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5.0 von 5 Sternen Leert sich der Himmel, leert sich die Erde, 3. Juni 2014
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Rezension bezieht sich auf: Religion und Demografie: Warum es ohne Glauben an Kindern mangelt (Kindle Edition)
Während im öffentlichen Bewusstsein noch immer das Schreckgespenst katastrophaler Überbevölkerung seine Runden macht, steht für Demografie-Experten längst ein ganz anderes Thema im Vordergrund: der Bevölkerungsrückgang. Bislang schien dies ein spezielles Problem der weißen Population zu sein. Mittlerweile zeichnet sich jedoch ab, dass die „Caucasians“ auch hierin nur Vorreiter für den Rest der Welt sind. - Im Jahr 2000 war mit einer durchschnittlichen weltweiten Geburtenrate von 2,0 bereits der „Peak Child“ (Hans Rosling) erreicht. Die Weltbevölkerung wird voraussichtlich bis 2050 noch auf 10-11 Mrd. Menschen anwachsen, doch dann wird sie kontinuierlich abnehmen. Das Bevölkerungswachstum verdankt sich also längst nicht mehr den Geburtenraten, sondern der ständig steigenden Lebenserwartung.

Was das bedeutet, wird bisher in seltener Eintracht unterbelichtet bzw. ausgeblendet. Selbst Institute wie das MPI für Demografische Forschung oder das Berlin Institut für Bevölkerung und Entwicklung greift die eigentlichen brisanten Fragen nicht wirklich auf. Von Politikern werden die Langzeitprognosen gern schön geredet. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung steigt? - Wie schön, wir werden alle älter! - Die Bevölkerungszahl nimmt ab? - Nur gut – die Arbeitslosigkeit wird sinken, die Sozialsysteme entlastet! - Wenn in Mitteldeutschland die Bevölkerung um jährlich etwa 1 % abnimmt, erscheint das auf die kommenden Jahrzehnte hochgerechnet auch zunächst gar nicht so dramatisch. Man übersieht jedoch, dass sich ab einem bestimmten Punkt die Schwierigkeiten potenzieren. Mit steigendem Durchschnittsalter nimmt der Geburtenrückgang weiter zu, die berufstätige Bevölkerung ab, die Kosten für Gesundheit, Rente und Pflege steigen bedrohlich.

Bisher kompensiert Deutschland seine Nachwuchsdefizite noch erfolgreich durch Zuwanderung. Diese speist sich zunehmend aus Ost- und Südeuropa, ferner auch Ostasien, Afrika und Flüchtlingen aus dem arabischen Raum. Bei der Türkei ist der Saldo mittlerweile negativ – es wandern mehr Türken ab als zu.

Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich Michael Blumes faszinierendes Buch mit dem Zusammenhang von Demografie und Religion. - Was bewirkt überhaupt, dass Gesellschaften sich nicht mehrt reproduzieren? - In der traditionellen Gesellschaft bringen Kinder den Eltern einen ökonomischen Vorteil. Sie helfen mit, die Familie zu versorgen - in der täglichen Haushaltung, bei der landwirtschaftlichen Arbeit. Sie sind Versorger der Eltern, wenn diese alt sind. Urbanisierung, Modernisierung des Alltags, Technisierung der Wirtschaft, Sozial- und Rentensysteme bewirken, dass Kinder eher zum Kostenfaktor werden. Weibliche Bildung geht i.d.R. mit einem Mehr an Selbstbewusstsein gegenüber den Männern einher; motiviert Frauen, eher das Berufs- als das Familienleben zu fokussieren, sowie Geburtenplanung zu praktizieren. - Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Steigerung der Lebenserwartung durch bessere Ernährung, medizinische Versorgung, Trinkwasserversorgung usw. Ist die Kindersterblichkeit sehr hoch, wissen Eltern nicht, wie viele ihrer Nachkommen das Erwachsenenalter erreichen werden. „Vorsichtshalber“ schenkt man deshalb mehr Kindern das Leben.

