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Kundenrezension

626 von 718 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Sehr unausgegorenes Machwerk, 22. November 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Vegan for Youth. Die Attila Hildmann Triät. Schlanker, gesünder und messbar jünger in 60 Tagen (Gebundene Ausgabe)
Erstmal vorab: ich bin ein grosser Fan von Attila Hildmann. Ich liebe seine Rezepte. Ich bewundere seinen bisherigen Werdegang. Und sein Buch ‚Vegan For Fit’ hat vor gut einem Jahr meinen gesamten Lebensstil revolutioniert und vieles in meinem Leben nachhaltig zum Positiven verbessert.

Dementsprechend gespannt war ich auf sein neues Buch, zumal er es ja auf seinen Webseiten und Foren immer wieder als grössten Knaller aller Zeiten angekündigt hat.

Worum geht es in dem Buch? Er hat bei sich selbst und seinen VFF-Challengern immer wieder festgestellt, dass durch die Ernährungsumstellung auf die Vegan For Fit-Prinzipien nicht nur gesundheitliche Symptome verschwunden sind, sondern dass viele auch deutlich jünger aussahen.

Aufgrund dieses beobachteten Nebeneffekts hat er sich die Frage gestellt, was Altern eigentlich ist und wie bzw ob man dem entgegenwirken kann, oder ob der Alterungsprozess ein unausweichliches Schicksal ist, welcher Faktoren unterliegt, auf die der Mensch keinen Einfluss hat.

Seine Forschungen haben ihn zunächst an Orte in Japan und Italien geführt, wo überdurchschnittlich viele Menschen sehr alt werden.
Darüber hinaus hat er sich mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Thema Alterungsprozesse auseinandergesetzt und in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern mit einer neuen Gruppe von ‚First Challengern’ eigene Untersuchungen und Messungen durchgeführt, die sich zB auf den Antioxidantiengehalt der Haut oder den CO2-Ausstoss in der Atemluft beziehen, woraus man angeblich objektive Rückschlüsse auf den Gesundheits- bzw Alterungszustand des Körpers ziehen kann.

Von der Idee her finde ich das erstmal alles sehr gut und auch höchst interessant. Die Umsetzung liess dann allerdings sehr zu wünschen übrig.

Im ersten Teil des Buches beschreibt er in seinem typischen flapsigen Stil seine Reisen nach Japan und Italien, wobei aber ziemlich schnell klar wird, dass er mit seiner üblichen zielstrebigen Art nicht wirklich weiterkommt, sondern dass die Dinge oftmals anders sind, als er erwartet hat und dass es eine Menge gibt, was die Grundsätze aus Vegan For Fit mehr oder weniger relativiert.
Beispiele: die Japaner essen sehr viel weissen Reis…nach VVF ja eigentlich ein No-Go. Und in Italien wird viel Weissmehl in Form von Weissbrot und normaler Pasta konsumiert. Die dortigen alten Menschen sind auch keineswegs faltenfrei oder schlank, aber trotzdem sind sie ziemlich fröhlich, warmherzig und entspannt und werden eben auch überdurchschnittlich alt.
Und obendrein essen die Japaner zwar sehr viel Gemüse, leben aber keineswegs alle vegan, sondern es gibt viel Fisch. Und die italienischen Mamas in dem langlebigen Dorf waren auch der Meinung, er könne doch nicht nur von Gemüse leben, sondern müsse doch unbedingt auch mal Fleisch essen. ;-)

Was mir gefällt ist, dass Attila diese Beobachtungen nicht unter den Tisch fallen lässt, sondern den Leser an seinen Erkenntnisprozessen teilhaben lässt und immer wieder neue Fragen stellt.
Irgendwie merkt man ihm schon an, dass er ein wissenschaftliches Studium absolviert hat, aber in erster Linie ist er für mich an diesem Punkt ein typisches junges Kind unserer Zeit, welches mit seinem Weltbild an seine Grenzen stößt und sich in Widersprüche verwickelt, die er nicht auflösen kann. Und dann eben doch immer wieder krampfhaft versucht, die vorgefundene Realität in seine ursprünglichen Thesen zu pressen.

