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Kundenrezension

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Es war leider zu erwarten..., 16. April 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Winners & Boozers (Audio CD)
Es tut mir wirklich leid, eine so schlechte Bewertung für ein Album einer Band zu verfassen, die ich bisher für ihre Vielseitigkeit, ihre Professionalität, ihre Mischung aus Spaß und Ernst und ihrer Musik bewundert habe. Was Fiddler's Green mit dieser Platte jedoch abgeliefert haben, beleidigt fast schon alles, was sie vorher verkörpert und veröffentlicht haben.

Musikalisch gesehen bietet das Album keinerlei Reize. Viele Lieder klingen gleich, manche Lieder klingen wie solche des Vorgängeralbums ("Never Hide" hat mich beispielsweise sehr an "Fields of Green" erinnert). Beinahe jedes Lied hat diese treibende, hektische Geschwindigkeit, die ganz genau auf das Auf- und Abhüpfen einer tosenden Menge abgestimmt ist. Ständig vermittelt die Musik einem so dieses "SPASS, SPASS, LOS HABT DOCH ENDLICH ALLE SPAAAAASS UND VERGESST EURE SORGEN!!!!!", was ich sonst nur aus den Single-Charts und dem Schlager kenne. Kaum ein Lied hat ansprechende und komplexe Melodien und alles ist viel zu erzwungen "locker" und alle sind gut drauf, YEAH. Das finde ich in etwa so nervtötend wie diese Familienspaß-Animateure im Sommerurlaub, die die ganze Zeit rumwirbeln und das Gefühl vermitteln, alles sei so bunt und lustig, obwohl es einfach nur langweilig ist und man keine besseren Ideen hatte. Genau das allerdings befürchte ich auch bei diesem Album: Für abwechslungsreiche Musik sind Fiddler's Green vielleicht einfach die Ideen ausgegangen.

Textlich ist das Album, mit Verlaub, ein ziemlicher Griff ins Klo. Handelten einige der Lieder der Vorgängeralben von ausgelassenem Alkoholkonsum, hat nun wirklich JEDES Lied dieses Thema, bzw. entweder das oder es geht um irgendwelche nicht näher definierten "Girls". In fast jedem Lied kommt mindestens einmal der Name eines alkoholischen Getränks sowie mindestens einmal das Wort "Pub" oder "Bar" vor, Alkoholkonsum wird nicht nur verherrlicht, sondern geradezu glorifiziert. "Buccaneer" und "Don't Look Back" handeln beide von höchst lebensverändernden Begegnungen in einer Bar bzw. einem Pub, "Old Dun Cow" ist eine Geschichte über Menschen, die sich betrinken und dabei viel erleben, jedoch nicht einer Bar oder einem Pub, sondern einem "public place". Gratulation für so viel Innovation und Vielseitigkeit bei der Auswahl der Lokalitäten, an denen das Besäufnis stattfindet. "We Don't Care", "Raise Your Arms" und "Never Hide" erzeugen entweder mit sich ständig wiederholenden Ausrufen ("WE DON'T CARE VERDAMMT NOCHMAL, HABT IHRS JETZT KAPIERT?!?!") oder eingängigen Kinderreimen ("Raise your arms, raise your voice, raise your hand, make some noise") ein betrunkenes Wohlfühlgefühl, in dem alle sich liebhaben, schunkeln und gar nichts Böses mehr voneinander denken (zumindest solange es noch Alkohol gibt). "The More The Merrier" ist eine stumpfe Aneinanderreihung von "je mehr dies, desto mehr jenes" (meine Lieblingszeile: "The more I dive, the more I'm wet." Na, wer hätte das gedacht), was nach kurzer Zeit nicht mehr lustig, sondern nur noch anstrengend ist. "Song for the Living" ist so schlicht und lebensbejahend, dass es einfach nur öde ist ("Shout out loud, take a ride, und natürlich nicht den PUB vergessen" etc. etc.). "No More Pawn" ist, ähnlich The More The Merrier, eine stumpfe Aneinanderreihung von Dingen, die ein offenbar verlassener Liebhaber seiner Geliebten so geben würde, wenn sie bei ihm bliebe. Alles beginnt mit "I'll..." und der Text agiert nach dem Schema "reim dich oder ich fress dich". Hurra, man merkt so richtig, wie viel Zeit man sich mit diesen Texten genommen hat, denn "Sich Betrinken und Spaß dabei haben, harrharr" ist ja schließlich ein Thema, das man über 16 Lieder hinweg immer mal wieder aufgreifen sollte, weil es so viel Potential hat bzw. nicht. Einzig und allein "No Lullaby" und "Into the Sunset Again" durchbrechen dieses Schema, wobei mir ersteres musikalisch zu schunkelig ist, um es wirklich gut zu finden.

Tja, ein Konzeptalbum übers Saufen also. Schön.

Zwei Sterne bekommt das Album trotzdem von mir. Einen für das grandiose Lied "Into the Sunset Again", welches als einziges weder schunkelig noch treibend und rockig ist, sondern melancholisch und tiefgründig, sowohl musikalisch als auch textlich.
Den zweiten Stern bekommt das Album dafür, dass die Bandmitglieder nach wie vor ein sehr virtuoses Spiel betreiben und durchaus mal wieder zeigen, dass sie ihre Instrumente voll und ganz beherrschen. Dazu kommt noch, dass sie offensichtlich viel Spaß beim Produzieren des Albums hatten, zu bemerken an den enthusiastischen Zwischenrufen während und zwischen den Liedern. Das ist letztendlich das, was mir an Fiddler's Green immer gefallen hat: Sie hatten Spaß und standen voll und ganz hinter dem, was sie tun. Davon könnten sich viele Bands eine Scheibe abschneiden.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 03.06.2014 22:02:07 GMT+02:00
mexx meint:
voll getroffen.

into the sunset again ist ja ein altes lied, das es schon seit 10 jahren gibt ;)
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