Kundenrezension

25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kein Weltuntergang, 4. Februar 2011
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: World of WarCraft: Cataclysm (Add-on) (Computerspiel)
Wenn man mit World of Warcraft anfangen möchte, gibt es keinen besseren Zeitpunkt als jetzt. Deathwing ist erwacht und hat die alte Welt innerhalb eines Serverneustarts aufgebrochen, angezündet, durchgeschüttelt, überschwemmt und was-auch-immer. Die Welt, wie man sie kannte, ist nicht mehr.

Und das ist auch gut so. Bestanden rund 99,976% aller Quests aus "Töte X" oder "Sammle Y", hat es Blizzard nun geschafft einen Großteil dieser Quests durch abwechslungsreichere und besser durchgestaltete Aufträge auszutauschen. Dadurch ist das Leveln in den niedrigeren Gebieten weitaus spaßiger und übersichtlicher.
Denn nur selten fand man in Alt-Azeroth einen roten Faden durch die Gebiete, sondern sah sich eher einer Streubombe an Aufträgen gegenübergestellt.

Doch neben einer größtenteils neuen Welt bietet Cataclysm auch noch zwei neue Völker: Für die Horde die Goblins und für die Allianz die Worgen. Wer also schon immer als Troll oder Ork neidisch auf die Gnome blickte, kann sich nun selbst einen recht risikofreudigen grünen Gnom erstellen (Nur echt mit Elfenohren). Auf der anderen Seite darf die Allianz nun erfahren, wie ein Nachtelf ohne konstanter Rasur aussehen würde, der außerhalb des Kampfes in das deutlich langweiligere Äußere eines Menschen schlüpfen darf.
Letztere (also die Worgen) dürfen sich ab Level 20 über eine kostenlose Reisegestalt erfreuen, wodurch sie auf allen Vieren durch die Gegend streifen. Bei der Animation der männlichen Worgen schien den Blizzard Programmierern aber zuviel "Pepé le Pew" über die Flimmerkiste geflimmert zu sein, denn das Rumgehopsel hat eine leichte Ähnlichkeit zu Pepes Jagd auf das schwarze Kätzchen (Cartoonfans wissen, was ich meine).

Nichts desto trotz bieten auch die zwei Neuzugänge schöne Startgebiete.

Ein weiteres Highlight sind die vielen vertonten Events, auf die man als Spieler auf seinem Weg zu Level 58 (und damit den schnellst möglichen Weg durch die Gebiete von Burning Crusade und Wrath of the Lichking, wobei man möglichst nicht auf die Zeitparadoxa achtet) hin und wieder erleben darf. Besonders häufig darf man diese jedoch auf dem englischen Client betrachten. Auf dem deutschen Client hingegen fehlen hin und wieder die gesprochenen Dialogzeilen, wodurch man bei fehlender Aufmerksamkeit doch mal an dem Geisteszustand der Fraktionschefs zweifeln wird. Desweiteren jagen hier und da vereinzelt "leichte" Übersetzungsfehler den Spieler, was man wohl nach einer Betaphase von nur sechs Monaten verkraften darf. "Leichte" Übersetzungsfehler soweit, dass teilweise die kompletten Angaben zu Auftragsgegner, Auftragsgegenstände und schließlich Auftragsende fehlen. Was würde man nur ohne die internationale Community tun - wahrscheinlich die Quest einfach abbrechen.

Desweiteren zog Blizzard die Spendierhosen an und legte auf all dem noch den neuen Nebenberuf "Archäologie" oben drauf. Spannend wäre dieser Beruf, wenn man sich an den Indiana Jones Filmen orientieren würde hierbei. Langweilig ist es dadurch, dass dies nur ein weiterer repetitiver Sammelberuf ist. Immerhin - im Gegensatz zu den "wichtigen" Sammelberufen - sind hierbei die Vorkommen der notwendigen Teile charaktergebunden. Soll heißen: Man kann es alleine in Ruhe farmen, ohne dass irgend ein Druide oder Paladin herfliegt und es einem wegschnappt (Wer das Szenario nervig findet, sollte sich in World of Warcraft daran gewöhnen. Denn es geschieht DAUERND). Trotz der Ankündigung Blizzards, dieser Beruf wäre total optional, finden sich hierdurch derzeit mitunter die stärksten Ausrüstungsteile im Spiel (Standpunkt: Patch 4.0.3).

Weiterhin erweiterte Blizzard, noch immer spendierhosentragend, die neue-alte Welt um die Möglichkeit es per Flugreittier zu erkunden und einen maximalen Stufenanstieg um weitere FÜNF Stufen.
Ich füge hier schon ein kleines Zwischenfazit ein, denn ich möchte möglichen Interessenten nicht den kompletten Spaß vorweg verderben:

Wer nun mit World of Warcraft einsteigen mag, sei am besten bedient sich allein das Hauptprogramm anzuschaffen. Die neue-alte Welt ist schön durchstrukturiert, hier und da grafisch aufpoliert und die neuen Quests im Bereich 1-60 machen erfreulich viel Spaß. Zudem findet man hin und wieder auch deutlich abwechslungsreiche Aufgaben. Wobei hier eine Warnung auszusprechen sei: Der Archäologie-Beruf ist wirklich teil des Cataclysm-Contents und nicht eine geschenkte Beigabe.

