Kundenrezension

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5.0 von 5 Sternen Frisch, unverbraucht - klare Kaufempfehlung, 21. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Turn Off the World (Audio CD)
Was mit der potenziell kultverdächtigen Zeile "Eins - zwei - drei - vier / The Very End is here!" (!) beginnt und noch besser mit "Fünf - sechs - sieben - acht / Wir haben es kaputt gemacht!" (!!) weitergeht, ist eine der erfrischendsten Melodic Death Metal-Platten die es zum Zeitpunkt dieser Rezension zu kaufen gibt. Wenn der Gesang jemandem bekannt vorkommt: Ja, hier ist tatsächlich Björn Gooßes von den stilistisch ähnlich angesiedelten Night In Gales am Werk. The Very End bestehen seit 2004, "Turn Off The World" ist ihr drittes und bis dato stärkstes Album. Die Band schafft es hier tatsächlich, Melodie und brutales Death- und Thrash-Riffing perfekt unter einen Hut zu bringen. Unterlegt ist das Ganze - je nach Song und Stimmung mit Brüll- oder klarem Gesang. Entsprechend abwechslungsreich kommen die elf Songs aus den Boxen.

Mit "Splinters" geht es rasant los - eine gut gewählte Eröffnung, die allein durch die Eingangs erwähnten deutsch-englischen Textzeilen eine ganz eigene Note erhält. Das folgende "Iron Sky" ist dagegen eher hymnisch angelegt, danach gibt es in "Infidels" erstmals fast durchgängig Klargesang zu hören. Auf diese Art geht es weiter - die beste Nummer ist das abwechslungsreiche "The Black Fix". Hier wird wüstes Gebrüll geboten, es gibt Children of Bodom-artige Gitarrenharmonien, wechselnde Geschwindigkeit und mit Klargesang unterlegte, semi-akustische Einschübe. Und das alles auf nicht ganz vier Minuten komprimiert ohne hektisch und unüberlegt zu wirken. Einfach ein sehr guter Song. Danach folgt mit "Maelstrom Calling" eine der besten Balladen, die es in diesem Genre in letzter Zeit zu hören gab - auch hier zeigt die Band, wie abwechslungsreich und kompositorisch reif sie vorgehen kann; und wie viele Emotionen die eigenwillige Stimme von Gooßes eigentlich tragen kann. Auch das in der Albummitte auf Position 6 platzierte, teilweise doomige, irgendwie gequälte "Sixes And Nines" funktioniert meiner Ansicht nach gut, braucht aber diverse Durchläufe um zu zünden.

In der zweiten Albumhälfte ist "Turn Off The World" dann nicht mehr ganz so stark. "The Last Mile" ist noch gut, dann folgen mit "Dreadnought" und "Gravity" aber zwei Songs, die man auch nach mehreren Durchgängen nur als mittelprächtig bezeichnen kann. Wobei man zumindest die Gitarrenarbeit hervorheben muss - die Soloparts und doppelläufigen Harmonien sind in allen Stücken super. Aber am Songwriting hapert es bei den beiden genannten Songs etwas - was allerdings Kritik auf hohem Niveau ist.

Mit dem schnellen, harten "Orphans Of Emptiness" und dem fast schon lässig rockenden "To Feed And Hope" gibt es dann noch einen versöhnlichen Abschluss für eine Platte, die aufgrund ihrer Frische und Unbekümmertheit die Höchstwertung verdient hat. Jeder, der alte In Flames, Dark Tranquility, Soilwork und - natürlich - Night In Gales zu seinen Favoriten zählt, kann bedenkenlos zuhören. Auch Knüppel-Thrash der Marke Legion Of The Damned klingt stellenweise durch. Aufgrund der Instrumentalarbeit könnte "Turn Off The World" aber auch für klassische Metalfans etwas sein - zumindest, wenn sie mit stellenweise sehr brutalen Vocals leben können.
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