Kundenrezension

149 von 172 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Wechselbad der Gefühle, 13. Oktober 2009
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Risen - [PC] (Computerspiel)
Gothic 2,5
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Nach dem Debakel Gothic 3, durften wir uns auf das Besinnen alter Tugenden freuen. Zumindest war das der Tenor der PBs. Vermutlich aus Angst vor den tobenen Fans, und aufgrund des intern gefühlten Scheiterns an einem, für 20 Leute gemessenen, Mammutprojektes, mit dem die PBs einfach überfordert waren.

Aber nun zum Spiel.
Zunächst wacht man an einem Strand auf, und sofort kommt das alte Gothic-Feeling wieder rüber. Die ersten Dinge werden aufgesammelt, der erste Seegeier erschlagen.

Doch etwas später kommen auch die Dinge ans Tageslicht, die schon in G1/G2 nicht gut gelungen waren.
Die Charaktermodelle sind eher schlecht geworden, und unsere Figur (natürlich ohne Namen) läuft hakelig und hölzern durch die Gegend. Was anno 2003 noch ok war, läd 2009 eher zum lachen ein.

"Angriff der Klonschmiede"
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Doch die Stadt ist hübsch, und die Quests folgen auf dem Fusse.
Aber was ist das? Warum hat Vasili das gleiche Aussehen wie unser guter Schmied Walter? Und moment, Walters Arbeitgeber sieht aus wie Walter mit roten Haaren? Drillinge?

Mitnichten. Die Charaktermodelle werden alle 2 Meter recycled, und mit einer anderen Haarfarbe erneut in die Landschaft gestellt. Das Modell des Schmiedes begegnet einem überall. In der Vulkanfeste, in der Stadt und im Banditenlager. Adhoc fallen mir 8 identische Charaktere ein, die sich nur durch Namen und, wenn man Glück hat, durch ihre Haarfarbe unterscheiden. Ähnliches gibt es bei den Gegnern. Es gibt mehrere Arten von Wölfen und Faltern, die sich nur in winzingen farblichen Veränderungen, und natürlich ihren Werten voneinander unterscheiden. Die Grabmotte z.B. ist also modelltechnisch identisch zum Krallenfalter. Doch wurde hier zusätzlich schlampig gearbeitet, denn das Klon-Gefühl der Charaktere hätte man damit etwas kaschieren können, das man nicht soviele gleiche Modelle auf einem Punkt konzentriert. Aber in der Festung und in der Stadt, hängen teilweise 2-4 gleiche Modelle direkt auf einem Platz. Sowas ist extrem ungeschickt, und trotz limitierter Resourcen hätte man, mit einer weiteren Verteilung, die starke Offensichtlichkeit der wenigen Charaktermodelle reduzieren können.
Unter anderem führt das dazu, dass alle NPCs 'forgetable' bleiben. Starke NPCs deren Schicksal einem am Herzen liegen, oder die man zutiefst verabscheute wie Diego, Lorn, Lee, Lester, Angar usw. sind nicht mehr enthalten. In keinem PB-Spiel ausser G3 waren die NPCs blasser und uninteressanter.

"Gleiche Arbeit, egal für wen"
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Schon in der Stadt sieht man, was politisch hier Sache ist. Also muss man sich entscheiden, rechtschaffend oder lieber spitzbübisch? Die Questdichte ist in der Stadt sehr hoch, und es kommt erneut der Spielspass von Gothic nach oben.
Doch was ist das? Die Entscheidungsquests sind für jede Karriere die gleichen, und sind sogar oft garnicht anders zu erfüllen, nur das Ergebnis ist bei jemand anders abzuliefern. Wie schade, denn das war einer der grossen Stärken von Gothic 1, wo der Anfang Sumpflager oder Altes Lager sich immens auf den zweiten Quest-Intervall und das Erlebnis an sich ausgewirkt hat.

Hat man sich dann für eine Richtung entschieden, wechselt man von der Stadt zum entsprechenden Lager der Partei.
Als angehender Magier oder Ordenskrieger geht man in die Feste, und als Bandit ins Banditenlager.

