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Hommage, 11. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Brügge sehen... und sterben? (DVD)
Ray (Colin Farrell) ist ein Killer. Bei einem Auftrag, einem Mord an einem Pfarrer, tötet er aus Versehen ein Kind. Sein Boss Harry (Ralph Fiennes, von dem man am Anfang nur die Stimme - durchs Telefon - hört) schickt ihn und seinen Partner Ken (Brendan Gleeson) zum Untertauchen nach Brügge. Während Ray die Stadt stinklangweilig findet, genießt Ken den Aufenthalt, bis er von Harry den Auftrag erhält, Ray zu töten... Wer jetzt die übliche Räuber- und Actionpistole vermutet, liegt reichlich daneben. Sicher gibt es in "Brügge.." einige blutige Momente, doch eigentlich ist das ein eher stiller Film. Am Anfang ist er sogar so still, dass ich mich eine Zeit lang zwingen musste, weiter zu sehen. Wären da nicht die leicht komischen Textzeilen und der zeitlich genau richtig platzierte Mord an dem Pfarrer (in einer Rückblende) samt seiner grausamen Auswirkungen, hätte ich den Film wahrscheinlich ziemlich schnell zur Videothek zurückgebracht. Es ist ein sehr europäischer Film, nicht nur, weil er in Belgien spielt, sondern auch, weil er tatsächlich an europäische, besonders an britische oder französische Filme der 70er Jahre erinnert, vor allem bei den Kameraeinstellungen. Tatsächlich lernt Ray ein Mädchen kennen, das bei einem Film mitarbeitet, der eine Art Hommage an "Wenn die Gondeln Trauer tragen" ist, einer der besten übersinnlichen Filme der 70er. In "Brügge..." geht es, so blöd sich das auch anhört, um Beziehungen zwischen Killern. Ken mag Ray und umgekehrt. Aber auch Ken und Harry haben eine Beziehung - nein, keine schwule. Es ist nur schwer, etwas darüber zu sagen, ohne mehr zu verraten. Man kann nur sagen, dass es sich tatsächlich lohnt, dranzubleiben, wenn über die übliche Rumballerei hinaus auch eine ganze Menge Hirn in den Film einfließt. Sehr überraschend finde ich die Leistung von Colin Farrell. Eigentlich habe ich ihn immer für einen Actiondarsteller gehalten. Hier zeigt er tatsächlich (von "Nicht auflegen" abgesehen), dass er ein Schauspieler ist. Alle, die "Wenn die Gondeln Trauer tragen" nicht kennen, können hier ruhig weiter lesen. Für alle anderen (denn das ist das Sahnehäubchen des Films) erfolgt hier eine SPOILERWARNUNG: Nicht dass man unbedingt "Wenn die Gondeln Trauer tragen" kennen muss, um den Film zu genießen, aber Kenner von "Gondeln..." haben zum Schluss einen weiteren Aha-Effekt, denn in "Brügge..." wird nicht nur eine Hommage an besagten Film gedreht, der Schluss ist eine einzige Hommage an den Film selbst.
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Brügge sehen... und sterben? B001CV0JZC
Colin Farrell
Universum Film GmbH
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Hommage
Ray (Colin Farrell) ist ein Killer. Bei einem Auftrag, einem Mord an einem Pfarrer, tötet er aus Versehen ein Kind. Sein Boss Harry (Ralph Fiennes, von dem man am Anfang nur die Stimme - durchs Telefon - hört) schickt ihn und seinen Partner Ken (Brendan Gleeson) zum Untertauchen nach Brügge. Während Ray die Stadt stinklangweilig findet, genießt Ken den Aufenthalt, bis er von Harry den Auftrag erhält, Ray zu töten...
Wer jetzt die übliche Räuber- und Actionpistole vermutet, liegt reichlich daneben. Sicher gibt es in "Brügge.." einige blutige Momente, doch eigentlich ist das ein eher stiller Film. Am Anfang ist er sogar so still, dass ich mich eine Zeit lang zwingen musste, weiter zu sehen. Wären da nicht die leicht komischen Textzeilen und der zeitlich genau richtig platzierte Mord an dem Pfarrer (in einer Rückblende) samt seiner grausamen Auswirkungen, hätte ich den Film wahrscheinlich ziemlich schnell zur Videothek zurückgebracht.
Es ist ein sehr europäischer Film, nicht nur, weil er in Belgien spielt, sondern auch, weil er tatsächlich an europäische, besonders an britische oder französische Filme der 70er Jahre erinnert, vor allem bei den Kameraeinstellungen. Tatsächlich lernt Ray ein Mädchen kennen, das bei einem Film mitarbeitet, der eine Art Hommage an "Wenn die Gondeln Trauer tragen" ist, einer der besten übersinnlichen Filme der 70er.
In "Brügge..." geht es, so blöd sich das auch anhört, um Beziehungen zwischen Killern. Ken mag Ray und umgekehrt. Aber auch Ken und Harry haben eine Beziehung - nein, keine schwule. Es ist nur schwer, etwas darüber zu sagen, ohne mehr zu verraten. Man kann nur sagen, dass es sich tatsächlich lohnt, dranzubleiben, wenn über die übliche Rumballerei hinaus auch eine ganze Menge Hirn in den Film einfließt.
Sehr überraschend finde ich die Leistung von Colin Farrell. Eigentlich habe ich ihn immer für einen Actiondarsteller gehalten. Hier zeigt er tatsächlich (von "Nicht auflegen" abgesehen), dass er ein Schauspieler ist.
Alle, die "Wenn die Gondeln Trauer tragen" nicht kennen, können hier ruhig weiter lesen. Für alle anderen (denn das ist das Sahnehäubchen des Films) erfolgt hier eine
SPOILERWARNUNG:
Nicht dass man unbedingt "Wenn die Gondeln Trauer tragen" kennen muss, um den Film zu genießen, aber Kenner von "Gondeln..." haben zum Schluss einen weiteren Aha-Effekt, denn in "Brügge..." wird nicht nur eine Hommage an besagten Film gedreht, der Schluss ist eine einzige Hommage an den Film selbst.
Pete Thrope "petethrope"
11. August 2009
- Insgesamt:
5

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