Kundenrezension

29 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nexus 7 oder LG Gpad 8.3, 1. Januar 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Asus Nexus 7 ASUS-1A019A 17,8 cm (7 Zoll) Tablet-PC (Qualcomm Snapdragon S4 Pro 8064, 1,5GHz, 2GB RAM, 32GB HDD, Adreno 320, WiFi, Android OS) schwarz - Modell 2013 (Personal Computers)
Mein Lenovo Thinkpad Tablet (10“ 1280x800 Pixel, 150dpi) nutze ich primär zum lesen von Dokumenten. Verglichen mit den meisten Fachbüchern sind die gut 700 Gramm Gewicht gering, aber etwas leichter/kleiner, mehr Auflösung und Geschwindigkeit sowie eine längere Akkulaufzeit schienen nach fast 2 Jahren Nutzung wünschenswert. Anfangs hatte ich einen Nachfolger gesucht, der wieder einen Stifteingabe ermöglicht, was aber die Auswahl extrem einschränkte: Samsung Galaxy Note 8.0, dessen relativ geringe Auflösung (189dpi)für meinen Zweck unzureichend war. Schließlich war meine Wahl auf das LG Gpad 8.3 gefallen (Bildschirmgröße/-auflösung und SD-Karte), doch dann hatte ich vor dem Kauf die Möglichkeit LG und Nexus direkt nebeneinander zu vergleichen.

Das in der Diagonale 1.3“ größere Display des LG (270dpi) macht das Lesen von PDF-Dokumenten ein ganzes Stück angenehmer.
Beim Nexus ist es öfter nötig zu zoomen, was technisch gut funktioniert, doch den Lesefluss etwas bremsen kann. Dafür ist es wiederum wesentlich entspannter mit nur einer Hand zu halten, was beim LG, je nach Handgröße, mehr oder weniger gut gelingt.
Grundsätzlich spielen die im PDF-Buch genutzte Schriftart und das Layout (Breite des Textes im Verhältnis zum Rand) eine entscheidende Rolle für die bequeme Lesbarkeit. Was gedruckt edel und ansprechend aussieht, ohne die Lesbarkeit zu beeinträchtigen, ist auf einem Tablet (mit weniger als 10“ und ohne Retina-Display) keineswegs optimal.
Hier besteht aus meiner Sicht seitens der Büchermacher noch eine ganze Menge ungenutztes Potenzial - ein Buch als PDF auszugeben und etwas billiger verkaufen reicht nicht. Die Süddeutsche Zeitung hat ihr Layout auch für`s elektronischen Lesen angepasst.

Die Geschwindigkeit beider Geräte fand ich rundrum überzeugend.
Das Display des LG zeigte keine der öfter (auch hier) erwähnten Fehler (ungleichmäßige Randausleuchtung, Gelbstich), ist aber bei weitem nicht so hell wie das des Nexus. Für eine angenehme Helligkeit (bei Kaufhausbeleuchtung) musste der Regler auf ca. 70% gezogen werden. Farben bzw. Weißtöne sind wärmer als beim Nexus, was aber nur im direkten Vergleich auffällt. Subjektiv gefiel mir der Nexus-Bildschirm trotzdem besser.

Nicht so überzeugend war die beim LG mit dieser Helligkeit angebene Restlaufzeit von 5:20 Stunden bei einem Ladestand von 96%. Letztlich braucht ein größeres Display mehr Strom und einen Teil der beim Nexus besseren Laufzeit könnte auch durch die neuere Android-Version bedingt sein.
Mittlerweile weiß ich, dass das Nexus bei mir (je nach Häufigkeit der Nutzung und Lichtverhältnissen) mit WLAN und Lesen 2-3 Tage mit einer Akkuladung läuft.