Hier ist erneut die Questdichte sehr hoch, und durchaus spassig. Leider sind auch hier, zumindest für die 2 Karrieren des Ordens, die Quests alle gleich, so das sich der Replay-Value, zumindest bei diesen 2 Karrieren, sehr in Grenzen hält.

Balancing und Entdeckerspass sind Fremdwörter
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Leider gibt es auf dem Weg dahin ebenfalls Probleme. Die Gegner die am Rand stehen, sind generell zu stark, als das man sich jetzt schon derer annehmen kann. Als Magier verfügt man lange Zeit nicht über Magie, so das man sich trotz des zukünftigen Weges, mit Waffengewalt seiner Haut erwehren muss. Mit Stab ist das wirklich eine Qual, weil man viele Tierattacken nicht blocken kann und mit generell schwacher Rüstung durch die Botanik läuft.
Als Magier mit Schwert und Schild ist es etwas einfacher, und für den Krieger, der ausserdem noch über eine bessere Rüstung verfügt, ist der Start wesentlich angenehmer.

Zwischendrin packt einen dann die Entdeckungs- und Kräutersammlerwut, und auf gehts aus dem Lager um die Insel zu erforschen.
Auch hier kann Risen nicht wirklich überzeugen. Viele Truhen enthalten sinnloses Zeug, es gibt keine schönen Stellen wie z.B. die Schattenläuferhöhle oder das verlassene Grab/die magische Stätte bei Gothic 1/2. Der Entdecker wird nicht mit Orten, Geschichten oder Gegenständen belohnt, sondern mit leeren Ruinen, sinnlosen Monsteransammlungen und leerem Wald abgespeist.
Alles was man hier findet, sind ein paar Kräuter, den einen oder anderen Toten der in einer verborgenen Ecke liegt, und einige kleine Ruinen an den Küsten, die aber ausser ein paar knochigen Einwohnern nichts interessantes enthalten.

Nach den ersten 2 Akten, die mit viel netten Dialogen und Quests gefüllt sind, geht es dann steil bergab. 2 komplette Akte schlägt man sich eigendlich nurnoch durch Ruinen/Gräber/Höhlen, und diese 2 Akte bestehen storymässig nur aus 2 'grossen' Hol-und-Bring-Quests. Von richtiger Story also keine Spur.

Auch kippt nun die Balance erneut spürbar weg. Wo zu Beginn die Krieger einen Vorteil hatten, kommen nun die Magier zum Zug. Sobald der Magier ENDLICH zaubern kann, und die Auswahl zwischen 3 verbesserbaren Kampfsprüchen hat, ist der Kampf plötzlich zu einfach. Auf Entfernung kann man nun teilweise ganze Gruppen von Gegnern wegbomben, ohne sich schmutzig zu machen, wohingegen der Krieger nun bedröppelt aus der Klamotte guckt.

Jetzt muss der Schwertschwinger sich 2 Akte lang durch über 100 anspruchsvolle Gegner kloppen, wärend der Magier einfach alles wegmäht, was droht zu nahe zu kommen. Erst wenn man den Krieger fast ausgemaxt hat, wird es etwas besser.

In den Ruinen wird man in Akt 3 und 4 mit nervigen Schalter-Rätseln gequält, die zusätzlich durch massig gleiche und starke Gegner garniert sind.

Gothic 2 all over again
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Strukturell erinnert Risen ganz stark an Gothic 2. In Risen gibt es NICHTS, was man in G2 und G1 nicht schon gesehen hat. Magier in einem Magier"tempel", ein Banditenlager, Novizenausbildung, Echsenmenschen, eine Hafenstadt, Kronstöckel, was jetzt Heldenkrone heisst usw. Also auch hier keinerlei Neuerungen, geschweige denn Überraschungen.

Risen spielt sich komplett wie eine neu aufgelegte Gothic 2-Kopie, allerdings in jeder inhaltlichen Hinsicht einen Tuck schlechter.

Grafik und Steuerung anno 2003
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Grafisch hat sich bei Risen ebenfalls nicht viel getan. Die Engine gleicht eher einer leicht aufgemöbelten G2-Engine mit ein paar Filtereinstellungen und mehr Vegetation. Die Figuren sind immernoch unförmig, die Felsen und Berge immernoch kantig und mit matschigen Texturen versehen, und die Bäume mit Speedtree aus dem Boden gerechnet.
Würde man die Texturen auf Mittel stellen, und die Vegetation auf Niedrig, könnte man glauben, Gothic 2 zu spielen.

