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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
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Rezension bezieht sich auf: The Open Road (DVD)
In 'The Open Road' präsentiert uns Michael Meredith die klassische Zutaten eines Road Movies: Ein grundlegendes Problem, dass die Reise zwingend notwendig macht, die Unmöglichkeit, eine lange Reise mit einem kurzen Flug zu vermeiden, und die zwischenmenschlichen Konflikte, die auf der langen Autofahrt quer durch die Vereinigten Staaten aufgearbeitet werden. So wird die Fahrt zur Metapher für die emotionale Reise in die Vergangenheit mit der Hoffnung auf eine mögliche Zukunft. In 'The Open Road' steht Kyle Garretts Mutter eine unaufschiebbare Herzoperation bevor, die sie allerdings nicht über sich ergehen lassen will, solange ihr Ex-Mann und Vater des gemeinsamen Sohnes nicht im Krankenhaus erscheint. Doch der ehemalige Baseball-Star Carlton "Lone Star" Garrett hat sich vor langer Zeit von der Familie abgewandt und tingelt als gesundheitliches Wrack durch die USA, um sich seinen immer noch zahlreich vertretenen Fans zu zeigen. Eine solche Fan-Veranstaltung nutzt Kyle, der in einer unterklassigen Mannschaft ebenfalls Baseball spielt, in Begleitung seiner Ex-und-vielleicht-wieder-Freundin, um seinen Vater zu stellen und ihn zur Reise nach Houston zu bewegen.Was sich dann anschließt, hätte eine vielschichtige Aufarbeitung einer Beziehung werden können, in der so ziemlich alles zerbrochen zu sein scheint, was nicht bruchsicher ist. Doch leider vergibt Meredith diese große Chance, einen durchgängig packenden Film zu realisieren, der mehr ist als eine unterhaltsame und kurzweilige Mischung aus guten Ideen und Ansätzen. Dies ist umso bedauerlicher, da zwar Kate Mara als Lucy der heimliche Star des Films ist, Jeff Bridges aber doch zweifellos mehr Qualität zu bieten hat, als ihm in 'The Open Road' abverlangt wird. So bewegt sich der Oscar-Preisträger hüft- und kniesteif, den Nachwirkungen seiner erfolgreichen Karriere trotzend, irgendwo zwischen ernst zu nehmendem Charakter und platter Karikatur. Justin Timberlake erscheint neben Steenburgen und Bridges zwar engagiert, teilweise aber auch deplatziert, da sein schauspielerisches Vermögen bei allem Recken und Strecken nicht an das seiner Mitstreiter heranreicht. Weshalb 'The Open Road', der ohne Frage unterhaltsam und kein totaler Flop ist, letztlich scheitert, machen die Dispute zwischen den Figuren deutlich. Immer dann, wenn Meredith seine Akteure von der Leine zu lassen scheint, fängt er sie prompt wieder ein, kühlt sie herunter, beendet den Zwist allzu früh und nimmt der Story damit alle Ecken und Kanten. Diese Geradlinigkeit und Vorhersehbarkeit machen auch schließlich vor dem komplikationslosen Ende nicht Halt und es bleibt letztlich die Frage, warum man dem viel versprechenden Gerüst nicht etwas mehr Stabilität und Tiefgang verliehen hat. Verdient hätte es der ansonsten durchaus sympathische Film auf jeden Fall, denn Konflikte und Emotionen sind vorhanden, doch bleiben sie allzu oft verborgen und werden nur unzureichend an die Oberfläche gespült und konkretisiert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen Kommentare
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag:
12.08.2011 20:34:29 GMT+02:00
Joroka meint:
Hallo Eisbär, wollte eigentlich auch gerade eine Rezension schreiben. Doch nachdem ich deine gelesen habe, kann ich sagen, dass du es genau auf den Punkt gebracht hast. Kompliment und ich habe mir die Arbeit gespart. Grüße von Joroka (auch aus Hessen)
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