlich viel in Nietzsche hineingelesen, was nicht darin steht, und viel ausgelassen, was sicher dasteht. Immerhin ist die Parallele in seinem Verhältnis zum Deutschtum und Christentum auffallend. Sie hat sogar noch eine dritte Parallele, nämlich in seinem Hass zur alten Moral.
Auch dort ist der Gegensatz, trotz des in Worten verkündeten Naturalismus, kein endgültiger, weil, wie wir sahen, nach höchsten Kriterien gesucht wird, die dem Willen zur Macht erst seinen letzten Wert geben. Könnte, wie der »Immoralist« in Wirklichkeit Moralist ist, nicht auch der Antichrist in tiefster Seele Christ sein wollen? Man müsste da aber zuerst fragen, was man unter Christsein verstehen will. Etwa das biblische Christentum? Davon hat Nietzsche sicher nichts gewusst, sonst hätte er diesen hang zur Römischen Kirche nicht gehabt. Und noch notwendiger wäre die weitere und ganz fundamentale Frage, ob Nietzsche überhaupt wusste, was er wollte, in Sachen Christentum, aber auch in seinem sonstigen Denken; denn der Widersprüche sind es zu viele. Jaspers sagt mit Recht, dass sich so ungefähr zu jedem Satz Nietzsches auch die gegenteilige Behauptung bei ihm finden lasse. Aber das ist nicht deswegen so, weil Nietzsche eine Philosophie der Selbstüberwindung vorexerziert hätte, wie Jaspers denkt, sondern weil sich sein Geist nicht in der Gewalt hatte. Es ist kein Zweifel, dass bei Nietzsche die Krankheit tiefer sitzt und schon viel früher einsetzt, als man gewöhnlich zugeben will.
Nietzsches Kritik geht am biblischen Christentum völlig vorbei. Man kann sagen, dass er die christliche Botschaft gar nicht verstanden hat.Das ist aber nicht verwunderlich, da er es nie kennen gelernt hat. So gesehen kann man vieles stehen lassen, was er zum Christentum, wie er es erfahren hat, mitbekommen hat. Eine überwiegend positive Aufnahme des Geschriebenen verbietet sich aber dennoch, weil es zu viele Fehler udn Irrtümer enthält. Insoweit sollte man um Nietzsches Christentumkritik, die eigentlich eine Kirchenkritik ist, die auch wieder nur das allgemeine Kirchenvolk angreift, nicht allzu ernst nehmen.
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1-10 von 14 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 17.03.2011 00:09:50 GMT+01:00
Martin meint:
Die Vorstellungen vom Jenseits ist also kein zentraler Punkt im biblischen Christentum? Zitat im Antichrist: "Das Himmelreich ist ein Zustand des Herzens - nicht etwas, das über der Erde oder nach dem Tod kommt", "das Jenseits als Wille zur Verneinung jeder Realität" --> "In Gott das Nichts vergöttlicht, der Wille zum Nichts heiliggesprochen!.."
Auch gibt es hier einige Thesen zu Liebe und Mitleid und wie sie sich auf die Menschheit (vorallem Nietzsche`s vermeintlich wohlgeratenen Teil der Menschheit) auswirken, "die Liebe als einzige, als letzte Lebens-Möglichkeit",
"Alles Wohlgeratene, Stolze, Übermütige, die Schönheit vorallem tut ihm in Ohren und Augen weh"
Hier findet sich definitiv nicht nur Kirchenkritik, die nebenbei nicht ganz so trivial in seiner Zeit war, auch wenn diese Art über Religion zu denken heutzutage zweifelhafterweise unter hippen Atheisten zum Allgemeinwissen hinzugezählt wird.
Zu den Widersprüchen in Nietzsche`s Gesamtwerk, ich denke, dass man sich gut tut, wenn man sich Nietzsche als einen Tänzer vorstellt, der macht Schritte vor und zurück, dreht ein paar Pirouetten und hat vorallem ungemeinen Spaß an seinem Tanz.

