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Kundenrezension

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für mich (immer noch) der beste unter den neueren Bondfilmen!, 15. November 2012
Rezension bezieht sich auf: James Bond 007 - Goldeneye (DVD)
Rückblickend betrachtet hatte es "GoldenEye" sehr schwer und extrem leicht zugleich.
Fakt ist doch: Nach 6jähriger (!) Bond-Abstinenz (der längsten bislang überhaupt) war es fast logisch, dass eine Schar Neugieriger in die Kinosäle strömen würden, um den "neuen" James Bond zu sehen.
Hinzu kommt noch, dass Mr. Daltons zweiter (und letzter) Auftritt als 007 im ziemlich verunglückten "Lizenz zum Töten" es seinem Nachfolger in gewisser Hinsicht vereinfacht hat, "heller" und "eindrucksvoller" zu glänzen...
So gesehen konnte der damalige "Neuling" Pierce Brosnan eigentlich gar nichts falsch machen.

Dennoch muss ich sagen, dass mir Mr. Brosnan, im Vergleich zu seinen drei anderen Bond-Abenteuern, bei seinem 007-Debüt (nach wie vor) am besten gefallen hat. Vielleicht neigte man einst auch dazu, aufgrund der zuvor schon angesprochenen überlangen Wartepause vieles zu beschönigen. Aber ich denke, dass man aus heutiger Sicht durchaus guten Gewissens von einem gelungenen Bond-Debüt sprechen kann. Ehrlich gesagt könnte ich gegenwärtig auch nicht ernsthaft behaupten, dass mir einer der nachfolgenden Bond-Filme wirklich besser gefallen hätte.

Was in "GoldenEye" auch gut gelungen ist, ist das (gefühlsmäßige) Wiederauflebenlassen des Kalten Krieges. Obwohl sogar im Film selbst davon gesprochen wird, dass es nun (wir sind gerade in den Mittneunzigern) keinen Eisernen Vorhang mehr gebe und Russland auf dem Weg zu einer neuen, aufstrebenden Demokratie sei, erinnert die Atmosphäre dieses Streifens insgesamt doch sehr an eine Spionagestory, wie man sie noch in den 60er, 70er oder 80er-Jahren inszeniert hätte. Und genau das ist für mich der vielleicht entscheidende, größte Pluspunkt des Films. Man bekommt hier tatsächlich einen "echten" James Bond serviert. Ja, mag sein: Der Hauptdarsteller ist ein anderer, ja, Bond empfängt plötzlich von einer weiblichen "M" Befehle (Judi Dench habe ich übrigens in jedem der neueren Bond-Streifen als positive Erscheinung gesehen - bis einschließlich heute, also "Skyfall") - dennoch ist vieles (noch) beim "Alten" geblieben und offengestanden finde ich das in mehrerlei Hinsicht recht gut! Wem sollte man auch etwas beweisen und vor allem: Wem MUSSTE man schon großartig etwas beweisen? Bond war zurück und das reichte anno 1995 schon völlig aus, um für einen neuen Bond-Boom zu sorgen... Man hat der Figur James Bond keine Rundum-Erneuerungskur verschrieben, ihn nicht zum alkoholkranken Waisenjungen abgestempelt, der sadistische Folterszenen, die bis ins Detail gezeigt werden, über sich ergehen lassen muss... Meine Frage an dieser Stelle: Warum hat man seit "Casino Royale" stets das Gefühl, Bond in jedem Film neu definieren zu müssen?? Lasst das doch bleiben Leute! Zugegebenermaßen war Pierce Brosnans 007-Abgang mit "Die On Another Day" mehr als dünn, aber sein Nachfolger hat eine derartige Image-Politur verpasst bekommen, dass man einen Bond-Film mittlerweile kaum noch von einem 0/8/15-Actionfilm unterscheiden kann... Fans werden (so glaube ich) verstehen, worauf ich hinaus will...

"GoldenEye" (um endlich auch wieder darauf zurück zu kommen) ist für mich diesbezüglich auch so ein bisschen der Beweis dafür, dass die Bond-Tradition auch dann weitergeführt werden kann, wenn man nicht ständig irgendwelche neuen "Sensationsgeilheiten" in die Plots miteinbaut - ganz und gar das Gegenteil ist der Fall!

