Kundenrezension

39 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen !!! GEHT DOCH !!!, 18. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Santana - Live at Montreux 2011/Greatest Hits [Blu-ray] (Blu-ray)
Wenn ich es nicht selbst besser wüsste so würde ich annehmen, dass der Meister meine letzte Rezension zu Santana - Live at Montreux 2004/Hymns for Peace [Blu-ray] gelesen und sich zu Herzen genommen hat.

Was für ein Unterschied! Diesmal ist ausschließlich ausgewähltes Spitzenpersonal am Start und gespielt werde zum größten Teil seine alten Lieder und Coversongs.

Doch von Anfang an.

=== Das Konzert ===

Der Anfang hat mich ein wenig verwirrt, da ganz zu Beginn die Gruppe in eine Freejazzeinlage (SOCC) abgleitet. Ich dachte erst, ich wäre im falschen Film. Aber schon der dritte Song (Back In Black) reist alles raus.
Die Band tritt mit einem Schlagzeuger (Dennis Chambers) und zwei Percussionisten (Raul Rekow, Karl Perazzo) auf. Dieses Trio erzeugt einen unglaublichen Groove und Rhythmik. Alleine diesen drei könnte ich den ganzen Abend zuhöhren.
Dazu zwei Sänger (Andy Vargas, Tony Lindsay) die mit ihrer Stimme und ihrem Auftreten jeden Deutschen Songcontest gewonnen hätten.
Begnadet auch der Keyboarder (David K. Mathews). Meiner Meinung nach gibt es nur zwei Tasteninstrumente, die auf eine Bühne gehören, die Hammond Orgel und das Rhodes Piano. Und was soll ich sagen, der Meister nutzt die Hamond Orgel in absolut virtuoser Weise. Die Soli und Einlagen sind durch die Bank weg alles reinste Sahnestückchen.
On Top kommen dann noch zwei Bläser (Bill Ortiz, Jeff Cressman), ein Bassist (Benny Rietveld), wie ich ihn seit Jaco Pastorius nicht mehr gesehen habe, sowie einem Gitarrist (Tommy Anthony), der in perfekter Harmonie mit Santana ist. Die beiden müssen Wochen lang zusammen geübt haben um die Unisonoläufe so perfekt hin zu bekommen.

Hinzu kommen noch diverse Special Guests wie Cindy Blackmann (Schlagzeug as its best), Derek Trucks (Gitarre mit einem ausgefeilten Bottleneck Spiel) und Susan Tedeschi (Gesang, die Stimme passt perfekt in die Gesamtkonstellation). Dieses mal kommen die Gäste nicht fehlplatziert vor, sondern erhalten alle massgeschneiderte Songs, in welche sie sich optimal einbringen können.

Und dann die Laufzeit. Das eigentliche Konzert geht über 2h 47m. Wo gibt es denn sowas noch?

=== Das Bild ===

Ohne Fehl und Tadel. Da es sich bei Montreux vermutlich um eine Festinstallation handelt und hier geschultes Personal im Einsatz ist, gibt es keine Grund zu meckern. Keine Körnung auch in dunklen Szenen, ein immer scharfes Bild, ein nicht zu nervöser Schnitt und eine gute Kameraführung. Ich schau mir solche Sachen zuhause auf einem HD-Beamer an und es kommt zumindest im Bild die Konzertatmosphäre gut rüber.

=== Der Ton ===

Das macht jeder Produzent nun mal anders und man muss jedes mal auf's Neue entscheiden ob es einem gefällt. Hier also mein persönlicher Eindruck.
Das gesamte Konzert wird vom Mischpult abgenommen. Das hat den Vorteil, dass der Ton astrein ist und übrigens, anders als in der Produktbeschreibung angegeben, in DTS-HD Master Audio statt in DTS-HD High Res Audio vorliegt. Technisch also einwandfrei. Die Abmischung selbst gefällt mir nicht so gut. Der Toningenier hat versucht, den Zuhörer in das Konzert auf die Bühne zu setzen statt davor. Santana kommt meistens aus allen Speakern und kann so nicht verortet werden. Bei den anderen Instrumenten ist dieses Symptom nicht so ausgeprägt. Dazu kommt auch, dass der Keyboarder ein Leslie Kabinet nutzt, dieses jedoch nicht per Mikro abgenommen wird. Den wirklich genialen Sound dieses Verstärkers haben also nur Besucher dieses Konzert direkt vor Ort geniesen können.
Auch habe ich nicht das Gefühl, dass die Möglichkeiten von DTS-HD MA voll ausgenutzt werden, das Konzert kommt letztendlich nicht zum Klingen.
Auch das Publikum wird immer nur in den Pausen kurz eingeblendet, ansonsten ist da nichts zu hören. Ein weiteres Zeichen dafür, dass die Sourroundkanäle gemischt und nicht aufgenommen wurden. Das alles tut in meinen Augen der Konzertatmospäre nicht gut. Diese kommt leider im Sound nicht rüber. Wer wissen möchte, was ich unter Konzertatmosphäre verstehe soll sich einmal Bon Jovi - Live at Madison Square Garden [Blu-ray] anhören. Da dies aber eine persönliche Vorliebe meinerseits ist und der Ton sonst handwerklich o. k. ist gibt es keine Abzug.

