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36 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
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Rezension bezieht sich auf: So wie wir waren [Collector's Edition] (DVD)
Robert Redford weigerte sich lange, die Hauptrolle in diesem Film zu übernehmen. Probleme mit dem despotischen Produzenten stellten die Dreharbeiten ebenso auf eine harte Probe, wie die gegenseitige Antipathie der beiden Hauptdarsteller. Nach der Premiere bewahrheiteten sich die schlimmsten Befürchtungen. Der Film geriet zum absoluten Tiefpunkt in der ansonsten sehr fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen Sydney Pollack und Robert Redford. Außerhalb der USA ist der Film bis heute weitgehend unbekannt, zwar lief er 1974 unter dem Titel "Cherie Bitter" auch in den deutschen Kinos an, er konnte aber keinen sonderlichen Erfolg verbuchen und wurde relativ schnell wieder abgesetzt.Robert Redford, der immer eine natürliche und realistische Art der Schauspielerei mochte, empfand die Teilname an diesem Melodram als so demütigend, das er seinen Unmut darüber noch Jahre später mit teilweise geschmacklosen Äußerungen kundtat. Seine Abneigung gegenüber Barbara Streisand und deren sentimentaler Interpretation ihrer Rolle führten zu andauernden und ermüdenden Streitereien. Sein Widerwille steigerte sich noch, durch die ständige Einmischung des Produzenten Ray Stark in die Kompetenzen des Regisseurs. Als der Film 1973 in die US-amerikanischen Kinos kam, wurde er von der Kritik verächtlich als "Weepie" eingestuft, einer künstlerisch anspruchslosen Filmgattung, die auf ein rein weibliches Publikum zugeschnitten ist, und in den 30er Jahren durch einige Tränen treibende Bette Davis Filme definiert wurde. Trotz der vernichtenden Kritiken war der Film mit 45 Millionen Dollar Einspielergebnis einer der erfolgreichsten des Jahres. Bei der Oscar-Verleihung wurde er aber dezent übergangen. Robert Redford war aufgrund seiner emotionslosen Darstellung des Hubbell nicht einmal nominiert worden, und auch die statisch leblose Regie von Sydney Pollack war der Academy keine Nominierung wert. Am Ende konnte nur der Filmmusiker Marvin Hamlisch zwei Trophäen mit nach Hause nehmen. Neben der schrecklich verkitschten Handlung und Barbara Streisands peinlich rührseliger Vorstellung, fällt vor allem die unerträgliche Verharmlosung der McCarthy-Ära auf, in der unter dem Deckmantel eines angeblich wahren Amerikanismus, eine menschenverachtende und mit staatsterroristischen Mittel durchgeführte Hexenjagt auf alle Andersdenkenden stattfand. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen Kommentare
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
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07.02.2010 23:09:30 GMT+01:00
melodram meint:
Robert Redford hat nichts gegen Barbra Streisand. Er sagte 2000: "Working with Barbra I hold as one of the highpoints of my film experience. I knew her before, particularly as a performer. On that level I thought she was talented, innovative, and sure. Sure of her ability, her craft, but also sure what she wanted from it. Her power as a performer created an inner beauty that made the prospect of working with her attractive. For someone so determined and in such control of herself, there are certain to be stories about how difficult she was, but such stories abound in our business and are probably best ignored. Well, guess what? She was a pain in the ass. Just kidding. She was a delight, and our connection was a delight. She was simply very alive — a critic, tough on herself, questioning, doubting, putting forth a huge effort to be the best she could be. So, quite contrary to any foregone notions, she was a joy. I will keep that experience in the sphere of fondest memory. I cannot imagine a more deserving recipient of tonight's award."
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