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Kundenrezension

38 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...aber erst, wenn man die etablierten Konzerne entmachtet!, 15. Oktober 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Energie ohne Ende: Erfindungen - Konzepte - Lösungen (Gebundene Ausgabe)
Andreas Rétyi geht systematisch Methoden zur Energiegewinnung durch und versucht, das Für und Wider zu bewerten. Aber - ebenso wie man selbst als Leser - scheitert er daran, dass GERADE auch in der Wissenschaft schlimmer gelogen und diffamiert wird als man sich das als Außenseiter naiver Weise so vorstellen mag.

Es geht also keineswegs nur um die technische oder wirtschaftliche Einschätzung von Energie-Technologien. Vor allem was öffentliche Meinungsbildung angeht, gibt die Lektüre des Buchs "Energie ohne Ende" reichlich zu denken. Denn verrückterweise dürften heute genau die Ideen die zukunftsträchtigsten darstellen, gegen die von der etablierten Energie-Industrie am polemischsten Demagogie betrieben wird.

Wenn vergleichsweise simple Möglichkeiten zur Energiegewinnung aufkommen, schrecken hochkarätige Koryphäen nicht davor zurück, Untersuchungsergebnisse zu fälschen. Denn die Monster-Forschungsgelder für "Ihre" Fusionsforschung könnten ja gefährdet sein. Das Vokabular der Beschimpfungen stellt ebenfalls alles in den Schatten, was hier je zu lesen war.

Überall kommt auch das Intelligenz-Gefälle dazu. Ein durchschnittlich intelligenter Karrierist, der sich glücklich einen Lehrstuhl gesichert hat, wird den Teufel tun und sich für Entwicklungen einsetzen, welche etablierten Großmächten wie der Kerntechnik-Mafia, den Energieversorgern oder den Mineralöl-Konzernen vielleicht nicht gefallen könnten. Vor allem aber hat er ja mangels Durchblick nicht die Spur einer Chance, überhaupt beurteilen zu können, worum es geht. Selbst die Entdecker neuer Zusammenhänge sind ja in aller Regel zunächst außerstande, nachhaltig zu erklären, wie die von ihnen beobachteten Abläufe eigentlich zu erklären sind.

Lustig ist, dass die größten Zyniker daraus, dass man etwas (noch) nicht erklären kann, die Gewissheit ziehen, dass die Beobachtung nicht stimmt. Historisch kann man darüber lächeln, wenn etwa Edison bei Vorführung seiner Glühbirnen vorgeworfen worden ist, er sei ein Betrüger. Faktisch ist aber der Konformismus des Mittelmaßes die Hauptursache dafür, dass manche Entdeckungen schlicht unterdrückt werden und andere zwei Generationen benötigen, um überhaupt bekannt(!) zu werden.

Dazu kommt noch die Politik. War ein Einstein immer seriös? Zumindest zeitweise hat er seine weltpolitischen Ziele wohl so verstanden, mit Atombomben und Geheimwissen "das Böse" bekämpfen zu müssen. Ein Böses, wohlbemerkt, welches ohne die Finanzierungen und Unterstützung von US-Geheimdiensten und US-Konzernen wie Rockefeller wohl kaum aus dem Sumpf Münchner Bierkeller herausgekommen wäre. Auch ein Einstein war also bereits Opfer gleichgeschalteter Medien und hatte massive Probleme, über seinen Tellerrand hinauszublicken. Die Folge war offensichtlich, dass dieser höchst einflussreiche Mann wichtige, aber in seinen Augen gefährliche Entwicklungen sabotierte.

Wie kommt man aus solchen zerstörerischen Zwängen heraus? Offensichtlich liegt der Schlüssel in der Grundeinstellung der Menschen. Intelligenz alleine ist nicht ausreichend - siehe Einstein -, aber sicher erforderlich, um überhaupt zu einer halbwegs qualifizierten Einschätzung von Gegebenheiten zu kommen; denn eines ist sicher: Auf "Experten" oder "Kapazitäten" kann man sich in keinem Fall verlassen. Entweder, man ist imstande, sich selbst ein Urteil zu bilden, oder man ist verloren.

Gesellschaftlich scheint mir der Knackpunkt in den Wertvorstellungen zu liegen. Im US-Denken, einfach möglichst viel Kohle zu machen - egal, wie! -, liegt vermutlich doch die Hauptursache für die selbstzerstörenden Entwicklungen westlicher Gesellschaften. Am gefährlichsten ist die Tatsache, dass für die Hoheit über die öffentliche Meinung die Sache selbst nicht die geringste Bedeutung hat, sondern ausschließlich die Frage, wer die Medien steuert.

Es wird Zeit, dass dem wieder Leitgedanken entgegengestellt werden, die mit echten Leistungen zu tun haben. Der, der den Nobelpreis verdient gehabt hätte, muss wieder mehr zählen als der, der ihn aus politischen Einflüssen heraus erhält. Für einen Journalisten muss die eigene Überzeugung wieder mehr zählen als die Überlegung, wie wohl Liz Mohn zum Thema eingestellt ist.

