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Halbfertiger Racer, 28. September 2012
= Spaßfaktor:
Rezension bezieht sich auf: Nail'd (Videospiel)
Off-Road Rennspiele erfreuen sich schon länger großer Beliebtheit, nicht umsonst wurden “Colin McRae DiRT”, “Motor Storm” oder “Pure” echte Verkaufsschlager. Mit “nail’d” aus dem Hause Deep Silver steht aktuell ein weiterer Titel in den Händlerregalen, mit dem ihr die Pixellandschaften umpflügen könnt. Schafft es “nail’d” zum Überraschungshit zu werden und sich neben der Konkurrenz zu etablieren oder sieht es dagegen eher alt aus? Hier erfahrt ihr es! Überschaubares Menü Wie für Racing Games so üblich, findet ihr auch in “nail’d” den Karrieremodus vor. Außerdem könnt ihr an Zeitfahrten oder dem Online Multiplayer-Modus teilnehmen, Splitscreen gibt es leider keinen. Eine Story hat die Karriere nicht, aber das ist ja auch nicht unbedingt notwendig. Ihr designt euren Fahrer bzw. Fahrerin sowie das Gefährt nach euren Vorstellungen. Neben Quads können auch Cross-Bikes ausgewählt werden. Zu Beginn sind schon einige Outfits und Fahrzeugteile vorhanden, sodass man sich ein wenig austoben kann, doch es warten auch noch viele weitere darauf, freigespielt zu werden. Das Prinzip des Karrieremodus ist recht simpel gehalten. Angefangen wird in der niedrigsten Klasse, nach und nach stehen dann neue Events zur Verfügung, bis ihr im finalen Race antreten dürft. Um so weit zu kommen muss zuvor jedes Rennen mit Platz eins beendet werden, es macht also keinen Unterschied, ob man als zweiter oder letzter im Ziel ankommt. Das lässt zwar einige Frustmomente erahnen, doch dem ist nicht so. Grund: der Schwierigkeitsgrad. Dieser ist extrem niedrig und kann auch nicht manuell reguliert werden. Das fängt schon da an, dass sich die K.I. der anderen Fahrer im Laufe des Spiels, sprich in den höheren Ligen, nicht sonderlich verbessert, sondern im Großen und Ganzen ein Niveau hält. Bleiben sie doch mal hartnäckig auf den vorderen Positionen, wird einfach der Boost betätigt und die Konkurrenz sieht euch nur noch von hinten. Auch das Handling der Quads und Bikes stellt einen vor keine echten Probleme. Generell ist dies natürlich als positiv zu werten, doch “nail’d” macht es euch so einfach, dass ihr vom Start bis zur Ziellinie mit Vollgas durchheizen könnt, ohne euer Talent für Rennspiele sonderlich zu beanspruchen. Mit Highspeed durch Land und Luft Glücklicherweise lässt sich daraus noch ein kleiner Vorteil ziehen. Das Spiel lebt in erster Linie von seinen krassen Strecken und der hohen Geschwindigkeit, die durch dauerhaftes Rasen erst möglich wird. Mit den Fahrzeugen, die die gefühlte Beschleunigung eines Düsenjets haben, geht es über Stock und Stein, durch Matsch und Gewässer und verdammt oft auch durch die Luft. Alle paar Sekunden warten riesige Sprungschanzen darauf, euch hunderte Meter in die Höhe zu katapultieren. Auch hier darf man nicht vergessen zu steuern, denn nur all zu schnell klatschen die Quads und Bikes an Felswände und zerschellen. Zwar ist das Rennen dann nicht vorbei, doch eine gewisse Respawn-Zeit kostet wertvolle Sekunden. Das mag anfangs noch sehr nervig sein, weil es recht häufig vorkommt, wurde die Steuerung jedoch erst einmal verinnerlicht, umkurvt man schon bald lässig jedes Hindernis. Dieses Element ist so ziemlich das einzige, das ein wenig Schwierigkeit in “nail’d” hinein bringt. Und auch wenn die Ausgewogenheit nicht stimmt – so touchiert ihr teilweise hauchzart einen Felsen und zerberstet sofort oder knallt mit voller Wucht gegen ein Windmühlenrotorblatt und es passiert nichts – so muss man doch festhalten, dass das Game ohne dieses Schadensmodell deutlich langweiliger wäre. Tricks könnt ihr während der Sprünge leider keine ausführen, lediglich gekonnte Landungen auf den Rädern oder Konkurrenten verhelfen eurer Boost-Anzeige schneller gefüllt zu werden. Den Boost könnt ihr dann dazu verwenden, eure Gegner zu rammen, oder einfach an ihnen vorbeizuziehen. Ein bisschen mehr Action in dieser Hinsicht hätte sicher nicht geschadet, vor allem würde der Multiplayer-Modus dann noch mehr Spaß machen. Wie eingangs bereits erwähnt ist “nail’d” ein weiteres Rennspiel, das es euch nicht gönnen will, gemeinsam mit einem Freund auf dem Sofa zu zocken. Online ist dies möglich, allerdings nutzen momentan nur sehr wenige dieses Feature, sodass man schon sehr viel Glück haben muss, um genügend Gleichgesinnte zu finden. Super