Steuerungstechnisch gibt es ebenfalls einige Macken die zumindest erwähnt werden wollen. Das Kampfsystem ist keine Offenbarung, aber nun mit mehr Taktik und Möglichkeiten versehen, als das Sinnlos-Geklicke bei G3. Leider ist das Springen auch ein Artefakt von G2, funktioniert aber schlechter und genauso hölzern wie bei den Vorgängern. Beim Laufen bleibt man immernoch an aller Art Gegenständen "hängen" und in "Zauberstellung" humpelt der Magier eher langsam durch die Gegend, um es dem Gegner zu erleichtern einem die Robe aufzuschlitzen. Also auch hier seid 6 Jahren kein Fortschritt.
Schwimmen wurde sogar komplett gestrichen. Geht man zu nahe ans tiefe Wasser passiert eine Überraschung, die man so schnell nicht wiederholen möchte.

Die Dialoge hingegen sind wie immer toll, wenn auch nicht so derb und lustig wie man sie aus den ersten 2 Teilen kennt. Leider gibt es nur 10 Sprecher, so das Eldric mit der gleichen Stimme spricht wie Ignatius oder der Erzähler.

Nervig ist leider auch das Schlösser-knacken-Minispiel geworden. Es ist eine grafische Repräsentation des Systems aus G1/G2, fühlt sich aber wesentlich holpriger an, und hat mich bewogen, die Truhen links liegen zu lassen, bis mein Magier Schlösser aufzaubern konnte. Da es auch so genug Gold und Items gibt, ist es eigendlich auch garnicht nötig, die verschlossenen Truhen aufzumachen. Als ich in einem Save mal Schlösser öffnen gelernt hatte, um es auszuprobieren, ist mir nach dem ersten Versuch daran die Lust ordentlich vergangen. Etwas Tolles gibt es in den meisten Truhen eh nicht zu entdecken. Ich denke diese Sache ist aber Geschmacksache und geht auch nicht wirklich in miene Wertung ein.

The lone Profi
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Toll hingegen, hat Kai Rosenkranz wieder die musikalische Untermalung hinbekommen. Spährische Waldmelodien und sanfte Küstentöne verzaubern das Ohr in Stadt, Land und Küste. Erneut erstklassige Arbeit, so das für mich persönlich immer mehr die Frage aufkommt, ob Kai nicht in einem anderen Team besser aufgehoben wäre. Mittelmässige Spiele wie G3 und nun auch Risen, mit professionell guter Musik zu unterlegen, hat ein bisschen was von 'Perlen vor die Säue'.

Fazit
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Am Ende hat man mit Risen ein Spiel, was besser ist als G3, aber in keiner Disziplin den 2 Vorgängern das Wasser reichen kann. Dafür ist die Technik zu altbacken, die Story zu schwach, die NPCs zu vergessbar, die 2 letzten Akte zu langweilig, das Balancing zwischen den Klassen vollständig vergeigt, und für den Entdecker die Welt zu unbefriedigend.

Im Gegensatz zu G3 aber trotzdem ein technisch und inhaltlich solides Spiel, was sich aber nicht zu alten PB-Höhen aufschwingen kann. Wären die letzten 2 Akte von vergleichbarem Kaliber wie die ersten 2 gewesen, dann wären trotz aller Probleme sicher 4 Sterne drin gewesen. Aber dadurch, dass 50% der Akte aus völlig story- und spannungsevakuiertem Ruinengekloppe besteht, gibt es dafür keine Chance.

Ich hoffe, dass Risen eine Zwischenerholung auf dem Weg weiter nach oben ist, aber sollten die PBs es jedoch versäumen, ihren nächsten Spielen eine inhaltliche und technische Verjüngungskur zu spendieren(und zwar über die GESAMTE Länge des Spiels!), denke ich, dass Gothic eine ganze Reihe an Fans verlieren wird.
Ständiger Neuaufguss zum Vollpreis macht auch der hartnäckigste Fan nicht ewig mit.