Attila ist geprägt von drei grundlegenden Glaubenssätzen unserer Gesellschaft.
Der erste ist der Glaube an naturwissenschaftliche Erkenntnisse und an die daraus folgenden Kausalitäten.
Konkret heisst das, dass man die richtigen Substanzen (Super-Foods) zuführen und die richtigen Messungen durchführen muss, dann hat man Krankheit und Verfall im Griff.
Und im Umkehrschluss heisst das, dass jeder, der das nicht tut, früher stirbt. Das stimmt aber so nicht, denn wäre das wahr, dürften die langlebigen Italiener keine Weismehlprodukte essen, keine Falten haben und nicht dick sein. Und die Challenger in seiner Studie dürften, keine schlechteren Messwerte bei emotionalem Stress haben, solange sie sich mit den richtigen Nährstoffen abfüllen….und das war ja anscheinend auch nicht so.

Der zweite Glaubensatz ist der Machbarkeitswahn: jeder, der sich ein Ziel setzt und diszipliniert irgendwelche Regeln befolgt, kommt immer zum angestrebten Ergebnis…..und wer ein Ergebnis nicht erreicht, war eben nicht wild entschlossen genug und ist selber schuld.

Und der dritte: wer gesund und glücklich sein will, muss schlank, ehrgeizig und sportlich sein und vor allem: jung bleiben! Diese Dinge sind hier und heute untrennbar miteinander kausalverknüpft und das hat einfach jeder zu wollen. Wer das anders sieht, macht sich was vor, ist zu undiszipliniert, neidisch, ein Loser und will einfach nicht zugeben, dass alle anderen menschlichen Werte dem untergeordnet sind.

Attila hat sich von einem übergewichtigen, computersüchtigen, unglücklichen jungen Menschen zum erfolgreichen Vegan-Koch, Bestsellerautor, Medienstar und Triathleten entwickelt.
‚Vegan for Fit’ hat diesen Weg und den Höhepunkt reflektiert.
Wer so eine kometenhafte Karriere hinlegt denkt wahrscheinlich, dass er sich auf dem ultimativ richtigen Weg befindet, der so immer weitergeht, da der immer grössere Erfolg ihm ja Recht gibt.
An ‚Vegan for Youth’ kann man sehen, dass das so anscheinend doch nicht läuft. VFF ist von den Thesen her kurz, knackig und auf den Punkt.
VFY versucht da anzuknüpfen, verheddert sich aber in immer mehr Widersprüchen und immer weiteren Fragen, deren Antworten aber nicht mehr auf der endlosen ‚Höher, Schneller, Weiter’-Ebene zu finden sind und eher philosophischer, als wissenschaftlicher Natur sind.
Ich hatte beim Lesen den Eindruck, dass Attila das irgendwie dämmert, aber er da jetzt erstmal nicht weiter weiss, weil seine bisherigen Erfolgstools und Strategien ihm nicht mehr weiterhelfen und ein menschlicher Reifungsprozess nötig ist, um erkennen zu können, wohin es als nächsten gehen müsste.

Auf S.274 steht: ‚Man kann tun was man möchte, um den Alterungsprozess zu stoppen und das Optimale herauszuholen (…) Dennoch: Man wird in absehbarer Zeit kein Allheilmittel gegen das Altern finden. Uns aller erwartet das Unvermeidliche…’

Trotz dieser Erkenntnis folgen dann wieder jede Menge Verhaltenstipps.

Ursprünglich war als Titel dieses Buches ja ‚Vegan Forever Young’ vorgesehen, was sich mMn sehr viel schmissiger anhört, aber was eben ein Versprechen ist, was dieses Buch nicht halten kann.
Nun ist der Titel zwar geändert, aber das Buch als solches scheint mir in dieser Form absolut überflüssig zu sein, da es keinerlei wirklich neue Erkenntnisse bringt.
Was mich besonders stört ist, dass teilweise noch nicht mal die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchungen abgewartet wurden.
Siehe S.70 bei der Telomer-Messung: ‚Die zweite Messung kann allerdings frühestens nach 180 Tagen stattfinden. Eher kann man keine Veränderungen der Telomer-Länge sehen beziehungsweise eine nicht eingetretene Verkürzung nicht sicher feststellen. Die Ergebnisse werden, sobald sie feststehen und geprüft wurden, auf der offiziellen ‚Vegan for Youth’-Webseite publiziert.’

