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6 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein naives, christlich-polemisch einseitiges Buch; wo sind Ägypter, Maya`s, Sumerer, alten Inder, Germanen, Außerirdischen?, 9. Mai 2011
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Rezension bezieht sich auf: Existiert Gott?: Antwort auf die Gottesfrage der Neuzeit (Taschenbuch)
Klargestellt werden muss, das Theologie keine Wissenschaft ist und nur irgendwelch faulen Zauber versucht heraufzubeschwören; sie verarschen die Menschen, und zwar sprichwörtlich. Und der Autor sollte endlich lernen, das die Bibel erstens: abgrundtief unglaubwürdig und fast (uerträglich) patriarchalisch sowie frauenfeindlich einsgestellt ist, und zweitens ist die Bibel allgemein, das am meisten überschätzte Buch der Weltliteratur; Jesus der Nazoräer die am meisten überschätzte Person der Weltgeschichte, und die Kirchen sind Formen der organisierten Irrationalität. Die Kirchen glauben an eine von ihnen selbst geschaffene Fiktion und halten diesen Glauben für eine Tugend. Für Küng: Die Bibel enthält nahezu nichts, was nicht schon frühere Religionen zu ihrem Gedanken- und Glaubensgut zählten: Jungfräuliche Zeugung, Krippengeburt, Heiligmässiger Erdenwandel als "Sohn Gottes", Weissagungen, Wunderheilungen, Auferweckung von Toten, Kreuzigung, Auferstehung und Himmelfahrt. Sogar die Dreifaltigkeit - alles schon gehabt. Göttersöhne sollen übrigens nach dem Tod zu Hauf wieder auferstanden sein. Und - schmunzeln sei erlaubt - sogar der Stein vor dem Grabmal Jesu ist ein Relikt aus einer älteren Religion. In den Mysterienreligionen wurde die Eucharistie nahezu gleich gefeiert wie in der katholischen Kirche, sogar das Kreuzzeichen fehlte nicht. Einzig die aufgerufene Gottheit hatte verständlicherweise einen anderen Namen. Denn, und dies nur mal so nebenbei gesagt: Wer auch immer noch glaubt, dass es einen Schöpfer oder meinetwegen, wie es der Autor meint, persönlichen Gott gebraucht, der also konkret formuliert unser ca. 14 Milliarden Jahre altes Universum geschöpft hat, sowie darüber hinaus ernsthaft meint und glaubt, dass dieser Schöpfer seinen Sohn als halluzinierenden Frömmler vor ca. 2000 Jahren ausgerechnet auf diesen Mückenschiss von Sonnensystem zu den Schafhirten des Orients geschickt hat, um ihn dann an ein Kreuz nageln zu lassen, der hat zuviel Fantasieromane gelesen. Mit Astronomie hat er sich bestimmt noch nicht beschäftigt. Wie größenwahnsinnig muss man denn sein, sich für so wichtig zu halten? So eine großkotzige Einstellung macht mich wütend. Ich fasse meine Skepsis gegenüber einer frauenfeindlichen und zutiefst patriarchalischen naiven-dümmlichen klerikalen Kirche sowie allem theistischen wie gleich einem allzu vermenschlichten Gottesbegriff in folgende Worte:

Der Begriff Gott ist eine vermenschlichte Vorstellung des unvorstellbaren Göttlichen. Theologie ist die endlose Diskussion Taubstummer über die Neunte Symphonie.

Und so weiß ich sehr wohl, das der Autor andere spirituelle Vorstellung an sich respektiert, doch leider blicken Theologen, vornehmlich die der patriarchalischen und im Kern - FRAUENFEINDLICHEN -, orientierten, verächtlich auf andere Vorstellungen. Andre Vorstellungen werden sogleich lächerlich gemacht. Küng ist absolut überschätzt, genau wie die Philosophie. Leider kommt in diesem Buch nicht die "Panspermie" vor, wonach man davon ausgeht, dass das Leben bereits "fertig" hierher gekommen ist. Zunächst fällt an Küngs Büchern immer wieder auf, dass er um so mehr in einen hymnischen, verunklarend-emotionalisierenden Predigtton verfällt, je schwächer seine Argumentationsbasis erscheint: Anstelle überzeugender Argumente soll offenbar die Erzeugung einer global-positiven, erhaben-feierlichen Gemütslage für die Akzeptierung der von ihm vermittelten Thesen sorgen. Küng versucht zunächst einmal, unter Verweis auf Jesus eine „praktische“ (?) Antwort auf die Theodizeefrage zu vermitteln. Ein Glanzbeispiel geradezu abenteuerlich „dialektischer“ theologischer Argumentation findet sich auf Seite 736.