UPDATE:

In den Kommentaren wurde eine genauere Betrachtung des Kampfsystems gewünscht.
Dies füge ich hiermit hinzu.

Man kann parieren(Waffe oder Schild), um gegnerische Angriffe abzuwehren, und man kann angreifen. Die ART der Angriffe, die man nutzen kann, hängt von der Stufe ab, die man in der hiesigen Waffenart erreicht hat. Beispiele sind hier ein seitlicher Schlag, oder eine Konter, die einen feindlichen Angriff unterbricht. Zweihändige Waffen(Äxte, Stäbe, Grossschwerter) haben das Problem, dass sie das parieren vieler Tierattacken unmöglich machen. Dafür richten sie aber meist mehr Schaden an. Dadurch, dass diese Zweihandwaffen aber sehr langsam sind, kann der Gegner mit einer schnelleren Waffe einen oft unterbrechen(z.B. wenn er "konter" beherrscht).
Am "sichersten" ist eigendlich für jeden Charakter, egal ob Magier, Ordenskrieger oder Bandit, der Kampf mit Schwert und Schild. Das Schwert ist schnell, und das Schild ermöglicht die Parade von ALLER Art physischen Angriffen. Das ist vorallem zu Beginn als Magier wichtig, denn ohne Schild macht das Erkunden der Insel und das killen von "Monstern" noch viel weniger Spass. Auf hohen Stufen kann man später auch Bastard- und Zweihandschwerter einhändig mit Schild führen. Dieser Waffenart galt wohl auch das Entwicklerhauptaugenmerk, da man viel mehr Schwerter und Schilde findet, als Stäbe und Axtarten.

Das Problem am Kampf ist primär, dass er sehr schnell langweilig wird. Eigendlich pariert man die ganze Zeit, und hofft auf einen Treffer beim Gegenangriff. Der Angriff teilt sich in 3 einzelne Angriffe die jeweils mehr Schaden machen, als der vorherige. Kriegt man z.B. nur je den ersten Schlag als Treffer durch, kann der Kampf sehr lange dauern.

Zu Beginn ist der Kampf noch ok, aber so richtig "Spass" macht er eigendlich nie. Er fühlt sich die ganze Zeit eher wie eine nervige "Notwendigkeit" an. Gegen Ende, wo es von starken Echsenkriegern nur so wimmelt, ist der Kampf eine Qual. Der Gegner richtet viel Schaden an, und oft sind 2-5 Echsenmenschen auf einen Fleck(In den Ruinen wo eh nicht viel Platz ist), wo einen Gegner "rausziehen" nicht funktioniert. So werden die Kämpfe gegen Ende eher zum Glücksspiel, und das Laden des Schnellspeichersaves wird zur traurigen Routine.

Trotz erweiterter Möglichkeiten, fühlte sich der Kampf in G1 "lebendiger" an. Es gab keine "routinierten" Kombos, sondern man musste eigenständig, mit den wenigen Möglichkeiten die man hatte(Seitlich bewegen, Schlag in den Angriff hinein usw.), dem Gegner den Garaus machen.
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Kommentare


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1-10 von 17 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 13.10.2009 12:44:57 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 13.10.2009 12:46:18 GMT+02:00
karlarsch meint:
sehr gut zusammengefasst warum das Spiel nicht so gut wie 1+2 ist.

Sehr schade und unverständlich
warum es PB einfach nicht schafft ihre Handschrift unter das Spiel zu setzen es wirkt stellenweise einfach
zu routiniert zu sehr konstruiert. Die wesentlichen Kritikpunkte hast du je genannt: Schlechte Charaktere
zu wenig erzählerische Tiefe, zu wenig eigenständige Orte. Das waren alles Dinge auf die sich PB immer
gut verstanden haben. Es geht ja nicht so sehr um das Was sondern das Wie also wie wird die Story erzählt und von wem
, in den alten Teilen wurde die Story durch so viele NPCs vorangetrieben allesamt toll integriert und sehr gut
gesprochen - in Risen ist das nicht so es fühlt sich nicht so gut integriert an. Im großen und ganzen ist das Spiel natürlich um Längen besser als G3, deswegen könne ich dem Spiel auch die guten Bewertungen aber ohne wohlwollende Betrachtung ist es leider nur solide Kost für zwischendurch.

