76 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Unglaublich traurig, 28. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Gefährten [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich als große Pferdeliebhaberin und langjährige Reiterin musste mir diesen Film natürlich gleich am ersten Tag im Kino ansehen. Ich hatte vorsorglich Taschentücher mitgenommen, da ich speziell bei Filmen, wo es um Tiere geht sehr nah am Wasser gebaut bin. Alleine die erste Begegnung zwischen dem Jungen (dessen Name mir jetzt entfallen ist) und Joey, dem Pferd, hier noch als Fohlen, hat etwas so bewegendes, das wohl nur Jemand verstehen kann, der die magische Verbindung zu einem Pferd kennt. Schon da flossen die ersten Tränen. Richtig schlimm wurde es für mich allerdings ab da, wo Joey im Krieg ist und man in schockierenster Genauigkeit zusehen muss, für was Pferde im 1. WK missbraucht wurden, als Lastentiere, ohne Rücksicht auf Verluste, man ging wortwörtlich über Leichen. Die Verbindung zwischen Joey und seinem Gefährten, dem Rappen, ist perfekt inszeniert und erlebt seine Krönung in der Szene, als der Rappe vor einem Panzer eingespannt werden soll, Joey aber erkennt, dass dieser zu schwach ist und sich stattdessen anbietet. Die wohl grausamste Szene ist die, in der sich Joey am Schlachtfeld im Stacheldraht verfängt, aber selbst da zeigt sich, dass Menschen in Anbetracht dessen, dass ein unschuldiges Tier leidet, dazu fähig sind, ihr Kriegsbeil zumindest kurzzeitig zu begraben, um dem armen Pferd zu helfen. Allerdings muss ich zu meinem größten Bedauern stark anzweifeln, dass reale Menschen tatsächlich so gehandelt hätten und das Pferd einfach verenden ließen. Der Film ist in meinen Augen perfekt inszeniert, die Musik unterstreicht jede Szene malerisch und die Story ist einfach nur herzzereißend und erschütternd zugleich. Natürlich ist es vorhersehbar, dass Joey überlebt und am Ende zu seinem wahren Besitzer zurückfindet, nach ewigem Leiden beiderseits, aber der Hintergrund der Geschichte, nämlich der 1. WK ist grauenhaft genug, als man dem Autor das sehr vorhersehbare Happy End verzeiht. Ich kann abschließend nur sagen - 2 1/2 Stunden mögen für manche lang sein, für mich, war es keine Sekunde zu lange, es ist mir jedenfalls nie so vorgekommen, dennoch habe ich das Ende sehnlichst erwartet, weil ich wusste, dann sind sie beide, Pferd und Reiter in Sicherheit, denn mag dieser Film natürlich fiktiv sein, es haben sich solch ähnliche Szenen bestimmt in Wirklichkeit abgespielt. Denn "Solange der Mensch denkt, dass ein Tier nicht fühlen kann, solange muss das Tier fühlen, dass der Mensch nicht denken kann." Fazit: 100&ige Kaufempfehlung, ich habe ihn jedenfalls schon auf meinem Wunschzettel vermerkt.
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Gefährten [Blu-ray] B007937EV4
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Unglaublich traurig
Ich als große Pferdeliebhaberin und langjährige Reiterin musste mir diesen Film natürlich gleich am ersten Tag im Kino ansehen. Ich hatte vorsorglich Taschentücher mitgenommen, da ich speziell bei Filmen, wo es um Tiere geht sehr nah am Wasser gebaut bin. Alleine die erste Begegnung zwischen dem Jungen (dessen Name mir jetzt entfallen ist) und Joey, dem Pferd, hier noch als Fohlen, hat etwas so bewegendes, das wohl nur Jemand verstehen kann, der die magische Verbindung zu einem Pferd kennt. Schon da flossen die ersten Tränen. Richtig schlimm wurde es für mich allerdings ab da, wo Joey im Krieg ist und man in schockierenster Genauigkeit zusehen muss, für was Pferde im 1. WK missbraucht wurden, als Lastentiere, ohne Rücksicht auf Verluste, man ging wortwörtlich über Leichen. Die Verbindung zwischen Joey und seinem Gefährten, dem Rappen, ist perfekt inszeniert und erlebt seine Krönung in der Szene, als der Rappe vor einem Panzer eingespannt werden soll, Joey aber erkennt, dass dieser zu schwach ist und sich stattdessen anbietet. Die wohl grausamste Szene ist die, in der sich Joey am Schlachtfeld im Stacheldraht verfängt, aber selbst da zeigt sich, dass Menschen in Anbetracht dessen, dass ein unschuldiges Tier leidet, dazu fähig sind, ihr Kriegsbeil zumindest kurzzeitig zu begraben, um dem armen Pferd zu helfen. Allerdings muss ich zu meinem größten Bedauern stark anzweifeln, dass reale Menschen tatsächlich so gehandelt hätten und das Pferd einfach verenden ließen.
Der Film ist in meinen Augen perfekt inszeniert, die Musik unterstreicht jede Szene malerisch und die Story ist einfach nur herzzereißend und erschütternd zugleich. Natürlich ist es vorhersehbar, dass Joey überlebt und am Ende zu seinem wahren Besitzer zurückfindet, nach ewigem Leiden beiderseits, aber der Hintergrund der Geschichte, nämlich der 1. WK ist grauenhaft genug, als man dem Autor das sehr vorhersehbare Happy End verzeiht. Ich kann abschließend nur sagen - 2 1/2 Stunden mögen für manche lang sein, für mich, war es keine Sekunde zu lange, es ist mir jedenfalls nie so vorgekommen, dennoch habe ich das Ende sehnlichst erwartet, weil ich wusste, dann sind sie beide, Pferd und Reiter in Sicherheit, denn mag dieser Film natürlich fiktiv sein, es haben sich solch ähnliche Szenen bestimmt in Wirklichkeit abgespielt. Denn
"Solange der Mensch denkt, dass ein Tier nicht fühlen kann, solange muss das Tier fühlen, dass der Mensch nicht denken kann."
Fazit: 100&ige Kaufempfehlung, ich habe ihn jedenfalls schon auf meinem Wunschzettel vermerkt.
Nathalie "Nathalie W."
28. Februar 2012
- Insgesamt:
5

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Details
Ort: Wien
Top-Rezensenten Rang: 39.098
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