Für alle, die sich das auch für den Contentbereich 80+ wünschen Gratuliere! Hier ist ihr Zonk! Viel Glück beim nächsten Mal!

Man könnte fast meinen, den Designern ging die Zeit oder die Lust gegen Ende flöten, denn schlimmer als die Quests in Ur-WoW sind die Quests in Cataclysm. Die Aufgaben sind nicht nur äußerst, äußerst, ÄUSSERST repetitiv, sondern dazu auch häufig äußerst frustrierend, wenn mal wieder ein Event hängt oder sich ein Questgeber kurzerhand verabschiedet. Wer hofft, diese Bugs seien selten - Nein. Man hat fast die Meinung, dass ordentlich funktionierende Aufgaben und Events weitaus seltener sind. Und ich weis nicht genau, wie abwechslungsreich die Quests wirklich waren, aber mehr als 20 Quests, die nicht lauteten "Geh da hin" "Töte dies" "Sammle das", waren es sicherlich nicht.

Dies alles wäre jedoch verzeihbar, wenn Blizzard wenigstens an einen passenden Inhalt für Stufe 85+ gedacht hat. - - - Oder?

Kurz gesagt: Weder die Anzahl an neuen Dungeons (7? 8?) ist äußerst berauschend, noch die höchst abwechslungsreichen Bosskämpfe sind es, welche meist eine Kombination aus "Unterbreche", "Geh aus dem Zeug aus dem Boden raus" oder "Erledige die Handlanger" bestehen. Und ja, WotLk hatte da teilweise in einer Instanz alleine abwechslungsreichere Kämpfe als Brüderchen Cataclysm.
Dazu kommt das von Blizzard überaus verkorkste Balancing der Klassen. Denn das ging von dem Gemecker der Spieler aus "Heroische Instanzen sind gegen Ende von WotLk zu einfach". Also schraubte Blizzard gewaltig an den Werten. Vergessen war jedoch, dass die Leute gegen Ende von WotLk meist eine Ausrüstung im Format "Mit einem Nieser lösche ich aus Versehen zwanzig gefährdete Arten aus" besaßen. Wenn man also heute Leute hört, die der Meinung sind, dass die Schwierigkeit der heroische Instanzen für jede Klasse machbar wäre, sind einem Heiler oder einem "Tank" nur dann nahe, wenn sie von den jeweiligen nach dem Kampf vom Boden aufgekratzt wurden, da sie ihre Rolle als Schadensklasse nicht beherrschten. Denn viele Instanzen sind entweder äußerst schwierig oder gar unmöglich, wenn man nicht mit der perfekten Gruppe diese betritt. Durch den "Dungeon Finder" ist das jedoch ein Ding der Unmöglichkeit. Desweiteren stiegen eingehender Schaden und Magiekosten der Heilzauber absurd, während der geheilte Wert weitestgehend linear blieb. Und ja - Blizzard ist zufrieden mit dem Ergebnis.
Wirklich unzufrieden kann man selbst jedoch nur mit dem Inhalt des Spiels sein. Denn der Großteil des Inhalts (Gebiet 1-60) ist nicht wirklich Inhalt des Addons, sondern eine Überarbeitung des Uralt-Inhalts. Natürlich ist das irgendwo eine noble Geste, jedoch beschränkt das den Inhalt des Addons auf ein Minimum:

- 5 neue Charakterstufen

- 2 neue Völker

- 1 neuer Beruf

- Fliegen in der neuen-alten Welt

- Die sechs neuen Gebiete für 80+

- Bugs, Bugs, Balancingprobleme und mehr Bugs, denn, hey, soviel es davon gibt, da kann es nur ein Feature sein!

Wenn man 1+1 zusammenzählen kann, und auch die jeweilige Bewertung sieht, wird man schnell feststellen, dass ich kein wirklich großer Fan von World of Warcraft Cataclysm bin. Alles, was ich hier aufgeschrieben habe, ist wirklich nur ein Bruchteil dessen, was in diesem Spiel falsch oder richtig läuft. Zugegeben, ich habe den "Raidcontent" nicht angefasst, aber wirklich, darauf habe ich auch nicht sonderlich Lust. Da ich aber in nächster Zeit kein Buch zu World of Warcraft plane, schließe ich meine Rezension mit einem abschließenden Fazit ab:

Wer genauer hinblickt wird schnell erkennen, dass Blizzards Spendierhosen keine Spendierhosen sind, sondern die üblichen Hosen, wie sie jeder Vertreter von Activision-Blizzard trägt. Und auch die Geschenke sind auf dem zweiten Blick nicht mehr so toll, denn darin befindet sich ein Zettelchen mit der Aufschrift " Bitte Geld einwerfen".
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