Kundenrezension

23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das neue CX-Format: klein aber fein, 18. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nikon 1 V1 Systemkamera (10 Megapixel, 7,5 cm (3 Zoll) Display) schwarz inkl 1 NIKKOR VR 10-30 mm Objektiv (Elektronik)
Zu den technischen Eigenheiten, der im Detail noch etwas verbesserungswürdigen Bedienbarkeit und der sehr guten Verarbeitung und Wertigkeit der Kamera (abgesehen vielleicht von der Kunststoffrückseite) ist alles Wissenswerte geschrieben worden. Die anfänglich kritischen, um nicht zu sagen negativen, Bewertungen hatten mit falschen Erwartungen zu tun, denen der ehemals hohe Preis noch Vorschub geleistet haben dürfte.

Es führt aber nicht weit, die V1 mit mFT oder APS-C DSLRs zu vergleichen und dann den kleineren Sensor zu beklagen, oder sie als aufgebohrte Kompaktkamera zu betrachten und dann Gewicht und Volumen zu bemängeln, oder ihr Format richtigerweise als neue eigenständige Zwischengröße zu sehen, dem dann aber einen weder-Fisch-noch-Fleisch-Charakter vorzuhalten. Ein neues sinnvolles Format muss sich nicht an bestehenden orientieren oder messen lassen, es muß einen seinen Stärken und Schwächen gemäßen eigenen Interessentenkreis aufbauen. Was seine Zeit dauern mag, besonders wenn eine gute Objektivpalette anfangs noch fehlt und sie nicht immer folgerichtig ausgebaut wird...

Doch das scheint sich allmählich zu ändern, je mehr Nikon den Systemausbau vorantreibt und das CX-Format sich etablieren kann; aus guten Gründen. Denn ein ambitionierter Amateur, der technischen Overkill scheut, und lieber schnell und einfach zu guten, aber selbstbestimmt gestalteten Aufnahmen kommen möchte, ist mit der neuen Relation dieses Kamerasystems zwischen Bildqualität, Kompaktheit, Schnelligkeit, Wertigkeit und Flexibilität, die ihresgleichen sucht, bestens bedient.

Wozu Vollformat, APS-C, oder mFT, die alle wesentlich mehr technische Resourcen verlangen, wenn man als Systemkamera-Neueinsteiger im Grunde gar keine Profiambitionen hat, sondern einfach nur privat sehr gute Bilder gestalten möchte? Man kann dem Format für diesen Anwenderkreis nur weite Verbreitung wünschen und jedem, den zu Anfang technischer Overkill beeindruckt, wie ihn die Fachzeitschriften gerne schüren, eine kritische Rückbesinnung auf seine tatsächlichen Bedürfnisse und den nötigen Aufwand empfehlen. Nikon macht dazu ein erstklassiges Angebot.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 18.02.2013 15:45:50 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 18.02.2013 15:47:48 GMT+01:00
Hallo antillenriff,
die Nikon 1 V1 mit dem Kitobjektiv 10-30mm konnte ich kurzzeitig mit meiner Sony NEX-5N und dem Kitobjektiv 18-55mm vergleichen.
Fazit: die Nikon ist der NEX unterlegen. Im Hinblick auf den derzeitigen Preis von etwa 280 ¤ ist jedoch ein Kauf empfehlenswert. Dabei sollten etwa 150 ¤ für das Blitzgerät SB-N5 hinzu gerechnet werden, wenn man nicht nur bei hellem Licht fotografiert. Insofern sollte der Interessent bereit sein, etwa 430 ¤ auszugeben. Die anfängliche Preisgestaltung von mehr als 850 ¤ zuzüglich Blitz 150 ¤, insgesamt also etwa 1.000 ¤, lag mehr als 300 ¤ über dem ehemaligen UVP meiner NEX-5N. Bei einer Systemkamera habe ich persönlich noch nie einen derartigen Preisrutsch festgestellt wie bei der V1. Grob gesagt kostet diese zurzeit nur noch ein Drittel des UVP. Und nun ist sie ohne Blitzgerät wirklich ein Schnäppchen! Bei diesem Preis würde ich sie 99% der Kompaktkameras mit den noch kleineren Sensoren vorziehen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.02.2013 21:45:03 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.02.2013 03:23:43 GMT+01:00
antillenriff meint:
Hallo Herr Lebrenz,