Man muß diese Ausführungen Küngs zweimal lesen, weil man angesichts der Abenteuerlichkeit und der Zumutung der hier gebotenen „Argumentation“ zunächst seinen Augen nicht traut. Jesus kennt alle Grausamkeit, alles Leid und allen Schmerz dieser Welt. Er glaubt an einen Gott, der der allmächtig-absolute und allwissende Lenker alles Geschehenes ist, der sich um jeden Sperling und jedes Haar kümmert, „der zum alles in dieser so gar nicht heilen Welt weiß und ohne den nichts geschieht“. Anstatt nun die für jeden noch einigermaßen klar denkenden notwendige Schlussfolgerung zu ziehen, dass dieser Gott entweder nicht existieren oder nicht gleichzeitig allmächtig und allwissend und unendlich gütig und liebevoll sein kann, setzt sich dieser Küngsche Jesus einfach über diesen eindeutigen Sachverhalt hinweg und behauptet angesichts des unendlichen, von Gott selbst bewirkten oder nicht verhinderten Leids („ohne den nichts geschieht“), dieser Gott sei ein fürsorglicher, unendlicher gütiger Vater, auf den man sich vertrauensvoll verlassen könne, ja, der unsere Sorgen als überflüssig erscheinen lässt.“ Diesen Denkverzicht, d.h. den Verzicht , die argumentativ allein möglichen Schlüsse zu ziehen und statt dessen einfach in logisch absurder Weise das Gegenteil zu behaupten, diesen Sprung aus dem radikal-klaren Denken in das bare Wunschdenken, basierend auf dem Bedürfnis, angesichts der aufgezählten Leiden bei einem himmlischen fürsorglichen Übervater seine Zuflucht und Anlehnung zu finden, diese Abdankung und Bankrotterklärung des eigenen Denkens nennt Küng eine „praktische Antwort auf die Theodizeefrage“

Und:

Nicht weniger umgereimt und absurd, falls man nicht zuvor in diesem Punkt auf den Gebrauch seines Verstandes verzichtet hat, scheint der andere Versuch Küngs, die Tatsache des unendlichen Leidens und die Qual der menschlichen und außermenschlichen Kreatur mit der christlichen Lehre eines absolut souveränen, allmächtigen und gleichzeitig unendlich gütigen und liebevollen Gottes vereinbar erscheinen zu lassen. Es ist der Hinweiss auf das Leiden, das Kreuz Jesu.

Zunächst fällt gerade bei der entsprechenden Passage in Küngs Buch (Küng, 1987a, S. 526ff.) der oben schon angesprochene, in reichem Ausmaß emotionalisierende Assoziationen anstelle klarer Argumente anbietende „Predigtstil“ auf. Entsprechend dieser bei Theologen aller Stufen nicht gerade unbeliebten Strategie wird zunächst einfach wiederholt behauptet, „von Jesus definitiver Passion, seinem Leiden und Sterben her, könnte die Passion eine jeden Menschen, die Menschheitspassion überhaupt einen Sinn enthalten...“ (S. 526)

Man fragt sich als „oberflächlich-aufgeklärter“ denkender Mensch, dem es an echter deutscher und christlicher „Tiefe“ mangelt, warum durch die extrem grausame Hinrichtung eines Menschen, des eigenen Sohns Gottes, alles andere menschliche Leiden einen Sinn erhalte. Und worin soll denn der Sinn dieses grausamen Sterbens liegen, wenn nicht entsprechend der biblisch-eindeutigen Interpretation in einem von Gott gewünschten und akzeptierten Sühneopfer, eine archaische Vorstellung, deren Unvereinbarkeit mit heutigen, auch bescheidenen menschlichen unethischen Standards oben schon ausführlich ausgeführt wurde? Worin sonst soll der Sinn dieses Leidens und Sterbens liegen?

