Kundenrezension

7 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Enttäuschung, 18. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Tyranny of Souls (Audio CD)
Egal zu welcher Phase man die Karriere von Bruce betrachtet und analysiert, der Name Dickinson stand immer für hohe Qualität mit der Option zum Klassiker. The Chemical Wedding war ein solcher Klassiker: gespickt mit athmosphärischen, dunklen Hymnen aus dem Heavy Metal Bilderbuch, wunderbar klischeefrei und für Metalverhältnisse erstaunlich tiefsinnig.
Der Nachfolger, das vorliegende "Tyranny of Souls", steht leider als Antithese zu oben genannten Attributen und geht bestenfalls als Schnellschuss durch. Hier wirkt nichts besonders ausgefeilt oder durchdacht, vielmehr hat man es mit einer metallischen Einheitskost zu tun, die Bruce weniger Schweißperlen abgerungen haben dürfte als das morgentliche Brötchenaufschneiden. Damit wir uns nicht falsch verstehen: So richtig mies ist bis auf die unterirdische Ballade "Navigate the seas of the sun"(völlig emotionsloser Gesang, eine Melodie zum Thunfischdosen aufreißen und im Endresultat wahrscheinlich das schlimmste Dickinson-Stück aller Zeiten...)nichts, aber so richtig gut eben auch nicht. Standard-Metalriffs wie im Opender Abduction findet man an jeder Straßenecke und Bruce' Vocals sind auch nicht das, was man "außergewöhnlich" nennen würde, bei Soul Intruders kommt einem irgendwie immer der "Accident of Birth"-Track "Starchildren" in die Rübe, und Devil on a Hog, ein einerseits durchaus nennenswertes, weil mit sattem Groove versehenem Stück eliminiert sich und seine Existenzberechtigung mit einem der grausamsten Refrains der Musikgeschichte selbst. Als positiv aus dem Rahmen fallen lediglich das athmosphärisch an das Chemical Wedding-Opus angelehnte River of no Return, das dunkle Believil(man beachte die Seventh Son-Chöre im Mittelteil!) und der Titelsong. Der Rest pendelt im Un-Spannungsfeld zwischen "so lala" und "ganz gut".
Habe ich in meiner Chemical Wedding-Rezi noch Roy Z ermahnt, er möge sich produktionstechnisch doch bitte mal was Neues einfallen lassen, sehe ich mich erneut mit dem typischen Roy Z- Sound konfrontiert, der anno 2005 so spannend daherkommt wie eine 3 Tage alte Urinprobe. Dazu passend auch seine uninspierierten Soli, die weder besonders außergewöhnlich noch stimmig sind.
Die Platte klingt durch diese Unzulänglichkeiten stark nach "Hektik" und "Hauptsache, ein neues Scheibchen auf dem Markt"-Syndrom. Dass sie dennoch immer noch besser ist als vieles, was sich derzeit auf dem überschwemmten Markt tummelt liegt eindeutig an dem nicht hinwegzudiskutierenden Charisma von Bruce Dickinson, das auch durchschnittliches Material immer noch wie von Blattgold überzogen wirken lässt. Dafür gibts dann auch noch 3 Sterne. Alles in allem bin ich aber durchaus enttäuscht, ich habe definitiv mehr erwartet. What a pity.
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Kommentare


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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 22.09.2008 20:13:20 GMT+02:00
Jackson meint:
Das -unterirdische- "Navigate the seas of the sun" wäre für mich der Grund, dieses Album zu kaufen. Ein Song, zum Heulen schön. Man muß nur mal hören.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.05.2011 19:22:57 GMT+02:00
Bücherhase meint:
echt witzig diese Rezension, "Navigate the seas of the sun" ist das beste Lied der Scheibe :-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.07.2011 16:37:30 GMT+02:00
Thomas Koller meint:
absolut, mit diesem Lied habe ich bisherige Dickinson-Verweigerer dazu gebracht, ihn zu mögen ;-)

Veröffentlicht am 14.05.2015 10:57:52 GMT+02:00
M.B. meint:
Die Rezension spricht mir aus dem Herzen. Nach Chemical Wedding habe ich diese CD blind gekauft, um sie dann nach vielen Versuchen sie gut zu finden enttäuscht wieder zu verkaufen.
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Rezensentin / Rezensent

F. Eiler
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