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Rezension bezieht sich auf: Unser Jahrhundert: Ein Gespräch (Gebundene Ausgabe)
Zwei ausgewiesene Kenner und Liebhaber des Lebens unterhalten sich über Gott und die Welt und bitten um Nachsicht, dass zum Beispiel Kultur oder Tradition ihre Bedeutung behalten sollten und zwar weltweit.Dass vor allem Tradition in der neuen Welt (USA, Kanada) sozusagen einen anderen Blickwinkel hat, wird herausgeschält, wobei ich aber glaube, dass man dort sogar genauer hinschaut, was zum Beispiel Rom und das römische Reich für eine Bedeutung haben im bezug auf imperiales Gehabe und ein Imperium sind die USA, wer wollte das bestreiten. Und das Emporwachsen anderer Mächte zuzeit, alles wahr. Also es schwankt hin und her mit den Bedeutungen. Und die Betonung, dass ihre Jahrgänge besonders viel durchgemacht hätten, wer würde das nicht unterschreiben. Obwohl, ein Kind von etwa 6 Jahren im Jahre 1945 z. B. in Hinterpommern, spät evakuiert, dann wieder zurückbefördert in die Heimat und plötzlich heißt es Schluss, aussteigen. Die Konferenz von Potsdam! Das gab es auch. Und was sich dann und damals in den 2-3 Monaten östlich der Oder abspielte, das wäre auch einmal eine Unterhaltung wert und die Kinder, die damals 6 Jahre alt waren, sind heute 70 und die Erinnerung wird ab und zu klar. Fritz Stern hat also Recht mit der Annahme, dass ein Kind von 6-7 Jahren wohl erahnen, spüren kann, was läuft. Und wer sagt denn, dass ein derartig junger Mensch nicht sogar das ganzen Hin- und Her, den Wechsel zwischen Glück und Wahnsinn spürt und zu beurteilen vermag. Helmut Schmidt und Fritz Stern versuchen im Alter das zu erinnern und das aufzubereiten, zu erhalten, was ihnen wichtig war. Es ist vieles, ja fast alles richtig, was sie sagen und die Frage nach dem WARUM, nach dem, wie alles geschehen konnte, haben andere auch schon zu beantworten versucht. Da ist Gier zu nennen, Sadismus, Masochismus, Erziehung und der Versuch, durch Religion oder Kultur, etwas zumindest zu retten. Und gerade Religion ist im Moment im Blickfeld von Schuld und Sühne. Hochmut wäre noch zu nennen und männlicher Heldenwahn (germanisches Übel), immer wieder bemüht, auch heute noch. Aufpassen aber auf das, was zum Schluss dieses hervorragenden Buches gesagt wird! Im Moment sind wir weltweit bedroht von gewollter Unmäßigkeit einiger Vorgänge im Finanzwesen. Ganze Volkswirtschaften könnten vernichtet werden, wenn der gute Geist, das, was diese beiden Männer besitzen und zum Ausdruck bringen, nicht eingreift. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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EUR 21,95
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