Hören wir Küng zu auf S. 526, 527.

Läßt man sich durch den hier wieder besonders intensiv eingesetzten vagen, emotionalisierenden und gezielt basale Bedürfnisse nach Sinn und göttlicher Zuwendung ansprechenden (Predigt-) Stil nicht einlullen, sondern behält einen klaren Kopf und verlangt eine klare argumentative-befriedigende Antwort auf die Frage, worin denn nun letztlich und endlich dieser von Küng einfach behauptete Sinn liege, so entpuppt sich auch diese „Antwort“ Küngs als völlig unbefriedigend, als „Wortnebel“ : Wieso und warum erhält denn dieser selbe Mensch, nachdem er diese Folterqualen und den Tord erlitten hat, dann wieder zu neuem Leben erweckt wird, oder wenigstens daran glaubt, dass derselbe Gott, nach dessen ausdrücklicher Willen diese grausame Hinrichtung vollzogen wurde, Jesus entgegen dessen eindeutiger subjektiver Wahrnehmung doch nicht verlassen hatte, „in seiner öffentlichen Abwesenheit verborgen anwesend geblieben war“. Küng lässt den Leser, der sich nicht durch den genannten emotionalisierenden, vagen Sprachduktus, durch die stetigen, teils impliziten, teils expliziten Apelle an tröstlichen Wunschdenken einfangen lässt, sondern weiter hartnäckig nach rational akzeptierbarer Argumentation fragt, weiterhin ohne befriedigende Antwort.

Es gibt indessen Hinwiese, dass dieser fatale Sachverhalt auch Küng selbst – zumindest unterschwellig – bewusst ist. Dafür spricht neben dem schon ausgeführten vagen und emotionalisierenden Predigtstil, daß Küng anstelle überzeugender Argumente einfach unbegründete und immer wiederholte Behauptungen aufstellt. Dafür spricht weiter, dass er zu einer Taktik greift die ebenfalls bei modernen Theologen sehr beliebt, weil bei vielen weniger kritischen Lesern und Hörern im allgemeinen recht effizient zu sein scheint; das, was man implizit tatsächlich tut, durch explizite Aussagen abzustreiten („nicht, dass ich ihnen Angst einjagen möchte, aber es gibt nun einmal die Hölle“) : „Was soll hier menschliches Wunschdenken befriedigt...kein psychisches Beruhigungsmittel und kein billiger Trost vermittelt werden, wohl aber ein freibleibendes Sinn-Angebot“ (S. 527)

Was die Motive angeht, aus denen heraus ein Mensch dieses „freibleibende Sinn-Angebot“ ablehnen kann, so macht es sich Küng an dieser Stelle doch etwas zu leicht: „Der Mensch hat zu entscheiden - er kann diesen – verborgenen – Sinn ablehnen: trotz Zynismus oder Verzweiflung“ (S. 527)

Durch diese dreifache Angebot an Motivationsmöglichkeiten suggeriert Küng psychologisch geschickt – weil implizit und nicht direkt ausgesprochen und so als quasi-selbstveständlicher Tatbestand bei Mangelnder kritischer Wachsamkeit sehr effizient -, ein solches Sinnangebot sei aus objektiv-irrationalen Gründen geschehen. Aus mehr oder minder blindem Trotz oder aus voreingenommen-vorurteilshaftem, böswilligen Zynismus oder aus einem das klare Denken ebenfalls beeinträchtigenden Zustand der Verzweiflung. Dass man dieses „verborgen“, „freibleibende Sinn-Angebot“ aus schlichter intellektueller Redlichkeit ablehnen könnte, aus der Weigerung heraus, das erforderliche sacrifcum intellectus zu erbringen, aus der Ablehnung einer Leidenserklärung, die darüber hinaus nur mit archaischer-inhumanen Implikationen und/ oder einer sklavisch unterwerfenden Haltung akzeptiert werden kann. Diese Möglichkeit lässt Küng außer acht.

