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Kundenrezension

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Naja...., 1. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: KONTROLLIERT AUSSER KONTROLLE: Das Tagebuch einer Magersüchtigen (Broschiert)
Ich habe mir das Buch gekauft, weil ich einmal die Gedankengänge einer Magersüchtigen verfolgen wollte (ich selbst bin nicht magersüchtig, aber im Bekanntenkreis gibt es 2 Fälle). Ich wollte einfach mal lesen, was in einem Kopf einer 30-Kilo-Frau vorgeht. Und nach über 230 Seiten bin ich froh, dass ich diese Welt wieder verlassen darf... Hannah Blumroth schreibt ganz unverblümt, wie es ihr und ihrer Familie/Umfeld mit der Magersucht ergeht. Sie schreibt knallhart, was ich sehr gut finde, denn sie nimmt kein Blatt vor dem Mund. Am Anfang habe ich totales Mitleid mit der jungen, zarten Hanna. Aber umso mehr ich in dem Buch lese, umsomehr wird aus meinem Mitleid eher Unverständnis und zum Schluss das Gefühl "selbst Schuld, sie will es so". Sie kommt zur Magersucht, wie die Jungfrau zum Kind. Sie muss schwere Schicksalschläge erleben (Verlust von geliebten Menschen), und fängt dann irgendwann mit dem diäten an, bis es ein Ausmaß annimmt, das mich als Leserin zum einen schockiert zum anderen total anekelt (sie beschreibt, wie sich sich nach dem Essen Finger in den Hals steckt, sie isst teilweise nur Eiswürfel mit ein paar Kuchenkrümel, sie nimmt Abführmittel, dass sie sich leicht wie eine Feder fühlt). Nach einer gewissen Intervalle wiederholen sich die Kapitelinhalte (was halt die Krankheit so an sich hat, da es wie ein Teufelskreis ist und immer wieder von vorne beginnt, also sprich sie nimmt ein bisschen zu, sie nimmt stark ab, sie nimmt ein bisschen zu, sie nimmt stark ab). Ich dachte, dass ihre Geschichte ein Happy End hat, aber leider ist dem nicht so. An dem letzten Kapitel angekommen, stößt man schon wieder auf eine ihre Aussagen "ich weiß nicht, wie es mit mir weiter geht. Ich weiß nicht, ob ich Magersüchtig bleibe oder nicht". Also für mich scheint es so, als wäre sie nach 4 Klinikaufenthalten immer noch nicht genesen und sie dreht sich dadurch immer im Kreis. Was mich auch total nervt (meine persönliche Meinung) ist, dass man immer wieder raushört, dass sie eigentlich mit ihrem tiefsten Gewicht von 29 kg sehr zufrieden war und eigentlich besteht ihrerseits kein großes Interesse, zu zunehmen. ich finde es daher persönlich schade, wie viel Geld man durch sie in Klinkaufenhalte von mehreren Monaten gesteckt hat, wie viel Zeit und Aufwand Therapeuten, Ärzte, Familienangehörige in sie gesteckt haben, aber leider alles letztendlich ohne Erfolg, weil sie bereits beim Entlassen aus der Klinik wieder als erstes darüber nachdenkt, wie sie schnell wieder abnehmen kann. Sie lernt nix... gar nix aus ihren endlosen Gesprächen mit der Mutter, Ärzten, Therapeuten, Psychologen. Ich habe die Aussage auch schrecklich gefunden, dass sie nicht "normal" sein will, sonder lieber die magersüchtige Hanna. Insofern sieht man, dass sie in ihrer Denkweise nix geändert hat und vom Anfang des Buches bis zum Schluss des Buches kein Umdenken, keine Einsicht vorhanden ist. Wenn ein Leser selbst von Magersucht betroffen ist, und durch dieses Buch Antworten geschweige dem eine Lösung sucht, wird hier NICHT fündig. Alles in einem finde ich das Buch sehr ehrlich geschrieben, man bekommt Einblicke in den Alltag einer Magersüchtigen, aber mehr auch nicht. Schade.
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 07.01.2013 21:20:46 GMT+01:00
Ich habe dieses Buch nicht gelesen, bin aber durch den Auftritt vom 05.01.13 beim NDR auf sie aufmerksam geworden.
Danke für diese Rezension des Buches.
Was ich persönlich aber als abstoßend empfinde ist dieser Ausspruch:

[...]ich finde es daher persönlich schade, wie viel Geld man durch sie in Klinkaufenhalte von mehreren Monaten gesteckt hat, wie viel Zeit und Aufwand Therapeuten, Ärzte, Familienangehörige in sie gesteckt haben, aber leider alles letztendlich ohne Erfolg[...]

Es ist schon schlimm das alles kommerzialisiert wird, aber ein Menschenleben mit Geld aufzuwiegen ist unmoralisch und widerlich!

Es heißt MagerSUCHT...und wie es Süchte nun leider mal an sich haben ist es schwer davon zu genesen. Alkohol-, Nikotin-, Drogen-, Spielsucht... alle schwer zu besiegen. Und nur dann in Griff zu bekommen und zu kontrollieren, solange der suchtauslösenden Stoff gemieden wird. Aber Essen müssen wir, uns anziehen auch. In Zeitschriften, im Fernsehen, Radio, auf Plakaten, überall lächeln uns "perfekt" aussehende Menschen entgegen, wird für Diäten geworben, wird uns gesagt wie wir zu sein haben. Unmöglich also dem suchtauslösenden Stoff zu vermeiden.
Darum ist es so schwer zu genesen - und genau dass beschreibt Hanna.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.01.2013 12:35:28 GMT+01:00
Danke für die Antwort. Das ist haltmeine Meinung. Jeder versucht der jungen Dame zu helfen, und zwar nicht nur ein, zwei oder dreimal sondern so oft wie möglich und sie nimmt das nicht an... Ich war selbst schwer übergewichtig, jedoch wurde mir jegliche Hilfe seitens Ärzte oder Klinikaufenthalte verweigert... Sie bekommt alles zur Verfügung gestellt, nimmt es aber nicht an... Das regt mich total auf...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.02.2014 10:51:31 GMT+01:00
Nina R meint:
"Jeder versucht der jungen Dame zu helfen..." - genau das ist das Problem! Von jeder Sucht, sei es Alkohol, Drogen oder Essstörung kann sich der/die Betroffene nur selbst befreien. Wenn Sie um Hilfe bittet und diese auch annimmt, dann kann mann ihr helfen, aber den ersten Schritt aus der Sucht muss sie selbst machen, sie muss es wollen und den Weg auch nicht zurückzufallen, muss sie ebenfalls selbst gehen, man kann sie das nur begleiten, aber ihr nicht den Weg vorgeben. Auch wenn es hart klingt, aber jede und jeder ist für sein Leben absolut selbst verantwortlich! "Jeder ist seines Glückes Schmied" wie der Volksmund sagt und zwar völlig unabhängig von seinem mitgebrachten Schicksal. Unsere Vergangenheit ist nur ein Teil von uns, wir können uns in unserem Leid suhlen oder uns aus dem Sumpf befreien, nach vorne schauen und unser Leben leben. Aber wir müssen den Mut haben, das zu wollen, tagtäglich aufs Neue!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.02.2014 10:52:31 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.02.2014 10:53:02 GMT+01:00
Nina R meint:
@Annika: Stimmt!

Veröffentlicht am 07.09.2014 01:45:47 GMT+02:00
I. Cuk meint:
Aber gerade DAS ist ja das Problem der Magersüchtigen sie sehen auch positives an ihrer Erkrankung!
Hannah ist nicht egoistisch sie ist krank!!!
So sind alle Magersüchtigen, dass ist ja gerade das Problem. Deshalb sind die Therapien und Klinikaufenthalte immer wiederholend, da es sich um eine Sucht handelt!
und die Krankheit hat meistens einen chronischen Verlauf, leider...
da müsste man jedem Magersüchtigen Therapien verweigern da es bei fast allen um "wiederholungstäter" handelt.
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