Kundenrezension

21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Mittelklasse mit einigen Haken, 1. Oktober 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Acer Aspire V5-573G-54208G50akk 39,6 cm (15,6 Zoll) Notebook (Intel Core i5-4200U, 1,6GHz, 8GB RAM, 500GB HDD, NVIDIA GT 750M, Win 8) aluminium/schwarz (Personal Computers)
Gehäuse & Verarbeitung

Zuerst fällt natürlich die geringe Höhe des Gehäuses auf, die sich auch im Alltag beim Transport positiv bemerkbar macht und ein (für 15 Zoll) sehr geringes Gewicht von knapp 2 Kg mit sich bringt. Insgesamt kann sich das Design durchaus sehen lassen, da fast alle sichtbaren Flächen aus schwarzem, gebürstetem Aluminium gefertigt bzw. damit bedeckt sind. Allerdings kann Acer nicht verstecken, dass es sich eben nicht um ein Highend Gerät handelt. Die Spaltmaße sind nicht gleichmäßig (an den Rändern) und der Tastaturbereich ist zwar mit Aluminium bedeckt, da es sich jedoch nur um einen Einsatz aus Alu handelt gibt es einen deutlich sichtbaren Spalt, in dem Staub und Krümel hängen bleiben.

Die Stabilität geht in Ordnung – wenn man nicht gerade darauf achtet, wie stark sich das Gehäuse unter Druck verbiegt, dann kommt das V573g ziemlich stabil rüber. Dennoch hat mich vor allem gewundert, dass sich die Baseunit schon leicht durchbiegt, wenn man nur die Hände zum Schreiben auf die Handballenablage legt. Gleiches gilt für den Deckel, der sich (vor allem, wenn man nicht mittig fasst) deutlich sichtbar biegt. Anderen Notebooks dieser Preisklasse, die ich im Handel mal angeschaut habe, geht es aber ähnlich.

Negativ aufgefallen ist mir noch der Displayrahmen – er liegt am unteren Rand nicht komplett auf dem Panel auf und gibt selbst bei sehr geringem Druck nach, sodass auf dem Display am Rand Farben verfälscht werden und bei „schwarz“ helle Einstrahlungen zu sehen sind – manchmal muss ich diese „wegstreichen“… Nicht sehr vertrauenerweckend.

Display

Hier gibt es nicht viel zu berichten, außer dass es wirklich der Hammer ist. Diverse Tests im Internet haben ja schon mit Messwerten bestätigt, dass es wirklich erstklassig ist: Die Farben leuchten, die Blickwinkelstabilität ist sehr gut und die Helligkeit in Kombination mit der Matten Oberfläche macht die Nutzung unter freiem Himmel und in hellen Räumen mehr als angenehm. Sogar der Schwarzwert ist richtig gut.
Endlich hat mal ein Hersteller verstanden, dass das Display ein zentraler Bestandteil ist und auch schon in Mittelklasse Geräten was bieten sollte.
Leider kamen beide meine Geräte mit Pixelfehlern…

Tastatur & Touchpad

Die Eingabegeräte sind meines Erachtens die größten und schwerwiegendsten Schwachstellen. An die Tastatur kann man sich zwar recht schnell gewöhnen, dennoch fehlt es ihr an Hub und einem deutlichen Druckpunkt. Ich bin von meinem vorigen Notebook (auch von Acer) flache Tasten ohne Wölbung gewöhnt, dennoch nervt mich die Tastatur immer wieder und der Hub ist noch einmal spürbar geringer, als bei anderen Notebooks. Nervig ist auch, dass sie sich etwas klapperig anhört und weder beim Nummernblock, noch bei der Feststelltaste angezeigt wird, ob sie aktiviert sind oder nicht. Des Weiteren ist die Beleuchtung im mittleren Bereich dunkler, als an den Seiten.