Gott ist weder anthropomorph, noch männlich, noch frauenfeindlich und patriarchalisch wie die meisten Religionen es überdeutlich sind - gerade das Christentum, Islam, judentum (Frauen haben dort zum patriarchalischen Heiligtum keinen Zutritt), noch droht das mit ewigen Höllenquallen (Neues Testament). Ich denke mal, dass Gott, was auch immer das sein soll, in der Schöpfung immanent ist, also nicht getrennt, aber Unpersönlich agiert. Siehe Theodizee-Thematik. Theismus ist unlogisch und naiv. Wir können nicht ausschließen, das wir dass Produkt genetischer Experimente sind. Dort draußen gibt es so viele Steren und Galaxien, das selbst eine Wissenschaftlerin wie Ich, nicht sagen kann, ob wir nicht schon irgendwann in der Vergangenheit besuch von Außerirdischen hatten. Es ist also durchaus möglich, das jemand oder etwas – hier gelandet ist und diese Organismen manipuliert hat. Wenn eine außerirdische Spezies durch den interstellaren Raum fliegen konnte, dann hätte sie höchstwahrscheinlich auch eine DNA-Rekombinationstechnologie. Natürlich wäre Voraussetzung, das sie eine ähnliche Genetik wie wir besaßen. Doch wenn sie hinreichend chemische und physikalische Kenntnisse hatte, wäre aller Wahrscheinlichkeit nach - eine Veränderung unserer DNA einfach gewesen

Das Problem besteht in Folgendem: Um sowohl der naturwissenschaft als auch der Existenz eines Gottes - oder eines anderen äußeren Geistes – beizupflichten, der das Universum oder das menschliche Handeln steuert, muss man sich der Frage stellen, an welchem Punkt die Gottheit eingreift, und wie sie das tut. Wenn Gene, die unser Verhalten beeinflussen, ein Resultat zufälliger Mutationen sind, die die Evolution einer Art ermöglichen, kann der materialistischen, mechanistischen Perspektive der Wissenschaft zufolge Gott für unser Verhalten nur dann verantwortlich sein, wenn er physikalisch interveniert, indem er diese scheinbar zufälligen Mutationen hervorbringt. Um unsere heutigen Handlungen zu leiten, musste Gott die angeblich zufälligen Mutationen beeinflussen, die für unsere Entwicklung entscheidend waren. Wenn er das tat, wie hat er es dann getan? Wendet er eine Kraft an oder übertrug er Energie? Manipuliert Gott elektrische Prozesse in unserem Gehirn? Drängt er uns, auf eine bestimmte Weise zu handeln, oder erzeugt er für jedes einzelne Individuum ein Unwetter, so dass es sein Ziel nicht erreichen kann? Auf einer umfassenderen Ebene stellt sich die Frage, wie Gott seinen Willen zur Geltung bringt, wenn er dem Universum einen Zweck verleiht. Das Problem besteht nicht nur darin, dass ein Grossteil dieser Vorstellungen albern zu sein scheint, sondern dass diese Fragen keine vernünftige Antwort zu haben scheinen, die mit der Naturwissenschaft, wie wir sie verstehen, vereinbar sind. Wie könnte die „göttliche Magie“ möglicherweise funktionieren?

