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Kundenrezension

22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwiespältig, 16. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: An Honeckers Seite: Der Leibwächter des Ersten Mannes (Broschiert)
Der Buchtitel heißt ja: "An Honeckers Seite". Eigentlich hätte Brückner den Titel etwas umbenennen sollen, nämlich in: "AUF Honeckers Seite". Denn im Buch ist schon zu merken, dass Brückner seinen ehemaligen Dienstherrn auch verteidigen möchte, ihn als einsamen Mann an der Spitze sah, der sich für seinen Staat aufopferte, der aber von falschen Freunden umgeben war, die ihm die wahre Situation im Land verschwiegen, und obendrein nach seinem Posten trachteten.

Gegen die nachwirkende Loyalität gegenüber seinem ehemaligen Chef ist an sich auch nichts zu sagen. Denn durch das Buch lernt man schon einen Menschen Honecker kennen, der nicht wirklich unsympathisch ist, der eigentlich sehr genügsam, höflich und kinderlieb war. Und dies wirkt im Buch für mich auch glaubwürdig. Etwa wenn der Autor erwähnt, wie im Januar 1988 Honeckers Lieblingsenkel überraschend starb und er auf keinen Fall wollte, dass es in die Öffentlichkeit gelangte, sondern stattdessen in sich gekehrt trauerte.

Die Frage ist nur: Interessiert das jetzt noch eine breite Öffentlichkeit? Die Nähe, die der Autor als Leibwächter zu Honecker hatte, scheint mir für das Buch kein Vorteil, sondern eher ein Nachteil zu sein. Denn die Nähe verstellt auch den Blick auf das große Ganze. Eine Auseinandersetzung mit der politischen Verantwortung Honeckers findet im Buch kaum statt. Wahrscheinlich kann man das von einem ehemaligen Leibwächter auch nur begrenzt erwarten, der zwar nah an Honecker dran, aber doch nicht in die wichtigen Entscheidungen eingebunden war.

Aber Brückner hat doch einiges gesehen, was der DDR-Öffentlichkeit damals verborgen geblieben war. Etwa, dass Honecker, wie so viele politische Führer, eine gewisse Selbstherrlickeit an den Tag legte. So beschreibt der Autor etwa, wie Honecker den Bodenbelag seines Büros mehrmals austauschen ließ, weil ihm die Farbe nicht gefiel. Oder Honeckers Flucht aus der Realität. Zu dessen Jagden in der Schorfheide, die oftmals dreimal in der Woche stattfanden, vermutet Brückner, dass er vieles damit kompensieren wollte. Zitat: "Man hat viel von ihm ferngehalten. Und er wollte vieles auch nicht wahrhaben." Vielleicht gilt der letzte Satz ja auch für den Autor selbst!
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 20.04.2016 15:48:30 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.04.2016 15:51:29 GMT+02:00
Brückner war Mitarbeiter des MfS und Personenschützer, nicht Leibwächter. Er war weder an seiner Seite, noch auf seiner Seite. Das hätte Honecker sich verbeten und Mielke hätte ihm die Hammelbeine langgezogen. Brückner war in Honeckers Schatten. Und da gehörte er auch hin. Ein Niemand, den die privaten Dinge Honeckers schlicht nichts angingen und der sich nur ein paar Pimperlinge durch diesen schnöden Verrat dazuverdienen wollte. Er brauchte 20 Jahre, um sich Mut anzutrinken und hoffte nun, keinen mehr aus der "alten Garde" draußen mehr zu begegnen. Denn die hätten wegen diesem Buch vor ihm ausgespuckt.
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