Strecken, altbackene Grafik, krachender Soundtrack Der wohl größte Lichtblick von “nail’d” sind die 14 wirklich coolen Strecken. Die Landschaften, die sich im Yosemite Nationalpark, Griechenland, den Anden oder der Wüste Arizonas befinden, sind liebevoll und detailreich gestaltet, sodass man wirklich Spaß beim Durchfahren hat. Besonders Abwechslung wurde im Design groß geschrieben. So heizt ihr Steigungen hinauf und wieder hinab, die fast senkrecht sind, mal fährt man inmitten eines Flussbetts oder auf einem Zug. Außerdem hält jeder Kurs alternative Wege parat, sodass keine Langeweile aufkommt. Die Gestaltung ist also wirklich erste Sahne, doch die Technik dahinter bedauerlicherweise nicht mehr zeitgemäß. So sehen brennende Bäume so aus, wie in Games von vor zehn Jahren, bei näherem Betrachten wirkt die Natur ein wenig eckig und besonders die Jubel-Animation des Fahrers im Ziel kommt steif und unrealistisch rüber. Insgesamt ist dies jedoch ein recht kleines Manko, denn der Spielspaß wird davon nicht beeinträchtigt. Kleiner Pluspunkt am Rande: ab und an spritzt Matsch oder Wasser auf die Kameralinse und läuft dann den Bildschirm hinunter – sehr cool! Eine echte Wucht ist der rockige Soundtrack, bei dem Bands wie Slipknot, Rise Against, Queens of the Stone Age oder die Backyard Babies für die passende Untermalung der Rennen verantwortlich sind. Dafür wurde zwar an den Fahrzeuggeräuschen gespart, denn alle Vehikel hören sich an wie kleine Mopeds, doch davon bekommt man wegen der Musik eh nicht viel mit. Fazit Aufgrund der tollen Strecken und dem Adrenalinrausch während der Highspeed-Races hätte “nail’d” wirklich viel Potential gehabt, doch man muss es leider ehrlich auf den Punkt bringen: das Game ist zu einfach und motiviert nicht besonders lange, sondern wird schon nach wenigen Stunden eintönig. Mit einem Splitscreen-Modus hätte man dem entgegenwirken können, doch der fehlt. Wer “Pure” mochte oder einfach gern schnell nur die Natur rast, macht mit “nail’d” nicht viel falsch, wer jedoch ein anspruchsvolles Racing-Game sucht, sollte sich lieber nach Alternativen umsehen.
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Nail'd B003YQDBRQ
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Off-Road Rennspiele erfreuen sich schon länger großer Beliebtheit, nicht umsonst wurden Colin McRae DiRT, Motor Storm oder Pure echte Verkaufsschlager. Mit naild aus dem Hause Deep Silver steht aktuell ein weiterer Titel in den Händlerregalen, mit dem ihr die Pixellandschaften umpflügen könnt. Schafft es naild zum Überraschungshit zu werden und sich neben der Konkurrenz zu etablieren oder sieht es dagegen eher alt aus? Hier erfahrt ihr es!
Überschaubares Menü
Wie für Racing Games so üblich, findet ihr auch in naild den Karrieremodus vor. Außerdem könnt ihr an Zeitfahrten oder dem Online Multiplayer-Modus teilnehmen, Splitscreen gibt es leider keinen. Eine Story hat die Karriere nicht, aber das ist ja auch nicht unbedingt notwendig. Ihr designt euren Fahrer bzw. Fahrerin sowie das Gefährt nach euren Vorstellungen. Neben Quads können auch Cross-Bikes ausgewählt werden. Zu Beginn sind schon einige Outfits und Fahrzeugteile vorhanden, sodass man sich ein wenig austoben kann, doch es warten auch noch viele weitere darauf, freigespielt zu werden.
Das Prinzip des Karrieremodus ist recht simpel gehalten. Angefangen wird in der niedrigsten Klasse, nach und nach stehen dann neue Events zur Verfügung, bis ihr im finalen Race antreten dürft. Um so weit zu kommen muss zuvor jedes Rennen mit Platz eins beendet werden, es macht also keinen Unterschied, ob man als zweiter oder letzter im Ziel ankommt. Das lässt zwar einige Frustmomente erahnen, doch dem ist nicht so. Grund: der Schwierigkeitsgrad. Dieser ist extrem niedrig und kann auch nicht manuell reguliert werden. Das fängt schon da an, dass sich die K.I. der anderen Fahrer im Laufe des Spiels, sprich in den höheren Ligen, nicht sonderlich verbessert, sondern im Großen und Ganzen ein Niveau hält. Bleiben sie doch mal hartnäckig auf den vorderen Positionen, wird einfach der Boost betätigt und die Konkurrenz sieht euch nur noch von hinten. Auch das Handling der Quads und Bikes stellt einen vor keine echten Probleme. Generell ist dies natürlich als positiv zu werten, doch naild macht es euch so einfach, dass ihr vom Start bis zur Ziellinie mit Vollgas durchheizen könnt, ohne euer Talent für Rennspiele sonderlich zu beanspruchen.