Veröffentlicht am 14.10.2009 21:54:30 GMT+02:00
Ich kann dem allem nur zustimmen! Story und Charaktere sind einfach viel zu schwach, da kommt gar keine Lust auf. Nur das typische Gothic Feeling führt zu Freude und lässt einen die ganze Insel erkunden. Gegen Gothic 1 + 2 hat das Spiel einfach keine Chance, hoffentlich wird das nächste Spiel besser, da sie mit diesem Spiel bewiesen haben das die Verkaufszahlen super sind und sie mehr Budget und Zeit haben können ;-) Wäre jedenfalls sehr zu erwünschen!

Veröffentlicht am 15.10.2009 14:35:00 GMT+02:00
meiner meinung die beste rezension zu dem spiel bisher mir hat lediglich nur noch ein genaueres eingehen auf das kampfsystem gefehlt weil das in meinen augen doch somit das lust-nehmenste an der ganzen sache ist. ansonsten der erste, der auch endlich auf die questgleichheit eingegangen ist ;) well done...

Veröffentlicht am 15.10.2009 17:25:11 GMT+02:00
Andre Schuder meint:
Beste Rezension, die hier zum Spiel zu lesen ist! Jeder Aspekt wird angesprochen und kritisch beleuchtet ohne dabei zu einseitig zu argumentieren. Zudem eine sehr faire Besprechung, bei der man merkt, dass ein Gothic (1/2) - Fan am Werk war, der dennoch nicht alles durch die rosarote Brille sieht. Der Text hat mich endgültig dazu bewogen, mir das Spiel zumindest nicht zum Vollpreis zu kaufen. Danke für die Entscheidungshilfe! ;)

Veröffentlicht am 19.10.2009 23:22:46 GMT+02:00
Brakiri meint:
Danke für euer Lob.
Hab mir Mühe gegeben, alles Wichtige zu erläutern :)

Veröffentlicht am 20.10.2009 10:04:26 GMT+02:00
AGI meint:
Kann 100% Zustimmen... Es gibt nichts in dieser Rezension was man ohne eine Vernüftige Begründung abstreiten könnte.
Was mich auch noch stört ist das der Held eine im vergleich zu den anderen NPCs eine Ziemlich leise und Unterwürfige Stimme hat (Fand den Helden aus Gothic 1-3 besser, da er etwas mehr authoritär wirkt meiner Meinung nach).
Hoffe das der nächste Teil besser wird was das angeht...

Veröffentlicht am 11.11.2009 17:45:03 GMT+01:00
Serlio meint:
Grossartige Besprechung, vielen Dank!! Deckt sich mit meinen Erfahrungen aus dem Demo.
Dann warte ich doch eher auf den zweiten Hexer ;)

Veröffentlicht am 09.12.2009 11:46:10 GMT+01:00
Jan meint:
Da capo, lieber Sascha! Eine tolle Rezension hast Du da geschrieben. Ich suche schon was Neues für die Zeit wenn ich "Dragon Age: Origins" durchgespielt habe und da hat mir Dein Text in Bezug auf "Risen" sehr weitergeholfen.

Ich würd mich freuen auch in Zukunft so gute Rezensionen von Dir zu lesen.

Veröffentlicht am 15.12.2009 17:27:30 GMT+01:00
Kaufung meint:
Hmmm, was schimpfen so viele auf Gothic 3... Gothic 3 ist ein absoluter Hit in Sachen Umfang der Möglichkeiten und andauerndem Spielspaß. Und noch ein HMMMM, Risen ist kurz, geradezu winzig, ein viertel von G2, höchstens. Die gefühlte Länge entsteht leider nur durch ein nerviges hin und her gelaufe über eine halbe Insel, und die zweite Hälfte der Insel wird einfach unterschlagen, da ist das Spiel dann zu Ende.
lg peter

Veröffentlicht am 05.01.2010 01:54:53 GMT+01:00
P. Christian meint:
Obwohl ich nur die Demo gespielt habe, muss ich der Rezension völlig recht geben. Selbst bei der Demo wurde mir teilweise schon langweilig.
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