Mir scheint, hier war dem Verlag wohl die Mitnahme des diesjährigen Weihnachtsgeschäftes erheblich wichtiger, als der Inhalt des Buches.

Ach ja, Rezepte gibt’s in dem Buch auch. Ich habe noch keins davon nachgekocht sie erinnern mich allerdings sehr an die Rezepte aus VFF, wobei ich mir aber sicher bin, dass sie auch diesmal wieder ziemlich lecker sein werden.

Und wie schon von anderen Rezensenten bemängelt finde auch ich es sehr daneben, dass beim Vorher-Nachher-Effekt der Challenger auf den Fotos sehr viel mit Beleuchtung, Make-Up und grafischen Tricks nachgeholfen wurde.

Fazit: das Buch ist einfach unfertig und somit eigentlich komplett überflüssig. Dafür kann ich nur einen Stern geben und empfehle Attila mal eine längere kreative Pause. Oder auch meditative Pause, denn auch seine Ausführungen zum Thema Meditation lassen noch sehr viel Entwicklungs- und Erkenntnispotential erkennen.
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Kommentare

Von 6 Kunden verfolgt

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1-10 von 37 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 22.11.2013 12:22:37 GMT+01:00
Diane Ladener meint:
Schade, dass hier nur eine 1-Stern-Bewertung übrig geblieben ist. Die Rückschlüsse lassen auch m.E. etwas mehr zu.
Dennoch, diese Rezension erscheint mir sehr durchdacht und qualifiziert. Nicht einfach nur ein Schlecht-Machen oder nur ein persönliches Herumreiten auf den Autor. Meiner Meinung nach wurden die Kontra-Punkte hier sehr sachlich dargelegt. Davon könnten sich andere das ein oder andere Scheibchen abschneiden. Ich hab mich auch gefragt, warum der Titel geändert wurde, aber der Ausdruck Forever young wird schon anderweitig benutzt (Dr. Ulrich Strunz), vielleicht daher....
LG.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.11.2013 12:58:02 GMT+01:00
wildeflowers meint:
Ach ja, Herr Strunz....den hatte ich jetzt gar nicht auf dem Schirm, aber das könnte natürlich wirklich der Grund für die Titeländerung sein. Letztendlich denke ich aber, dass Attila bzw der Verlag sich mit der Änderung einen Gefallen getan haben, da das Versprechen 'Forever Young' definitiv nicht eingehalten wird.

Ich habe auch eine Weile überlegt, ob ich dem Buch nicht weigstens zwei Sterne gebe, denn nach wie vor ist es schön aufgemacht, es finden sich einige Infos und ich bin sicher, dass die Rezepte gut schmecken.

Ich habe mich dann aber doch für nur einen Stern entschieden, da ich der Meinung bin, dass das Buch so unfertig ist, dass es zu diesem Zeitpunkt noch nicht hätte erscheinen dürfen, sondern dass es noch einiges mehr an 'Reifungszeit' gebraucht hätte.

Und ich finde es selber super schade, dass das so ist, denn ich halte sehr viel von Attilas Arbeit, mag ihn als Person und bin der Meinung, dass er ziemlich viel Gutes bewirkt und in Bewegung gebracht hat.

Veröffentlicht am 23.11.2013 10:31:54 GMT+01:00
südwestwind meint:
Was für eine großartige, differenzierte und hilfreiche Rezension! Sie hat mich veranlasst, als Einstieg in die Hildmann-Küche doch lieber das Vorgänger-Buch Vegan for fit zu kaufen. Herzlichen Dank für die Mühe, die sie sich gemacht haben!

Veröffentlicht am 23.11.2013 12:29:33 GMT+01:00
Das ist wirklich eine sehr gute Rezension. Nicht nur gut oder schlecht, sondern wohl überdacht und fair. Sie hat mich dazu veranlasst, das Buch nicht zu kaufen, sondern beim Vorgänger zu bleiben.