In den Geburtenrückgänge begründenen Entwicklungen liegt also sehr viel Positives und Begrüßenswertes und all das genannte allein bewirkt noch längst nicht, dass Populationen kollabieren. Der entscheidende Faktor ist letztlich, von welchen Werten Menschen sich bestimmen lassen.

In einer säkularen Weltsicht, wird das diesseitige Leben zum einmaligen, kurzen Event, dass man möglichst vielseitig auskosten möchte. Kinder schränken hier die Möglichkeiten - gerade in der entscheidenden Lebensperiode - sehr ein. Sie bringen Freude, aber auch Probleme. In jedem Fall bedeuten sie Verzicht - auf Geld, Zeit, persönlichen Gestaltungsspielraum, berufliche Chancen. - Religionen hingegen haben das Potenzial, ein kinderfreundliches soziales Umfeld zu kreieren. Kinder werden als "Geschenk Gottes" dankbar begrüßt. Religionen fördern Verbindlichkeit und Verantwortlichkeit in den gemeinschaftlichen und partnerschaftlichen Bezügen. Lebensmittelpunkt und -sinn werden eher in einem guten Miteinander mit Gott und Menschen gesehen und weniger im beruflichen Vorankommen oder materieller Bedürfnisbefriedigung.

„Wir kennen heute Dutzende religiöse Traditionen wie die orthodoxen Juden, Amish, Hutterer, Mormonen usw., die über Generationen hinweg kinderreich geblieben sind; aber keine einzige nicht-religiöse Population, Gruppe oder Gemeinschaft, die auch nur ein Jahrhundert lang die Bestandserhaltungsgrenze von wenigstens zwei Kindern pro Frau hätte halten können. Religiöse Traditionen können demografisch scheitern (z.B. auch durch allzu starren Familien- Traditionalismus); aber nichtreligiöse Populationen scheiterten bislang demografisch immer.“

Dabei hätte es – wie der historische Rückblick zeige - nicht an Anläufen gemangelt. In Indien, so der Autor, habe es schon im ersten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung nicht-theistische Traditionen wie den Buddhismus, Jainismus oder die atheistisch-religionskritische Philosophenschule des Charvaka gegeben. Buddhismus, Jainismus, Taoismus hätten schließlich dadurch überlebt bzw. gesunde demografische Entwicklungen ermöglicht, dass sich ihr anfänglich eher philosophischer Charakter in einen ausgesprochen religiösen mit Verehrung zahlreicher überirdischer Wesenheiten, Geister-Appeasement usw. wandelte.

Auch in der griech.-röm. Antike gab es bedrohlich geburtenschwache Perioden, deren Zeitgeist an den gegenwärtigen erinnert. So äußerte sich der im 2. Jh. v. Chr. lebende Historiker Polybios wie folgt: „In unserer Zeit ist die Zahl der Kinder in ganz Griechenland auf ein besonders tiefes Niveau gefallen und die Bevölkerung hat so sehr abgenommen, dass die Städte sich leeren und das Land unbearbeitet bleibt, obwohl wir weder lange Kriege noch Seuchen erlebt haben.[...] Die Bürger dieses Landes haben der Eitelkeit und der Liebe für materielle Güter nachgegeben. Sie haben sich dem leichten Leben hingegeben, wollen nicht mehr heiraten, oder wenn sie es tun, wollen sie die ihnen geborenen Kinder nicht behalten, höchstens eins oder zwei, um sie im Kindesalter verwöhnen zu können und ihnen später große Reichtümer zu hinterlassen“. - Das römische Reich erlebte bis ins 3. Jh. hinein einen kontinuierlichen Populationsschwund. Erst mit dem Aufstieg des Christentums stabilisierte sich dann die demografische Situation wieder.

Weitere Beispiele, so der Autor, bietet die Geschichte der USA. Diese boten ab dem 18. Jh. auch vielen areligiösen Gruppierungen die Möglichkeit, Gemeinwesen und Organisationen aufzubauen. Diese säkularen Gründungen gingen ausnahmslos binnen weniger Jahre ein.