Und bei allem Respekt vor Küng und der Mühe, welche er sich mit diesem fast 900 Seiten starken Buch gemacht hat; dennoch ist dieses Buch der Titelfrage doch sehr fern und, zu fern möchte ich dazu meinen (!.) Denn warum er in nur - knappen dreißig Seiten - ohne jeglichen Respekt und zugleich ohne den geringsten Sachverstand etwas von anderen spirituellen Formen erwähnt und überhaupt nebenbei nichts von auch Außerirdischem Leben, das irgendwo ganz sicher existiert, berichtet, kann nur in seinem theologischen Hintergrund zu finden sein. Der Mann hat ANGST um sein Weltbild. Ein Gott als Person ist für mich – in Anbetracht der Dimensionen des Kosmos – eine naive, eine noch nicht überwundene kindliche Vorstellung, darüber hinaus die Folge von Suggestion und Autosuggestion; die Bezeichnung – persönlicher Gott – benutze ich möglichst nicht mehr, seit mir bei einer Diskussion mit Christen aufging, daß das Adjektiv - persönlicher - zu Mißverständnissen führen kann, ja, semantisch sogar dazu führen muß. (Beispiel: das ist mein persönlicher Besitz, oder: das ist ganz persönlich gemeint.) So erklärten mir einige der Gesprächspartner, sie hätten einen persönlichen Gott, d.i. einen eigenen. Um ein solches Missverständnis zu vermeiden, rede ich jetzt von einem Gott als Person, der für mich nicht denkbar ist. Begegnungen mit bedeutenden Persönlichkeiten und Büchern haben auch das Weltbild vieler meiner Freunde beeinflusst, die noch heute eine rege Aufklärungsarbeit im Rahmen der Humanistischen Union entwickelt. Sie bezeichnen sich als Atheisten, weil sie sich bei dem vielen Leid auf der Welt einen Gott, jedenfalls den rein persönlichen, nicht vorstellen kann. Die Natur ist dem einzelnen gegenüber gleichgültig. Ich würde mit Goethe sagen, man solle das Erforschliche erforschen, aber das Unerforschliche kann ich zwar bestaunen, aber mir schaudert auch bei dem Gedanken, ein wie winziges Korn unsere Erde im riesigen Weltall mit seinen Billionen von Sonnensystemen ist.

Wir wissen sicher, daß auch die Urapostel Jesus nicht für Gott hielten, daß das sogenannte Apostolische Glaubensbekenntnis weder von den Aposteln stammt noch ihre Glaubensüberzeugung wiedergibt, daß es erst im späteren 2. Jahrhundert in Rom entstanden, sein Wortlaut aber noch im 5. Jahrhundert überall in Fluß gewesen und endgültig erst im Mittelalter festgelegt worden ist. Es gibt keine antiken Quellen aus der Zeit Jesu. Es gibt wohl Quellen aus dem 1.Jhr., aber die sind entweder sehr wage oder u.U. nachträglich manipuliert worden

Es ist tragikomisch, genug – gibt es im Christentum absolut nichts, was nur den geringsten Anspruch hätte auf geistiges- oder religionsgeschichtliche Originalität. Denn von seinen zentralsten Gedanken bis zum periphersten Brauch wurde alles von „Heiden“ oder Juden rezipiert: die Predigt vom nahen Reich, die Gotteskindschaft, die Nächsten- und die Feindesliebe, die Messias- und Heilandsidee, die Prophezeiungen des Erlösers, seine Herabkunft, wunderbare Geburt durch eine Jungfrau, Anbetung durch die Hirten, seine Verfolgung schon in der Wiege, sine Versuchung durch Satan, sein Lehren, Leiden, Sterben (auch am Kreuz), sein Wiederaufstehen (auch selbst dieses Schwanken der Evangelien hat seine Ursachen offenbar darin, dass man die Auferstehung des Gottes Osiris am dritten, die des Gottes Attis am vierten Tag nach seinem Tod beging), sein leibhaftiges Erscheinen vor Zeugen, seine Höllen und Himmelfahrt, die Erbsündenlehre, die Prädestinationslehre, Trinität, Taufe, Beichte, Kommonion, die Siebenzahl, der Sakramente, die Zwölfzahl der Apostel das Apostelamt, das Amt des Bischofs, des Priesters, des Diakons, Sukzession, Traditionsketten, Gottesmutter, Madonnenkult Wallfahrtsorte, Votivtafeln, Reliquenverehrung, Weissagung Wunder wie Wandel auf dem Wasser, Sturmbeschwörungen, Speisenvermehrungen, Totenerweckungen – wozu die Aufzählung: nichts ist neu!. Und all dies kehrt im Christentum nicht etwa nur äußerlich wieder, nur als formale Analogie, als bloße Parallelität der Riten, sondern mit denselben Bedeutungsgehalten, es lebt nur unter anderem Namen fort und oft nicht einmal dies.