Veröffentlicht am 23.11.2013 14:32:43 GMT+01:00
Justitia Lex meint:
Danke für das tolle Feedback! Ich bin auch Hildmann-Fan und finde die Rezension vielleicht daher auch sehr nachvollziehbar, vielen Dank dafür! Es bestätigt meinen Eindruck des Buches, den ich beim sehr ausgiebigen Durchblättern und Anlesen des Buches in der Buchhandlung hatte. Hab es dann - trotz grundsätzlicher Zugehörigkeit zur "Fangemeinde" - erstmal liegen lassen aus genau den angesprochenen Gründen. Danke für die Mühe. Vegan for fit war einfach diesbezüglich das Durchbruchs-Buch - Vegan for Youth scheint daran nur bedingt anknüpfen zu können.

Veröffentlicht am 23.11.2013 22:36:51 GMT+01:00
Weasel meint:
Danke! Sehr gute Rezension!

Veröffentlicht am 24.11.2013 15:11:51 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.11.2013 18:37:55 GMT+01:00
caruncho meint:
Die Rezensentin hat keines der 120 Rezepte (eines Kochbuches wohlgemerkt!) nachgekocht. Kein einziges. Aber sie ist sich sicher, dass sie wieder lecker sein werden. Das Fazit dieser Rezensentin allerdings: 1 Stern.

Sie verurteilt die Aussage des Autors auf`'s Schärfste, dass er sagt, dass "es noch kein Allheilmittel gibt gegen den Alterungsprozess" und er aber trotzdem Tipps gibt, wie man den Alterungsprozess aufhalten kann. Das Wort "Allheilmittel" hat sie leider icht verstanden. Allheilmittel würde bedeuten, dass das Thema Altern endgültig besiegt wäre. Die Aussage von A. H. ist selbstverständlich richtig und wisenschaftlich seriös. Ein Lesefehler also Grund für nur einen Stern?

Aber es kommt noch dicker: Sie glaubt mehr zu wissen, als alle zitierten Forschungsergebnisse im Buch. Wirklich abenteuerlich, was sie sich da zuhause selbst an Kausalitäten zusammenreimt, um sie dann dem Autor zuzuordnen und zu einem "ganz fairen" Verriß mit größtem persönlichen Bedauern zu kommen. Sie unterstellt dabei dem Autor geschickt Schlussfolgerungen, die man im Buch allerdings vergeblich sucht. Dafür bestraft sie dann den Autor mit einem Stern. Nicht ansatzweise hat die Rezensentin versucht zu verstehen, worum es im Buch geht: es ist ein veganes Kochbuch mit besonders gesunder Ernährung, verpackt in leckeren Rezepten, um Defizite auszugleichen, die den Alterungsprozess bremsen oder ein Stück weit umudrehen. Nicht mehr und nicht weniger. Aber das ist ganz schön viel und beachtlich!

Tatsächlich ist diese Form die übleste Form einer Rezension überhaupt: Manipulativ, systematisch destruktiv, falsch zitierend und alles unter dem Deckmäntelchen "ich bin ja so ein Fan kann aber leider trotzdem nicht beser urteilen". Die Länge des Textes erweckt zudem auch noch den Eindruck der gründlichen Auseinandersetzung. Leider können das Leute ohne Buch scher merken, weil sie einem "betrübtem Fan" natürlich vertrauen.

Egal was Du mit dieser Rezension beabsichtigst hast, dein Text wird von heute an Leute von einem klugen Buch und vom Ausprobieren veganer Rezepte abhalten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.11.2013 17:16:36 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.11.2013 22:57:47 GMT+01:00
Pandora Phila meint:
"Können Rezensionen töten? in diesem Fall, ja, zumindest Tiere...usw."

Ganz schön "mutig", caruncho, so einen Satz loszulassen, wenn man selber diverse begeisterte, hochbewertete Grillkochbuch Rezensionen bei Amazon eingestellt hat... Ist es DAS wert?
(evtl. halten DIE ja auch Menschen davon ab, sich überhaupt irgendwelche veganen Kochbücher zu kaufen?Wie viele Tiere werden dadurch getötet?).

Hier lese ich endlich eine reflektierte Rezension zum Buch. Die ganzen Gefälligkeits 5er und Abklatsch 1er ohne Substanz und Wiedergabe des Inhalts kann man nicht ernst nehmen.