Unter dem Strich eine beklemmende, aber auch äußerst informative Lektüre.

print-jury 5* A1176 © 16.10.2013 ABR 4.607 Rezensionsexemplar
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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 23.10.2013 01:08:38 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.10.2013 11:02:49 GMT+02:00
Nur Die Nukleare-KernFusionsenergie, Raum-Energie und Vakuum-Energie sind die Energien der Zukunft !!
Die Nukleare-KernFusionsenergie ist schon Heute, schon Jetzt Einsatz-bereit, Einsatz-Fertig für die Energie-Versorgung der Menschheit, Aber die Nukleare-KernFusionsenergie, Raum-Energie und Vakuum-Energie werden Aber Zurückgehalten von Uns Der Energie-Mafia zugunsten der Nuklearen-Kernspaltungsenergie, Kohle, Erd-ÖL, Erd-Gas, Bio-Gas, Solar-Energie, Wasserkraft und Windenergie !!
Wir von Der Energie-Mafia werden Alles tun um Die Nukleare-KernFusionsenergie, Raum-Energie und Vakuum-Energie von den Menschen Fern zu Halten, um Alle Menschen auf der ganzen Erde So Richtig Abzuzocken Mit Viel zu Überteuerten Preisen für Nukleare-Kernspaltungsenergie, Solar-Energie, Kohle, Windenergie, Erd-ÖL, Bio-Gas, Erd-Gas und Wasserkraft !!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.11.2013 18:19:48 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.11.2013 18:23:02 GMT+01:00
jury meint:
Hallo, Sven!

Danke für Ihren Beitrag. Sie haben wohl vom Smartphone aus geschrieben? Die gelegentliche Großschreibung ist schon sehr gewöhnungsbedürftig - ich dachte erst weiß Gott was... Wahrscheinlich verdanken Sie Ihre Abklicks auch nur dieser Optik, nehmen Sie's nicht zu ernst :).

Auch ich habe mit großem Interesse von den Hoffnungsträgern der Energiegewinnung gelesen, die Sie aufzählen. Ich hoffe sehr, dass aus diesen Ansätzen irgendwann kostengünstige Energie ohne Risiken und Kollateralschäden gewonnen werden kann. Und natürlich hoffe ich, dass die Blockadehaltung der etablierten Energie-Industrie gebrochen werden kann. Eigentlich wäre das längst geschehen, wenn die Verbraucher, vor allem in Gewerbe und Industrie, von den schon lange vorhandenen Möglichkeiten zur autarken Versorgung entschlossen Gebrauch gemacht hätten. Anscheinend haben viele Unternehmer einfach zu viel Geld.

Ob die Italiener wirklich "heute schon fertig" sind, wie es im Buch steht und wie Sie schreiben, würde mich wirklich interessieren. Kennen Sie eine Anwendung, bei der die 1 MW-Boxen laufen? Gibt es Referenzen? Vielleicht sogar eine verständliche, seriöse Beschreibung des Funktionsprinzips? Das Buch von Ziegler, das ich in Ihrem Profil gefunden habe, ist mir ehrlich gesagt zu teuer. Mal sehen, ob ich es in der Bibliothek finde.

Veröffentlicht am 09.10.2014 15:37:21 GMT+02:00
Die Angewohnheit auf den nächstbesten Schuldigen zu zeigen ist unter anderem eines der Dinge wieso es mit der Technologie nicht weiter voran geht. Man denkt nur an sich. Und das tut der Großteil der Menschheit.

Angst und Blindheit sind die Symptome die unseren Fortschritt im Wege stehen. Die Krankheit von der diese ausgehen ist ein unreifer Menschheitsgeist. Wie das Leben selbst muss Weisheit in einem evolutionären Prozess erst einmal heranwachsen. Wir befinden uns noch auf dem Weg dahin. Wissen ist nicht Weisheit.
"Man braucht viel Wissen um eine Atombombe zu bauen aber weise ist das nicht"

Die Maschine die so voller Elan an dem Ast sägt auf dem wir sitzen befindet sich in unser aller Köpfen. Mit jedem mal wo wir eine Packung Küchenpapier kaufen, unser Auto bewegen oder ein Kleidungsstück kaufen drehen wir uns als braves Zahnrädchen im großen Getriebe der Maschine. Und je mehr wir Konsumieren desto schneller bewegt sich die Maschine. Bescheidenheit wäre das Mittel um die Maschine in einem Maß arbeiten zu lassen welches für unseren Planeten erträglich ist. Damit meine ich keinen totalen Verzicht sondern achtsames Umgehen mit Ressourcen.
Je Mehr derartiges getan wird desto schneller und vor allem weniger Zerstörerisch wird der wandel zu einem Utopia kommen.
Machen wir weiter wie zuvor und verschwenden so wird irgendwann die Maschine wahnsinnig schnell, die Teile (der Mensch) verschleißen und sie Platzt.

Gruß MacMarx
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