Das Touchpad hat auch so seine Tücken. Acer hatte die grandiose Idee auch dem Touchpad eine gebürstete Oberfläche zu verpassen, sodass bei vertikalem Streichen deutlich mehr Reibung entsteht, als bei horizontalem. Wären die Gleiteigenschaften besser wäre ich zufrieden, so kommt es aber immer wieder zu Fehleingaben, auch weil Multitouch-Gesten (auch schon das Scrollen mit zwei Fingern) oft falsch interpretiert werden. Die Maustasten sind zwar nicht abgesetzt, damit komme ich aber gut klar und der Druckpunkt ist zwar stark aber noch im Rahmen.

Aber mahl ehrlich Acer: Wie kommt man auf die Idee, dem Touchpad eine gebürstete Oberfläche zu verpassen?

Festplatte & mSata-Anschluss (Einbau einer zusätzlichen SSD) ACHTUNG!

Leider verzichtet Acer darauf, eine SSD als Cache einzubauen, um das System zu beschleunigen (das gibt es nur bei den V58x-Geräten mit Touch-Display, die sich dann Ultrabook schimpfen dürfen). Ich komme nicht von einem Gerät mit SSD, habe aber in mein voriges Notebook eine Momentus XT mit 7200U/min und SSD Cache eingebaut und der Unterschied ist deutlich spürbar. Bei kleinen Programmen merke ich zwar nichts, Photoshop braucht aber deutlich länger und auch zwischendurch genehmigt sich das System mal eine kleine Denkpause – wirklich schade. Außerdem ist sie ziemlich laut und gibt fast ununterbrochen ein recht lautes Klackern von sich.

Warum ist das ein Problem?

Zum einen, weil meine Momentus XT mit 9,5mm zu groß ist und nicht ins Acer passt, nur Festplatten mit 7mm Bauhöhe finden Platz. Das könnte ich noch verschmerzen, denn schließlich ist ja eine mSata Schnittstelle frei, an die man einfach eine SSD anschließen kann, um noch den Speicherplatz zu erweitern. Dachte ich zumindest…
Als ich mich beim Acer-Support (übrigens überraschend gut) darüber informierte, ob ein Einbau/Austausch von Festplatten ohne Garantieverlust möglich wäre (ja, ist es ;), wurde ich darüber informiert, dass man nicht einfach so eine SSD als Systemplatte einbauen kann. Laut Acer sind folgende Festplatten-Kombinationen vorgesehen:

1. Keine mSata, eine HDD
2. Keine mSata, eine SSD
3. Eine mSata als Cache, eine HDD

Es passen also gleichzeitig zwei Platten in das Notebook, die mSata wird aber IMMER automatisch als Cache verwendet und selbst wenn man 120gb oder mehr einbaut werden nur 20 davon auch genutzt. Ich vermute, dass jemand mit entsprechendem Wissen im BIOS oder ähnlichem eine Lösung dafür finden könnte, laut Acer ist das Notebook aber nicht dafür ausgelegt, die mSata als Systemplatte zu verwenden. Das sollte jeder beachten, der überlegt eine SSD einzubauen. Mir erscheint die Seagate Thin SSHD mit 500Gb beste Lösung für die langsame Festplatte zu sein.

Prozessor & Grafikkarte

Mit der Gesamtperformance bin ich (bis auf die Festplatte) ziemlich zufrieden. Der i5 throttelt nicht und auch die Grafikkarte hat in den Benchmarks die zu erwartende Leistung gebracht. Photoshop und Videoschnitt laufen – mit einigen kleinen Einschränkungen – auch ganz gut. Für Professionelle natürlich nicht gut genug aber für zwischendurch ist es ausreichend. Gaming ist nur in verringerter Auflösung mit ansehnlichen Details möglich aber Full HD bringt ja die meisten (auch Gaming-) Notebooks ins Schwitzen. Dennoch würde ich das V573 als gaming-tauglich beschreiben, durch das tolle Display macht es auch bei reduzierter Auflösung noch Spaß.
Ob sich die 100€ für den i7 lohnen muss jeder für sich entscheiden – je nach Aufgabe gibt es 5-15% mehr Leistung… Mein erstes V573g hatte einen i7 (ging wegen des Lüfters wieder zurück, siehe unten) und ich habe im normalen Gebrauch keinen Unterschied gespürt.

