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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schwache Erzählung historischer Ereignisse, 22. September 2003
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Rezension bezieht sich auf: Der Fluch des Kopernikus: (Taschenbuch)
In aller Kürze:
Europa im 16. Jahrhundert. Zwischen dem jungen Steinmetz Leberecht Hamann und dem Jesuitenschüler Christoph Schlüssel entbrennt eine tödliche Feindschaft. Leberecht, Humanist und Freidenker, ist im Besitz eines der größten Geheimnisse der Astronomie. Jahre später trifft er in Rom wieder auf seinen alten Rivalen, der nun den lateinischen Namen Clavius führt und damit beauftragt wurde, den Kalender zu reformieren. Clavius allein besitzt den Schlüssel, die Zeit aus den Fugen zu heben, sowohl um seinen alten Feind zu vernichten, als auch um etwas zu verhindern, das niemals Wirklichkeit werden darf.
Philipp Vandenberg beschreibt das Leben des jungen Steinmetz Leberecht Hamann, der miterleben muss, wie sein Vater postum von der Inquisition zum Ketzer verurteilt wird. Auf der stetigen Suche nach Wiedergutmachung folgt er den Fußstapfen seines Vaters, der zu Lebzeiten über einen für seinen Stand unangemessen hohen Wissenstand verfügte. Die Spur führt ihn in ein Benediktiner-Kloster, wo er sich in den verschiedensten Wissenschaften unterrichten lässt. Hier stößt er auch auf das Buch „De astro minante“ („Vom drohenden Stern“) von Nikolaus Kopernikus, das sein Leben nachhaltig beeinflussen sollte.
Zusammen mit seiner großen „verbotenen“ Liebe flieht er vor den Fängen der Inquisition ins ferne Rom, wo er die Heilige Kirche mit der Drohung konfrontiert, die Erkenntnisse Kopernikus’ zu verbreiten. Eine Drohung, die den Vatikan erschüttert...
Leider ist es Vandenberg nicht gelungen, Spannung zu erzeugen. Zudem ist das Ende der Geschichte vorhersehbar, denn (wie jeder weiß) gelang es bislang niemandem, die katholische Kirche aus ihren Angeln zu heben. Die Story könnte meines Erachtens flüssiger sein; so zieht sich der Erzählungsstrang teilweise recht zäh.
Vandenberg baut den großen Michelangelo in die Handlung mit ein, was für die Handlung jedoch von sehr geringer Bedeutung ist. Des weiteren muss ich das Ende der Geschichte bemängeln, das letztlich in Anbetracht der Ereignisse viel zu knapp geraten ist.
Gelungen finde ich hingegen den zeitgemäßen Erzählungsstil, der anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist, den Leser jedoch in das 16. Jahrhundert eintauchen lässt. Sehr störend fand ich aber die Anhäufung lateinischer Zitate (mit Fußnote und Übersetzung).
Zu guter Letzt vermisste ich etwas die detailgetreue Beschreibung der handelnden Personen. Man kann sich nur schwerlich ein Bild von Leberecht oder Martha machen. So lässt Vandenberg z.B. den Leser erst nach 2/3 der Handlung wissen, dass Leberecht von großer Statur oder dass Martha rothaarig ist.
P.S.: Historischer Hintergrund dieses Romans ist die Kalenderreform aus dem Jahr 1582, bei dem der Julianische Kalender durch die neuere, christliche Zeitrechnung ersetzt wurde. Dabei ergab sich jedoch eine Besonderheit in der Form, dass dem 4. Oktober der 15. Oktober 1582 folgte. Vandenberg beschreibt, wie es zur Löschung dieser 10 Tage gekommen sein könnte und lässt dabei historische sowie frei erfundene Akteure handeln.
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