Kundenrezension

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Think Brink, 3. August 2011
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= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Brink (uncut) (Videospiel)
Hallo allerseits!

Von den Einen geliebt, von den Anderen gehasst, bei kaum einem Shooter scheiden sich die Geister wie bei Brink. Hier heißt es für den unentschlossenen Käufer, ein Wagnis einzugehen. Auch ich habe mir dieses Spiel so "ins Blaue" hinein gekauft, in der Hoffnung, einen kurzweiligen Shooter mit knackigen Trophäen, netter Grafik und coolen Parkour-Elementen zu bekommen. Bis auf die Grafik wurden alle meine Erwartungen erfüllt. Dies lag aber eventuell auf daran, dass ich nie besonders hohe an Brink gestellt habe. Nichtsdestotrotz findet es immer wieder seinen Weg in die Playstation weil es einfach Spaß macht.

Die Story ist zugegebenermaßen ein wenig flach, hinterlässt aber einen bitter-humorösen Nachgeschmack mit seiner finsteren Zukunft, die tatsächlich nicht gänzlich unrealistisch ist. Dass die Grenzen zwischen Multi- und Singleplayer verschwimmen, stimmt sogar. Der Singleplayer unterscheidet sich kein Stück vom Multiplayer. Dafür darf man sich auch vor jedem Onlinematch die kurzen Einleitungs- und Schlussvideos angucken. Geschmackssache. Insgesamt, punktet Brink wirklich nicht mit der Story aber Gegner umballern klappt auch ohne ganz hervorragend.

Die Grafik ist der große Knackpunkt: Texturen laden noch während man auf sie zuläuft nach, zuerst matschiger als bei der Playstation 2, dann allmählich hochauflösend wie es sich gehört. Dasselbe in Videos: Ganz lustig, zuzusehen wie sich aus den zwei bunten Matschklumpen Stück für Stück Menschen herausformen. Wechselt man die Waffe, hält man mitunter ebenfalls ein grobgeformtes Stück Textur bevor sich Visier, Griff und Bemalung herauskristallisiert. Das alles ist leider das Resultat einer veralteten Engine, nicht schön anzusehen aber stört, ganz ehrlich, nicht den Spielfluss. Trotzdem: Ein dicker Minuspunkt in Punkto Grafik obwohl doch die Figuren durch ihren einfallreichen und bunten Comicstil richtig gut aussehen!

Die Steuerung ist standartmäßig, geht schnell in Fleisch und Blut über und wirkt gut durchdacht. Die SMART-Klettersteuerung ist mit der L2 Taste zu bedienen. Es gibt die Möglichkeit, selbige gedrückt zu halten, um absolut jedes Hindernis akrobatisch zu überwinden, sei es ein Sprung darüber oder das Erklettern einer Plattform, oder man tippt sie an um in einen Sprint überzuwechseln, der vor dem nächsten Hindernis sein Ende findet. Praktisch, wenn man sich vorstellt, mitten im Feindfeuer plötzlich unabsichtlich über seine Deckung hinweg zu hüpfen. Gut durchdacht.

Im Fokus der ganzen Chose steht selbstverständlich das Teamplay, um nicht zu sagen Teamspiel, an welchem so mancher Call of Duty Fan zu scheitern scheint. Natürlich hat dieses Prinzip zugegebenermaßen seine Aussetzer aber auch seine Höhepunkte. Spaß macht es zum Beispiel, einen Feind mit geballter Feuerkraft allmählich zurückzudrängen und einen Kommandoposten zu erobern. Keinen Spaß macht es, wenn der Gegner Geschütze vor besagtem Kommandoposten anbringt, und das eigene Team (teils wegen mangelnder Organisation) nicht durchdringen kann. Ist natürlich auch eine Sache der Sichtweise. Keine Sorge, wer seine Teamkameraden mit Gesundheits-, Waffen-, Kommandoposten- oder Munitionsbuffs verwöhnt hat, wird sich dennoch ganz oben in der Rangliste finden denn diese wird nicht anhand von Kills zusammengestellt sondern wieviel XP der Charakter im Laufe des Matches verdient hat. Und fürs Heilen gibt es um ein vielfaches mehr XP als fürs Töten. Nur so als Beispiel. So gesehen, gewinnt man in jedem Match, auch in verlorenen, denn XP kann man nie genug kriegen.
Hierzu sei noch gesagt, dass, zumindest im Singleplayer, die KI immer ausgefeilter wird, je höher man im Rang steigt, damit man immer gefordert wird. Eigentlich keine schlechte Idee, aber im Umkehrschluss wird die eigene KI immer inkompetenter, sodass ich mir in den eigentlich simpelsten Missionen vorkam, ganz allein gegen ein Heer von Supersoldaten antreten zu müssen. Und wenn einen das eigene Team nicht unterstützt, kann es schon mal zur Unmöglichkeit werden, einen Datakey o.Ä von A nach B zu transportieren, lauern doch hinter jeder Ecke die raffinierten Computer-Gegner. Hier hätte man die "Herausforderung" feiner abstimmen müssen. Insgesamt: Gut gemeint, weniger gut umgesetzt...