es ist ja physikalisch sonnenklar, dass ein dreimal größeres Sensorformat mehr Bildqualität (Auflösung, Lichtempfindlichkeit) bringt wie sie sagen - nur, braucht man die wirklich? Selbstverständlich hat ein Wagen mit 360PS in aller Regel (wenn er nicht zu schwer ist) bessere Fahrleistungen als einer mit 120 - nur, braucht man die im Alltag? Ich frage mich deshalb, was in Amateurkreisen hinter diesen beliebten Leistungsvergleichen mit Geräten höherer Kategorien steckt - der heimliche Wunsch, irgendein Hersteller könnte womöglich die Physik überlistet haben?

Wenn man schon verschiedene Kategorien vergleicht, sollte man m.E. die Kehrseiten mancher "Mehrleistungen" nicht übersehen, denn nichts ist umsonst: bei PS-starken Pkws bezahlen sie sie z.B. mit höherem Verbrauch und allgemein höheren Kosten und mehr Verschleiß (z.B. Reifen), beim mFT oder APS-C-Format z.B. mit mehr Speicherplatz, längerer Bildprozessierung, höheren Computerresourcen, größerem Strombedarf, schwereren, teuereren und manchmal auch weniger handlichen Geräten usw. Und wenn sie konkret im Vergleich zur NEX 5N die Kosten ansprechen, dann darf man nicht ausblenden, dass die NEX ebenso wenig einen Blitz eingebaut hat wie einen elektronischen Sucher, für die sie beide seinerzeit noch mal gut 500 Euro dazurechnen durften...

Man sollte auch nicht vergessen, dass der rein technische Aufwand zur Herstellung der Geräte bei einem kleineren Format eigentlich nicht geringer ist und deshalb die Herstellungskosten nicht proportional zur Formatgröße sinken, sondern annähernd gleichbleiben: denn die Verarbeitungsprozesse für kleinere Linsen oder kleinere Sensoren sind genauso aufwendig und teuer wie für größere, wohingegen der geringere Materialeinsatz kostenmäßig nicht ins Gewicht fällt. Sprich, eine kleine Kamera wird in der Fertigung nicht günstiger als eine deutlich größere mit vergleichbarer Ausstattung. (Ähnlich wie bei Kleidungsstücken, wo der Preis auch kaum von ihrer Größe abhängt). Konkret dürfte die V1 mit Sicherheit deutlich teurer herzustellen sein als die Nex 5N ohne Sucher.

Aber weil der Markt, sprich die überhöhten Erwartungen der Käufer, einen dem tatsächlichen Fertigungsaufwand angemessenen Preis nicht hergab, (ich bin sicher, die 870Euro waren kein Wucher!) wird die Überproduktion der V1 zur Zeit "verschenkt", um den Schaden zu begrenzen. Man hat bei Nikon offenbar die pauschale Mehr-ist-immer-besser-Denkweise der breiten Kundschaft unterschätzt, die nicht bereit ist, für eine sehr hochwertig gebaute Kamera mit vorteilhaft kleinerem Sensor einen höheren Preis zu zahlen als für eine weniger hochwertige mit allerdings großem Sensor.