Veröffentlicht am 01.04.2011 12:54:47 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 01.04.2011 12:58:46 GMT+02:00
Natürlich vertritt Nietzsche gegenläufige Standpunkte, da er sich als Sohn eines protestantischen Pfaffen auch kontrovers mit dem Thema auseinander gesetzt hat.
Die christlische Botschaft war ihm somit m. E. sehr wohl geläufig und er arbeitet diese auch beispielhaft heraus: Das Christentum als verklärten Personenkult. Es geht um nichts anderes, als auf Kosten eines Martyriums Erlösung zu erhaschen.
Nur das an sich ist ja die eigentliche Fehlinterpretation der Überlieferung und der Keim des Übels. Ich stimme auch mit Ihnen darüber überein, dass es ihm dabei mehr um eine Kritik an der Institution Kirche als am Christentum ging. Nur bin ich mir sicher, dass Nietzsche auch daran gelegen war herauszustellen, dass der altruistische Grundgedanke des Christentums keineswegs vereinbar ist mit dem egoistischen Selbsterhaltungstrieb des Menschen.
Dafür weisst er zu oft auf die positiven Aspekte des Buddhismus hin!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.08.2011 14:38:57 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 16.08.2011 14:49:16 GMT+02:00
Andreas D. meint:
Alexander Arnold meint: „...Es geht um nichts anderes, als auf Kosten eines Martyriums Erlösung zu erhaschen...“

wenn Gott es so in seinen Ratschluss entschieden hat und die Bibel im AT & NT davon berichtet wie es geschehen soll und ist, wieso soll es dann kritisiert werden? Anderseits: Jesus sagt: ich bin DER Weg, DIE Wahrheit und DAS Leben... bedeutet für den Christen dasselbe opferndes Leben zu gehen auch bis zum Märtyrertod wie Jesus, weil nur das der Wahrheit entspricht und das Leben bewirkt und damit andere auf dieselbe Wiese dieselbe Erlösung erhaschen, gemeint ist die Erlösung durch Christus... somit sind die biblische Christen die „Christusvertreter“ (Luk. 10:16; Joh.17:18 2Kor. 5:20) der aktuellen Generation, da Christus im nur einen bestimmten Zeitraum wirken konnte (Joh.17:4) und jetzt seinen Mittler-Dienst im Himmel ausführt (Joh.17:19) und hier auf Erden sein Vertreter der Heilige Geist (Joh.15:26) der in den biblischen Christen wohnt (1Kor.6,19), DERSELBE ist auch mit „Himmelreich in uns“ (Joh. 14,23) gemeint, was Nietzsche auch FALSCH interpretierte in dem er meint das Himmelreich sei einfach ein von Gott versprochenes Wohl in der Materiellen Welt und dass die Christen diesem vermeintlich mit ihren Thesen im Wege stehen... da Jesus die Christen (seine Nachfolger) selber sandte das Reich Gottes aufzubauen, hat sich Nietzsche in diesem Vergriffen in dem er Christen von Christus trennen wollte und bekam auch den Lohn dafür dass er im Irrenhaus landete... ich rate einfach die Bibel nicht durch eigene Meinung auszulegen, sondern die Bibel sich selber auslegen zu lassen... so wird alles gut und man landet dann nicht wie Nietzsche in einem Irrenhaus ;-)

Gruß Andreas D.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.10.2011 11:33:01 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 26.10.2011 12:03:23 GMT+02:00
Bei soviel Bibeltreue muß ich einpacken...
Ich will Ihnen nicht zu nahe treten, aber ich rate Ihnen, sich vielleicht hin und wieder mal mit der ebenso traurigen, wie brutalen Realität der Auslegung des Christentums (Judentum und Islam nehme ich nicht aus) zu befassen, als immer nur in dem m. E. nach lange überholten und zensierten Schinken zu blättern. Wenn Sie das als Auslegung des Himmelreichs auf Erden bezeichnen, na dann "Hallelujah"!
Was Sie und viele Christen (bitte abermals meine Direktheit zu entschuldigen) immer wieder übersehen, ist die "Essenz" der Überlieferung. Das was der Revoluzer Jesus tatsächlich mitteilen wollte: Nämlich die konsequente Durchsetzung des eigenen, höheren Willens (über den Tod hinaus). Ich würde darüber hinaus als Christ vorsichtig sein in Kategorien wie RICHTIG und FALSCH zu urteilen.
Bitte diesbezüglich auch mal in den Apokryphen, Maria, Judas Evangelien und anderen gnostischen Schriften nachschlagen, falls Ihnen das nicht "verboten" ist. Wenn Ihnen das als zu anrüchig erscheint, sollten Sie vielleicht mal anfangen Ihrem Gott zuzuhören, anstatt nur auf "seine" (scheinbar in wirklichkeit sind es unsere) Schriften zu vertrauen. Entschuldigen Sie bitte meine Aufrichtigkeit, ich würde gerne noch weiter argumentieren, aber gegen christliche Sturrheit ist kein Ankommen, außerdem muß ich jetzt wieder zurück in meine Zelle. Bin noch mit Gott zum Tee verabredet

