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Kundenrezension

9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf dem Weg zur Perfektion ..., 14. April 2013
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Rezension bezieht sich auf: The Mystery of Time (Limited Digibook) (Audio CD)
Ich habe mir dieses Mal ziemlich viel Zeit genommen mit dem Album und bin jetzt natürlich ziemlich spät dran mit einer Rezension. Aber auf der anderen Seite wollte ich dieses Mal sehen, ob meine Begeisterung sich halten würde. Viele Alben der jüngeren Vergangenheit gehen sofort in die Gehörgänge, werden aber auch schnell langweilig. Der Musikkonsument im allgemeinen scheint etwas verwöhnter zu sein und der schnelle Konsum durch das Netz ist auch nicht immer hilfreich. Sei's drum, the Mystery of Time ist nach Thick as a Brick 2 seit langem mal wieder ein Album, welches seit seinem Eintreffen bei mir den CD-Player nicht mehr verlässt. Es hat mich vom ersten Tag an in seinen Bann geschlagen, obwohl ich bei den ersten drei bis vier Durchläufen nicht bei allen Songs sofort den echten Zugang hatte. Dies mag auch daran liegen, dass es zwei Songs auf dem Album gibt, die mir anfangs ein wenig sperrig daherkamen, da ist direkt dann auch der Opener Spectres vertreten. Die Brüche in Tempo und Rythmus sind zunächst gar nicht so eingängig gewesen. Ich brauchte da ein paar Durchläufe, in denen sich der Song erst spät entfaltete.

Aber wie nähert man sich einem solchem Album mit dem Namen Avantasia, ein Projekt mit einem solchen Backkatalog, bei dem sich trefflich streiten lässt, was ist jetzt das beste Album. Sicher ist die Metalopera ein Werk, welches über allem zu thronen scheint, aber alle Nachfolgewerke wollten gar nicht in dieser Tradition betrachtet werden, stehen alle für sich und sind auf verdammt hohem Niveau. Bei allen Werken steht in vorderster Linie die Frage, welche Sänger welche Sangesrolle übernahmen. Man könnte es über diese Schiene für das neue Album versuchen. Jorn Lande ist nicht dabei, ein Umstand, den viele als Mangel vorab sehen wollten. Ich zählte mich zunächst auch dazu, bin aber inzwischen anderer Meinung. Jorn Landes Präsenz auf den letzten drei Alben war schon ziemlich übermächtig und neue Sänger verleihen the Mystery of Time eine neue Frische und Entwicklung, welches gemeinsam mit dem Orchester die Veränderung spüren lässt und auf der anderen Seite das Besondere der Wicked Triologie erhält. Inzwischen sehe ich diesen Schachzug als ausgesprochen postiv an. Als Konstante bleibt Michael Kiske und Bob Catley, deren Sangeseinsatz in der Vergangenheit auf den Alben aber deutlich punktueller war als der Jorn Landes. Gerade Michael Kiske liefert mit Where Clockhands freeze und Dweller in a Dream zwei Glanzstücke des Powermetal ab. Ein weiterer Einsatz auf Savior in the Clockwork ist eher eine Art Background und bleibt deutlich mehr im Hintergrund.

Bob Catley ist auf dem neuen Album nur auf The great Mystery vertreten, dort aber gewaltig. Seine Stimme trägt diesen Song schon auf eine majestätisch anmutende Weise. Dieser ist der andere sperrige Song, welcher mehrfach überraschend Tempo und Rythmus wechselt und immer wieder überraschende Wendungen hat. Hier treten auch die vielen kleinen Zitate zu Tage, denen sich Tobias Sammet kompositorisch so gerne bedient. Meistens bedient er sich des eigenen Fundus, aber zusätzlich wähnt man sich mal in einem Meat Loaf Song und dann in der Mitte plötzlich bei John Miles Music. Aber Tobias verbindet diesen großartigen Longtrack zu etwas eigenständigem, dessen Anleihen aber durchaus hörbar bleiben. Die einzige echte härtere Rocksequenz in diesem Song wird von Joe Lynn Turner gesungen.

