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Kundenrezension

73 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es gibt so viel zu verstehen! Keine Angst vor schweren Themen!, 14. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Die vergessene Generation: Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen (Taschenbuch)
Im Radio habe ich ein Interview mit Frau Bode gehört und war sofort hellwach, als sie von ihrem zweiten, und in diesem Zusammenhang auch von diesem, ersten Buch erzählte.

Um Erzählungen, ja, geht es auch. Aber ich muss den Enttäuschten Recht geben, dass die persönlichen "kleinen" Geschichten nicht der Kern des Werkes sind. Das war es auch nicht, was ich erwartet habe.
Statt dessen bekam ich etwas, was ich viel nötiger hatte: Erklärungen!

Die Episoden aus der Kriegs-, Flucht- und Nachkriegzeit kenne ich ja von meinen Eltern und Großeltern. Und weil die Umstände sich oft ähnelten, können sicher einzelne Schicksale pars pro toto herangezogen werden, um zu verdeutlichen, was mit diesen Kindern und Jugendlichen geschah. Die Folgen dieser traumatischen Erlebnisse sind hier jedoch das zentrale Thema, und ich habe unglaublich viel gelernt, was mir rückblickend hilft, meine Eltern (beide seit 3 Jahren tot, mein Vater nahm sich das Leben, meine Mutter war depressiv und tablettenabhängig) besser zu verstehen. Mir sind die Augen geöffnet worden über Zusammenhänge, von denen ich keine Ahnung hatte!

Schon während der Lektüre hatte ich das Bedürfnis, mit anderen darüber zu sprechen und stellte etwas interessantes fest: Meine Generation verstand nicht wirklich, was mich daran so aufregte! Ich musste fast all meinen Gesprächspartnern erst etwas vor Augen führen, bevor sie begriffen: "Stell Dir vor, Deinem Kind wiederfährt nur EINES dieser traumatischen Ereignisse, wie etwa Bombenangriff, Mitansehen von Tod und Verwundung, Flucht unter übelsten Umständen in eine ungewisse Zukunft, Vergewaltigung, monatelang mörderischer Hunger, verschollen sein. Wärst Du nicht verzweifelt bemüht, diesem armen verletzten Wesen seelische Gesundung zu ermöglichen? Stünde für Dich nicht von vorneherein fest, dass Dein Kind psychisch schwer geschädigt ist?"

Die Kriegskinder haben all das in unterschiedlichen Kombinationen erlebt und keiner ist gekommen, um sie zu heilen.

Ich bin Frau Bode überaus dankbar für dieses Buch und werde jetzt mutiger das nächste angehen, in dem es ja um meine Generation geht. Kriegsenkel: Die Erben der vergessenen Generation

Allen Interessierten, Verletzten, Ratlosen lege ich das Werk ans Herz!
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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 19.08.2011 14:38:52 GMT+02:00
Gabriele B. meint:
K., Madeleine: Vielleicht ist für Sie auch das Buch interessant: Alexander und Margarete Mitscherlich: Die Unfähigkeit zu trauern. Bereits in den 60gern erschienen (so weit ich weiß) und war das erste seiner Art.

Gruß, Gabriele B.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.08.2011 17:05:47 GMT+02:00
K., Madeleine meint:
Tausend Dank für den persönlichen Tipp! Ich werde mich mal informieren. Mehr lesen kann nur hilfreich sein.

: )

Lieben Gruß
Madeleine

Veröffentlicht am 28.05.2013 16:17:31 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.05.2013 16:20:03 GMT+02:00
Lauragais meint:
Jahrgang 1941. Ich danke Ihnen vielmals für Ihre Bewertung des Buchs von Sabine Bode. Sie haben recht: Niemand ist gekommen, und niemand hat zugehört. Man hat den Mund besser nicht aufgemacht, denn man war ja schließlich mit dem Leben davongekommen. Und außerdem war man ein Teil der Täternation - egal welchen Alters. Ich habe heute noch entsetzliche Alpträume über das letzte Kriegsjahr, die Fliegerangriffe, die Flucht, die Bomben... man vergisst so etwas einfach nie.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.09.2013 13:08:03 GMT+02:00
K., Madeleine meint:
Um so wichtiger ist die Aufklärung, auch der jetzigen jungen Generation durch diejenigen, die davon noch aus eigener Anschauung berichten können. Wie oft bekomme ich von Teens zu hören: "Schon wieder drittes Reich! Wie langweilig, damit hab ich doch nichts zu tun!" Wollen wir hoffen, dass das tatsächlich so bleibt. Aber wenn ich sehe, was sich auf dem politischen Parkett neuerdings so tut, krieg ich Gänsehaut und bin fest davon überzeugt, dass Information Not tut, gerade bei den jungen Menschen. Weit hinaus über die reine Datenvermittlung, hin zu Erkennen, Verstehen, Mitgefühl und eigenständiger Meinungsbildung. Und genau dafür sind all die vielen persönlichen Geschichten einfach ideal. Bitte hören Sie nicht auf, zu erzählen, wenn Sie es aushalten!
Liebe Grüße
Madeleine

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.06.2015 23:22:00 GMT+02:00
Elyria meint:
Ich bin Jahrgang 73. Aber mein Vater hat den Krieg direkt erlebt. .. schon erschreckend, wenn ich sagen kann:" Für mich fühlt es sich an, wie gerade erst gewesen." weil ich emotional so nah dran war und die erste Generation "danach" bin.
Sogar ich fühle mich heimatlos und vertrieben.
Jetzt kann ich noch besser verstehen warum...
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