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20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
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Rezension bezieht sich auf: Die geweihten Nächte (Taschenbuch)
Bei Ulbrich/Gerwin hängt eine gehörige Ladung "braunen Wurzelwerks" am Weihnachtsbaum. Trotzdem darf man "Die geweihten Nächte" (im Rahmen des schlichten Anspruchs des Büchleins) durchaus als informativ und lesenswert bezeichnen, insbesondere als Gegenimpuls zum allgegenwärtigen, verlogenen Weihnachtsgesülze des christlichen mainstream, mit dem man hierzulande gewissermaßen von staatswegen den Nachwuchs verdummt. Andererseits vergeht einem selbst an der schönsten Herleitung des Sonnenkults aus der Astronomie die Lust, wenn sie zum Anlaß wird, die verschimmelten Zweige einer obsoleten Soziallehre mit in den Julbogen zu flechten. Und Sätze wie "Erde, Schweiß und Blut sind die Stoffe, aus denen Freundschaften physisch wachsen" hätten die Frauen der Autoren mal lieber ganz dick mit Gebildbrotteig überbacken. Mein Vorschlag: Beim Lesen über die dunkle Zeit des Jahres Deutschlands dunkle Zeit nicht vergessen! Nachdenkliche Weihnachten sind dann garantiert, und vielleicht sogar die Einsicht, daß "der Deutschen liebstes Fest" eine ganz schön vertrackte Angelegenheit ist. Trotzdem frohe Weihnachten!
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag:
02.01.2011 08:37:41 GMT+01:00
Manuela Obermeier meint:
Die Bevölkerung wird hier nicht "von staatswegen" mit christlichem Mainstream verdummt. Falls es Ihnen noch nicht aufgefallen sein sollte: wir haben in Deutschland keine Staatsreligion. Jeder kann sich aussuchen, ob er überhaupt glaubt und wenn ja, woran. Wenn überhaupt, dann haben es die Eltern in der Hand, in wie weit ihr Nachwuchs religiös "verdummt" wird. Aude sapere!
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