Mit Highspeed durch Land und Luft
Glücklicherweise lässt sich daraus noch ein kleiner Vorteil ziehen. Das Spiel lebt in erster Linie von seinen krassen Strecken und der hohen Geschwindigkeit, die durch dauerhaftes Rasen erst möglich wird. Mit den Fahrzeugen, die die gefühlte Beschleunigung eines Düsenjets haben, geht es über Stock und Stein, durch Matsch und Gewässer und verdammt oft auch durch die Luft. Alle paar Sekunden warten riesige Sprungschanzen darauf, euch hunderte Meter in die Höhe zu katapultieren. Auch hier darf man nicht vergessen zu steuern, denn nur all zu schnell klatschen die Quads und Bikes an Felswände und zerschellen. Zwar ist das Rennen dann nicht vorbei, doch eine gewisse Respawn-Zeit kostet wertvolle Sekunden. Das mag anfangs noch sehr nervig sein, weil es recht häufig vorkommt, wurde die Steuerung jedoch erst einmal verinnerlicht, umkurvt man schon bald lässig jedes Hindernis. Dieses Element ist so ziemlich das einzige, das ein wenig Schwierigkeit in naild hinein bringt. Und auch wenn die Ausgewogenheit nicht stimmt so touchiert ihr teilweise hauchzart einen Felsen und zerberstet sofort oder knallt mit voller Wucht gegen ein Windmühlenrotorblatt und es passiert nichts so muss man doch festhalten, dass das Game ohne dieses Schadensmodell deutlich langweiliger wäre.
Tricks könnt ihr während der Sprünge leider keine ausführen, lediglich gekonnte Landungen auf den Rädern oder Konkurrenten verhelfen eurer Boost-Anzeige schneller gefüllt zu werden. Den Boost könnt ihr dann dazu verwenden, eure Gegner zu rammen, oder einfach an ihnen vorbeizuziehen. Ein bisschen mehr Action in dieser Hinsicht hätte sicher nicht geschadet, vor allem würde der Multiplayer-Modus dann noch mehr Spaß machen. Wie eingangs bereits erwähnt ist naild ein weiteres Rennspiel, das es euch nicht gönnen will, gemeinsam mit einem Freund auf dem Sofa zu zocken. Online ist dies möglich, allerdings nutzen momentan nur sehr wenige dieses Feature, sodass man schon sehr viel Glück haben muss, um genügend Gleichgesinnte zu finden.
Super Strecken, altbackene Grafik, krachender Soundtrack
Der wohl größte Lichtblick von naild sind die 14 wirklich coolen Strecken. Die Landschaften, die sich im Yosemite Nationalpark, Griechenland, den Anden oder der Wüste Arizonas befinden, sind liebevoll und detailreich gestaltet, sodass man wirklich Spaß beim Durchfahren hat. Besonders Abwechslung wurde im Design groß geschrieben. So heizt ihr Steigungen hinauf und wieder hinab, die fast senkrecht sind, mal fährt man inmitten eines Flussbetts oder auf einem Zug. Außerdem hält jeder Kurs alternative Wege parat, sodass keine Langeweile aufkommt. Die Gestaltung ist also wirklich erste Sahne, doch die Technik dahinter bedauerlicherweise nicht mehr zeitgemäß. So sehen brennende Bäume so aus, wie in Games von vor zehn Jahren, bei näherem Betrachten wirkt die Natur ein wenig eckig und besonders die Jubel-Animation des Fahrers im Ziel kommt steif und unrealistisch rüber. Insgesamt ist dies jedoch ein recht kleines Manko, denn der Spielspaß wird davon nicht beeinträchtigt. Kleiner Pluspunkt am Rande: ab und an spritzt Matsch oder Wasser auf die Kameralinse und läuft dann den Bildschirm hinunter sehr cool! Eine echte Wucht ist der rockige Soundtrack, bei dem Bands wie Slipknot, Rise Against, Queens of the Stone Age oder die Backyard Babies für die passende Untermalung der Rennen verantwortlich sind. Dafür wurde zwar an den Fahrzeuggeräuschen gespart, denn alle Vehikel hören sich an wie kleine Mopeds, doch davon bekommt man wegen der Musik eh nicht viel mit.
Fazit
Aufgrund der tollen Strecken und dem Adrenalinrausch während der Highspeed-Races hätte naild wirklich viel Potential gehabt, doch man muss es leider ehrlich auf den Punkt bringen: das Game ist zu einfach und motiviert nicht besonders lange, sondern wird schon nach wenigen Stunden eintönig. Mit einem Splitscreen-Modus hätte man dem entgegenwirken können, doch der fehlt. Wer Pure mochte oder einfach gern schnell nur die Natur rast, macht mit naild nicht viel falsch, wer jedoch ein anspruchsvolles Racing-Game sucht, sollte sich lieber nach Alternativen umsehen.
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28. September 2012
- = Spaßfaktor:
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