Weitere erfreuliche Pluspunkte sind (wie aber häufig bei Bond-Filmen) die Titelmelodie sowie der Titelvorspann mit sehr ausdrucksstarken Bildern, die wohl als Metapher für den Fall des Sowjetregimes und die Wiederauferstehung eines neuen Russlands verstanden werden können/sollen. (Ganz stark in Erinnerung ist mir dabei folgendes Bild: Eine vorspanntypische "Schattenfrau" demoliert mit einem Vorschlaghammer die Sichel einer Sowjetstatue.)

Für mich ist "GoldenEye" immer noch mein Lieblingsbond mit Pierce Brosnan - vielleicht ist es auch gar nicht sinnvoll, direkte Vergleiche zwischen den einzelnen Bond-Darstellern anzustellen... Irgendwie war's gleichzeitig (leider) auch der letzte "echte" Bond. Lediglich mit Actionszenen und Spezialeffekten hätte man durchaus ein bisschen sparsamer umgehen können. Vermutlich dachte man aber, dass man das dem (teils auch neuen) Publikum in irgendeiner Form "schuldig" sei. Ich finde die Bonds mit Mr. Brosnan generell ein bisschen zu Action-Überladen, wenn ich ehrlich bin. Ist aber (wie immer) wohl auch Geschmackssache!

Die Story von "GoldenEye" samt Bondgirl etc. ist - ohne jetzt dabei noch länger darauf eingehen zu wollen (es gibt bei Bedarf ohnehin schon so viele gelungene Rezensionen hierzu) - alles in allem in Ordnung. Wohl ist dies nicht der beste Bond-Film aller Zeiten, aber er trägt alle für einen Bond typischen Elemente in sich und beweist darüber hinaus, wie Bond "erneuerbar" ist, ohne gleich die gesamte bisherige 007-Tradition so "herunterzumachen".
Versteht das bitte nicht falsch: Ich möchte nicht als allzeitnörgelnder Verfechter der alten Bond-Streifen abgestempelt werden, noch dazu, wo ich ja eigentlich noch ein relativ junger Jahrgang bin.
Dennoch muss ich immer wieder schweren Herzens feststellen, dass z.B. zwischen "Liebesgrüße aus Moskau" und z.B. "Skyfall" (den ich trotzdem für den besten Craig-Bond bislang halte) Welten liegen, die nicht so einfach mit ein paar lieblosen Anspielungen abgetan werden können...

Dabei braucht man gar nicht so weit in der 007-Chronologie zurückzublättern: Eigentlich ist es schon schwer genug bzw. fast unmöglich "GoldenEye" z.B. mit dem aktuellen "Skyfall" zu vergleichen. Ist das überhaupt noch Bond?? Sind das wirklich Rückblenden (also quasi Bonds Werdegang vor "Dr. No") - wie man gerne im Nachhinein behauptet oder sind es "Collagen" oder sind es einfach nur mehr Actionfilme wie viele, viele andere auch, nur mit dem einzigen Unterschied, dass die Hauptfigur darin sich "James Bond" nennen darf?...

Es tut mir leid im Zuge dieser Rezi so weit vom eigentlichen Kern abgedriftet zu sein, aber als jahrelanger Bond-Freund wollte ich auf diesem Wege wohl auch um eine Art Meinungsaustausch ansuchen... Sagt mir, liebe Bond-Fans da draußen, wie steht ihr dazu? Seht ihr manche Dinge ähnlich - oder anders??

"GoldenEye" gehört für mich jedenfalls zur besseren Hälfte des bisherigen Bond-Nachlasses und markiert für meine Begriffe darüber hinaus eine Art Wendepunkt - was teils sicher auch den weltpolitischen Ereignisse geschuldet ist (Ende des Kalten Krieges etc.).
Verglichen mit den Höhepunkten der Connery-Ära (z.B.) kann auch dieses durchwegs gelungene 007-Abenteuer nicht ganz mithalten, gleichzeitig aber ist es a. Brosnans bester Auftritt als Doppelnullagent und b. ein spannender Neustart in eine Neo-Bond-Ära, der vielversprechend zu sein scheint.
Rückblickend - muss ich leider feststellen - hat "GoldenEye" vielleicht etwas ZU VIEL versprochen...

Naja. Warten wir mal ab, was da in Zukunft noch auf uns zukommt...
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