Die Rezension von wideflowers zeigt, dass das Buch tatsächlich gelesen und gekauft wurde.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.11.2013 18:25:55 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 24.11.2013 18:36:57 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 27.11.2013 00:22:14 GMT+01:00
M. Anton meint:
Zitat aus dem Buch "Von 44 Challengern schieden in den 60 Tagen 13 aus, mal durch
Lebensumstände, Aufgeben oder Krankheit." Hinweis an alle Leser: Dies ist nicht mein Statement, es steht so im Buch.

Als Mensch, der Statistiken selber liest (und nicht zuerst auf die darunter stehende Interpretation des jeweiligen Autors schielt) lese ich aus diesem Satz: 30% der First Challenger haben die Challenge nicht bis zum Ende durchgezogen. Dies trotz eines "unschlagbaren" Konzeptes, mit Motivation durch A.H., Gruppenmotivation, kostenlosen Messungen und der Aussicht auf "Bekanntwerden". Ich betrachte sowohl 31 Personen, als auch 44 für ein bisschen wenig, bei der VfF Challenge waren es immerhin 100. Wenn wir also von "wissenschaftlichen Erhebungen" oder "Beweisen für oder gegen etwas" sprechen, sollten wir diese beiden Zahlen im Blick haben. (Gesamtmenge 44 Teilnehmer, davon 31 durchgehalten / 13 ausgeschieden und nicht in der Wertung).

Die Rezension hier hat meinen Geist erhellt. Ich habe mir das Buch bestellt und werde garantiert danach kochen, evtl. auch die Challenge mehr oder weniger streng mitmachen. Ich bin mir auch sicher, dass ich mehr Sterne vergeben werde. Doch die Ursachenforschung von wildeflower fand ich aus diversen Gründen erhellend. Sie drückt etwas aus, was mir einen Zusammenhang herstellt mit den 30% "verschwundenen" Challengern, über die nirgendwo sonst, außer mit diesem einem Satz im Buch gesprochen wird.

Was mich auch in die Realität bringt, ist ein Bericht auf NDR, den es in der Mediathek zu sehen gibt. Dort wird an der Charité Berlin mit dem Hautscanner ein Test gemacht, bei dem sich bei zwei Personen innerhalb nur einer Woche mit ein "bisschen" gesünderer/ungesünderer Ernährung die Hautschutzwerte signifikant verändern. Auch das ist keine marektingwirksame Bestätigung fürs Buch. D.h., mit gesundem Menschenverstand checke ich meine jetzige Fehlernährung, verbessere sie durch mehr Obst + Gemüse, esse weniger "Quatsch" und schon bin ich nach nur EINER WOCHE messbar gesünder. Braucht es dazu Matcha, Acerolapulver und Weizengras und 120 Zaubertranks, 60 Tage Disziplin, diverse Körperübungen, um dieses Messergebnis zu erzielen? Laut NDR-Bericht definitiv nicht.

Abwarten und nicht am Erscheinungstag starten bringt mir nun eine ganz entspannte Haltung: ich darf VfY als Kochbuch nutzen, wie schon das geniale VfF und mich auf tolle Rezepte freuen. Ich muss nicht in einem Schönheits- und Forever-Young-Wahn verfallen, um von dem Buch etwas zu haben. Weil all das auch mit dem Buch nicht gewährleistet wird und evtl. sogar genauso viel oder wenig bringt, als wenn ich auf Hawaii jeden Tag einen Joint rauche zur Entspannung ;-). In den Reiseberichten steht wohl nichts, was ich nicht vorher ebenso vermutet hätte (100-jährige Italiener, die Weißmehlnudeln, Ciabatta und Wein konsumieren, ihr Leben lang, werden dabei sehr alt, aber nicht zwingend schlank und schön). Aber mal ganz ehrlich: wollen Menschen auf Jagd nach Schönheit und Jugend nicht gerne getäuscht werden und zeigen sich dann in Folge von den Ergebnissen enttäuscht? Mir hätte ein Kochbuch genügt. Und ich hätte dafür auch wieder 29,90 ¤ bezahlt.
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