Kundenrezension

6 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die beste seit Painkiller!, 23. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Redeemer of Souls (Deluxe) (Audio CD)
Mein Güte, was war das damals für ein zwiespältiges Gefühl als unsere Metal-Gods ihr Konzeptwerk "Nostradamus" ankündigten.
Und leider sollte sich das miese Gefühl bestätigen. Mehr als eine Hand voll gute Songs hatte das Doppel-Album nicht zu
bieten. Dann noch die Ankündigung einer Abschiedstournee und der eher unrühmliche Ausstig K.K. Downings ließen wenig Hoffnung auf zukünftige Aktivitäten der Band. Soll es das wirklich gewesen sein mit einer der größten Metal Bands dieses Planeten?

NEIN! Natürlich nicht! Mit "Redeemer Of Souls" meldet sich die britishe Heavy-Metal Combo mit einem Paukenschlag zurück. Meiner Meinung nach lässt sich das Album schwierig mit nur einem
Album aus der Vergangenheit vergleichen. Viel mehr klingt das alles hier nach einem Best Of Priest. Ich werde jetzt nicht haargenau auf jeden einzelnen Song eingehen, dass haben andere schon zu genüge getan. Aber das Eröffnungstrio "Dragonaut", "Redeemer Of Souls" und "Halls Of Valhalla" muss ich einfach erwähnen, denn die hätten auch auf einem der 80er Alben wie "Defenders Of Faith" oder auch "Screaming For Veangence" eine gute Figur gemacht. Hier merkt man sofort, dass die Gitarren wieder im Vordergrund stehen. Das Gitarrenduo Tipton/Faulkner harmonieren perfekt. Natürlich ist es schade das K.K. auf dieser Platte fehlt aber wer weiß, womöglich hat gerade der neue Jungspund für frischen Wind in den alten Segeln gesorgt. Die Refrains bohren sich in die Ohren und man möchte gleich seine Luftgitarre auspacken. Ja, ja, dass Riffing mag nicht innovativ sein aber verdammt noch mal, es tritt in den Arsch. Das sind zu 100% Priest! Weitere Highlights sind definitiv das groovende "Crossfire" oder auch das sehr eingängige "March Of The Damned", die beide auch aus "British Steel" Sessions hätten stammen können. Mit "Battlecry" und "Metalizer" gibt es auch zwei Tracks, die vom Härtegrad her sicher in die "Painkiller" Kerbe schlagen. Überhaupt hat die ganze CD einen guten Härtegrad ohne auf moderne Experimente ala "Demolition" zurückgreifen zu müssen. Hier hört sich einfach alles Retro an. Dadurch das die Produktion ebenfalls extrem oldschoolig geraten ist, könnte man meinen man hört ein Album aus den 80ern. Ich finde es stellt eine tolle Abwechslung zu den ganzen Hochglanzproduktionen der moderneren Metalbands dar und die ganze Scheibe bekommt dadurch ihren eigenen Klangcharakter. Sowas hängt natürlich auch vom Genre ab aber zu einem rohen Oldschool Heavy-Metal Album passt es wie Arsch auf Eimer. Bei einer Band wie Nightwish oder Stratovarius würde das natürlich eher weniger passen. Zum Ende gibt es das traurige, sentimentale und nachdenkliche "Beginning Of The End" das von Rob Halford wirklich leidenschaftlich intoniert wurde. Gänsehaut! Aber auch sonst macht er eine erstaunlich fitte Figur. Die signifikanten Screams gibt es natürlich nur noch wohl dosiert zu hören aber meine Güte, dem Mann sei es Verziehen. Er ist fast ein Mitt-Sechziger. Eine Stimme ist nunmal keine Gitarre, sie verändert sich im Laufe der Zeit, genau so wie die körperliche Kondition. Abgesehen davon gibt es sonst aber auch nichts an seiner Gesangsleistung auszusetzen. Das ganze wird mit wesentlich mehr Power vorgetragen als auf den zwei Vorgänger Alben. Totalausfälle, Fehlanzeige! Die ganze CD bietet ein durchweg hochklassiges Niveau.

Wer zur Deluxe Variante greift, erhält neben dem edlen Digibook auch noch eine Bonus-CD mit !fünf! Bonustracks. Bevor ich auf die eingehe, muss ich einfach auch noch mal das Coverartwork loben. So hat ein Heavy-Metal Cover auszusehen, wirklich das schönste in der gesamten Diskographie. Zurück zur Bonus-CD. Normalerweise sind solche Sachen ja verzichtbar, weil die Bonuszugaben ja meist überhaupt nicht an die Qualität der regulären CD heranreichen. Hier nicht! Wer die Wahl hat, greift hier zu, denn Liebhaber von Turbo bekommen hier nochmal mit "Snakebite" und "Bring It On" zwei klassische Hard-Rock Tracks die an jenes Album erinnern. Diese gehen typischerweise sofort ins Ohr. "Creatures" oder auch "Tears Of Blood" sind etwas verspielter und nicht so straight nach vorn. Während ersterer eher ungewöhnliche Töne im Priest Universum anschlägt und sicherlich paar mehr Durchläufe benötigt, ist letzterer ein klassischer Priest-Banger mit einem Hauch von Neo-Klassik. Zu guter Letzt gibt es noch die Ballade "Never Forget", in der Dankesworte an die treuen Fans gerichtet werden. Diese ist nicht so düster wie "Beginning Of The End" und ist sicher etwas radiotauglicher als ersterer. Mit "Never Forget" klingt das Album wirklich perfekt aus.

Klar kommt "Redeemer Of Souls" an kein "Painkiller" ran und auch an kein "Screaming For Vengeance". Dafür passiert zu wenig neues, zu wenig frisches. Allerdings wird das altbekannte hier perfekt in tollen, spannenden und packenden Songs zelebriert. Und das ist schon wesentlich mehr als viele andere der großen Dinosaurier-Bands geschafft haben. Das Album hat in jedem Fall 4 Sterne verdient, von mir bekommt es aber 5. Denn was die Herrschaften hier für ein starkes und spritziges Werk, gemessen am eigenen Alter, gemessen an der Länge der Karriere, gemessen an aktuelleren Veröffentlichungen anderer Bands aus der Zeit, hier noch auf die Beine gestellt haben, ist schon beeindruckend. Das beste seit "Painkiller"! Priest Is Back!
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