Der babylonische Gott Bel Marduk wurde als der vom Vater gesandte Erlöser, Erwecker der Toten und guter Hirte gefangen genommen, verhört, zum Tode verurteilt, mit einem Verbrecher hingerichtet, während ein anderer frei kam. Eine Frau wischte das Herzblut ab, das aus seiner Speerwunde quoll. Auch Himmelfahrten waren nicht auf Jesus beschränkt. Vielmehr gab es einen regelrechten Himmelstourismus durch Kybele, Herakles, Mithras, Cäsar, Homer, Henoch, Moses, Elias ... und später auch mit Mohammed der Religionsstifter des Islams.
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 08.06.2014 19:28:29 GMT+02:00
M. Stapel meint:
Super analysiert, denn Kung irrt sich, wie immer er es schon getan hat. Das Christentum sowie alle anderen Religionen sind der größte Betrug an der Menschheit. Fortschritt in den Wissenschaften ist es, welches uns voranbringt. Die Außerirdischen Vergnügen sich' ob des unserigen Schwachsinns des Anthropozentrismus wegen....dumm und Größenwahnsinnig is die Denkweise seitens Kung

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.09.2014 00:34:30 GMT+02:00
Hetepheres meint:
Was haben wir aus dem Wissen unserer Vorfahren gemacht? Ein Irrenhaus! Bekannterweise behauptet jede Religion im irdischen Tollhaus, ihre heilige Schrift sei die einzig wahre. Wem – bitte! – soll der geplagte Mensch jetzt glauben?. An was sollen er und sie glauben? Alle Religionen prophezeien kommende Strafgerichte. Es sind die Religionen, die verkünden, am Jüngsten Tag würden die Ungläubigen verbrüht, ertränkt, erschlagen, und nur 144000 Männer wie es in der patriarchalischen- und frauenverachtend- eingestellten Bibel heißt, würden sodann in den Männerhimmel kommen.

Dazu werden weiterhin alle Ungläubigen: erstochen, vergiftet (durch „bitteres Wasser“), erschossen, durch Erdbeben zerquetscht werden oder durch sonstige Plagen ausgelöscht. Pardon, dies betrifft Gott sein Dank würde mancher jetzt sogleich meinen, nur die Ungläubigen. Welche Ungläubigen, bitte? Diejenigen, die nicht an die katholischen Dogmen glauben? Diejenigen, welche nicht an Jesus Albernheiten, Unsinnigkeiten, patriarchalischen Vater-Komplex und die Androhung der ewigen Höllenquallen glauben?

Diejenigen, die ärgerlicherweise nicht in arabischen oder asiatischen Staaten aufwuchsen und weder den heiligen Koran noch irgendeine der hinduistischen Lehren kennen?. Diejenigen die das Pech hatten, in einer christlichen oder anderen Sekte aufzuwachsen, oder sonstwie einer patriarchalischen Gehirnwäsche unterzogen wurden? Diejenigen, die sich in Japan zur Shintu-Religion bekennen, oder diejenigen, die sich nicht an das Buch Mormon oder die Lehren der Scientologen halten? Da bleibt nur noch die Frage: Lieber Herrgott, was hast du da angerichtet? Es müsste selbst dem beschiedensten Gehirn einleuchten: der wirkliche Geist der grandiosen Schöpfung, ist für den irdischen Religionssalat nicht verantwortlich.

