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Von allem etwas und doch zu wenig,
8. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Projekt: Babylon: Roman (Gebundene Ausgabe)
Neugierig geworden durch die vielen guten Kritiken hier, hab ich mir das Buch auch vorgenommen.
Ich fand es leider nur mittelmäßig. Was vor allem auch an der Sprache lag, die die eines Jugendbuches war. Auch war vieles so einfach und geradlinig angelegt, das ich oft den Eindruck hatte, das Buch wäre mehr für Jugendliche als für Erwachsene.
Auch der Plot ist ziemlich dürftig. Der Autor wirft einen bunten appetitlichen Mix aus allen möglichen Geheimbünden zusammen. Eine Prise Rosencreuzer, einen Teelöffel voll Templer, die Katharer bitte nicht vergessen, ein wenig Satanskult, etwas Anthroposophie (angereichert mit geschmacksverstärkenden Namen), dann wird gerührt und geschüttelt und fertig ist ein Bunter Teller voll Mystikthriller.
Mir bekam er leider nicht so gut. Das Thema ist und bleibt interessant, aber hier ist mir zuviel angerissen worden und zu wenig vertieft. Blauäugig stolpern die Protagonisten durch das Geschehen und sind mit kleinen Gesprächshäppchen völlig zufrieden. Sie fliegen mal eben irgendwo hin, um 5 Sätze, die nichts aussagen, mit jemanden zu wechseln. Dann brüten sie über diverse Glyphen und um eine Sonnenfinsternis, aber dann gerät es in Vergessenheit. Und von der geheimnisvollen Technik, die in der Höhle eine Rolle spielt, wollen wir schon garnichts genaues wissen.
Mir war das alles zu flüchtig und ungenau. Spannend fand ich es leider auch nicht. Eine Fortsetzung werde ich mir ersparen.
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