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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Rezension bezieht sich auf: Kriegsklingen: Roman (Taschenbuch)
Ein Page-Turner ist dieses Buch in der Tat, der Autor erschafft mehrere Handlungsstränge, die er geschickt voneinander getrennt hält, um den Leser immer tiefer in die Geschichte zu ziehen, dann und wann laufen die Stränge zusammen und selbst wenn sie ineinaner übergehen, bleiben sie dadurch getrennt, dass die einzelnen Erzählperspektiven immer erhalten bleiben. Sieht man einmal von der zunächst wenig 'klassischen' Fantasywelt ab, denn es gibt weder Elfen, noch Zwerge, noch die sonstige typische Bevölkerung einer solchen Welt, ist die eigentliche Geschichte anfangs etwas mysteriös und entschlüsselt sich dem Leser wenig, was sich in den folgenden Bänden etwas ändert. Dennoch folgt das Fantasy-einerlei... es gilt eine große Aufgabe zu vollbringen, Magier spielen eine gewichtige aber ebenso geheimnistuerische Rolle und die Protagonisten kennen die Hintergründe, manchmal sogar ihre eigenen, nicht.Warum also vier Sterne? Das, was dieses Buch (und die folgenden Bände) zu dem besagten Page-Turner macht, sind die durchdachten Charaktere, die weder schwarz noch weiß sind, obwohl man sagen muss, dass sie doch ziemlich in die schwarze, eher böse und durchtriebene Richtung tendieren. Weder der Barbar Logen Neunfinger, noch der wichtigtuerische Adelige Jerzal oder gar der verkrüppelte Inquisitor Gloktha haben nur eine Seite, vielmehr sind sie wie kleine Meisterwerke, die immer mehr von ihrem Inneren Preis geben und sie dadurch immer symphatischer werden lassen. Dazu greift der Autor auf ein, nach meinem Geschmack, hervorragendes Mittel zurück, auf die Ironie. Die Charaktere, vor allem der Barbar und der Inquisitor denken über sich selber und ihre Situationen nach, und wenn sie nach außen hart und entschlossen wirken, so sind dem Leser ihre wahren Gedanken nie verschlossen. Nach ein paar Seiten 'mit ihnen' erwartet man sogar die immer wieder kehrenden Redewendungen, die diese beiden ausmachen. Es ist herrlich zu lesen, wenn der böse, folternde Inquisitor vor seinem Vorgesetzten steht, ihm Rede und Antwort steht, und dabei stets darüber nachdenkt, ob er nicht vielleicht bald als Leiche einen Abwasserkanal zieren würde, aber von diesem inneren Gedankengängen ist nach außen, für die anderen Personen, nichts zu erkennen, nur der Leser kennt 'seinen' Akteur genau. Es mag bessere Geschichten in dem weiten Rund der Fantasywelten geben, aber, und da muss man realistisch sein, nur wenige mit so gut ausgearbeiteten Hauptakteuren. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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EUR 15,00
Rezensentin / Rezensent
![]() Ort: Essen
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