Aber das Kind kann nicht unterscheiden, dass "Plansch nicht in einem Teich voller Krokodile" ein guter Ratschlag ist, während "Du sollst bei Vollmond eine Ziege opfern, sonst bleibt der Regen aus" zur Vergeudung von Zeit und Ziegen führt. Und einige solcher "Wahrheiten" und Gebote setzen sich zäh in unserem kulturellen Erbe fest. Auf dem Weg zu seinem erklärten Ziel, die Existenz Gottes infrage zu stellen, scheint Dawkins oft abzuschweifen. Doch sein Vorgehen hat Methode, und meist ist es ein großer Spaß, dem Autor in die Gedankenwelten der Glaubensapologeten und ihrer Widersacher zu folgen. Da ist etwa der ontologische Gottesbeweis, den der heilige Anselm von Canterbury 1078 formulierte: Man denke sich ein Wesen, das so groß ist, dass man sich nichts Größeres vorstellen kann. Aber wenn das Wesen in der wirklichen Welt nicht existiert, ist es allein deshalb nicht vollkommen. Also muss es existieren, und siehe da, es gibt Gott. Immanuel Kant erkannte "die Trickkarte in Anselms Ärmel: die fragwürdige Annahme, "Existenz" sei vollkommener als "Nichtexistenz" ". Und der Philosoph Douglas Gasking, kehrte den Spieß um:

1. Die Erschaffung der Welt ist die größte vorstellbare Errungenschaft. 2. Der Wert einer Leistung ist das Produkt ihrer inneren Qualität und der Fähigkeiten ihres Schöpfers. 3. Je größer die Hindernisse sind, die der Schöpfer überwinden muss, desto eindrucksvoller ist seine Leistung. 4. Das größte Hindernis für einen Schöpfer würde darin bestehen, dass er nicht existiert. 5. Wenn wir also annehmen, dass das Universum das Produkt eines existierenden Schöpfers ist, können wir uns ein noch größeres Wesen vorstellen, nämlich eines, das alles erschaffen hat, obwohl es nicht existiert. 6. Ein existierender Gott wäre also nicht so groß, dass man sich nicht etwas noch Größeres vorstellen könnte, denn ein viel leistungsfähigerer und unglaublicherer Schöpfer wäre ein Gott, den es nicht gibt. Also: 7. Gott existiert nicht.

Dawkins selbst führt die Gottesbeweise des Thomas von Aquin aus dem 13. Jahrhundert ad absurdum, etwa den vierten, das Argument der Stufungen. Es gebe, so lehrt der Heilige, Abstufungen, etwa von Tugend oder Vollkommenheit. Aber solche Abstufungen können wir nur durch den Vergleich mit einem Maximum beurteilen. Menschen können sowohl gut als auch schlecht sein, also kann das Maximum des Gutseins nicht in uns liegen. Es muss ein anderes Maximum geben, und das nennen wir Gott. "Das soll ein Argument sein?", lästert Dawkins. "Ebenso gut kann man sagen: Die Menschen unterscheiden sich in der Stärke ihres Körpergeruchs, aber einen Vergleich können wir nur anhand eines vollkommenen Maximums an vorstellbarem Körpergeruch anstellen. Es muss also einen überragenden Stinker geben, der nicht seinesgleichen hat, und den nennen wir Gott." Der fünfte Gottesbeweis des Thomas von Aquin ist das teleologische Argument, auch Gestaltungsargument genannt. Die Dinge in der Welt und insbesondere die Lebewesen sehen so aus, als wären sie gezielt gestaltet worden. Nichts, was wir kennen, sieht gestaltet aus, wenn es nicht gestaltet ist. Also muss es einen Gestalter geben, und den nennen wir Gott. "Das Gestaltungsargument wird als Einziges noch heute regelmäßig angeführt, und für viele Menschen hört es sich absolut schlagend an", schreibt Dawkins. Insbesondere für die Kreationisten, die sich daran klammern, dass die Welt in sieben Tagen erschaffen wurde, wie im ersten Buch Mose beschrieben, oder dass sie zumindest Produkt des "Intelligent Design" eines Schöpfergottes ist. Die Bibeltreuen, die ihre Version im Schulunterricht der USA durchsetzen wollen, stützen sich dabei gern auf den Satz eines britischen Astronomen: "Die Wahrscheinlichkeit, dass Leben auf der Erde entsteht, ist nicht größer als die, dass ein Wirbelsturm, der über einen Schrottplatz fegt, rein zufällig eine Boeing 747 zusammenbaut."

