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Kundenrezension

44 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein letzter Höhepunkt in Ritchies Lebens-Werk, 29. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ritchie Blackmore's Rainbow - Black Masquerade (DVD)
Die DVD von diesem Konzert im Rahmen der WDR-Rockpalast-Reihe kam erst jetzt heraus (24.08.2013), also nahezu 18 Jahre nach Aufzeichnung am 09.10.1995. Vieles hat sich seitdem verändert, in der Rock-Szene allgemein und im Deep Purple-Umfeld im speziellen. Ich hab' sie mir noch schnell vor dem Urlaub angesehen/angehört (es war nur ein Abend Zeit dazu) und muss sagen, dass dieses Konzert ein Juwel ist, vor allem, wenn man es 18 Jahre später und "geläutert" ansieht. Das liegt nicht nur am "Meister" himself, sondern auch an den anderen beteiligten Protagonisten, die allesamt eine Leistung vom Feinsten abliefern.

Das fängt schon mit der Sound- und Bildtechnik der Rockpalast-Crew an, die bekanntermassen ihr Handwerk verstand und eine ganze Reihe hochwertiger Konzerte produziert hat, lange bevor es die heutigen digitalen Möglichkeiten gab. Da können sich die Macher von aktuellen Produktionen eine Scheibe abschneiden, wenn man z.B. an die hektischen "Lady-Gaga-Umschnitte" aus dem 2008er Led Zeppelin-Konzert denkt. Die Kamera bleibt einfach in Grossaufnahme drauf und man kann Ritchie in Ruhe bei seiner "Arbeit" zusehen. Der Sound ist super gut und warm. Ich habe mir die DVD mit reduziertem TV-Ton und parallel über die HiFi-Anlage angehört, weit heruntergeregelt und trotzdem noch laut und mit voller Bandbreite (nichts herausgeregelt); das gibt schon mal maximale Punkte.

Dazu ein dankbares Publikum und eine Setlist quer über das Schaffen von Rainbow und sogar Deep Purple. Hierfür musste vor allem Doogie White in grosse Fussstapfen treten, u.a. von Ronnie J. Dio, Graham Bonnet (nur kurz), Joe Lynn Turner, aber auch Gillan und Coverdale (Hughes übernimmt Bassist Greg Smith als 2. Sänger). Aber das schafft er überzeugend und grossartig, dazu natürlich auch, sich selbst als eigenständige Persönlichkeit einzubringen. Da ich Doogie White schon vorher kannte (Great Brits) und erst kürzlich bei einem Michael Schenker Group Konzert gehört habe, gab es daran auch keinerlei Zweifel. Allein die Performance war dann noch stärker, weil er sich richtig abarbeitet. Die Überraschung an sich war aber Keyboarder Paul Morris, zumindest für mich ein unbeschriebenes Blatt, damals vor seiner Rainbow-Verpflichtung in der Begleitband von Joe Lynn Turner unterwegs. Seine Performance im Zusammenspiel mit Blackmore und auch bei seinem Solo, wo er u.a. Beethoven interpretiert, sind schlicht das (unerwartete) Highlight dieses Auftritts. Chuck Burgi aus alten Rainbow-Zeiten (Bent out of Shape 1983) wurde für die Tournee an der Schiessbude verpflichtet. Auch er kann überzeugen und hat Erfahrung mit der Live-Performance von Beethovens 9. Sinfonie (Difficult to Cure, Live at the Budokan 1984), ist insofern ein alter Rainbow-Hase. Greg Smith liefert neben einer soliden, füllenden Bassarbeit auch einen überzeugenden Job als 2. Sänger ab, wo er z.B. bei Burn den Part von Glenn Hughes übernimmt, und das nicht schlecht. Etwas überzogen hingegen ist die Darstellung der Rolle von Blackmore's Frau Candice Night, die zwar damals noch nicht mit ihm verheiratet war, einige der Songs mitgeschrieben hatte, aber nur einen blassen kurzen Auftritt als Engel Ariel im gleichnamigen Stück hat. Normalerweise schafft man es da nicht auf die Besetzungsliste unter der Rubrik "Vocals", aber da haben wohl die privaten Beziehungen ein bischen mitgeholfen......