Beste Grüße
alexander arnold

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.10.2011 21:02:49 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 02.11.2011 14:45:57 GMT+01:00
Andreas D. meint:
an Alexander Arnold

es ging doch gerade die Rede über Nietzsche und Märtyrertum und nicht um Gott und die gnostische Lehren der Kirche?! Und wenn Sie sachlich denken würden, wäre Ihnen ja klar aufgefallen, dass von mir oben geschilderte Leben eines wahrhaftigen Christen deutlich der von ihnen geschilderten gnostischen Kirche widerspricht oder? Besonders die aufrichtigen Christen mussten unter der kirchlichen Inguisition leiden, das wissen doch alle!

und über das richtige Urteilsvermögen eines wiedergeborenen Christen brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen, dieser wird von einer höheren Instanz gelehrt was richtig und was falsch ist (Joh.16,13a; 1Joh.2,27; 1.Joh.5,20)

über die Apokryptische Schriften muss ich Ihnen deutlich sagen, dass die Bibel diese selbst mit Nachdruck verwirft: Apostel Paulus sagt in 1Kor.13,8 dass die Lehren und Zungensprache aufgehoben werden - wann? Sobald das vollkommene da ist 1Kor.13,10... diese ist mit Apokalypse des Johannes geschehen, das hat Jesus in seinen Zukunftsvisionen (etwa 33 n.Chr.) bestätigt (Luk.21,5-33) - von Tempelzerstörung (70 n.Chr.) bis apokalyptischen Gericht und Anfang der Tausendjährigen Reiches Gottes, wo nicht Mensch sondern Gott regieren wird! Nach der Offenbarung des Apostel Johannes hat Gott aufgehört schriftlich zu sprechen, genau so wie nach der letzten Prophezeiung des Propheten Maleachi der den Juden die letzten Worte Gottes über den Gericht und Zorn für Ihre Abtrünnigkeit aussprach, danach schwieg Gott etwa 400 Jahre bist die letzte Worte (Mal.3,23-24) von Maleachi erfüllt waren und die Gerichte Gottes über die Juden kamen (die blutrünstige Zeit der Makkabäer z.B.) bis Johannes der Täufer erschien und zuletzt der versprochene Messias Jesus, der von Juden wiederum verworfen worden ist (Luk.23,18), dieser nun dafür die allgemeine Errettung der Juden einstellte und sich zu den Heiden wendete (Apg.22,21) das sind wir, ich und du! Nun genau nach derselben Prinzip ergeht es der ganzen Menschheit wie damals den Juden (1Kor.10,11) und Gott endete seine letzte Worte an die Heiden mit der Apokalypse des Johannes was noch in der Zukunft geschehen soll (Offenbarung 1,19) nach dieser Vision war Schluss mit der schriftlichen Botschaft Gottes an die Menschen, diese Botschaft fand etwa 99 n.Chr. statt. Die Apokryphen wie Maria, Thomas und andere Evangelien die in Kanon nicht aufgenommen worden sind, kamen erst etwa 300 n.Chr. nun wenn man sich überlegt dass Gott mit seiner Botschaft aufgehört bis sich alles erfüllt hat und hier auf ein mal vermeintliche Botschaften Gottes kommen, lässt zwei Schlussfolgerungen für mich zu: 1. Gott ist nicht ernst zu nehmen, da Er einmal "Schluss" sagt und dann doch nicht... 2. es sind sektiererische Köpfe die sich am Worte Gottes vergriffen haben und die Leute irre führen wollten, dabei womöglich selber nicht wussten dass sie die rechte Hand des Teufels waren (Joh.8,44).... letztere Variante ist für mich die Wahrheit, da es ähnlich mit vielen Apokryphen des alten Testaments geschehen ist... einfaches Prinzip: "wo Gott nicht spricht, da spricht der Teufel!"

nun wissen Sie warum ich mir keine gnostische Schriften erlaube, aber Menschen sind so starrsinnig und tappen mit Gier in Sünden und wollen gerne immer das Gegenteil von der Wahrheit ausführen und wo "verboten" steht, gerade da wollen sie unaufhaltsam hin... typisch alter Adam und Eva!

