Kundenrezension

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Need for Speed - Most Wanted", 4. Juli 2012
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Need for Speed - Most Wanted [Software Pyramide] - [Xbox 360] (Videospiel)
Die Reihe an "Need for Speed"-Games scheint schier unendlich, trotz zahlreicher anderer ansprechender Versionen entschied ich mich letztendlich für den Klassiker "Most Wanted" als mein erstes und sicherlich nicht leztes "NFS"-Spiel für Xbox 360.

Die Story ist, wie man es von einem Rennspiel nicht anders erwartet, auf dem Reißbrett gefertigt, dient als Grundlage aber durchaus ihrem Zweck: Als neuer Outlaw in Rockport City wird man ersteinmal von der lokalen Police-Legende Sergent Cross begutachtet und zu gutem Verhalten gemahnt. Trotzdem möchte man sich natürlich als Fahrer im neuen Territorium behaupten und verliert prompt bei einem dubiosen Rennen seinen heiß geliebten BMW an den vor Ort berüchtigsten Racer namens Clarence "Razor" Callahan. Er ist es auch, der die Blacklist 15 anführt, also der von der Polizei sogenannte Most Wanted der Stadt ist. Mit Unterstützung der geheimnissvollen Mia Townsend und deren alten Kumpel Rog muss es einem nun gelingen sämtliche 15 Blacklist-Fahrer inklusive Razor nacheinander zu Rennen herauszufordern, zu besiegen und Most Wanted zu werden um seinen BMW zurück zu erhalten sowie die Ehre zu retten. Auf dem Weg dorthin machen es einem jedoch weder die gegnerischen Rennfahrer, noch die Polizei Rockport Citys besonders einfach.

Es macht zweifelsohne einen riesigen Spaß in wenigen Sekunden von 0 auf 100, 200, 300 und noch mehr Kilometer pro Stunde zu beschleunigen, die Straßen entlang zu rasen, andere Fahrzeuge, vor allem die Polizeiwagen, spektakulär von der Fahrbahn abzubringen und alles was nicht niet- und nagelfest ist rücksichtslos zu zerstören während im Hintergrund der gelungene Soundtrack verschiedener Interpreten schmettert. Letzterer kann aber vor allem nach einigen Fehlversuchen auch ganz schön nerven, sodass es lobenswert ist, dass die Musik im Menü abgestellt werden kann.
Wie an der Story schon zu erkennen ist, fährt man jedoch nicht die ganze Zeit nur sinnlos durch die Gegend, sondern hat die Aufgabe alle Blacklist-Fahrer zu besiegen. Um diese ersteinmal herausfordern zu können, muss man bei jedem Gegner aufs Neue ein bestimmtes Soll an Rennen (quasi Qualifikations-Rennen), Meilensteinen und Kopfgeld erfüllen. Bei Qualifikationsrennen verschiedenster Art sowie Blacklist-Rennen erhält man bares Geld, von dem man sich anschließend bei Autohändlern Wagen kaufen, diese in Werkstätten tunen lassen und abschließend fahren oder im Unterschlupf abstellen kann. Durch erreichte Meilensteine, bei denen man während Verfolgungsjagden mit der Polizei etc. bestimmte Aktionen durchführen muss, erhält man dann das ebenfalls zu Herausfordern benötigte Kopfgeld, das die Polizei auf einen Fahrer aussetzt. Je mehr Kopfgeld auf einem lastet, desto härter geht die Polizei mit einem ins Gericht, d. h. desto höher wird die Alarmstufe, von denen es 5 gibt, angesetzt. Wobei die 5. Stufe wirlich nur für etwas erfahrenere Racer geeignet ist, denn gegen Cross' Einheit bzw. ihn persönlich zieht man oft den Kürzeren. Auch die höher angesiedelten Blacklist-Gegner sind nicht immer beim ersten Versuch zu schlagen. Bei so manchem Rennen beißt man sich die Zähne aus und ist nahezu am verzweifeln. Doch mit genug Übung und Versuchen ist jeder Gegner mit der Zeit zu bewältigen.
Als einen guten Einfall empfinde ich die Tankstellen, Donut-Läden, Wasserspeicher etc. welche man mit einem kleinen Drift zur Seite in Schutt und Asche legen kann, um während einer Verfolgung mit der Polizei den ein oder anderen Wagen unter den Trümmern zu begraben.
Auch die Straßensperren der Polizei mit mehreren hundert km/h zu durchbrechen und dabei Wagen in hohem Bogen und qualmend durch die Luft zu schleudern birgt wahnsinnigen Spielspaß.
Um auch abseits der Story etwas Abwechslung zu bieten, kann man knifflige Herausforderungen sowie ganze Herausforderungsserien bestreiten und das Erreichen von Xbox-Erfolgen durch Besiegen der 15 Blacklist-Gegner ist auch gut gelöst.
Grandios ist meiner Meinung nach die Steuerung des Spiels. Ich wage zu behaupten, dass im Vergleich zu anderen Rennspielen die "NFS"-Games die momentan beste und einfachste Lenkung besitzen und so dem Gamer realer Rennspaß garantiert wird.
Da ist es eigentlich wirklich schade, dass das so gute Bild des Spiels durch eine etwas hinkende Grafik gestört wird. Während die Autos, Straßen, Häuser (vor allem die "Burger King"-Filialen), Bäume und die restliche Umgebung recht gut und detailreich animiert sind und für das gesamte Game ein stylisch cooles Design gewählt wurde, lösen die Explosionen der Tankstellen durch viel zu schwammige Effekte bei feinfühligen Gamern Augenkrebs aus.
Gelungen erscheint mir die Mischung aus Animationen und Real-Aufnahmen in den Video-Sequenzen, diese verleihen dem Spiel zusätzlich einen coolen Look. Hierbei ist auch die Leistung der Hauptdarsteller, die da wären Josie Maran als Mia Townsend, Derek Hamilton als Razor Calahan und Dean McKenzie als Sergeant Cross, als zufriedenstellend einzustufen auch wenn man keinesfalls Oscar-Niveau erwarten kann.
Schade finde ich es, dass man bis auf die Video-Sequenzen menschliche Figuren auf den Straßen völlig ausgeschlossen hat. Eine Stadt in der nur Autos herumfahren, zwar immerhin ein paar Kühe auf Wiesen grasen, aber keine Menschen am Straßenrand laufen, wirkt irgendwie irreal und trostlos. Selbst man selbst sitzt eigentlich nur im Auto und bewegt sich nie auf den eigenen Füßen. Auch wenn es sich natürlich in erster Linie um ein Rennspiel handelt wären Verfolgungsjagden zu Fuß etc. doch sicherlich für viele Gamer eine willkommene Abwechslung.
Die gebotene "NFS - MW"-Welt in Form einer fiktiben Stadt ist zwar wirklich nicht klein und ohne Frage von den Schauwerten der Umgebungen abwechslungsreich, hätte aber problemlos noch ein bis zwei freizuschaltende Stadtteile mehr besitzen können.
Als letztes möchte ich noch die zu geringe Auswahl an reizvollen Autos bei den Autohändlern bemänglen. Etwas mehr als die gebotenen 31 Wagen (+ stylische Blacklist-Fahrzeuge + eigenen BMW) hätten es aus meiner Sicht schon seien können.

Fazit: Ein anspruchsvolles, mitreißendes und cool designtes Rennspiel mit reichlich Action, leider aber auch einigen Abzügen bezüglich der gerade mal durchschnittlichen Grafik und dem fehlenden Einfallsreichtum der Macher.

Vielen Dank für das Lesen meiner Rezension.
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