Nach dem inzwischen legendären „we must be over the Rainbow, Rainbow, Rainbow“ Intro, gefolgt vom klassischen Opener Spotlight Kid, brennt die Band unter der Leitung des „Chefs“ ein Feuerwerk aus aktuellen und alten Rainbow Songs, oder soll man sagen, Klassikern, ab. Too Late for Tears ist der erste (damals) aktuelle Song von der letzten Rainbow CD „Stranger in us all“, die man damals mit dieser Tour bewarb. Dio’s Long Live Rock ‚n‘ Roll wird anschliessend in epischer Breite dargeboten, unter Einbeziehung des Publikums und einiger Takte aus Deep Purple’s Black Night. Ein erster Anspieltip ist für mich Hunting Humans (aktuelle CD) gefolgt von Wolf to the Moon (aktuelle CD), welches dann in Difficult to Cure (gleichnamiges Album 1981) übergeht, mit Slide-Einsatz von Ritchie; und dieses wiederum wird gefolgt von Paul Morris‘ Keyboard-Solo. Allein dieser Block ist sozusagen schon den Eintritt wert. Die alte Yardbirds Nummer Still I’m Sad, ebenfalls auf der aktuellen Scheibe zu finden (es gibt eine alte Version von 1975), bietet dann Raum für ein hörenswertes, kompaktes Schlagzeug-Solo von Chuck Burgi, bevor es in den alten Rainbow-Klassiker aus Dio’s Zeiten geht: Man on the Silver Mountain, für manche DER Rainbow Song schlechthin. Im Beifall/Übergang in das nächste Stück dann ein Fehler in der DVD oder schlechter Schnitt des Filmmaterials, bevor Temple of the King in einer neuen Version intoniert wird. Das Stück war ursprünglich ebenso wie Man on the Silver Mountain auf der ersten Rainbow-Scheibe 1975 enthalten. Beide Stücke verkörpern das damalige Songwriting von Dio, aus der Welt der Mythen und Ritter, die neue (Doogie White) Version halte ich jedoch für einen Anspieltip. Zwei weitere Titel von der aktuellen CD folgen, Black Masquerade (der titelgebende Song für die DVD) und Ariel, mit dem Kurzauftritt von „Frau Blackmore“, wie oben erwähnt. Nichtsdestotrotz halte ich dieses Stück für einen weiteren starken Anspieltip. Es folgt eine Kurzreferenz an Graham Bonnet, mit Since You’ve Been Gone, um dann in einer starken Version von Deep Purple’s Perfect Strangers zu landen, die ich für einen weiteren Anspieltip halte. An dem folgenden Traditional Greensleeves, nahezu unplugged dargeboten, arbeiten sich heutzutage viele ab, weil der Text in Richtung Alkohol umgeschrieben wurde. Dazu sage ich nur, dass die Zeiten vor 18 Jahren noch anders waren (früher wurde in Firmen Alkohol an Kiosken verkauft) und noch nicht diese von „grünen Gutmenschen“ praktizierte Anklagementalität herrschte.......

Eine Edward Grieg Interpretation von der aktuellen CD (Hall of the Mountain King) und zwei Deep Purple Kracher (Burn und Smoke on the Water), die Ritchie im wesentlichen mit zu verantworten hatte, runden das Konzert schliesslich ab. Warum so etwas, wie übrigens auch viele andere derartige „Werke“, erst 2 Jahrzehnte später erscheint, entzieht sich meiner Kenntnis. Allerdings ist es jetzt natürlich ein schönes Promotion-Stück, um das wieder erwachte Retro-Interesse an alten Rockgrössen zu befriedigen. Ritchie selbst, inzwischen 68 J. und noch 2 Mal Vater geworden, hat ganz klar keine Ambitionen mehr darauf und bleibt uns wohl noch eine Weile mit seinem Blackmore’s Night Getingel erhalten. Mir gefällt es nicht, aber ich habe - selbst Gitarrist - grossen Respekt vor seinem Gesamtlebenswerk und betrachte das hier besprochene Konzert als einen letzten Höhepunkt in seinem rockmusikalischen Schaffen. Daher die volle Punktzahl und 5 Sterne.
Joe, aus dem Urlaub auf den Kanaren.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 15.11.2015 19:16:04 GMT+01:00
ein kunde meint:
Im Großen und Ganzen kann ich dem Kommentator Recht geben; diese DVD ist ein Goldstück- nur daß Blackmore's Night nur 'Getingel' sein soll- das kann ich unmöglich so stehen lassen! Ich war bei drei Konzerten dieser Formation dabei (2005,2008,2012), und wer wirklich die Art des Meisters, wie er Gitarre spielt, liebt, wird auch mit dem 'Mittelalter' klarkommen...man kriegt immer Ritchie Blackmore, mal gut, mal besser, mal haut's einen um. Ritchie eben. Er ist ein Meister der Adaptionen (siehe Grieg's 'Halle des Bergkönigs' u.v.m) und Komponist 'schöner' Songs, unbestritten. Auch sollten sich Kritiker mal 'Ariel' auf der DVD 'Paris Moon' reinziehen und den 'amtlichen' Blues, den Herr Blackmore zelebriert- das sind für mein Dafürhalten großartig interpretierte Stücke!
Ansonsten: 100% tige Kaufempfehlung
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