Joe Lynn Turner war mir in den 80ern und 90ern eigentlich ein eher ungeliebter Sänger. Rainbow habe ich seit jeher nur mit Ronnie James Dio verbunden und Deep Purple mit Ian Gillan, so dass die Akzeptanz von Joe alles andere als groß war. Mit dem Abstand der Jahre bleibt aber, dass er trotzdem einen großen Job erledigt hatte. Dieses macht er hier auch, trotzdem man merkt, dass seine Stimme deutlich gealtert ist. Er bewältigt noch große Gesangsleistungen, aber nicht mehr alles. Sein Einsatz auf Spectres ist noch sehr spärlich, dafür ist dann the Watchmakers Dream grandios. Dazu singt er auf beiden Longtracks, neben dem beschriebenen The Great Mystery auf dem über 10minütigen Savior in the Clockwork. Für mich ist das mein Übersong auf dem Album, weil er mehr dem Hardrock huldigt und etwas weniger dem Epischen und Bombastischen, obwohl das Orchester hier auch seinen wesentlichen Anteil hat. Ich finde diesen Song sehr intelligent komponiert und bietet einem weiteren Sänger namens Byff Byford ebenso eine Plattform.

Byff Byford kennen wir alle von Saxon, auch wenn ich einräumen muss, mich mit Saxon nicht allzu sehr beschäftigt zu haben. Aber er erledigt hier einen ausgezeichneten Job und sorgt mit dafür, dass Black Orchid ein weiterer Höhepunkt auf der Platte wurde. Ein getragenes Stück über fast 7 Minuten mit düsteren Momenten, in denen Tobi einerseits seinen Sinn für Melodien beweist, aber auch für ein weiteres Zitat aus der Rockgeschichte, Deep Purples Perfect Strangers.

Das bereits im Vorfeld bekannte Invoke the Machine ist in seiner Albumversion in meine Top 10 der Avantasiasongs gelangt. Ronnie Atkins, dessen Werk bei Pretty Maids ich aus den Augen verlor, hat eine im Alter tolle Stimmfärbung und beherrscht das extrem rauhe ebenso wie die sonore Stimmfärbung. Aus meiner Sicht der härteste Song des Albums.

Natürlich dürfen auf einem Avantasiaalbum die ruhigen Momente nicht fehlen, sie dienen zum Luftholen. Der von Eric Martin gesungene Titel What's left of me gefällt mir persönlich wegen seiner größeren Intensität besser als der von Tobi selbst bezeichnete Popsong Sleepwalking mit der bezaubernden Cloudy Yang. Auf welches Publikum er auch immer dabei schielt oder ob er es überhaupt tut, soll mir egal sein. Das Album ist so, wie es ist, absolut ausgewogen.

Tobi selsbt singt wie gewohnt, wenn man berücksichtigt, dass er keines dieser Naturwunder der Stimme ist. Er macht seinen Job ausgezeichnet und ihm verdanken wir schließlich dieses wunderbare Projekt. Tobi zeigt aber mit seinem eigens auf der Limited Edition verewigten Vergleich mit Jon Oliva, wo seine eigenen Grenzen sind, aber das wird er sicherlich selber wissen.

Offensichtlich ist dieses neue Kapitel Avantasia nicht zu Ende erzählt und wir dürfen auf eine Fortsetzung hoffen. Im Booklet steht zum Schluss: END OF CHAPTER One

Mögen noch viele kommen ...
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 23.04.2013 22:36:44 GMT+02:00
Boris meint:
HALLO PEOPLE!
You probably know about the problem with the 2nd CD of the earbook.
My question is: DOES ANYONE KNOW, HAVE THESE EARBOOKS THE RIGHT CD OR THEY HAVE THE SAME 2ND CD WITH MISTAKE?

Thank you so so so much!

Mit freundlichen Grüßen,

Boris :)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.04.2013 16:38:20 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.04.2013 16:38:44 GMT+02:00
Rock Tullie meint:
I have not. But the problem has been dicussed in one of the 70 recensions. They said, that there is a possibility to change against the correct version ...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.04.2013 21:47:05 GMT+02:00
Boris meint:
OK. Thank you very very much! :))
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