=== Fazit ===

Kaufen! Kaufen! Kaufen! Besser geht's nicht und eine vollständigere Sammlung der alten Santan Hits wird's wohl nie mehr geben.
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Kommentare

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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 18.02.2012 13:53:56 GMT+01:00
Hallo aus Ahlden,
kann mich dem fast ausschließlich anschließen... Aber mit dem Ton: Einfach mal über eine High-End-Anlage anhören und dann "aufdrehen" bis zum Abwinken...
Gehört an 5 Klipsch Hörner und 2 x 31er Cantons (als Back) und dann noch den Doppelsub von Nubert (aber der "alte" mit ca. 60 kg) der Sound treibt einem die Tränen ins Gesicht! Einfach genial! Diese blu-ray ist der Hammer!!!

Veröffentlicht am 19.02.2012 11:49:34 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.02.2012 11:50:07 GMT+01:00
Wotan meint:
@Volker: Da stellt sich die Frage ob die Tränen im Gesicht von der "voll aufgedrehten" Anlage oder von der klanglichen Qualität des Ensembles kommen;)

Aber nun zu meinen eigentlichen Fragen an den Verfasser der Rezension: Wie ist den der Sound und die Abmischung wenn man das ganze "nur" in Stereo hört? Bei vielen anderen Konzertmitschnitten klingt das auch noch immer ordentlich, hier auch?
Zweitens, ist das Konzert komplett auf der Blu Ray oder ein Zusammenschnitt? Ich frage weil ich einen Ausschnitt gesehen habe mit John McLaughlin, auch Montreux 2011, kann ihn aber nicht als Gast auf der dem Packshot der Rückseite sehen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.02.2012 14:11:13 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.02.2012 14:13:13 GMT+01:00
Oliver Wronka meint:
Hallo Wotan,

ich befürchte das dem nicht so ist. Ich habe das Gefühl, dass diese Spur nicht gesondert abgemischt ist, sondern das dies auch die Spur des 5.1 Signales ist wobei dann die fehlenden Spuren entweder noch nachgemischt oder sogar nur gerechnet wurden. Um mal zu prüfen ob sich mein Höhrgewohnheiten nicht neuerdings verschoben haben, habe ich mir mal zwei weitere BDs reingezogen. Zum einen Status Quo - Live At Montreux (halt gleiche Techniker aber unterschiedliche Location) und Foreigner - Rockin' At The Ryman (andere Techniker aber vergleichbare Location). Beide gefallen mir vom Sound besser, Status Quo sogar wesentlich besser. Hier wurde die Surroundkanäle halt per Micro aufgenommen, da kommt dann einfach echtes Livefeeling auf.
Damit du das hier gesagte besser einschätzen kannst noch ein paar Angaben zu meiner Anlage. Ich habe als Zuspieler den Oppo BDP-95EU den ich analog in die Endstufe meines Marantz SR-8002 einschleife. Als Boxen kommt ein JMLab 7.1 Cobalt-Set zum Einsatz. Allerdings habe ich die Boxen mit abgetimmten Weichen und ELAC Jet3 Hochtönern pimpen lassen. Die beiden vorderen Boxen sind Fullrange.
Und noch einmal möchte ich darauf hinweisen, dass dies mein rein persönlicher Geschmack ist. Mag sein das es anderen voll und ganz gefällt.
Ich hoffe dir damit weiter geholfen zu haben.
Ach ja, ich habe mir die Extras auch noch mal schnell reingezogen. John McLaughlin ist definitv nicht mit dabei, dafür musst du auf die BD aus dem Jahr 2004 zurückgreifen.

@Volker: Da ich die Investition in ein Eigenheim in Rahmen meiner Heimkinoaktivitäten noch scheue bleibt mir bei sehr verständnissvollen Nachbarn und Mitbewohnern nur die Wahl meine BDs in "angemessener" Lautstärke zu geniesen;-)

LG

Oliver

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.02.2012 10:05:07 GMT+01:00
Auch mit den neuesten Tonformaten und mit 7 High-End-Lautsprechern sind die Sourround Tonspuren bei Konzerten meistens nicht empfehlenswert. Ich fahre sehr oft lieber 7.1 in Stereo - das heißt 3 x Stereo und zusätzlich der Center und natürlich der Doppensub.
Bei einer Verdoppelung der Membranfläche ergibt sich laut Fachleuten eine 3,6 fache „Verbesserung"! Man kann es auch mathematisch ausdrücken... ist aber sehr kompliziert.
Schall/Ton: unendliche Möglichkeiten - aber ich möchte lieber die Musik hören und nicht die Menge. Und natürlich ist es bei einem Live Konzert ähnlich - das Klatschen stört einfach und die weiteren Nebengeräusche sind „eher unwichtig" und wir wollen es Zuhause besser haben als Live - wesentlich besser (Raumeinmessung mit speziellen Programmen und Raumoptimierung durch diverse Maßnahmen u.s.w.)
Fazit: Immer wieder hören, probieren und optimieren.
PS: Bin auch bei einigen Live-Konzerten, aber es gibt etliche Gründe warum es Zuhause um Längen meistens besser ist!!!
Audiophile Grüße
Volker

Veröffentlicht am 11.03.2012 15:28:04 GMT+01:00
Sambini meint:
Nein, in Montreux hat es keine Festinstallation. Claude Nobs, der Gründer der Jazzfestival Montreux, hat eine eigene Anlage und nimmt schon seit vielen Jahren ALLES in HD auf. In seinem riesigen Archiv hat er Unmengen an Top Konzerten von vielen Weltstars. Eine unbezahlbare Sammlung die sein Lebenspartner akribisch betreut.
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