Und seien Sie mit Ihrem gott und Apokryphen vorsichtig die können ihnen schneller schaden als Sie sich denken können, fangen Sie lieber an auf das Wort Gottes in der Bibel ohne Apokryphen zu vertrauen, denn man hört Gott zu, wenn man in der Bibel liest und sich darauf einlässt um dann im Gebet zu Ihm seinen Wunsch äussert Gottes Willen zu tun und dass Er bitte im Herze arbeite und dieses zum guten verändere... So sehe ich die WAHRE Gemeinschaft mit Gott... bei Ihnen klingt es als wär Gott ihr Kumpel... da hapert's am Ehrfurcht und Respekt, Sie können sich sicher sein dass solche Gemeinschaft Gott nicht gefallen... (Rom 3,18)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.10.2011 01:05:06 GMT+02:00
Andreas D schreibt:
"wo Gott nicht spricht, da spricht der Teufel!"

Nehmens Sie es mir nicht persönlich, aber genau da liegt das Problem aller monotheistischen Glaubensformen:
"Die guten in Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen".
Von mir aus halten Sie daran fest. Ich habe mich schon lange für einen anderen Weg entschieden, da ich es mir nicht anmaße zu urteilen. Ich entscheide nur mehr darüber, was ich mir und meinem Umfeld zumute und was nicht. Die Unterscheidung Gott und Teufel habe ich lange transzendiert und verfolge eher eine östlich geprägte Ethik, in der es kein "böse" und "gut" gibt, sondern nur unterschiedliche Betrachtungsweisen und Aspekte derselben Sache. Gott ist im Menschen und artikuliert sich (abstrakt) im Willen. Etwas anderes ergibt für mich aus ontologischen, ethischen und evolutorischen Gründen keinen Sinn.
Glauben Sie mir, ich habe genug Ehrfurcht, denn für mich existieren im wahrsten Sinne nur zwei Todsünden:
zuwenig Respekt oder zuviel Angst!
Das Leben ist eine Gratwanderung. Der Lohn ist Erleuchtung und ewige Glückseligkeit.

Alles Gute
alexander arnold

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.10.2011 13:28:38 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.10.2011 21:25:37 GMT+01:00
Andreas D. meint:
wie erklärst du dann die Sache, dass man etwas gutes tun will, es nicht tut/tun kann und alles was schlecht ist, von alleine und meistens ohne Anstrengung von sich ergibt? warum bekomme ich Gewissensbissen, wenn ich etwas getan habe und woher bekomme ich beruhigendes Gewissen wenn ich etwas gegen dem tue, was in mir Gewissensbissen auslöste... wir erklären nun mal das Unwohl mit schlecht und das Wohl als gut... erklär mir bitte woher das kommt? wer entscheidet den in mir was Wohl und was Unwohl ist?... das haben die Tiere wohl nicht, also sind wird denen nicht gleich!

hinzu muss ich die "anderen" erwähnen: was ist mit denen die sagen, dass Sie Kontakt mit jenseits aufgenommen haben?, was ist mit Freimaurern, Illuminaten, Satanisten die behaupten einen direkten Kontakt mit dem Teufel zu haben, was ist mit den millionen von Leuten die Nahtoderfahrungen gemacht haben und sagen, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, was ist mit Hitler, Stalin usw. die eine andere, unterschiedliche Sichtweise und Aspekte hatten? Ihr Glaube ergibt gerade keinen Sinn und kann nie diese personifizierte Unwohlbringer als einfach Andersdenkende bezeichnen... entweder gibt es das Gute oder es gibt nichts gutes, entweder gibt es Licht, oder es gibt dieses eben nicht, es ist entweder kalt, oder eben warm... klar ist kalt anders als warm, aber wie wollen sie das "anders" bezeichnen? hochgradcelsius, niedergradcelsius? in welche Irre führt den Ihr glaube? in die Grundsätze der Höhlenmenschen?
na dann...