Natürlich kann und will das kleinere CX-Format dem größeren APS-C physikalisch nicht den Rang ablaufen und es wird immer Anwendungsfälle geben, in denen die Mehrleistung größerer Kaliber auch wirklich nötig ist. Aber Hand aufs Herz, in den allermeisten Fällen überschätzt man als Privatanwender nach meiner Erfahrung den eigenen tatsächlichen Bedarf - und zwar sehr deutlich. (Und mit Überschätzung der Bedürfnisse wird überall gespielt, wo es ums Geldverdienen geht, egal ob Handel, Industrie, Versicherungen und Finanzen oder Gesundheitssystem usw.)

Ich denke, so manchem Anwender und Neueinsteiger, der sich an Zeitschriften oder Internetforen orientiert, in denen beim Hin-und Hervergleichen unwillkürlich oft zu mehr Leistung und "Feature-itis" geraten wird, könnte es ähnlich gehen - man lässt sich von vermeintlich hohen eigenen Ansprüchen verführen - und dann bleibt der größere teure Apparat am Ende doch seltener genutzt als gedacht, weil er z.B. schwerer, voluminöser, unhandlicher und angesichts vieler nur vermeintlich nötiger Funktionen unübersichtlicher und langsamer zu bedienen ist.

Ich halte das Nikon-1 System mit seinem CX-Format dagegen für einen wirklich gelungenen Kompromiß für Privatanwender - ein System das man gerne nutzt, weil es sich leicht bedienen lässt und man es ohne viel Aufwand fast immer dabei haben kann. Speziell die V1 mit ihrem fabelhaften elektronischen Sucher macht mir fotografisch großen Spass, und viele alte KB-Objektive zeigen in ihrer Bildmitte dank Crop 2,7x im CX-Format flächendeckend (z.B. als lichtstarke Teles oder Makro) eine verblüffende Bildleistung. Was will ich mehr, wenn auch weniger für mich mehr sein kann. Small is beautiful!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.02.2013 16:44:50 GMT+01:00
Hallo antillenriff,
vielen Dank für Ihre ausführliche Darstellung. Im Grunde stimme ich Ihnen zu, von Kleinigkeiten abgesehen, die jedoch nicht ins Gewicht fallen.
Falls Sie an einem Vergleich der Systemkameras V1 und 5N interessiert sind, kann ich Ihnen eine meines Erachtens seriöse Webseite empfehlen: www.dpreview.com. Dort kann man sehr gut die qualitativen Unterschiede bezüglich der Bildqualität feststellen. Das gilt natürlich für alle dort getesteten Kameras und Objektive. Bei anderen Tests bin ich eher skeptisch wegen der Eigeninteressen (Werbeanzeigen).
Abschließend möchte ich bekräftigen, dass die V1 eine gute Kamera ist und zu diesem Schnäppchenpreis konkurrenzlos. Ob die ursprüngliche Preispolitik von Nikon für Kunden nützlich oder eher schädlich ist, sollte jeder Kunde für sich entscheiden. Denn mit dem Schnäppchenpreis geht schließlich ein rasanter Wertverlust der gebrauchten Kameras einher. Derzeitige Käufer können sich freuen; alle anderen könnten sich unter Umständen "schwarz ärgern." Ebenso kann man sehen, dass die Qualität eines Produkts nicht unbedingt vom Preis abhängig ist. Denn die V1 für ursprünglich 869 ¤ war nicht besser als die heute für 280 ¤.
Weiterhin gute Bilder mit Ihrer V1 wünscht Ihnen
Holger Lebrenz

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.02.2013 03:59:38 GMT+01:00
Dimce meint:
Der jetzige Abverkaufspreis ist in der Tat gut oder soll man eher sagen ein schlechtes Zeichen? Ich halte das Nikon CX System immer noch für eine Reihe die wirklich keiner braucht.
Man sieht es aktuell wieder am Nachfolger, für den Preis bekommt man nunmal deutlich mehr bei anderen Herstellern, ob man es nun braucht oder nicht. Ausstattungswünsche können sich ändern und gehen meist nach oben, da will der Kauf jeweils gut überlegt sein.
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