Der Umfang von Brink ist völlig akzeptabel, mit den Trophäen natürlich noch etwas umfangreicher, aber gut zu schaffen. Auch offline-Spieler haben eine Chance auf die Platin. Was ich gut finde, ist, dass Brink laufend erweitert wird, auch Trophäen kommen dazu. Negativ zu erwähnen wäre dann natürlich; Warum haben die Entwickler diese Inhalte nicht von vorneherein in die Vollversion gepackt?

Die Personalisierung der eigenen Spielfigur ist ein Extra, das kein anderer Shooter bereithält, auf solchen Schlachtfeldern sehen schließlich alle Soldaten gleich aus. Laaaangweilig! Brink dagegen lässt unglaublich viel Spielraum im Kreieren des schießwütigen Alter-Egos. Mal kombiniert man ein cooles Muscle-Shirt mit Löchern mit einer schlabberigen Tarnhose mit Knieschonern und Sneakers. Oder man läuft, über und über tätowiert (auch im Gesicht möglich!) einfach mit nacktem Oberkörper übers Schlachfeld. Graue Rüstungen, lässige "Recycle-Looks", Zerfetzte Klamotten, Schutzanzüge, Gasmasken, Hockeymasken, Kapuzenshirts, Schutzbrillen, Armbinden oder Clownsschminke (kein Scherz), alles ist in jedweder Kombination möglich. Scherzkekse oder Shooterveteranen bauen sich hier ihre persönliche Spielfigur zusammen, die dann im coolen Comic-Endzeit-Look übers Schlachfeld wandert. Kein Soldat sieht aus wie der Andere, neben verschiedenen Gesichtern, kann man seinem Charakter auch noch Narben verpassen, von potthässlich bis markant ist wohl für jeden Geschmack etwas dabei. Zur Not überkleistert man es mit Gesichtsbemalung. Kurzum: Hier ist massig Spielraum (achtung, Wortspiel) gegeben und es macht wirklich Spaß diesen auszureizen!

Die Bewaffnung ist nicht allzu üppig, aber völlig ausreichend. Es gibt keine Scharfschützen- allenfalls Präzisionsgewehre, denn snipern ist hier unüblich. Schrotflinten, Sturmgewehre, Bullpupwaffen, MPs, Pistolen und Revolver, die man sich auch auf seine Art einrichten kann. Unterlaufgranatenwerfer oder Doppelgriff? Schalldämpfer oder Mündungsbremse? High-Cap- oder Trommelmagazin? Eingestelltes oder Rotpunktvisier? So kommt es, dass die favorisierte Waffe am Ende wirklich super aussieht und auch leicht verbessert wird. Hierzu sei gesagt, dass man die meisten der Extras mithilfe von "Aufgaben" in drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden freischaltet. Ich empfehle übrigens dringend, diese Aufgaben ziemlich am Anfang des Spiels zu erledigen!

Mein Fazit: Brink ist in meinen Augen ein mehr als zufriedenstellender und solider Shooter, macht mir eigentlich sogar mehr Spaß als allseits beliebte Vertreter wie Bad Company, schließlich sind hier fairerweise keine One-Hit-Kills möglich, weil jede Spielfigur eine sich regenerierende Lebensleiste besitzt. Dies ist selbstverständlich total unrealistisch, aber gerade deswegen hat Brink für mich so einen besonderen Flair, weil sich hier keine realitätsnahen Soldaten Kopfschüsse verpassen und beim Abtreten noch erbarmungswürdige Todesschreie von sich geben, sondern sich zwei Parteien in einem Zukunftsszenario herrlich unrealistisch aber dafür nicht besonders grausam die Köppe einschlagen. Soviel sei verraten: Ich hatte das letzte Mal bei Star Wars Battlefront II so viel Spaß an einem einfachen Shooter!
Hier heißt die Devise für den immer noch unentschlossenen Käufer von oben: Einfach mal ausprobieren! Schließlich ist der Preis ja mittlerweile schon wieder gesunken und um es ab und zu mal wieder einzulegen und eine Runde oder zwei zu zocken ist Brink allemal!
Ich möchte noch für alle USK-Flatschen-Gegner eine Empfehlung aussprechen: Brink hat ein Wendecover vom Feinsten! Nicht nur das USK sondern auch das PEGI Logo fallen weg und alles, was bleibt ist das Cover selbst sowie die Spielbeschreibung auf der Rückseite. Ich wage zu behaupten, dass Brink eines der schönsten Wendecover meiner ganzen Spielesammlung besitzt.

Wer es also nicht mag: Keine Sorge, es macht sich wenigstens gut im Regal!

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