Gruß Andreas

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.11.2011 11:26:35 GMT+01:00
S. Schenk meint:
Ist das jetzt ne Satire oder ernst gemeint, ich blick nicht mehr durch....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.11.2011 18:29:13 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 03.11.2011 19:49:37 GMT+01:00
Andreas D. meint:
in der Bibel wird oft von "Abfall" gesprochen (gemeint ist nicht der Abfall im Mülleimer, sondern ein Abfall von ursprünglichen Lehren) wie ich vorhin die Bibelstelle (1Kor.10,11) angedeutet habe, ist im alten Testament das größte Teil vom Volk Israel ein warnendes Beispiel für die heilige Menschen, da sich die Fehler "im Prinzip" ständig wiederholen, suchte Gott mit diesen Beispielen (aus dem fallenden Volk Israel) einen Schnitt in den "Routinen-Fall" für die zukünftige Menschengenerationen einzulegen d.h. die zukünftige Menschen brauchen nicht ratlos vor dem "scheinbar" neuen Bewegungen zu stehen, sondern können die Bibel aufschlagen, über dieselbe "Esoteriker" nachlesen und ihr Ende zu sehen...

ein Prinzip ist allen Völkern gleich gewesen: ein Reich handelt nach den von Gott eingelegten Gesetzen; dadurch blüht es auf (weil Gott dafür fest versprochen hat zu segnen 5 Mos. 7,12-16)... dieses Reich wird mächtig, reich, bezwingt andere Reiche (5Mos. 7,16), die Korruption ist ferne von diesem Reich, weil Gott dieses Reich beschützt, aufbaut und vor Kriminalität wahrt (Ps.127,1), was wiederum bedeutet, dass die Leute in diesem Ort vor Gott wandeln und handeln... bricht aber wieder zusammen mit ihren ganzen System wegen Abtrünnigkeit von der ursprünglichen Ideologie der Gesetze Gottes.

ein Paar Beispiele: "der Turm von Babel" eine Stadt das bis in den Himmel gebaut werden sollte, diente am Ende dem Ziel den vergänglichen Menschen einen Namen für immer zu geben und sich somit Gott gleich zu setzen (1Mos. 11,4) was zu dem Zusammenbruch führte (übrigens ist dies auch das Ursprungsmotiv des Teufels wofür dieser von Himmel gestürzt worden ist Jes.14,14-15) man bedenke das dieser Turm von Gott zugelassen, so lange gebaut worden ist, bis die Menschen sich von Urspungsideologie auf Gottesnamen zu bauen verliessen (2Chron. 12,1-5)

dasselbe passierte mit Ägyptischen Reich --> aufgeblüht weil dort das Recht herrschte, bis Götzendienst kam und dieses Reich zu Grunde ging (Jes.19.1)

Assyrisches Reich: durch rechte Gesetze aufgeblüht, dann die Gesetze verlassen --> zu Grunde gegangen (Jes. 14,24-27)

Babylonisches Welt-Reich: aufgebaut durch rechte Gesetze, gestürzt wegen Götzendienst (Dan.5,1-4; 5,22-30)

Medo-Persisches Welt-Reich: durch Gerechtigkeit aufgebaut, durch Götzendienst untergegangen...

Griechisches Welt-Reich: durch Strenge und Gesetz aufgebaut, durch Gotteslästerung und Entweihung des Tempels Gottes untergegangen...

Römisches Weltreich: durch Gerechtigkeit aufgebaut und durch selbstverherrlichung, Gotteslästerung und sich Gott-gleich machen untergegangen...

das Reich-Maja: eine aufblühende Zivilisation mit ihren Zeitgenossen weit voraus wirkenden Technologien, die Sonnenuhren, der Stadtbau aus Steinen die einzeln über 15000 Tonnen wogen (der stärkste Kran auf der Erde heutzutage kann höchstens 5000 Tonnen heben)... ist diese Kultur untergegangen, nur weil sie von den gerechten Gesetzen Gottes abirrten und anfingen Menschen zum Opfer an die Sternen-Götter zu bringen die weder leben, noch hören und sonst nicht sprechen können...