Doch warum nahm in den vergangenen Jahren das Bevölkerungswachstum in sehr religiös geprägten Ländern wie der Türkei oder dem Iran; Spanien, Portugal oder Italien stärker ab als in den stärker säkular geprägten Ländern Nordwesteuropas? - Wie bereits o.e. spielt Religion offensichtlich für eine gesunde Bevölkerungsentwicklung eine herausragende Rolle, sie ist jedoch nicht in jedem Fall und jeder Ausprägung Garant dafür. Es hängt viel davon ab, wie flexibel und konstruktiv Religionen sich auf veränderte gesellschaftliche Bedingungen einzustellen vermögen. Wenn etwa Menschen katholischen Glaubens zu starr an traditionellen Rollenbildern festhalten (Frau sollte nicht arbeiten, Kinder sollten nicht außerfamiliär betreut werden usw.), kann der ökonomische Druck groß werden. Auch Regierungen nutzen solche kulturellen Prägungen aus – das an sich sehr kinderfreundliche Italien ist mittlerweile Sinnbild notorisch vernachlässigter Familienpolitik.

In Spanien, Portugal oder Griechenland trägt sicherlich auch die allgemein schlechte wirtschaftliche Situation – bei unverändert hohen Erwartungen an Lebensstandards - ihren Teil bei. Außerdem gilt es wiederum genau hinzuschauen. Das im öffentlichen Bewusstsein erzkathol. Spanien hatte in der jüngeren Vergangenheit im europäischen Vergleich den größten Glaubensschwund zu verzeichnen und wird in puncto Säkularität inzwischen nur noch von den Franzosen übertroffen. Das demografische Musterland Frankreich hingegen profitiert von einer finanziell enorm aufwendigen Familienpolitik und der großen Zahl geburtenstarker Immigranten. Ohne letztere, so Blume, würden auch hier alle Förderprogramme keinen Bestandserhalt sichern. Und trotz alle dem - auch in Italien und Frankreich haben engagierte katholische Christen im Schnitt 0,5 Kinder mehr als säkular geprägte Frauen bzw. Paare - unabhängig von Einkommen und Bildung.

Der Autor führt eine Auswertung der in 84 Gesellschaften erhobenen World Value Daten von 1981 bis 2004 durch den Ökonomen Dominik Enste an, die aufzeigt, dass weltweit die durchschnittliche Familiengröße mit der Häufigkeit von Gottesdienstbesuchen steigt. Entscheidend ist also die Lebendigkeit der Religiosität, bspw. ablesbar an Gemeindeengagement, Gebetshäufigkeit usw. Wenn man dieses Kriterium berücksichtigt, schneiden – zumind. im christlichen Kulturkreis - „Religiöse“ nicht nur demografisch, sondern auch in vielen anderen Bereichen signifikant besser ab – bei psychischer und physischer Gesundheit, Arbeit und Beruf, Kriminalität, sozialem Engagement usw. (für die USA wurde dies sehr gut herausgearbeitet von Rodney Stark, „Americas Blessings“).

Welche Konsequenzen ergeben sich aus diesen erstaunlichen Befunden? Wird die Welt immer religiöser werden und wenn ja, ist das positiv oder negativ zu bewerten?

Gemäß einer Untersuchung des Pew Forum on Religion & Public Life (2008) bleiben Methodisten zu 46% der religiösen Ausrichtung ihres Elternhauses treu, Baptisten zu 60%, Pfingstler zu 50%, Lutheraner zu 58%, Katholiken zu 68%, Orthodoxe zu 73%, Muslime und Juden je zu 76%, Buddhisten zu 49%, und Hindus zu 84%. Natürlich bedeutet dies nicht, dass ein sehr hoher Prozentsatz ins säkulare Lager wechselt, oft betrifft der Wechsel nur die Denomination. Dennoch vererbt sich Religiosität nicht automatisch und Säkularismus, entschiedener Atheismus oder weit öfter noch religiöse Indifferenz dürften auch in Zukunft eine ernstzunehmende Konkurrenz für die Religionen bleiben. Laut einer Anfang 2014 publizierten Studie (ebenfalls Pew Research) hat sich selbst in den frommen USA der areligiöse Anteil mit 29% in der Millennium-Generation gegenüber dem der Nachkriegsgeneration (Ü65) verdreifacht. - Andererseits gibt es auch in die Gegenrichtung kontinuierlich Bewegung - atheistisch erzogene Kinder bleiben als Erwachsene nur zu 30% bei ihrer starr contra-religiösen Haltung.

