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Lustig, aber nur wenig informativ,
11. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Fettnäpfchenführer USA: Mittendurch und Drumherum (Gebundene Ausgabe)
Kai Blum hat dieses Reisetagebuch von Susanne und Torsten am Flughafen im Müll gefunden und sich entschlossen, es zu veröffentlichen. Die beiden berichten von ihrem Ausflug nach Michigan, man erfährt von ihren Ausflügen und ihren Begegnungen mit den Einheimischen, bei denen sie in jedes Fettnäpfchen zu treten scheinen, das sich vor ihnen auftut. Dies gilt vor allem für Torsten, der sich vehement weigert, sich anzupassen und seine Meinung über die amerikanische Lebensweise und die Politik für sich zu behalten.
Kai Blum stellt am Ende eines jeden Kapitels klar, was die beiden Reisenden falsch gemacht haben. Zusätzlich ist der Text mit vielen Anmerkungen versehen, die den Leser über Internetseiten und örtliche Begebenheiten informieren.
Einige dieser Fauxpas basieren auf mangelnden Sprachkenntnissen, andere kommen durch kulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und den USA zustande. Der Fettnäpfchenführer soll zeigen, wie man es nicht macht.
Zwar erfährt man auch von Stoperfallen in Bezug auf die Polizei, den Straßenverkehr und das Bezahlen in Restaurants und Geschäften - der Hauptgrund für all die Peinlichkeiten liegt allerdings darin begründet, dass Torsten ein unhöflicher Trampel ist. Sein Verhalten würde nicht nur einen Amerikaner brüskieren, sondern auch die meisten Deutschen. Mit kulturellen Unterschieden hat das nicht viel zu tun. Wer gut Englisch spricht und höflich bleibt, wird die meisten Fehler ohnehin vermeiden.
Es erscheint fraglich, ob dieses Tagebuch tatsächlich ohne Veränderungen übernommen wurde, zu offensichtlich sind die Fehler, die die beiden Reisenden machen.
Die vielen Randbemerkungen sind informativ und gut recherchiert, stören jedoch auf die Dauer den Lesefluss. Geographisch bleibt das Buch auf Michigan und Illinois beschränkt.
Zusammenfassend kann man sagen, dass das Buch trotz allem lustig ist und nett zu lesen. Wer allerdings ausführliche Informationen über den American way of life sucht, sollte möglicherweise auf andere Autoren (Sabrina Fox, Heinrich Wefing) zurückgreifen.
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