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Kundenrezension

10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen War, Women, Whiskey & Motörhead, 29. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Motörizer Ltd.Edition (Audio CD)
Ich bin mit ziemlich hohen Erwartungen an die neue Motörhead Platte herangegangen weil mir bereits die beiden Vorgänger "Inferno" und "Kiss of Death" sehr gut gefallen haben. Vor allem "Kiss of Death" fand ich sehr gut, weil Motörhead mehr Melodien in ihre Songs eigebaut haben als auf "Inferno", welches mehr eine mächtige musikalische Dampfwalze war. Allerdings kann ich die Kritik an "Kiss of Death" sehr gut nachvollziehen, dass gerade wegen dieser Vielfalt, das Album ein wenig zusammengewürfelt klingt.

Für meinen Geschmack haben Motörhead mit "Motörizer" ein gutes Mittelding zwischen den beiden Vorgänger-Alben gefunden, ohne die bisher eingeschlagene musikalische Richtung zu verlassen. Das Album klingt für mich in-sich-geschlossener und kompakter als "Kiss of Death", jedoch um einiges mehr nach Rock'n'Roll als "Inferno".

Das Album bietet drückende Up-Time Nummern, rollende Mid-Tempo Songs und ebenfalls swingend-schleppende Shuffles, die jedoch alle wie gewohnt nach Lemmy und den Jungs klingen und sich auch sehr gut ergänzen.

Besonders hervorgehoben sei Phil Campbell's Gitarren-Arbeit, die musikalisch sehr viel ausgereifter und songdienlicher klingt als auf "Inferno" und "Kiss of Death" zusammen, jedoch ohne glatt oder langweilig zu wirken.

Ebenfalls hat Lemmy mit seinen Texten wieder eine tolle Arbeit geleistet. Es gibt wohl kaum einen zweiten Songwriter im Rock-Bereich der es sogut versteht wie Lemmy, dermaßen viel Ironie und bösen Witz in seine Lyrics einzubauen ohne lächerlich zu klingen. Ebenfalls kann der Motörhead-Frontmann wie gewohnt mit seinem rotzigen, dreckigen Basssound, der an einen Bomber-Motor aus dem 2ten Weltkrieg erinnert, überzeugen.

Zu Mikkey Dee ist nicht viel zu sagen, außer, dass er fantastisch ist, wie immer ;). Er versteht es meisterhaft, den Songs den richtigen Groove und die richtige Mikro-Time zu verleihen und ihnen mit den richtigen Fill-Inn's an den richtigen Stellen das gewisse "Etwas" zu geben. Das einzige Manko liegt, meiner Meinung nach, an Dee's Crash-Becken Sounds, die bei der Produktion sehr viel dünner und heller ausgefallen sind als sonst, was mir nicht gut gefällt. Bei diesem Soundbrett von Lemmy und Phil hätten die Crash-Becken ruhig ein wenig aggressiver ausfallen können.

Alles in allem ist "Motörizer" eine tolle Motörhead-Scheibe, die sich ohne Probleme in die lange Discographie einreihen kann. Auch das Cover ist sicherlich nicht das schlechteste, obwohl der legendäre Cover-Designer Joe Petagno leider abgesprungen ist. Motörhead zeigen der Welt mal wieder, wie Rock'n'Roll zu klingen hat. Sie presentieren sich dabei frisch, unaufgebraucht und bieten abgesehen von solider Rock-Arbeit auch an vielen Stellen tolle, kleine Ideen zum Arrangement und zur Instrumentierung, die "Motörizer" zu etwas Eigenständigem machen. Die Produktion ist ebenfalls sehr gut gelungen und führt den mittlerweile klassischen Kilmister-Campbell-Dee Sound in gewohnter Manie weiter. Jedem Motörhead- und Rock-Fan ist somit "Motörizer" wärmstens ans Herz gelegt. 4 Sterne aus dem Grund, da es nicht die Platte des Jahrhunderts ist ;).

P.S.: Jetzt ein für alle Mal an ALLE: Das Bassintro bei "Rock Out" ist weder Ace Of Spades, noch Iron Fist, noch We Are Motörhead sondern Nothing Up My Sleeve(!) von "Orgasmatron". Legt die scheibe mal rein und vergleicht. Ihr werdet es hören.
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Kommentare


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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 24.09.2008 14:58:35 GMT+02:00
kalle meint:
Schöne Besprechung, doch wirklich...
...aber:

Das Bass-Intro von 'Rock Out' hat mit dem von 'Nothing Up My Sleeve' etwa soviel zu tun wie Xavier Naidoo mit guter Musik, nämlich nicht besonders viel.

So isses.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.12.2008 01:30:27 GMT+01:00
Rudolf Lex meint:
Sorry, aber das ist echt Bullshit :) Es ist einfach genau dasselbe! Was soll ich sagen... (Mit Bassintro bei Rock Out meine ich den ersten Takt vom Song, bevor Phil mit der Gitarre reinkommt. Es ist offensichtlich der selbe Rhythmus!)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.03.2009 16:22:47 GMT+01:00
S. Lingen meint:
Hast Recht!!! Ist eindeutig der gleiche Ton der da angeschlagen wird. Hat mich auch sofort an "Nothing up my Sleeve" erinnert. Denn die Gute Alte Orgasmatron war seinerzeit mein Liebling und ungefähr 3millionenmal gehört.....ach dat waren noch Zeiten....:-))
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