Dass lange Generationenfolgen einer intensiven Religiosität verbunden bleiben, sodass es einen Multiplikationseffekt gibt, ist also nicht übermäßig häufig der Fall. Amish People, Mormonen oder Haredim sind Ausnahmeerscheinungen mit (sub-)kulturellem Charakter. Doch selbst in diesen Strömungen gibt es mit wachsendem Umfang Diversifizierungen, Liberalisierungs- und Öffnungstendenzen. Bewegungen wie die Quiverfull dürften ohnehin beständig Zu- und Abgang erleben.

Trotz allem wird sich das Schwergewicht auf lange Sicht wohl zugunsten der Religionen verlagern. Die Frage, ob dies positiv oder negativ zu bewerten ist, lässt sich so pauschal nicht beantworten. Religionen können – genau wie säkulare Weltanschauungen; bekanntlich gerade auch solche, die für sich in Anspruch nehmen, sehr wissenschaftlich und wahrhaft humanistisch zu sein - sehr unterschiedliche Ausprägungen annehmen. Religion mit einem positiven Gottesbild kann – wie oben bereits aufgezeigt – einen enorm positiven gesellschaftlichen Input darstellen. Vertreter eines konsequent am Neuen Testament orientierten Christentums standen in der gesamten Geschichte des Westens mit an vorderster Front, wenn es darum ging, progressive gesellschaftliche Entwicklungen durchzusetzen und ein Mehr an Humanität zu verwirklichen. Die Kirche als Institution hingegen ist ein anderes Kapitel; sie erwies sich über weite Strecken leider eher als Bremsklotz und hatte mitunter auch schlimme Fehlentwicklungen zu verantworten. Sie hat jedoch im Großen und Ganzen ihre historischen Hausaufgaben gemacht und nutzt heute in allen Teilen der Welt ihren Einfluss, um auf Demokratisierung, soziale Gerechtigkeit und die Achtung der Menschenrechte hinzuwirken und zwar – der Trubel um die Heiligsprechung Johannes Paul II. erinnerte daran – nicht selten außerordentlich effektiv.

Michael Blume macht u.a. darauf aufmerksam, wie sehr sich die Bildungs- und Wissenschaftselite einst aus der Nachkommenschaft evangelischer Pfarrhäuser rekrutierte. Eine Auswertung des Juristen Friedrich von Schulte ergab kurz vor dem 1. WK, dass 803 von 1600 Geistegrößen der "Allgemeinen Deutschen Biographie"- damals eine Art "Who is Who" - aus Pastorenfamilien stammte. Heute sind die frömmeren Kreise eher weniger wissenschaftsaffin. Hier liegt ein Aufgabenfeld, das allerdings längst nicht mehr unbearbeitet ist. Wer bspw. Marcia Pallys Buch über „Die neuen Evangelikalen“ liest, wird erstaunt sein, welche Vielfalt des Engagements es innerhalb des hierzulande medial notorisch einseitig behandelten amerikanischen Protestantismus gibt.

Und der Islam? Wie bereits o.e. fallen in der islamischen Welt – Nordwestafrika ausgenommen - die Geburtenraten mittlerweile schneller als im Weltdurchschnitt. Im Iran und der Türkei bspw. liegen sie längst unter der Reproduktionsgrenze von 2,1 Kindern je Frau. Die kommenden zwei Jahrzehnte bleiben heikel, da die Populationen im islamischen Raum sog. „Youth Bulges“ aufweisen. Sehr geburtenstarke Jahrgänge treten in das Erwachsenenalter ein - in fragilen Saaten, deren Weg zur Demokratie trotz der Aufbrüche des „Arabischen Frühlings“ (ihrerseits bereits durch die sich langsam ausprägende Entwicklung mitbedingt) noch auf lange Zeit ungewiss sein wird; in Volkswirtschaften, die unterentwickelt sind und keine ausreichenden Einkommensmöglichkeiten bieten. Eine perspektivlose Jugend als Rekrutierungsreservoir für Extremisten.

