Kundenrezension

11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mögen Sie unvollständige Krimiauflösungen und Cliffhanger?, 23. Juni 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Schwarzer Mond über Soho: Roman (Taschenbuch)
Dann sind Sie hier richtig. Zwar hat auch der erste Teil (Die Flüsse von London: Roman) dieser neuen magischen Krimiserien um den Londoner Detective Chief Inspector Thomas Nightingale und seinen frischgebackenen Assistenten Peter Grant ein paar Andeutungen gemacht, aus denen man auf das spätere Geschehen schließen konnte, aber immerhin wurden die zwei Haupt-Handlungsstränge (Auflösung der Mordserie und Revierstreitigkeiten der Flussgötter) klar und deutlich gelöst. Das ändert sich nun leider in diesem Folgeband. Um meine Meinung zu begründen werde ich das eine oder andere aus der Handlung erzählen. Wer also nicht zuviel wissen will, sollte diese Rezension besser NICHT lesen.

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S P O I L E R W A R N U N G
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Die Geschichte beginnt da, wo der Vorgängerband FLÜSSE IN LONDON (Englisch: Rivers of London; Amerikanisch: Midnight Riot) aufgehört hat. Dr. Abdul Haqq Walid, der in Zauberdingen erfahrene Arzt, hat diesmal jedoch eine etwas umfangreichere Rolle. Kein Wunder, sind doch Leslie, Peters fleißige Kollegin und Freundin, und sein Chef und Zaubermeister, der Detektive Chef Inspektor Thomas Nightingale, zunächst ausser Gefecht gesetzt. Beide leiden unter den Nachwirkungen der Zaubereien im ersten Band. Auch die bleichgesichtige Haushälterin, Molly, tritt kaum in Erscheinung. Immerhin erfährt man aber das eine oder andere aus ihrer Vergangenheit.

Todesfall Nr. 1 in diesem Band ist ein Musiker, der in einem Musikclub zusammen gebrochen ist. Oberflächlich schaut alles nach einem natürlichen Tod aus. Der Mann war ein Trinker mit Leberproblemen. Allerdings durchaus fit. Jedoch mit vergrößertem Herzen. Was Dr. Walids Aufmerksamkeit geweckt hatte, war jedoch das Vestigium, jener flüchtige Rückstand, an dem man die magischen Mächte erkennen kann. Klar und deutlich Musik! Jazz! Wie gut, dass Peters Dad Jazz-Musiker ist. Eigentlich also ein interessanter Beginn. Und es hat sich zunächst auch spannend angelassen. Man erfährt mehr von Peters Familie. Sogar sehr viel mehr! Denn es gibt da durchaus interessante Zusammenhänge.

Und natürlich gibt es auch noch weitere Handlungsstränge. Erinnern Sie sich an den Mann, der im ersten Band sein wertestes Teil verloren hat? Eine mit bisskräftiger Vagina ausgestattete Dame war daran schuld. Nun, in Teil 2 der Serie stirbt ein anderes, ähnlich mitgenommenes Opfer. Und das Vestigium? Kaum wahrnehmbar und doch, Peter findet es: Portwein, der Geruch von Kerzen und noch ein paar andere Dinge.

Kurz und gut: Peter ist fleissig am Recherchieren und Spuren verfolgen. Damit nicht genug, er bandelt auch noch mit einer Dame an, die mit Opfer Nr. 1 befreundet war. Wenn Leslie das wüsste ... Es geht jedenfalls drunter und drüber in diesem zweiten Teil und je weiter die Handlung fortschreitet, desto abenteuerlicher werden die Entdeckungen. Ben Aaronovitch hat sich wieder einmal jede Menge einfallen lassen. Soweit so gut.

ABER!

Der Schluss hat mich dann doch enttäuscht (UND ACHTUNG JETZT WIRD WIRKLICH GESPOILERT!!). Ein grandioser Showdown über den Dächern von London führt DIE Täter aus dem einen Handlungsstrang mit DEM Täter aus dem anderen Handlungsstrang zusammen. Das war es dann aber auch. Nachvollziehbare Erklärungen in Sachen "Jazztäter" erhält man leider nicht. Einst vor langer Zeit waren es nämlich ganz normale Menschen. Was genau sie in diese Kreaturen verwandelt hat, wird nur oberflächlich tangiert. Immerhin, sie kennen den ultimativen Bösewicht, der für Handlungsstrang Nr. 2 verantwortlich ist. ABER! Kein Name und schon gar kein Gesicht. Wusch, ist dieser Bösewicht entfleucht und man darf getrost davon ausgehen, dass er in späteren Folgen wieder auftritt.

Kurz und gut:

Ein völlig unbefriedigendes Ende!
Und als wäre das noch nicht genug, hat Ben Aaronovitch mit dem letzten Satz noch einen finalen Cliffhanger oben drauf gesetzt.

War da noch was?

Ach ja, die Götter ... Beverly Brooks hat zwar keine solch umfangreiche Rolle wie im ersten Teil, dafür taucht ein Filius von Papa Themse auf. Und natürlich ist Lady Ty, Mama Themse's Lieblingstochter, wieder mit von der Partie.

Mein Fazit:
Eine Lese-Empfehlung nur an all diejenigen, die auch mit halbaufgeklärten Handlungssträngen glücklich sind.

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Der Vollständigkeit halber: Gelesen und gekauft habe ich mir die englische Ausgabe dieses Buches -> Moon Over Soho. Da mich der erste Teil der Serie begeistert hat, mochte ich nicht so lange warten bis auch Teil 2 in meiner Muttersprache vorliegt.
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