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Kundenrezension

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein gelungenes Finale mit großen emotionalen Momenten, 6. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Clockwork Princess: Chroniken der Schattenjäger (3) (Gebundene Ausgabe)
Zitat:
„Wer bin ich?“, flüsterte Will. „Jahrelang habe ich so getan, als ob ich jemand anderes wäre. Und dann habe ich mich schon bei dem Gedanken gefreut, dass ich zu meinem wahren Ich zurückkehren könnte – nur um festzustellen, dass es kein wahres Ich gibt, zu dem ich zurückkehren kann. Ich war ein ganz gewöhnliches Kind und danach kein besonders guter Mann und jetzt weiß ich nicht mehr, wie ich das eine oder das andere sein soll. Ich weiß nicht, was ich bin, und wenn Jem nicht mehr ist, gibt es niemanden, der es mir zeigen könnte.“
(S. 130)

Inhalt:
Ungefähr zwei Monate sind seit den letzten Geschehnissen vergangen. Zwei Monate, in denen alle im Institut von Wills „Fluch“ erfahren haben. Zwei Monate, in denen nicht viel passiert ist, als dass Will sich sträubt, seine Schwester Cecily um sich zu haben und zur Schattenjägerin zu trainieren. Eine ereignislose Zeit, in der es auch still um Mortmain und die Automaten ist.

Bis Gabriel Lightwood von dem Endstadium der Dämonenpocken seines Vaters erzählt und ein Kampf gegen das Monster vonnöten ist. Doch dieses Ereignis löst eine Kette weiterer aus und Charlottes Leitung des Instituts ist gefährdet – ebenso wie das Leben von Tessas Verlobtem und Wills Parabatai Jem.

Meinung:
Direkt nach dem Lesen von Band 2 habe ich zu diesem dritten Teil gegriffen, der mich zutiefst berühren konnte.

Schnell war ich zurück in London, knapp zwei Monate nach den letzten Ereignissen. Tessa probiert bereits ihr Brautkleid an, Wills Schwester Cecily wird von dem sich stets weigernden Will trainiert, als Gabriel Lightwood die Bewohner des Instituts alarmiert. Sein Vater hat sich in einen Dämon verwandelt, der rein aufs Töten aus ist und dem es entgegenzutreten gilt. Gemeinsam besiegen sie den Dämon, was aber nicht spurlos an dem „Vatermörder“ Gabriel vorbeizieht.

Dass diese Entwicklung der Auftakt einer gar widerwärtigen Intrige ist, hätte ich anfangs nicht vermutet. Als der Konsul den Lightwoods ein Angebot unterbreitet, schien meine Meinung über den jüngeren der Brüder besiegelt, doch wie auch viele andere Charaktere konnte er mich durchaus überraschen.

Cassandra Clare hat mit dem Abschluss ihrer Trilogie ein gelungenes Ende geschaffen, das emotional berührt, vor Spannung strotzt und wichtige Antworten liefert. Ich hätte mir vielleicht noch gewünscht, dass die Spaltung der Schattenjäger thematisiert wird, um die gesamte Geschichte abzurunden, denn sie streute bereits viele kleine Background-Infos für die „Chroniken der Unterwelt“ ein, die Reisen mit dem Portal, der Herondale-Stern oder Izzys Rubinkette…

Die 600-Seiten-Geschichte besitzt mehr als eine überraschende Wendung, die ich so niemals vorhersehen oder erahnen hätte können. So unterband Cassandra Clare das Gefühl jeglicher Längen, obwohl ihr Schreibstil weiterhin sehr überdetaillierte Beschreibungen enthält. Spannend zu verfolgen war auch der Schriftwechsel zwischen dem Konsul und der Kongregation/dem Inquisitor, der immer wieder in die laufende Geschichte eingeflossen ist, um zu verstehen, was hinter den Kulissen abläuft.

Auch ihren Charakteren hat Cassandra Clare teilweise eine große Entwicklung gegönnt, sie aber auch mehrfach gemeinsam mit dem Leser auf einen emotionalen Höllentrip geschickt.

Schon auf den ersten Seiten war mir Will wieder sympathisch. Er scherzt, gibt seine Sprüche preis und das obwohl seine Liebe des Lebens seinen „Bruder“ Jem heiraten wird. Er hält sein Versprechen, die Liebe zwischen den beiden niemals anzutasten, ganz egal, wie sehr ihn diese Entscheidung quält.

Tessa geht es kaum anders. Wie gerne hätte sie Will ihre Liebe gestanden. Die Liebe ihres Herzens, das zwei Menschen gleichermaßen liebt. Doch es wäre Unrecht, Will damit zu belasten, wo sie doch Jem heiraten wird.

In Clockwork Princess dreht sich vieles um dieses besondere Liebesdreieck. Spätestens am Ende des Epilogs hat man rückblickend das Gefühl, Cassandra Clare wolle dem damit verbundenen Standard entfliehen und versucht, eine für alle Beteiligten gute Lösung zu finden. So hat sie die beste Möglichkeit für ihre Charaktere gesucht und in ein absolut emotionales Highlight verwandelt, das zu Tränen rührt, auch wenn man dem Drang widerstehen muss, es SO nicht in Ordnung zu finden und ich hoffe, dass wir vielleicht in „City of Heavenly Fire“ noch mehr erfahren.

Urteil:
„Clockwork Princess“ ist ein gelungenes Finale der „Chroniken der Schattenjäger“-Trilogie. Zahlreiche emotionale Momente werden von überraschenden Wendungen abgelöst, die Spannung stets gesteigert und die Geschichte selbst perfekt abgerundet. Die Autorin spannt erneut einen Bogen zu den „Chroniken der Unterwelt“ und rundet so ihre Geschichte um die Schattenjäger ab. Knappe 5 Bücher für Tessa, Will und Jem.

Für Fans der Vorgänger natürlich ein Muss. Alle Liebhaber der „Chroniken der Unterwelt“, die neugierig auf die kurzen Andeutungen von Seiten der Unsterblichen sind, sollten sich die Trilogie unbedingt genauer anschauen.

Die Serie:
1. Clockwork Angel
2. Clockwork Prince
3. Clockwork Princess

©his-and-her-books.blogspot.de
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