oft passierte das diese Völker und Reiche aus ihren Ländern ausgetrieben wurden, oder in Gefangenschaft geführt worden und das über Jahrtausende hinweg... alle hatten eines gemeinsam: mit Gerechtigkeit und Gesetz Gottes angefangen und dadurch aufgeblüht und durch irreführende Lehren und Götzendienst untergegangen

Deutschland erwartet dasselbe Schicksal; man beachte wie sich Deutschland nach dem 2ten Weltkrieg entwickelt hat, es ist nicht einmal ein Jahrhundert vergangen und man beachte wie weit die Fortschritte in Medizin und Technik vorangekommen sind, angefangen hat man mit Gottesfurcht und die Kirchen waren voll, das Volk war demütig und suchte rechte und ehrliche Wege zu gehen, bis es anfing mit Gesetzlosigkeit... wenn früher Homosexuelle Ehen tabu waren, sind es heute sogar in den Regierungsämtern welche vertreten dabei sagt die Bibel noch im Gesetz Buch Moses: 3Mos.18,22 "Du darfst mit keinem anderen Mann Geschlechtsverkehr haben. Das verabscheue ich." wer das nicht beachtete folgten Gottes Konsequenzen: "Ihr aber sollt euch an meine Ordnungen und Vorschriften halten, ebenso die Fremden, die bei euch leben. Tut nicht solch abscheuliche Dinge wie die Menschen, die vor euch im Land waren. Denn dadurch ist das Land unrein geworden. Sonst wird euch das Land ebenso ausspucken, wie es das Volk ausgespuckt hat, das vor euch da war. 3Mos.18,26-28

wenn wir heute über schwere Krisen und Soziale Spannungen zwischen den muslimischen Immigranten sprechen, sind es noch Blümchen und Warnschüsse...

warum hole ich so detailliert aus? damit will ich sagen, dass nicht nur die Politiker an unseren Misere schuld sind, sondern an erster Stelle jeder einzelner von uns der anfängt den irreführenden Götzendiener der östlichen Religionen nachzugehen und eigene Seelen damit zu belasten und gerade nach dem wo es uns so gut ging... schade um dieses Land...

LG Andreas

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.11.2011 17:47:21 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 03.11.2011 17:49:15 GMT+01:00
"Gut oder Böse" - Das ist und war schon IMMER Ansichtssache!
Die Kirche hat das immer zu ihren Gunsten ausgelegt. "Böse" waren immer schon Andersgläubige (Juden, Hexen, Heiden, Islam und co) aus Angst vor dem Unbekannten.
Eine sittliche Unterscheidung zwischen Gut und Böse wird uns rein durch christliche und gesellschaftliche Konditionierung eingetrichtert.
Ich erkläre mir das folgendermaßen und so läßt es sich auch ontologisch deuten, ohne dass es ein Dogma ist:
Vor Tausenden von Jahren (altes Testament) benötigten die Menschen eine starke Hand und Führung und da gab es einige Erleuchtete (Moses und co.), die diese Führung in Form eines abstrakten Wesens auslegten, um Trost und Ordnung in das menschliche Geschlecht zu bringen (Die Beziehung zu Gott: Hirte, Schaf). Im neuen Testament kam ein anderer Erleuchteter (der im Übrigen die Form des Betens aus den östlichen Meditationstraditionen übernahm) und die Beziehung zu Gott wurde inniger (Vater - Sohn).
Ich weiß, dass die nächste Evolutionsstufe für Christen häretisch ist, aber das war Jesus für die Juden auch und bezeugt nur, dass sich an der Sturrheit einiger Menschen nicht viel geändert hat.
Sie können das übrigens mit folgender mathematischen Funktion nachprüfen:
X + unendlich = unendlich
Ersetzen sie X mit einer beliebigen rationalen oder irrationalen Zahl, lösen Sie auf und Sie können feststellen, das jede Zahl wahlweise 0 (Mensch) und unendlich (Gott) ergibt.
Was Sie mit "Erscheinungen" meinen, kann ganz leicht verfiziert werden: Beschäftigen Sie sich bspw. mit astralen Projektionen und Sie werden feststellen, dass auch Sie in Kürze in der Lage sind mit Wesen aus anderen Sphären zu kommunizieren...

servus
alexander
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