Der Schöpfer ist ein Käfermacher

Das haben die Kreationisten auf kompliziert gebaute Lebewesen übertragen. Ein Pferd, ein Käfer oder ein Straußenvogel könne nur aus planvollem Wirken hervorgehen. An diesem Punkt ist der Evolutionsforscher Dawkins in seinem Element: "Wohl nie wurde eine für allgemeingültig gehaltene Wahrheit so auseinandergenommen wie das Gestaltungsargument durch Darwins kluge Beweisführung." Aus einfachsten Lebensformen entstehen durch Genmutationen veränderte Lebewesen. Je besser sie ihrer Umgebung angepasst sind, desto erfolgreicher können sie sich vermehren. Durch den Prozess von Mutation und Selektion bildet sich Schritt für Schritt in Jahrmillionen eine unwahrscheinliche Artenvielfalt heraus. Dawkins’ Fazit: "Die Evolution durch natürliche Selektion erzeugt ein ausgezeichnetes Scheinbild einer Gestaltung, die in Komplexität und Eleganz gewaltige Höhen erreichen kann." Die Kreationisten suchen eifrig nach einer Lücke im System. Sie nehmen ein Wunder der Natur, ganz gleich ob Gießkannenschwamm oder Pfeifenwinde (deren elegante Blüte wirkt, als wäre sie gezielt konstruiert, um Insekten einzufangen), und erklären es für so zauberhaft, komplex, ehrfurchtgebietend und unwahrscheinlich, dass es nicht durch Zufall entstanden sein könne. "Doch die intelligente Gestaltung unterliegt genau dem gleichen Einwand: Ein Etwas, das etwas so Unwahrscheinliches wie die Pfeifenwinde (oder ein Universum) intelligent gestalten kann, muss noch unwahrscheinlicher sein als die Pfeifenwinde", schreibt Dawkins. Die zentrale Argumentation seines Buches fasst er in sechs Punkten zusammen:

1. Jahrhundertelang war es eine der größten Herausforderungen für den menschlichen Geist, zu erklären, wie im Universum "der komplexe, unwahrscheinliche Eindruck gezielter Gestaltung entstehen konnte". 2. "Es ist eine natürliche Versuchung, den Anschein von Gestaltung auf tatsächliche Gestaltung zurückzuführen. Bei Produkten der Menschen, beispielsweise einer Uhr, war der Gestalter tatsächlich ein intelligenter Ingenieur. Man ist leicht versucht, die gleiche Logik auch auf ein Auge oder einen Flügel, eine Spinne oder einen Menschen anzuwenden." 3. "Diese Versuchung führt in die Irre, denn die Gestalterhypothese wirft sofort die noch umfassendere Frage auf, wer den Gestalter gestaltet hat." Und die Antwort kann offenkundig nicht sein, das Unwahrscheinliche (unser Universum) durch etwas noch Unwahrscheinlicheres (Gott) zu erklären. Wir brauchen eine Erklärung, wie sich aus etwas Einfachem in einem dynamischen Prozess stufenweise eine "ansonsten unwahrscheinliche Komplexität" aufbaut. 4. Und das ist, nach derzeitigem Stand, die darwinistische Evolution. Darwin und seine Nachfolger haben uns gezeigt, wie sich Lebewesen von spektakulärer, unwahrscheinlichster Gestalt langsam und allmählich aus einfachen Anfängen heraus entwickelt haben - die dann wirkten, als wären sie speziell für ihre Umgebung oder Lebensform gestaltet worden. 5. Ein entsprechend befriedigendes Prinzip für die Physik (also für die Entstehung des Universums) kennen wir noch nicht. 6. Wir sollten die Hoffnung nicht aufgeben, dass auch in der Physik ein Prinzip gefunden wird, das ebenso leistungsfähig ist wie der Darwinismus. Doch jetzt schon sind die bekannten Theorien ganz offenkundig besser als "die Hypothese von einem intelligenten Gestalter. Wenn man dieser Argumentation folgt, ist die Grundvoraussetzung der Religion - die Gotteshypothese - nicht mehr haltbar. Gott existiert mit ziemlicher Sicherheit nicht".
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