Lautstärke, Temperaturen & Lüfter

Die Temperaturen sind eigentlich immer angenehm. Ich habe noch nicht mehrere Stunden am Stück gespielt, allerdings den Furmark mal laufen lassen. Die rechte Gehäusehälfte wird zwar spürbar wärmer aber die Tastatur wird nur lauwarm, die Handballenauflage erwärmt sich nicht spürbar.

Ein Problem sind allerdings die Lüfter bzw. der Rechte. Im Leerlauf und beim Browsen gehen sie gar nicht erst an und auch unter Last ist die Geräuschkulisse erträglich. Leider gibt der rechte Lüfter (war bei beiden Geräten so) nicht nur das zu erwartende und nicht vermeidbare Rauschen von sich, sondern auch noch ein leichtes Rattern, dass wirklich nervt, da es nicht durchgehend ist sondern pulsiert. Beim ersten Gerät war es unerträglich, beim zweiten ist es nun leiser und fast durchgehend – das kann ich verschmerzen. Dennoch macht es mich stutzig, denn beide Geräte hatten dieses Problem und in einigen englischsprachigen Foren beschweren sich mehrere Kunden genau über dieses Problem. Und immer ist es der rechte Lüfter…

Insgesamt gibt es von mir – vor allem wegen des guten Preis-Leistungsverhältnisses – noch vier Sterne und in dieser Kombination (flach, leicht, Haswell, mattes FullHD Panel) gibt es momentan kein Konkurrenzprodukt. Daher, auch wenn es einige Haken gibt, eine Kaufempfehlung für alle, die ein leichtes und flaches Multimedia-Notebook suchen. Beachten sollte man aber, dass der mSata-Anschluss nicht so nützlich ist, wie er zunächst scheint.
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Kommentare


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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 06.10.2013 20:56:41 GMT+02:00
zur info: ssd als Systemplatte ist kein problem - bei der neuinstallation im bios auf ssd als systemplatte wechseln, neuinstallation starten...

Veröffentlicht am 14.10.2013 20:32:48 GMT+02:00
James Pous meint:
Vielen Dank für Ihre ausführlichen und sehr tiefgründigen Informationen zu einzelnen Hardware-Details, die man in anderen Rezensionen nicht findet.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.10.2013 01:39:18 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.10.2013 01:47:41 GMT+02:00
Physiker meint:
Naja, also problemlos lief die System-Neuinstallation bei mir nicht ganz; ich wollte ein frisches Windows 8 auf einer mSata SSD aufsetzen.

Zunächst musst ich den Bootmodus auf Legacy stellen damit von USB gebootet werden konnte. Danach die Windows Installation so präparieren, dass der Product-Key bei der Installation nicht abgefragt wird (Stichworte: Ei.cfg, PID.txt); der Orginal-Key ist im BIOS hinterlegt und verursacht Probleme, wenn das Win8-Install-Medium diesen nicht trägt. Auf die mSata SSD wollte er Windows 8 dann immer noch nicht installieren.

Man muss die Orginal-Festplatte ausbauen (nur den Stecker ziehen) und die Installation nur mit der mSata SSD durchführen. Ggf. spart man sich den Ausbau, wenn man die Orginal-Festplatte formatiert und neu partitioniert; hab ich nicht versucht. Jetzt geht die Installation. In Win 8 angekommen sind einige Treiber nachzuinstallieren.

Mittlerweile läuft das Notebook problemlos unter Windows 8.1

PS: Für den Einbau der mSata SSD benötigt man eine recht kurze M 2,5 Schraube. Die bekommt man aus einem gut sortierten Eisenwarenhandel oder von der Verschraubung der Gehäuse-Rückseite (auf ein Schräubchen kann man da verzichten).

PPS: Den Product-Key der Win8 Core Orginal-Installtion muss man mit einem Tool auslesen; ich habe eine Retail Win 8 Pro Version verwendet. Braucht man nicht zwingend, aber wenn man die Orginal-Festplatte irgendwann formatiert, ist der Orginal-Core-Key wahrscheinlich schwer zugänglich.
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