Kundenrezension

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen BSF die Vierte, 1. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: The Misery Index:Notes from the Plague Years (Audio CD)
Nach einigen Jahren Ruhe und einem umstrittenen "Tomorrow Come Today" meldet sich boysetsfire mit diesem Album zurück - und wie! Erneut überzeugt der Newark-Fünfer mit typischen Postcore-Elementen, von melodischen, über gescreamten, bis hin zu großartigen Hardcore-Passagen (aber seltener als in früheren Zeiten). Schafften sie schon in früheren Alben eine einzigartige Mischung verschiedener Alternative-Arten, treiben sie diese Vielfältigkeit in "The Misery Index: notes from the plague years" glatt auf die Spitze. Möglich ist das hauptsächlich durch Frontmann Nathan Gray's außergewöhnlichen Stimme, die wirklich in allen Tonlagen zu überzeugen vermag und zu den besten Lead Vocals der Hardcore-Szene zählt. Jeder Song ist anders, und doch bildet die Platte ein einziges großes Stück bester BSF-Kunst, das nur selten Durchhänger hat.

1. "Walk Astray" (9/10):
Spitzenmäßiger Einstieg in das Album, schon nach zwei Minuten weiß man, woran man bei boysetsfire ist: Politische Texte, eingebettet mal in ruhigeren, mal in Hardcore-Parts, hervorragend gesungen durch Nathan Gray. Hat Ohrwurm-Charakter!

2. "Requiem" (10/10):
Das erste absolute Highlight der Platte! Ein grandioser Midtempo-Song mit gesellschaftskritischem Text und gutem Übergang aus dem ersten Track. Von Sound her zwischen "Rookie" und "My Life In the Knife Trade", von der Qualität her mindestens auf gleicher Höhe.

3. "Final Communiqué" (7/10):
Steht etwas im Schatten der ersten beiden genialen Songs des Albums, will auch irgendwie nicht ins Ohr. Trotzdem ein guter Hardcore-Song in typischer boysetsfire-Manier.

4. "The Misery Index" (8/10):
Erst nach mehreren Anhören ein sehr guter Emo-Song, wieder einmal mit tollen Vocals von Nathan.

5. "(10) And Counting" (8/10):
Nach dem Album-Intro zum ersten Mal wieder mit ruhigen Passagen; erzählt von der schweren Zeit der Band nach den schlechten Kritiken für ihr vorangegangenes Album und dem Streit mit ihren Label.

6. "Falling Out Theme" (10/10):
Wieder ein Highlight des Albums mit harten Gitarrenriffs und genialem Sound. Dieser Song und "Requiem" hatten mich auch nach einigem Hören auf der Myspace-Seite der Band überzeugt, mir das Album zuzulegen. Unbedingt reinhören!

7. "Empire" (9/10):
Sehr guter Midtempo-Song über Bush und seine Methoden, wie er seine Landsleute nach 9/11 um sich geschart hat. Schon nach wenigem Hören kriegt man den Song nicht mehr aus dem Kopf, besonders live der Hammer.

8. "So Long... And Thanks For the Crutches" (9/10):
Wie zu besten "After the Eulogy"-Zeiten! Nach überraschendem Freejazz-Intro eine knüppelharte Abrechnung mit der Musikindustrie mit vielen Moshparts und Lyrics, die endlich mal wieder wehtun. Besonders für die Fans der alten Scheiben eine Perle!

9. "With Cold Eyes" (8/10):
Der wohl ruhigste Song des Albums. Hier sieht man auch den wohl größten Unterschied zu den älteren Scheiben: Hat man in "After the Eulogy" nach einem Hardcore-Track gleich noch einmal einen gespielt, macht man hier nach "So Long..." erst mal eine kleine Verschnaufpause. Trotzdem sehr guter Song, wenn er auch zum Mittelmaß des Albums zählt.

10. "Déjà Coup" (8/10):
Ähnelt von den Lyrics her "Empire", ist aber musikalisch eher in den Ska-Bereich einzuordnen. Ein ungewohntes, aber gelungenes Experiment.

11. "Social Register Fanclub" (6/10):
Objektiv gesehen wieder ein guter BSF-typischer Midtempo-Song, versinkt aber leider zwischen den anderen Songs und bleibt nirgends hängen. Mit einem flotteren Refrain und einem Platzieren an einer früheren Stelle auf dem Album wäre da mehr drin gewesen.

12. "Nostalgic For Guillotines" (10/10):
Heimlich, still und leise eher am Ende des Albums ist das hier der wohl beste Song der Scheibe. Nathans Stimme holt noch einmal alles Raus, das Finale nach dem gesprochenen Part ist phänomenal und die Lyrics sagen alles, was BSF für mich bedeutet. Erzeugt selbst beim x-ten Anhören noch Gänsehaut!

13. "A Far Cry" + "Still Waiting For the Punchline (Acoustic)" (8/10):
Zum Ende noch ein Screamo-Klopper, der auf früheren Konzerten in Teilen noch unter dem Titel "White Flag of Desire" lief. Bring sowohl textlich als auch musikalisch die Werke der Band auf den Punkt, sehr hart und offensiv. Hinzu kommt noch Mark Twains "The War Prayer" und eine wirklich hervorragende Akustik-Version des Klassikers "Still Waiting For the Punchline" auf dem Jahre2000.

Fazit: Alles in Allem eine echt Wiederauferstehung der Gruppe. Ihre beiden darauf folgenden Europa-Tourneen waren beide der Hammer und haben gezeigt, was für eine besondere Band boysetsfire doch ist - oder besser 'war'... Am 31. Juli 2006 gab die Combo ihre Auflösung bekannt, und zu allem Unglück verletzte sich Gitarrist Josh bei einem Arbeitsunfall einige Tage später schwer. Nichtsdestotrotz eine erstklassige Post-Hardcore Platte, die zwar nicht ganz an "After the Eulogy" heranreicht, aber dennoch zum Besten zählt, was BSF hervorgebracht hat!
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 22.02.2012 23:36:34 GMT+01:00
M. Tischler meint:
Ein Hammer Album!!!!!!!!!!!! UUUUUUltra fett!
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4.7 von 5 Sternen (7 Kundenrezensionen)
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