Kundenrezension

146 von 175 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dinge, die die Liebe nicht überwinden kann..., 15. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Ein ganzes halbes Jahr (Broschiert)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Will ist ein außergewöhnlicher junger Mann. Er ist beruflich erfolgreich, sehr sportlich, verreist für sein Leben gern und hat eine sexy Freundin. Seine Urlaube sind geprägt von Unternehmungen wie Bungiespringen, Steilwandklettern und Gipfelbesteigen. An einem regnerischen Tag lässt er sein Motorrad in der Garage und eilt zu einem wartenden Taxi, wobei er ausgerechnet von einem Motorrad, welches bei dem Regen nicht mehr rechtzeitig bremsen kann, überfahren wird.

Lou(isa) liebt ihr Zuhause. Das kleine volle Haus, die gewohnten Abläufe, ihre Arbeit im Cafe um die Ecke. Sie liest gerne und verbringt gerne Zeit mit ihrem langjährigen Freund. Das einzige, was an Lou nicht extrem normal ist, ist ihr ausgefallener und teils sehr kontroverser Kleidungstil. Als Lou eines Tages früher von der Arbeit nach Hause kommt, muss sie ihrer Familie erklären, dass sie ihren Job verloren hat weil das Cafe schließt.

Als Lou sich auf ihrer Jobsuche als Pflegekraft/Tagesfrau für einen Tetraplegiker bewirbt und angenommen wird, stellt sie leider sehr schnell fest, dass der Mann, dem sie Gesellschaft leisten soll alles will, außer ihrer Gesellschaft. Will kann aufgrund eines Verkehrsunfalls eigentlich nur seinen Kop frei bewegen, seine Arme und Beine sind fast komplett bewegungsunfähig und er hat permanent Schmerzen.

EIN GANZES HALBES JAHR erzählt freiweg, offen und dabei sehr sympathisch von vielen Alltagssituationen, die einem Behinderten das Leben schwer machen. Von Entscheidungen, die nicht mehr seine zu treffen sind, von unbeinflussbaren Schicksalsschlägen, Ungerechtigkeiten, sozialen und persönlichen Unzulänglichkeiten und sozialen Tabus wie den Freitod. Alle Charaktere im Buch sind sehr liebevoll und tiefgründig beschrieben. Das Buch ist sehr glaubwürdig und liebenswert und nimmt einen total in Beschlag. Man fragt sich WAS WÜRDE ICH TUN? WÜRDE ICH DAS WOLLEN/KÖNNEN? und entwickelt dabei einen solchen Respekt für alle Betroffenen. Die lockere Schreibweise hilft oft über das schwere Schicksal Wills und das heftige Thema, dass Will in der Schweiz in einem Hospiz einen Giftcocktail schlucken will, hinweg. Ich habe während des Lesens oft gelacht, jedoch auch wie ein Schlosshund geweint.
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Kommentare


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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 03.04.2013 08:09:45 GMT+02:00
Thomas LA meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Veröffentlicht am 03.08.2013 13:39:51 GMT+02:00
Martina meint:
Ich gebe Ihnen da total recht. Es hätte eine Hinweis über die Brisanz des Inhaltes auf dem Klappentextes vermerken werden müssen. Hätte ich es geahnt, u.a. wie dieses Buch endet, hätte ich es nie gelesen. Nicht jeder Mensch kommt damit zurecht. Und ich muss sagen, ich habe 3 Tage lang geheult. Natürlich sollte jeder Mensch über sein Leben selbst entscheiden können und einerseits ist es auch richtig dieses deutlich zu machen. Aber ich hätte mir gewünscht, dass die Chancen und Möglichkeiten, nach so einem Schicksal im Vordergrund gestellt werden und nicht das Aufgeben. Das auch so ein Leben lebenswert sein kann. z.B. das man nicht auf Liebe, Abenteuer, Reisen sowie beruflichen und sportlichen Erfolgen verzichen muss - sein Leben voll ausleben kann bloss auf einer anderen Weise. Das Thema wird zwar auch erwähnt. Leider aber nur am Rande. Ich hätte mir gewünscht, das dieses Buch Menschen die das gleiche Schicksal erleidet haben, Hoffnung gibt, das Leben zu versuchen und nicht den Tod als Lösung darstellt - verpackt in Lockwörtern wie "freie Entscheidung", "Selbstbestimmung." Ich denke, jeder Mensch, der mit dieser Diagnose konfrontiert wird, will sterben. Und für diese Menschen kann das Buch sehr gefährlich sein, da sie sich bestätigt fühlen, dass das Leben so keinen Sinn mehr hat. Jeder Mensch soll über sein Leben selbst bestimmen. Aber man muss die Menschen auch vor einer vorschnellen Entscheidung schützen. Lou hat Will lediglich ein paar schöne Orte gezeigt, aber nicht, was er selbst als Tetraplegiker im Leben bewirkstelligen kann. Im Buch war Will in seinem früheren Leben ein begeister Sportler und erfolgreicher Geschäftsmann. Da war im wichtig. Wäre schön gewesen, wenn im Buch Will die Möglichkeiten durchlebt hätte. Auch im Liebesleben gibt es einige Möglichkeiten. Hier hätte man anknüpfen können / müssen. Und ein halbes Jahr ist viel zu kurz, um einen Menschen, der zuvor in tiefer Depression mit sich allein war zu einem neuen Leben zu verhelfen.

Veröffentlicht am 03.08.2013 13:44:09 GMT+02:00
Martina meint:
Sorry, falsch gepostet. War für Rezension von Ste gedacht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.08.2013 10:40:43 GMT+02:00
Misato meint:
Hallo Martina,

grundsätzlich stimme ich Ihnen in allen genannten Punkten zu. Lebensbejaende Einstellungen sind lebensbeendenden immer vor zu ziehen.

Jedoch muss hier deutlich differenziert werden: "Ein ganzes halbes Jahr" ist ein Roman - zugegeben mit einem sehr heiklen Thema - und als solcher dient er der "Unterhaltung" bzw. der Erzählung einer (wahren) Geschichte. Es ist dem Autor und am Ende der Kette, dem Leser vorbehalten worüber geschrieben bzw. gelesen wird. Wir sollten uns die Vielfalt der verschiedenen Bücher auf jeden Fall bewahren und auch solche Romane, nicht vom Markt verbannen.

Eine deutlicherer Beschreibung/Kennzeichnung wäre wünschenswert, da haben Sie sicher recht. Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass tatsächlich Betroffene einen Roman/eine Erzählung z.B. einer Beratungsstelle oder einem seriösen Ratgeber vorziehen würden. Daher glaube ich nicht, dass dieses Buch tatsächlichen "Schaden" anrichten kann, da die Entscheidung für oder gegen das Leben zudem sicherlich eine zutiefst persönliche, schwerwiegende und gut überlegte Entscheidung des Einzelnen ist.
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