In den dann folgenden Jahrzehnten wird sich auch der islamische Raum der demografischen Situation des Westens annähern. Dies gilt auch für die muslimischen Minoritäten in den Einwanderungsländern des Westens, deren Geburtenrate insgesamt sich tendenziell der der aufnehmenden Länder angleicht (Musliminnen 2,2 ; Nicht-Musliminnen 1,5 - Prognose für 2030 Musliminnen 2, Nicht-Musliminnen 1,6 Kinder). Ohne signifikante Veränderungen in der Zuwanderungspolitik werden 2030 etwa 8% (58 Mio.) der europäischen Bevölkerung Muslime sein (2011 6% - 44 Mio.). In den USA steigt der muslimische Anteil von 2,6 auf 6,2 Mio.

Besonders durch die Entwicklungen in Folge der „Arabellion“, erreicht die Zahl der Gewaltkonflikte, in die der Islam involviert ist, gegenwärtig einen neuen Höchststand. Laut Pew Research gibt es insgesamt in der muslimischen Welt aber auch einen deutlichen Entradikalisierungstrend: Nach 9/11 hielten angesichts von amerikanischer Interventions- und israelischer Besatzungspolitik im Libanon noch 74% der Befragten Selbstmordanschläge für gerechtfertigt, 2008 waren es noch 32%. In Nigeria fiel die Quote von 47 auf 32, in Jordanien von 43 auf 25, in Indonesien von 26 auf 11, in Pakistan von 33 auf 5, in der Türkei von 13 auf 3. Die Bewertung von Al Quaida folgt einer ähnlichen Tendenz.

Es gibt also verschiedene, gegenläufige Entwicklungen und welcher Trend sich schließlich durchsetzen wird, bleibt offen. Auch die Zahl der Staaten im islamischen Kulturkreis, deren Rechtssystem sich an der Schariah orientiert, hat einen neuen Höchststand erreicht. Frauen, die ein Sharia-geprägtes Rechtssystem für sehr begrüßenswert halten, haben im Schnitt doppelt soviel Kinder wie Frauen, die dies als am wenigsten wünschenswert ansehen. Der Islam birgt – vom Autor möglicherweise ein wenig unterbelichtet - ohne Zweifel ein beträchtliches Konfliktpotenzial, das im Auge behalten werden muss.

Das absolut empfehlenswerte, mit Graphiken, Statistiken und vielen Beispielen illustrierte Buch wird - wie auch die in eine ähnliche Richtung weisenden Publikationen von Eric Kaufmann, David P. Goldman („Spengler“) u.a. - in säkularen Kreisen kontrovers diskutiert. Natürlich kann man weder erwarten, dass sich Säkulare von den Ergebnissen zu einer neuen Offenheit gegenüber den Religionen bewegen lassen (Funktionalität ist hier kein stichhaltiges Argument), noch dazu, mehr Kinder zu zeugen. Eine neue Familien- und Kinderfreundlichkeit zu kultivieren, wäre eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und schließt – das betont der Autor – ein stärkeres Problembewusstsein seitens der Politik auf jeden Fall mit ein. Bezüglich der Einordnung des Phänomens „Religion“ aus evolutionstheoretischer Perspektive scheint es allerdings Bewegung zu geben.

So veranlasste ein Vortrag des Autors selbst eine Frontfrau des Neuen Atheismus zu öffentlichem Umdenken. Die Ergebnisse, so schreibt Susan Blackmore („The Meme Machine“) im The Guardian, würden nahelegen, „that religious memes are adaptive rather than viral from the point of view of human genes“ Aber, so fragt sie: „could they still be viral from our individual or societal point of view?“ Ihre Antwort: „Apparently not, given data suggesting that religious people are happier and possibly even healthier than secularists. And at the conference, Ryan McKay presented experimental data showing that religious people can be more generous, cheat less and co-operate more […] So it seems I was wrong and the idea of religions as "viruses of the mind" may have had its day.“
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