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Berückend schönes Klavierspiel..., 7. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Chopin: Klavierkonzerte 1&2, Sonaten 2&3, Etüden op. 10, Balladen, Mazurken, Grande Valse, Preludes, Impromptus (Audio CD)
Wer wie ich ein großer Fan der Musik Frédéric Chopins ist, der wird diese CD lieben! Für seine Interpretation der Chopin Etüden op. 10 und op. 25 hat Murray Perahia sogar den Grammy 2003 für die beste Instrumentaleinspielung gewonnen. Doch auch die anderen Meisterwerke des romantischen Komponisten vermag Perahia mit außerordentlicher technischer Brillanz und Feingefühl zu spielen. Dabei ist der Klang der Töne, die er dem Flügel entlockt, weder sentimental noch gefühlskalt. Der gebürtige New Yorker, der bereits mit 4 Jahren das Klavierspielen erlernte, schafft es nahezu immer, Gefühl und technische Anforderungen der einzelnen Stücke in der Waage zu halten. Gemeinsam mit dem Israel Philharmonic Orchestra gelingt dem Pianisten ein grandioser Start in diese vielseitige CD. Der majestätische Klang und die differenzierten Melodiebögen des Orchesters unter Zubin Metha passt sich ideal der Virtuosität des Ausnahmekünstlers Murray Perahia an. Das fröhlich-tänzerische Rondo vivace aus dem 1. Klavierkonzert in e-moll spielt Perahia schwungvoll, aber trotzdem leicht. Die oft diffizilen Läufe nimmt er fast 'wie im Schlaf' oder lässt dies zumindest den Zuhörer glauben. Die langsamen Stücke wie das 'Grave' aus seiner zweiten Sonate in b-Moll op. 35, die Chopin 1839 fertiggestellt hatte, vermag Perahia ebenfalls überzeugend und gefühlvoll zum Besten zu geben. Im Scherzo der 2. Sonate zeigt er seine ganze Bandbreite: er wechselt so spielerisch von der leidenschaftlich-aufbrausenden Motivik zu den melodiös-zarten Pianissimostellen, dass es eine wahre Freude ist, ihm zuzuhören! Auch mit der Ballade Nr. 1 in g-moll, die zu meinen persönlichen Favoriten gehört (und die ich selbst mit mehr oder weniger großem Erfolg seit einigen Jahren übe), enttäuscht mich Perahia in keinster Weise. Da möchte man manchmal fragen: Was gelingt diesem großen Pianisten eigentlich nicht? Wenngleich Chopins Klavierwerke bei Murray Perahias virtuosem Spiel auch zeitweilig etwas zu leichtfüßig und schnell daherkommen, so tut dies doch dem Tiefgang und den gestalterischen Nuancen seiner Musik keinen Abbruch.
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Chopin: Klavierkonzerte 1&2, Sonaten 2&3, Etüden op. 10, Balladen, Mazurken, Grande Valse, Preludes, Impromptus B00359XZQ4
Murray Perahia
Sony Classical (Sony Music)
Chopin: Klavierkonzerte 1&2, Sonaten 2&3, Etüden op. 10, Balladen, Mazurken, Grande Valse, Preludes, Impromptus
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Berückend schönes Klavierspiel...
Wer wie ich ein großer Fan der Musik Frédéric Chopins ist, der wird diese CD lieben! Für seine Interpretation der Chopin Etüden op. 10 und op. 25 hat Murray Perahia sogar den Grammy 2003 für die beste Instrumentaleinspielung gewonnen. Doch auch die anderen Meisterwerke des romantischen Komponisten vermag Perahia mit außerordentlicher technischer Brillanz und Feingefühl zu spielen. Dabei ist der Klang der Töne, die er dem Flügel entlockt, weder sentimental noch gefühlskalt. Der gebürtige New Yorker, der bereits mit 4 Jahren das Klavierspielen erlernte, schafft es nahezu immer, Gefühl und technische Anforderungen der einzelnen Stücke in der Waage zu halten.
Gemeinsam mit dem Israel Philharmonic Orchestra gelingt dem Pianisten ein grandioser Start in diese vielseitige CD. Der majestätische Klang und die differenzierten Melodiebögen des Orchesters unter Zubin Metha passt sich ideal der Virtuosität des Ausnahmekünstlers Murray Perahia an.
Das fröhlich-tänzerische Rondo vivace aus dem 1. Klavierkonzert in e-moll spielt Perahia schwungvoll, aber trotzdem leicht. Die oft diffizilen Läufe nimmt er fast 'wie im Schlaf' oder lässt dies zumindest den Zuhörer glauben. Die langsamen Stücke wie das 'Grave' aus seiner zweiten Sonate in b-Moll op. 35, die Chopin 1839 fertiggestellt hatte, vermag Perahia ebenfalls überzeugend und gefühlvoll zum Besten zu geben. Im Scherzo der 2. Sonate zeigt er seine ganze Bandbreite: er wechselt so spielerisch von der leidenschaftlich-aufbrausenden Motivik zu den melodiös-zarten Pianissimostellen, dass es eine wahre Freude ist, ihm zuzuhören! Auch mit der Ballade Nr. 1 in g-moll, die zu meinen persönlichen Favoriten gehört (und die ich selbst mit mehr oder weniger großem Erfolg seit einigen Jahren übe), enttäuscht mich Perahia in keinster Weise. Da möchte man manchmal fragen: Was gelingt diesem großen Pianisten eigentlich nicht?
Wenngleich Chopins Klavierwerke bei Murray Perahias virtuosem Spiel auch zeitweilig etwas zu leichtfüßig und schnell daherkommen, so tut dies doch dem Tiefgang und den gestalterischen Nuancen seiner Musik keinen Abbruch.
Klassikfan
7. Juni 2010
- Insgesamt:
5

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