Auffallend war die offenbar schlechtere Anpassung des LG an den Chrome Browser.
Beim Nexus bringt schnelles doppeltes Antippen die Text-Darstellung auf die für das Display maximal mögliche Breite. Beim LG schien das nur zu funktionieren, wenn die Schriftgröße in den Systemeinstellungen passend gewählt war. Da diese mit einem Regler (Prozentwerte) einstellbar ist, war es ein ziemliches Gefummel, bis es endlich passte. Gleichzeitig war damit auch die Systemschrift verändert und nicht unbedingt optimal.

Android im Google-Standard-Look oder bunt-überladenes LG-Android ist eine Frage von Gewohnheit - und Geschmacksnerven.
Die von LG integierte Screenshot-Funktion einschließlich Markierstift gefiel mir sehr gut, sowas gibt es beim Nexus nicht ohne Root. Ansonsten fand ich die LG-Anpassungen mehr nervig als nützlich.
Die Funktionen des mittleren (Home) und rechten Softkeys sind ziemlich anders. Das war ungefähr so, als ob Blinker, Scheibenwischer und Lichtschalter im Auto vertauscht worden sind. Ja, kann man sich dran gewöhnen, ist bei einem Leihwagen auch nötig. Teilweise sind die Softkeys bei LG auch anpassbar. Aber wenn das Smartphone „normal“ funktioniert, wird eine andere Tabletbedienung für mich sehr schnell sehr lästig. Die LG-Variante als Google Play Edition mit Google-Android ist in Deutschland leider nicht erhältlich.

Der SD-Slot war lange Zeit ein wesentlicher Plus-Punkt für das LG Pad.
Aber die 32GB-Karte im Lenovo war inzwischen fast voll und ich mußte mir eingestehen, dass eine 64GB-Karte im LG auch mal voll werde würde. Nach dem Ausmisten der vorhandenem Karte wurde klar, dass die frei nutzbaren 26GB des Nexus bei weitem ausreichen, wenn zB die 2012er Jahrgänge von Zeitschriften in ein PC- bzw. NAS-Archiv wandern und bei Bedarf trotzdem über einen ftp-Zugriff zugänglich sind. Mit dem Totalcomander oder ES Dateiexplorer ist das sehr bequem möglich.

Die Tücke dieser Lösung lag allerdings in einem (mir) unbekannten Andorid-Detail.
Was immer in den internen Tablet-Speicher kopiert wird, erhält das Datum des Tages, an dem es kopiert wurde. Beim Kopieren auf eine (externe) SD-Karte bleibt das Datum dagegen unverändert. Der Bildbetrachter QuickPic ist zwar trotzdem in der Lage, nach Aufnahmedatum (EXIF) zu sortieren. Doch bei allen anderen Dateien bzw. für ein Backup führt das schnell ins Chaos. Die kostenlose App Syncme Wireless löst dieses Problem durch eine kleine intern geführte Datenbank, was auch zu funktionieren scheint, solange die Dateien ausschließlich damit bewegt werden.

Nach längerem Abwägen habe ich mich letztlich für`s Nexus entschieden.
Das Preis-Leistungsverhältnis ist überragend, Verarbeitung, Bildschirm, Innenleben und Akkulaufzeit sind sehr gut, ebenso ist die Versorgung mit aktuellen Android-Versionen gesichert - auch wenn der Wissensdurst von Google mit jeder neuen Version zunimmt und die Wege es zu steuern verschlungener werden. Das aktuelle ct-Magazin 2014-02 bietet in dieser Hinsicht sehr viel qualifizierte Hilfestellung für die Einrichtung.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 29.03.2014 17:11:46 GMT+01:00
Einbecker meint:
Ich nutze zum pdf-lesen EBookDroid, dort kann man die weißen Ränder des Dokuments automatisch abschneiden lassen. Das mit dem Datum beim Kopieren: schuld daran ist wahrscheinlich die Linux-Formatierung des internen Speichers. Screenshot-Funktion gibt es so weiß ich weiß seit android 4: einfach An-/Austaste und Lautstärke-leiser-Taste gleichzeitig drücken.
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